Ab Januar 2019 verkaufen französische Tabakläden Bitcoins

0
954
Ab 2019 wird man französischen Tabak-Läden Bitcoins kaufen können. | © Depositphotos
⏱ Lesezeit: 2 Minuten

Ab Januar 2019 dürfen Tabakläden in Frankreich Gutscheine für Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) verkaufen. Die Finanzaufsichtsbehörde ACPR gab ihre Erlaubnis dazu. Für die technische Umsetzung des Projekts wird das Unternehmen Keplerk zuständig sein.

In unserem größten Nachbarland Frankreich wird man Kryptowährungen bald bequem an jeder Straßenecke kaufen können. Ab dem ersten Januar wollen Tabakläden nämlich Gutscheinkarten für Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) anbieten, wie der Sender Europe 1 am Mittwoch berichtete.

Die Konförderation der Tabakhändler, welche rund 25.000 Unternehmen umfasst, möchte die Aktion in 3.000 bis 4.000 Verkaufsstellen starten, welche die modernen Registrierkassen der Firma Bimedia nutzen. Letztere hat einen Vertrag mit dem FinTech-Unternehmen Keplerk geschlossen. Es stellt die Wallets bereit, auf welche das Kryptogeld beim Einlösen der Gutscheine wandert.

“Tabakladenbesitzer sind der beste [Verkaufs-]Kanal, denn ihre Kunden vertrauen ihnen und sie sind es gewöhnt, Gutscheine zu verkaufen, etwa für Telefonguthaben“, so Adil Zakhar, Direktor für Strategie und Entwicklung bei Keplerk, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Sein Unternehmen habe für eineinhalb Jahre an dem Projekt gearbeitet.

Anzeige

Die Gutscheine soll es im Wert von 50, 100 und 250 Euro geben, wobei Keplerk eine Gebühr von 7 Prozent für sich einstreichen wird. Ganz ohne KYC (Know Your Customer) ist ein Kauf aber nicht möglich. Keplerk verlangt den Personalausweis und einen Adressnachweis zur Erstellung eines Kontos.

Zentralbank bleibt distanziert

Die ACPR, eine französische Behörde zur Beaufsichtigung von Banken und Versicherungen, hatte dem Vorhaben grünes Licht gegeben. Begründet wurde dies damit, dass man keine Wahl habe: es sei eine unvermeidliche Entwicklung, dass Kryptogeld zur globalen Währung würde, also solle man es sich entwickeln lassen.

Die französische Zentralbank bleibt dagegen skeptisch. Sie beaufsichtige Keplerks Krypto-Vorhaben nicht. “Das sind rein spekulative Vermögenswerte und keine Währungen. Jene, die in Bitcoin oder andere Krypto-Vermögenswerte investieren, tun dies auf eigenes Risiko“, so eine Stellungnahme der Zentralbank vom Mittwoch.

Werden die Tabakhändler Bitcoin in Frankreich massentauglich machen? Wann wird es wohl so etwas auch am deutschen Kiosk geben? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here