Binance könnte Node-Betreiber bei Facebooks Kryptowährung Libra werden

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Facebooks Krypto-Projekt Libra könnte Unterstützung durch die Exchange Binance erhalten. Laut Chief Strategy Officer Gin Chao erwägt die Kryptobörse, eine Node in dem Netzwerk zu betreiben.

Vergangene Woche enthüllte Facebook eine eigene Kryptowährung namens Libra durch Veröffentlichung eines Whitepapers und zweier dazugehöriger Webseiten. Nun hat Binance, die nach Handelsvolumen weltgrößte Börse für Kryptowährungen, einen Einstieg in das Projekt angedeutet.

Gin Chao, Chief Strategy Officer (CSO) der Exchange, erklärte gegenüber der Nachrichtenseite CryptoPotato, dass sein Unternehmen möglicherweise eine Node im Libra-Netzwerk betreiben werde: “Wir ziehen das definitiv in Betracht. Und so möchten wir unseren Hut in den Ring werfen. Ob wir nun wirklich eine [Node] werden oder nicht, werden wir sehen”.

Libra soll von 100 Nodes regiert werden

Eine Libra-Node unterscheidet sich deutlich von einem Knotenpunkt im Bitcoin (BTC)-Netzwerk. Letzteren kann praktisch jede Privatperson von zu Hause aus betreiben. Libra dagegen soll von 100 Nodes regiert werden, hinter denen jeweils große Firmen oder auch Universitäten und ähnliche Organisationen stehen werden. Mining findet nicht statt.

Die Betreiber der Nodes sind gleichzeitig Mitglieder der Libra Association, einer Non-Profit-Organisation mit Sitz in Genf.  Bereits bekannte Mitglieder sind PayPal, Visa, Mastercard und Uber.

Um Teil des Netzwerks zu werden, müssen Unternehmen mindestens 10 Millionen US-Dollar in das Projekt investieren. Andere Organisationen wie z.B. Universitäten können allerdings schon einsteigen, wenn sie nur die Unterhaltskosten für eine Node bezahlen.

Chao: Libra-Projekt legitimiert Kryptowährungen

Laut Chao könne sich bei Libra um eine wichtige Brückentechnologie bei der Verbreitung von Kryptowährungen handeln: “Es ist ganz sicher eine gute Sache. Jedes Mal, wenn ein Unternehmen mit dem Gewicht, der Größe, den Ressourcen und der Wirkung von Facebook sich beteiligt, bestätigt das sowohl die Blockchain als auch in diesem speziellen Fall die Kryptowährungen. Also, ob Libra unglaublich erfolgreich wird oder nicht – ist es bereits jetzt eine gute Sache.”

Bevor Libra jedoch tatsächlich wie geplant 2020 an den Start gehen kann, wollen staatliche Regulatoren das Projekt eingehend untersuchen. In den USA hat das Bankenkomitee des Senats bereits eine Anhörung zu Libra anberaumt. Diese soll am 16. Juli stattfinden. Es ist noch nicht bekannt, welche Zeugen dabei vorgeladen werden.

Hältst Du es für gut oder schlecht, dass sich Binance am Libra-Projekt beteiligt? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

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