Bakkt: Ein globales Ökosystem für regulierte digitale Vermögenswerte

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Kommt Bakkt, kommen die Bullen? | © CoinCentral

Was verbirgt sich hinter der Firma Bakkt und weshalb wird davon ausgegangen, dass diese Organisation am 12. Dezember einen neuen Bullrun auslösen könnte? Alles was man über Bakkt wissen muss im Überblick:

Bakkt ist eine neue Firma der Intercontinental Exchange (ICE), der Organisation, die auch im Besitz der New Yorker Börse ist und sie betreibt. ICE verfügt über umfassende Erfahrung im Bereich des Austauschs von Vermögenswerten und verfügt jetzt schon über eine Reihe von weltweiten Börsen. In einer offiziellen Erklärung betonte die ICE Ende Oktober, dass Daily Future Contracts am Mittwoch den 12. Dezember auf dem Markt zum Handel angeboten werden.

Institutionelles Geld kommt! Zumindest hieß es so die meiste Zeit des Jahres in den Medien des Krypto-Ökosystems. Anleger hatten im Jahr 2018 eine schwere Zeit und es ist nicht schwer zu verstehen, warum viele nach einem Katalysator suchen, um die Bullen in den letzten Monaten des Jahres wieder aus den Scheunen zu treiben. Wird uns institutionelles Geld wieder Bullenmärte bescheren? Bakkt scheint das zu glauben.

Die Marktkapitalisierung der Kryptowelt, verblasst im Vergleich zu den Guthaben, die in Aktien, Anleihen, Derivaten und anderen traditionellen Finanzinstrumenten liegen. Da die Zinssätze auf Rekordtiefstständen und in einigen Ländern auf sogar im negativen Bereich liegen, suchen Anleger nach neuen Wegen, um Geld zu verdienen. Hier kommt die boomende Krypto-Industrie sehr gelegen.

Was ist Bakkt?

In einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung auf Business Wire wurde der Zweck des Projekts folgendermaßen erläutert: “…[Bakkt] beabsichtigt Microsoft-Cloud-Lösungen zu nutzen, um ein offenes und reguliertes Ökosystem für digitale Vermögenswerte zu errichten.”

Neben Microsoft hat Bakkt auch bereits Partnerschaften mit Starbucks, der Boston Consulting Group (BCG) und anderen großen Firmen knüpfen können. 

Bakkt’s Hauptprodukt wird eine Exchange für Krypto-Futures sein, diese sollen aber im Unterschied zu den Futures vom Dezember 2017 “physisch unterlegt” sein. Angesichts der digitalen Natur von Bitcoins ein etwas irreführender Ausdruck. Was damit gemeint ist, ist dass hierbei nicht nur auf den Preis des Bitcoin gesetzt wird, sondern, dass hier um tatsächlich erworbene Bitcoins gewettet wird. Nachdem CBOE und CME im besagten Dezember ihre Terminkontrakte auf den Markt warfen, stieg der Bitcoin von $11.500 am 4. Dezember auf $16.800 am 5. Dezember und am 17. Dezember schließlich auf $20.000. Und das, obwohl Bitcoins damals nicht einmal “physisch” hinterlegt wurden.

Zu den Investoren des Bakkt-Ökosystems gehören Pantera Capital, Susquehanna International und der Gründer von Galaxy Digital Mike Novogratz.

Eintrittsbarrieren

Trotz des Optimismus, den das Projekt mit sich bringt, gibt es immer noch eine Reihe von Hindernissen für institutionelle Investoren, die sich für Krypto interessieren.

Depotdienste & Regulierung

Die sichere Verwahrung von Krypto-Vermögenswerten in großen Mengen ist für viele potenzielle Käufer nach wie vor ein Problem. Es gibt wahrscheinlich keinen Monat, in dem keine Nachricht von einem Hack oder einem Sicherheitsfehler einer Exchange auftaucht. Die Verwaltung des eigenen Geldes kann schon ganz schön anstrengend sein. Die Verwaltung des Geldes einer Renten- oder Pensionskasse spielt aber noch in einer völlig anderen Liga.

Das Bakkt-Ökosystem plant, von Anfang an einen institutionellen Verwahrungsservice bereitzustellen. Während andere Projekte und Exchanges unter Regulierungsproblemen litten, wird Bakkt direkt mit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und anderen Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten.

Kritikpunkte

Die ICE legt eindeutig einen Fokus auf die Bereitstellung von Regulierungen, die Institutionen benötigen, um sicher in den Kryptomarkt investieren zu können. Kryptowährungen wurden allerdings so konzipiert, dass sie kaum zu regulieren sind. Bakkt beabsichtigt daher, ein offenes, aber reguliertes globales Ökosystem für digitale Assets zu schaffen. Frei nach dem Motto: So reguliert wie nötig, aber so dereguliert wie möglich.

Es ist nicht klar, wie das Unternehmen die Regulierung in anderen Ländern regeln will, in denen es keine Befugnisse hat. Darüber hinaus bleibt die Frage offen, wie sich Bakkt von anderen etablierten Börsen unterscheidet. Coinbase und Gemini verfügen über wesentlich mehr Erfahrung im Krypto-Bereich und umfassen ebenfalls institutionelle Handelsdienstleistungen.

Werden institutionelle Käufer tatsächlich den nächsten Bullenmarkt einleiten? Trotz vieler Prognosen von Krypto-Optimisten, ist das nur sehr schwer zu sagen. Aber dennoch ist Grund zur Freude: ICE betreibt die größte Börse der Welt. Die Einführung dieser neuen Plattform deutet darauf hin, dass die Akzeptanz des Mainstreams unmittelbar bevorsteht.

Dieser Artikel wurde von unserem Partner CoinCentral bereitgestellt und von Ryan Smith verfasst. Wir freuen uns über Anmerkungen in der Kommentarspalte!

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