Bitcoin (BTC)-Staatsanleihen? Diese drei Länder denken darüber nach

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Tunesien, Afghanistan und Usbekistan erwägen, in Zukunft in Bitcoin (BTC) denominierte Staatsanleihen herauszugeben. Das erklärten Vertreter der Länder auf einer Veranstaltung von IWF und Weltbank.

Wenn Regierungen neue Schulden aufnehmen wollen, ist die Herausgabe von Staatsanleihen oft das Mittel der Wahl. Indem Anleger diese fest verzinsten Wertpapiere kaufen, leihen sie dem Staat für einen festgelegten Zeitraum Geld.

Oft werden Staatsanleihen in der jeweiligen Währung des emittierenden Landes ausgestellt, doch dies ist nicht notwendigerweise der Fall. Tunesien, Afghanistan und Usbekistan könnten sogar schon bald die weltweit ersten Bitcoin (BTC)-Anleihen herausbringen, wie die Asia Times am Mittwoch berichtete.

Die Zeitung beruft sich dabei auf Aussagen der Zentralbankgouverneure von Tunesien und Afghanistan, sowie auf den usbekischen Botschafter in den Vereinigten Staaten. Diese hatten auf dem diesjährigen Frühlingstreffen vom Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Weltbank über das Thema gesprochen.

Verbindung mit Rohstoffförderung

Der afghanische Zentralbankchef Khalil Sediq sprach gegenüber der Asia Times davon, die Bitcoin-Bonds mit Rohstoff-Terminkontrakten zu kombinieren. In Afghanistan lagerten Lithium-Reserven mit einem geschätzten Wert von über drei Billionen US-Dollar. Das Metall wird vor allem für die Herstellung von Batterien benötigt. Afghanistan plane zudem, die Blockchain-Technologie der Open-Source-Initiative Hyperledger für die Herausgabe von Anleihen zu nutzen.

Der usbekische Botschafter Javlon Vakhabov erwog ebenfalls, die Bitcoin-Anleihen mit dem Markt für Terminkontrakte zu kombinieren. Er sprach dabei allerdings nicht von Lithium, sondern von Baumwolle. Usbekistan gilt als weltweit fünftgrößter Baumwoll-Produzent.

Staatsanleihen in fremder Währung nicht ungewöhnlich

Gerade für weniger entwickelten Staat ist es nicht unüblich, Anleihen in einer ausländischen Währung wie z.B. Euro oder US-Dollar auszugeben. Das liegt daran, dass die einheimischen Zahlungsmittel dieser Länder oft international wenig Vertrauen genießen.

Usbekistan verkaufte beispielsweise im Februar in Euro denominierte Staatsanleihen im Wert von einer Milliarde US-Dollar. Die Zentralbank von Indien gibt seit 2015 sogar Gold-Anleihen heraus. Da wäre es doch zum Bitcoin-Bond kein allzu großer Schritt, oder?

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© Bild via Depositphotos

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