Verdacht auf Exit Scam: Angebliche Entwickler von BHB-Token leugnen Zusammenarbeit

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Das Krypto-Nachrichtenunternehmen Coindesk legte am Donnerstag einen Bericht vor, nachdem das Krypto-Projekt BHB höchstwahrscheinlich ein klassischer Betrugsfall ist. Dieses Urteil fällte Coindesk auf Grundlage einer Reihe von Ungereimtheiten im Whitepaper des Tokens.

Investigativen Recherchen von Coindesk zufolge handelt es sich bei dem Krypto-Token BHB höchstwahrscheinlich um einen klassischen Betrugsfall. Im Fokus der Recherchen waren vor allem die drei angeblichen Entwickler Bobby White, David Chen und Gregory Moss.

Die Gesichter von zweien der Herren konnten offenbar identifiziert werden. So ist das Gesicht von Bobby White identisch mit dem eines Professors von Chinas Tsinghua Universität namens Alexander White. Gregory Moss’ Name wurde indes nicht verfälscht. Allerdings gaben beide Professoren an, mit BHB nichts am Hut zu haben und kritisierten die missbräuchliche Nutzung ihrer Gesichter und Namen scharf.

Das Krypto-Projekt hatte insgesamt 20 Millionen US-Dollar durch ein geschicktes Marketing-System einsammeln können.

Die Gründer von BHB begannen am 2. Dezember mit ihrer Kampagne und versprachen ein Peer-to-Peer-Beleihungssystem anzubieten. Am 18. Januar mutmaßten chinesische Medien allerdings bereits über ein Pyramiden-System.

Weitere Ungereimtheiten

Damit aber nicht genug. Das Projekt quillt vor Ungereimtheiten nahezu über. Wie Coindesk bemerkte, ist die angegebene Telefonnummer nicht vergeben, die Kontaktdaten falsch und die Adresse des Hauptgebäudes (22/121 Apple Street) existiert erst gar nicht.

Weiterhin können BHB-Tokens offenbar ausschließlich an einer kleinen chinesischen Exchange erworben werden, XBTC.CX. Diese hat ihren Dienst allerdings ebenfalls am 2. Dezember aufgenommen und scheint in direkter Verbindung mit dem ERC20-Token BHB zu stehen. Dieser kann weder geschürft noch gestaked, sondern ausschließlich bei der Exchange gegen USDT oder BTC erworben werden.

Wie Coindesk herausfand, lässt sich BHB auch an eine echte Person knüpfen, und zwar den 24-Jährigen Gründer der Risikokapitalfirma MoCapital, Renbing Li. Auf Nachfrage wies Li die Vorwürfe, es handle sich bei BHB um einen Betrug, zurück. Der Token solle viel mehr dazu dienen “Gemeinden zu liberalisieren”.

Glaubst Du, dass es sich hier um einen klassischen Betrugsfall handelt? Teile uns Deine Meinung dazu in der Kommentarspalte mit!

© Bild via Depositphotos

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