Bitcoin (BTC)-Boom in Deutschland! Dutzende Banken drängen ins Krypto-Geschäft:

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Seit Anfang dieses Jahres haben Banken in Deutschland die Möglichkeit, Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen für ihre Kunden zu verwahren. Wie das Handelsblatt berichtete, herrscht großes Interesse daran:

Im Zuge der vierten EU-Geldwäscherichtlinie haben deutsche Banken seit Anfang des Jahres die Möglichkeit, ihren Kunden die Verwahrung von Kryptowährungen anzubieten. Dazu muss jedoch eine Zulassung bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt werden.

Über 40 Banken in Deutschland wollen Krypto-Geschäft

Wie das Handelsblatt kürzlich berichtete, scheint rege Nachfrage nach diesen Lizenzen zu bestehen: Bereits über 40 Banken hätten bei der BaFin ihr Interesse am Krypto-Verwahrgeschäft bekundet, so “Angaben aus Regierungskreisen”. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler kommentierte die Entwicklung folgendermaßen:

“Der Markt wächst schneller als das Bundesfinanzministerium das vorhergesagt hat. Das ist Segen und Fluch zugleich. Die hohe Nachfrage nach Krypto-Verwahrlizenzen zeigt, dass sich Unternehmen mehr und mehr der Blockchain-Technologie annehmen, ist aber auch Ergebnis der neuen Gesetzgebung.”

Sollten Unternehmen bereits vor 2020 Kryptowährungen verwahrt haben, wird ihnen eine Übergangsfrist gewährt. Die Bafin schrieb dazu:

“Für ein Unternehmen, das auf Grund des neuen Erlaubnistatbestands Kryptoverwahrgeschäft ab dem 01.01.2020 zum Finanzdienstleistungsinstitut wird, gilt die Erlaubnis für den Betrieb dieses Geschäfts als zu diesem Zeitpunkt vorläufig erteilt, wenn es bis zum 30. November 2020 einen vollständigen Erlaubnisantrag stellt und wenn es die Absicht, einen Erlaubnisantrag zu stellen, bis zum 31. März 2020 der Bundesanstalt schriftlich anzeigt.”

Die Kehrseite: Bitcoin (BTC)-Unternehmen machen dicht

Während sich den Banken ein ganz neues Geschäftsfeld eröffnet hat, bringt die neue EU-Geldwäscherichtlinie auch negative Folgen für die Krypto-Industrie mit sich: Mehrere europäische Krypto-Unternehmen wollten sich nicht den neuen Auflagen zur Erfassung von Kundendaten unterwerfen, und haben daher den Betrieb eingestellt.

So schloss beispielsweise die in Großbritannien ansässige Firma Bottle Pay zum 31. Dezember. Das Unternehmen hatte sich darauf spezialisiert, Bitcoin (BTC)-Zahlungen über die sozialen Medien einfach und für alle verfügbar zu machen. Bottle Pay erklärte damals:

“Die Menge und Art der zusätzlichen personenbezogenen Daten, die wir von unseren Nutzern erheben müssten, würde das aktuelle Nutzererlebnis so radikal und negativ verändern, dass wir nicht bereit sind, dies unserer Community aufzuzwingen.

Um unsere Integrität als Dienstleister zu wahren und die Interessen unseres Teams, der Investoren und der Nutzer zu schützen, haben wir daher den schmerzhaften Entschluss gefasst, Bottle Pay vollständig einzustellen, anstatt diesen neuen Vorschriften zu unterliegen.”

Wie viele der über 40 Banken werden wohl ihren Worten Taten folgen lassen und bei wie vielen wird es bloß bei Interessensbekundungen bleiben? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte! 

© Bild via Nicolas Raymond, Flickr.comLizenz, editiert

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