Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) blamiert sich mit Bitcoin-Lüge

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Agustín Carstens, General Manager der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich| © Código Espagueti
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Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), auch Zentralbank der Zentralbanken genannt, streute am Montag Falschaussagen zu Bitcoins Mining-Algorithmus. In einem Bericht behauptete die Bank, Bitcoins Proof-of-Work-Mechanismus sei keine langfristige Lösung und bedürfe “Koordination und Institutionalisierung”.

Einem Bericht der Basler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zufolge, seien Bitcoins (BTC) Probleme nur zu lösen, indem sich die Digitalwährung langfristig vom Konsens-Mechanismus Proof-of-Work trennt. Die als Zentralbank der Zentralbanken operierende BIZ begründete diese Annahme vor allem damit, dass Bitcoin sein Netzwerk andernfalls unmöglich aufrecht erhalten könne.

Die Argumentationskette der BIZ lautet wie folgt: Bitcoins Block Reward würde alle vier Jahre halbiert, wodurch die Miner irgendwann ihren finanziellen Anreiz verlören, die Kryptowährung zu schürfen. Die Folge sei der Kollaps des gesamten Netzwerkes. Daher müsse eine Alternative gefunden werden.

Offenbar glaubt die Raphael Auer, welcher den Bericht im Auftrag der BIZ verfasst hat, hier einen Fehler im System gefunden zu haben, den Satoshi Nakamoto und die gesamte Bitcoin-Gemeinde bisher übersehen hätten. Selten naiv. Auers Sorgen um den Proof-of-Work-Mechanismus könnten schnell ausgeräumt werden, hätte er diese vielleicht einmal mit einem erfahrenen Bitcoiner anstatt der “intellektuellen Elite” seiner Bank diskutiert.

Deshalb liegt die BIZ falsch

Bitcoin ist eine deflationäre Währung. Es können niemals mehr als 21 Millionen Coins erzeugt werden. Durch Verlust von Wallets reduziert sich die zirkulierende Menge zwangsläufig mit der Zeit. Da eine Verknappung des Angebots bei gleichbleibender (oder steigender) Nachfrage auch einen höheren Preis bedingt, kann der sinkende Block Reward getrost ignoriert werden. Der Block Reward fällt im Jahre 2140 (!) vollständig weg. Aber selbst dann werden die Transaktionsgebühren aller Voraussicht nach mehr als ausreichen, um die Miner zu versorgen.

Weiterhin wird die Produktion und Anschaffung von Mining-Rigs durch den technologischen Fortschritt auf Dauer deutlich günstiger. Um die Miner braucht sich also niemand kümmern, die werden ihren Kopf schon über Wasser halten können.

Das Papier fährt fort, dass die Abkehr von Proof-of-Work trotz Second-Layer-Lösungen wie Lightning, alternativlos sei. Dies “benötige aber wahrscheinlich eine Form von Koordination oder Institutionalisierung” von Bitcoin.

Teilst Du die Einschätzung der BIZ, dass Bitcoin institutionalisiert gehört? Teile uns Deine Meinung dazu in der Kommentarspalte mit!

2 Kommentare

  1. Deshalb liegt Coinkurier falsch:

    Im Jahr 2140 wird niemand mehr Transaktionsgebühren für eine Transaktion bezahlen wollen. Bitcoin darf also getrost untergehen und anderen Währungen den vortritt lassen.

  2. Bis 2140 wird Bitcoins aktueller PoW Consensus Mechanismus seit 120 Jahren als veraltet gelten und seit mehr als hundert Jahren verschwunden worden sein. Schon heute gibt es deutluch überlegene Alternativen wie Hedera Hashgraph auf dem Weg zu Massenadoption, was mit Bitcoin aufgrund seiner technischen Einschränkungen kaum passieren könnte. Im Lichte dessen ist PoW heute schon peinlich. Wenn allein die Transaktionsbegühren die Miner glücklich stimmen sollten, wird es wohl die Nutzer nicht glücklich stimmen können. Mit Hedera sind heite schon (Micro)payments für den Bruchteil eines Cents möglich – Hunderttausend mal pro Sekunde.

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