Bill Gates-Stiftung kooperiert mit Ripple, um Entwicklungsländern zu helfen

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Die Gates-Stiftung kooperiert nun mit Ripple. | © Depositphotos

Die Bill & Melinda Gates Foundation hat eine Zusammenarbeit mit den Blockchain-Startups Ripple und Coil angekündigt. Dabei wird es um die Implementierung des Interledger-Protokolls gehen. Mit Hilfe der darauf aufbauenden Mojaloop-Software sollen Zahlungssysteme für Menschen in Entwicklungsländern entwickelt werden.

Die Bill & Melinda Gates Foundation hat eine Partnerschaft mit den Blockchain-Unternehmen Ripple und Coil angekündigt. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Zahlungssystemen für Menschen in armen Ländern, die vom klassischen Bankensystem ausgeschlossen sind. Das verkündete Miller Abel, stellvertretender Direktor und leitender Technologe der Gates Foundation, am Mittwoch auf Twitter.

Ein einheitliches Zahlungssystem für Entwicklungsländer

Konkret soll dabei die Open-Source Software Mojaloop weiterentwickelt werden. Die weltgrößte Privatstiftung mit einem Kapital von über 50 Milliarden US-Dollar hatte jene am 17. Oktober des vergangenen Jahres herausgebracht. Der Name bedeutet „ein Kreislauf“ (Moja = Eins auf Suaheli) soll eben genau das gewährleisten: Ein einheitliches Zahlungssystem an dem alle teilhaben können.

In Afrika sind nämlich mobile Bezahldienste, wie der aus Kenia stammende M-Pesa, weit verbreitet. „90% der Armen auf der Welt werden durch ein Mobilfunksignal abgedeckt. Sogar ein einfaches Handy kann ein finanzieller Endpunkt sein“, schrieb Abel am Donnerstag auf Twitter. Allerdings sind die Zahlungsanbieter oft nicht mit einander kompatibel, sodass eine Transaktion zwischen zwei Systemen unmöglich ist.

Ripples Interledger schafft Abhilfe

Mojaloop löste das Problem mit Ripples Interledger, einem offenen Protokoll zur Verbindung verschiedener Zahlungsnetzwerke. Interessanterweise wurde das zugehörige Whitepaper 2014 von Stefan Thomas geschrieben. Dieser gründete das Startup Coil im Mai dieses Jahres, nachdem er zuvor bei Ripple die Position des Chief Technology Officer (CTO) inne hatte.

Hauptziel von Coil ist eine bessere Monetarisierung von Online-Angeboten. Man bezahlt einen monatlichen Beitrag und dieser wird dann an die Webseiten gespendet, die man besucht. Die Höhe des Betrags ist von der Verweildauer auf der jeweiligen Seite abhängig.

Das Unternehmen verkündete auf Twitter seinen Stolz, nun mit der Gates Foundation zusammenarbeiten zu können. „Technologien wie Interledger und Micropayments sind nicht nur etwas für Medien. Sie erhöhen auch finanziellen Zugang und wir wollen unseren Teil beitragen“.

Fiatgeld statt XRP

Mojaloop möchte zwar das alte Versprechen des Bitcoin, „Banking the Unbanked,“ wahrmachen, allerdings kommt das Projekt dabei ganz ohne Kryptowährungen aus. Abel stellte auf Twitter klar, dass das System die jeweiligen nationalen Fiatwährungen der Nutzer verwenden wird.

Damit zerstreute er auch die Vermutung, dass XRP zum Einsatz kommen könnte. Erneut zeigt sich: Nur weil Rippel an einem Projekt beteiligt ist, muss das nicht auch automatisch für den Token des Unternehmens gelten.

Steht ihr dem Mojaloop-Projekt positiv gegenüber oder sollten Entwicklungsländer besser auf eine Bitcoin- oder Dash-Adaption hinarbeiten? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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