Führender Bitcoin Cash (BCH)-Entwickler behauptet, er sei Satoshi Nakamoto

2
2526

Der Bitcoin-Cash (BCH)-Entwickler Amaury Séchet hat auf Twitter behauptet, er sei der bislang anonym gebliebene Bitcoin (BTC)-Erfinder Satoshi Nakamoto. Möglicherweise handelt es sich um einen Scherz oder eine Provokation gegenüber Möchtegern-Satoshi Craig Wright.

Bis heute herrscht keine hundertprozentige Klarheit darüber, wer den Bitcoin (BTC) erfunden hat und sich hinter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ verbirgt. Nun hat eine weitere Krypto-Persönlichkeit die Identität Satoshis für sich beansprucht.

Amaury Séchet, Entwickler und „gütiger Diktator“ der Bitcoin Cash (BCH)-Implementierung Bitcoin ABC, erklärte am Freitag, er sei Satoshi und könne es beweisen. Folgende Tweets veröffentlichte er unter seinem Twitter-Namen Daedal Nix:

Gut möglich, dass es sich bei der ganzen Aktion schlicht um einen verfrühten Aprilscherz handelt. Denn angenommen, Séchet wäre Satoshi: Warum hätte er dann als Bitcoin Cash-Anhänger nicht schon längst seinen gewaltigen BTC-Schatz veräußert und davon BCH gekauft?

Craig Wright regiert gereizt

Séchets Behauptungen erregten die Aufmerksamkeit von Craig Wright, dem wohl prominentesten Unterstützer der Kryptowährung Bitcoin SV (BSV). Dieser behauptet bekannterweise ebenfalls von sich, Nakamoto zu sein. Wright warf Séchet vor, nicht einmal die Grundlagen von Bitcoin zu verstehen.

In der Nacht zum Montag veröffentlichte Séchet dann einen weiteren Tweet, der möglicherweise den teils aggressiven Stil von Wrights Twitter-Beiträgen parodieren sollte: „Manche Leute zweifeln noch. Sie liegen FALSCH. Sie werden LERNEN. Denn ich bin nicht Dorian Nakamoto“. Der letzte Satz spielt auf den Japano-Amerikaner Dorian Prentice Satoshi Nakamoto an, welcher 2014 durch das Magazin Newsweek fälschlicherweise als Bitcoin-Erfinder präsentiert worden war.

Vor- und Nachteile von Satoshis Anonymität

Die Heimlichtuerei um Satoshis Identität bewerten viele als positiv für Bitcoins Dezentralisierung. Andere Kryptowährungen haben in der Regel eine prominente Gründerfigur, sei es Charlie Lee bei Litecoin (LTC), Vitalik Buterin bei Ethereum (ETH) oder Justin Sun bei Tron (TRX). Diese könnten theoretisch – Gott bewahre – bedroht, erpresst oder entführt werden, was dem jeweiligen Coin schweren Schaden zufügen würde. Satoshi dagegen verweilt unangreifbar im Schatten.

Andererseits ist Satoshis Anonymität natürlich auch ein Nährboden für alle möglichen Verschwörungstheorien. „Mr. DAX“ Dirk Müller mutmaßt beispielsweise in seinem neuesten Buch „Machtbeben“, Bitcoin sei eine Erfindung der Geheimdienste. Ihm dränge sich der Gedanke auf, dass die NSA ein Hintertürchen in die Algorithmen der Kryptowährung eingebaut habe.

So unwahrscheinlich diese Theorien auch sein mögen: Solange Satoshis Identität nicht zweifelsfrei bewiesen wurde, können sie nicht völlig widerlegt werden. Viele Hinweise deuten allerdings auf Nick Szabo, den Erfinder des Bitcoin-Vorläufers Bit Gold, hin.

Was glaubst Du, wer der wahre Satoshi Nakamoto ist? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Valis Iscari0t, Flickr.com, Lizenz

2 Kommentare

  1. Nö er ist auf jeden Fall NICHT!
    Brock Pierce und Konsorten stecken dahinter, aber nur wenige checken die Vorgänge.
    Und die jenigen die es wissen, zocken mit ab.
    Craig Wright gibt die Bitcoin Führung an Brock Pierce einem Online-Poker Webseitenbetreiber ab? Ist nicht wahrscheinlicher das der Bitcoin Erfinder Satoshi seine Führung an sich selber ab gibt. Gründet diversen Krypto-Börsen, Banken die dann Tether heraus geben und gleichzeitig abzudecken xD
    Die Jungs haben alles um die Kryptowährungen in den Händen und das von Anfang an. Im Gegensatz zum Großmaul Crag W. wird Brock es auch niemals zu geben, weil das wäre der Untergang.

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here