NFT – Wochenüberblick: von Aliens bis Artvatar

0
333
flickr.com/photos/125321218@N07/48311529686/

Neben unserem gewohnten Blick auf die NTF-Top100, schauen wir uns in dieser Woche die Projekte Alien Worlds und Artvatars mal etwas genauer an.

(Wer zum Thema NFT noch etwas Starthilfe benötigt, sei dieser Artikel hier empfohlen.)

Im Verhältnis zu den Marktwerten der Vorwoche, hat sich kaum etwas bewegt: Die Marktkapitalisierung der führenden 100 NFT-Projekte liegt weiterhin bei knapp über 30 Milliarden US-Dollar, die Marktdominanz hat mit -0,2% leicht abgenommen.

cg_1604
Quelle: coingecko.com

THETA ist weiter vorne, ENJ und CHZ haben auf Platz 2 und 3 die Positionen getauscht. Der Rest des Feldes bis Platz 10 bringt keine Überraschungen mit sich; einzige Ausnahme:

Das Projekt Alien Worlds mit dem dazugehörigen Token TLM platziert sich auf Position 8!

Alien Worlds ist ein Wirtschafts-Simulationsspiel, in welchem die Spieler unter zur Hilfenahme von NFT-Items gegeneinander antreten. In diesem Metaverse geht es um wirtschaftlichen Aufstieg durch Wettkampf und Kollaboration, immer mit dem Hauptziel vor Augen möglichst schnell und effektiv an die rare Ressource namens Trilium (TLM) zu gelangen.

TLM ist im Spiel erforderlich, um konkurrierende dezentrale autonome Organisationen (benannt als “Planet DAOs”) zu kontrollieren und um Zugang zu weiteren Gameplay-Inhalten zu erhalten. Die „Planet DAOs“ und all ihre Spieler konkurrieren um das vorhandene TLM, was gleichzeitig zu intensiven Wettbewerb und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stakeholdern führt.

Um an das TLM im Spiel zu gelangen, benötigen die Spieler diverse ingame-Items in Form von NFTs, mit welchen sich das TLM abbauen lässt. Auch Waffen und andere Gegenstände in Alien Worlds sind NFTs, mit welchen Kämpfe gewonnen werden können um an TLM zu gelangen oder Challenges bestritten werden, um in TLM belohnt zu werden. Die Art der Gegenstände und somit der NFTs – welche hier anders als in herkömmlichen Spielen tatsächlichen in seinen Besitz übergehen – hängen also von der Summe seiner Entscheidungen, letztendlich von seinem Stil und seiner Strategie ab.

Mit über 120.000 aktiven Usern und einem Trading-Tagesvolumen von knapp 4 Millionen USD, ist TLM das am schnellsten wachsende dApp auf dem Markt.

alienworld
Quelle: play.alienworlds.io

Spätestens seit Binance´s Launchpool-Listing Anfang April, bekam das Spiel den nötigen Rückenwind einer breiteren Masse vorgestellt zu werden, auch, wenn natürlich viele der Binance-Kunden den Token TLM eher als kurzfristige Investition ansahen, als ihn tatsächlich im Spiel einsetzen zu wollen.

Diese Annahme spiegelte sich dann auch im Preisgeschehen von TLM wieder: mit knapp unter 2 Dollar je Token gelistet, entwickelte sich der Preis innerhalb der letzten 2 Wochen auf Spitzenwerte bis knapp unter 7 Dollar das Stück. Am 13.April geschah dann was geschehen musste, ein großer Stakeholder von TLM –der den Coin einzig als Investition wahrscheinlich gestaked hielt, verkaufte seinen Anteil und löste dadurch in Windeseile eine Kaskade an Verkäufen aus, sodass der Preis innerhalb weniger Stunden auf 0,5 USD pro Token fiel.

Dieser über 90% Preisabfall ist dafür verantwortlich, das Alien World nicht noch viel höher in das Top-Ranking einsteigen konnte und mit einer MarketCap von etwas über 500 Millionen USD nun nur Platz 8 belegt.

Der Preishype war also nur ein Blase, welche bereits nach kürzester Zeit zerplatzte. Trotz alledem ist das Spiel wie bereits erwähnt Platz 1 im DappRadar und es bleibt abzuwarten, ob der Preis nun bei ca. 0,42 USD seinen Boden findet, um sich von hieran nun zwar langsamer, dafür aber nachhaltiger wieder nach Oben zu arbeiten.

Die sich sehr positiv entwickelnde Userbasis und ein hohes Transaktions-Volumen, lassen uns vermuten, das Alien Worlds eine rosige Zukunft vor sich hat. Wie schnell sich das jedoch auf den Preis von TLM auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Ein grade erst gelaunchtes Projekt namens “Artvatars

…, soll unser heutiger Abstecher in die NFT-Kunstwelt sein.

Die insgesamt 20.000 Einzelstücke der Artvatars-Serie, wurden in Zusammenarbeit mit über 60 der weltweit bekanntesten CryptoArtists entwickelt. Ein jeder Artvatar besteht aus den Kunstwerken mehrerer Künstler, da sich jedes Bild aus bis zu 12 Komponenten zusammen setzt. Der von MantraXR eigens entwickelte KI-Algorithmus, wies zufällig Teile zusammen und generierte so 20.000 einmalige NFTs.

artvatars.com
Quelle: artvatars.com

Vor zwei Tagen launchte das Projekt gegen 16 Uhr unserer Zeit und die ersten 5.000 NFTs wurden für 0,15 ETH das Stück innerhalb der ersten Stunden verkauft. Ab dem 5.001-NFT stieg der Preis auf 0,3 ETH, seither wurden lediglich 925 weitere NFTs verkauft.

Mit einer Discord Community von 8k Membern, dürfte inzwischen jeder aktive davon zugeschlagen haben, laut Countdown der Seite, endet der Sale jedoch in rund 11 Tagen. – Es bleibt also spannend abzuwarten, ob bis dahin alle Artvatars ausgelöst werden.

Schaut man im Vergleich zurück auf das Projekt Hashmasks, merkt man nun schon, das der Hype um NFTs vielleicht nicht direkt gelitten hat, aber das Angebot inzwischen einfach so viel größer geworden ist, das man nicht einfach mit einer ähnlich genialen Idee kommen kann, um sicherzugehen, genauso schnell abzuräumen. – Denn die 16.384 Maskenbilder, waren damals nach viereinhalb Tagen bereits ausverkauft und das bei gestaffelten Preisen die bis zu 100 ETH pro Maske anstiegen.

Als NFT-Enthusiasten, sind wir fast ein wenig traurig über den stockenden Verkauf, denn in diesem Projekt hier steckt schon eine Menge Liebe zur Kunst und zu NFTs an sich drin, ganz im Gegenteil zu den vielen konzeptlosen “Müll” da draußen, der den Markt inzwischen verklärt.

Zum einen ist die Auswahl an Künstlern wirklich sehenswert, hinter den 60+ Namen, erstreckt sich eine hohe Vielfalt an Stilen und thematischen Schwerpunkten, mit einem durchweg hohen Anspruch an Qualität für das eigene Werk. – Über Geschmack lässt sich natürlich streiten.

artvatars.com/artists
Quelle: artvatars.com/artists

Zum anderen hat ein Projekt dieser Größe, mit der Entscheidung das Ethereum-Mainnet zu verlassen Neuland betreten:
…Artvatars sind zwar nicht die allerersten im NFT-Segment die das tun, aber ziemlich weit vorne mit dabei, den der gesamte Verkauf bewegt sich auf einer Layer2-Ebene von ETH.

Um einen Artvatar kaufen zu können, muss ein ETH-Besitzer etwas tun, was er bislang i.d.R. noch nie getan hat, er muss die dezentrale Ebene von ETH verlassen und sich auf Layer 2 begeben, was einen Teil der Dezentralität einbüßt. Nun befindet man sich auf einer sogenannten SideChain, in diesem Fall die von Matic (Polygon). Um hier agieren zu können, überweist der User initial ETH vom MainNet auf die SideChain, wodurch es im Verhältnis 1:1 zu sogenanntem WETH wird (wrappedETH). Hierfür fällt eine einmalige Transaktionsgebühr an.

– Es empfiehlt sich also unter Umständen direkt mehr zu transferieren, als man für den nächsten Kauf benötigt, denn sobald die WETH einmal auf der SideChain liegen, sind alle von dort aus vorgenommenen Transaktionen um ein vielfaches günstiger, als aktuell auf dem MainNet. Diese Kostenersparnis ist möglich, da SideChains anders als das Mainnet nicht auf PoW (Proof-of-Work) basieren, sondern auf PoS (Proof-of-Stake).

Obwohl dieser Prozess des umswitchens auf Layer-2 kein komplizierter ist, kann man davon ausgehen, das viele Interessenten sich durch den initialen Mehraufwand und die größtenteils noch nicht vorhandene Sensibilisierung mit SideChains auf ETH, nicht motiviert genug fühlten, um bei Artvatars bislang zuzuschlagen.

Falls einer von Euch das Projekt interessant findet, dieser Artikel auf Medium erklärt in einfachen Schritten wie man seine MetaMask-Wallet mit dem MaticNet verbindet und hier erklärt Matic selbst, wie man ETH vom MainNet auf ihre SideChain transferiert.

Den Sicherheitsaspekt von Sidechains findet ihr hier auf EthHub gut und objektiv erklärt, im Endeffekt ist jeder Betreiber einer SideChain sebst dafür verantwortlich.

Unserer Ansicht nach sollte man auf Sidechains sicherlich keine größeren Summen herumliegen haben, da die Dezentralität auf dem MainNet immer besser gewährleistet sein wird. Für „den täglichen Gebrauch“ wird diese Lösung aber immer populärer werden und voraussichtlich auch die aktuell beste Möglichkeit, um endlich die hohen TN-Kosten in den Griff zu bekommen. Deswegen denken wir, das dieses Prinzip früher oder später alltäglich sein wird, zumindest auf absehbare Zeit.

matic.opensea.io
Quelle: matic.opensea.io

Die durch den Kauf auf Layer-2 erstandenen NFTs, landen aktuell beim Weiterverkauf über secondary-Märkte wie z.B. OpenSea, noch auf einer eigenen Subdomain des Anbieters; auch dieser Fakt wird sicherlich nicht dabei geholfen haben mehr potentielle Käufer für Artvatars zu generieren. – Ein baldiges update seitens OpenSea, wurde hier aber bereits in Aussicht gestellt.

Abschließend kann man zu Artvatars festhalten, das die Kombination aus “Hashmask“-ähnlichem Ansatz und Verkaufswegen mit noch recht geringer Benutzersensibilisierung, vielleicht nicht die klügste Wahl war… – Gleichzeitig sind das Projekt und ihr Produkt aber wirklich sehr gut gelungen und erfreuen ein jedes Sammlerherz!

Ob Top oder Flop muss also jeder selbst entscheiden, 11 Tage habt Ihr dazu noch Zeit 😉

Hiermit schließen wir das samstägliche NFT Spezial und freuen uns auf neue Projekte in der kommenden Woche!

Bild@Flickr / Lizenz

Disclaimer:
Die zur Verfügung gestellten Inhalte Stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar. Ebenso sind die Analysen nicht als Aufforderung zum Handel zu verstehen, sondern spiegeln nur die Meinung des Autors wieder. Alle Aussagen zu Kryptowährungen und deren eventuelle Kursentwicklung sind absolut unverbindlich. Im Falle, dass Nutzer der Seite aufgrund der Vorstellung von Analysen Handel betreiben, geschieht dies vollumfänglich auf eigene Gefahr.

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here