Bericht: Bitcoin Mining trumpft Schätzungen des Energieverbrauchs im Goldbergbau

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Verbraucht Bitcoin-Mining wirklich mehr Energie als Goldbergbau? | © CoinCentral
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Einem Bericht des Nature International Journal of Science zufolge, wird für das Mining von Kryptowährungen mehr Energie verbraucht als für den herkömmlichen Goldabbau. Allerdings sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen.

Der Bitcoin-Bergbau verbraucht angeblich wesentlich mehr Energie als der Abbau von Gold mit einem entsprechenden Wert. Dies geht aus einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Nature International Journal of Science hervor, den Max J. Krause und Thabet Tolaymat zusammengestellt haben.

Es wird hervorgehoben, dass der energieintensive Prozess des Abbaus digitaler Währungen wie Bitcoin, Litecoin , Ethereum und Monero im Vergleich zur Gewinnung von Metallen wie Gold und Platin sehr viel Strom verbraucht.

Das Papier stellt fest, dass es 17 bzw. sieben Megajoule Energie benötigt, um Bitcoin und Ethereum im Wert von einem Dollar abzubauen. Um Gold und Platin mit dem gleichen Wert abzubauen, sind fünf bis sieben Megajoule Energie erforderlich.

Die Forschung unterstreicht, dass die dargestellten Krypto-Stromverbrauchszahlen Energie, die für Kühlsysteme und andere periphere Operationen benötigt werden, nicht mit einbezogen wurden. Dies bedeutet, dass die tatsächlichen Werte sehr viel höher sein könnten.

Das Team von Nature International schätzt, dass allein das Bitcoin-Mining im Jahre 2017 etwa 948 Megawatt verbraucht habe. Die Autoren kamen zu dieser Zahl, indem sie den Marktanteil der Münze von 50 Prozent berücksichtigten und logischerweise davon ausgingen, dass der Stromverbrauch von Bitcoin-Mining etwa die Hälfte des gesamten Industrieverbrauchs beträgt .

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts lag die Marktkapitalisierung von Bitcoin bei etwa 125 Milliarden US-Dollar, während die Marktkapitalisierung des Gesamtmarktes bei 250 Milliarden US-Dollar lag. Es ist erwähnenswert, dass diese Schätzungen auf Zahlen beruhen, die am 30. Juni erhoben wurden.

Große Unternehmen dominieren nach wie vor den Markt, der vor allem effiziente Miner mit Zugang zu billigem Strom bevorzugt. Das hat wesentlich zu explodierenden Hashraten beigetragen, die in der Folge zu einer höheren Mining-Difficulty und zu einem Anstieg des Energiebedarfs und -verbrauchs geführt haben.

Fortlaufende Bitcoin- versus Gold-Mining Debatte

Die Debatte, ob Bitcoin- oder herkömmliches Goldmining mehr Energie verbraucht taucht immer wieder auf. Die endgültigen Ergebnisse zeigen jedoch deutliche Unterschiede. Zum Beispiel hängen die Energieverbrauchsschätzungen des Krypto-Minings stark von der Art der Energiequellen und der Effizienz der Mining-Rigs ab, so dass verlässliche Schätzungen nur schwer zu erreichen sind.

Auf der anderen Seite gibt es viele Komponenten bei der Goldproduktion, die bei den Schätzungen außen vor gelassen werden. Einem kürzlich veröffentlichten Bericht von Rocco zufolge ist beispielsweise der Reifenverbrauch ein indirektes, aber wichtiges Detail, wenn man den Energieverbrauch in der Branche betrachtet.

Barrick Gold z.B. hat offenbar in einem Jahr über 25.000 Tonnen Reifen verschlissen. Viele waren riesige 13-Fuß-Caterpillar-Reifen, die von den riesigen Lastkraftwagen an Bergbaustätten verwendet wurden. Konservativen Schätzungen zufolge gibt es laut Bericht mindestens 50 Barrel Öl, um nur einen dieser Reifen herzustellen.

In dem Bericht wird auch darauf hingewiesen, dass die meisten Unternehmen, die im Goldbergbau tätig sind, nicht den vollen Energieverbrauch des direkten Bergbaus angeben. Die Debatte zwischen Bitcoin- und Goldmining wird also noch undurchsichtig bleiben, bis umfassendere empirische Studien erhoben werden.

Dieser Artikel wurde von unserem Partner CoinCentral bereitgestellt und von Elizabeth Gail verfasst. Wir freuen uns über Anmerkungen in der Kommentarspalte!

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