Der Blitz schlägt endlich ein! Bitcoins (BTC) Lightning Network wächst

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Bitcoins (BTC) Lightning Network wächst immer weiter und erreichte kürzlich eine Kapazität von 700 BTC. Unterstützt wird das Wachstum von Aktionen wie Lightning Torch, Lightning Pizza und dem neuen Twitter-Trinkgelddienst Tippin.

Aktuelle Statistiken zu Bitcoins (BTC) Lightning Network (LN) zeigen ein beeindruckendes Wachstum: In den letzten 30 Tagen wuchs die Anzahl der Zahlungskanäle um satte 35 Prozent auf über 28.000. Die Netzwerkkapazität (Anzahl aller Bitcoins im LN) überschritt kürzlich 700 BTC (rund 2,4 Millionen Euro).

Ziel des LN ist es, BTC-Transaktionen blitzschnell und kostengünstig zu machen, indem die meisten Zahlungen auf der zweiten Ebene (Second Layer) stattfinden und nur noch gelegentlich auf der Blockchain festgeschrieben werden müssen. Dadurch werden vor allem Transaktionen von Kleinstbeträgen in Bitcoin wieder attraktiv.

BTC-Trinkgeld auf Twitter dank Tippin

Ein Beispiel für solche Mikro-Transaktionen sind Trinkgelder für gute Beiträge in den sozialen Medien. Die neue Browser-Erweiterung Tippin ermöglicht dies für Google Chrome- und Firefox-Nutzer auf Twitter.

Entwickler Sergio Abril erklärte gegenüber Coindesk, er habe Tippin als Nebenprojekt gestartet, „um das Lightning Network etwas besser zu verstehen und natürlich die Nutzung voranzutreiben“, doch nun würde es sich zu etwas Großem entwickeln.

Abril plant, seinen Dienst schließlich auch auf andere Plattformen auszuweiten. Bislang handelt es sich bei Tippin allerdings noch um eine Beta-Version, sodass Nutzer vorsichtig sein sollten. „Sei brav und spiele nicht mit großen Summen!“, heißt es auf der Webseite des Projekts.

Twitter Chef offen für Bitcoin-Trinkgeld

Twitter CEO Jack Dorsey erklärte vor zwei Wochen, er „lieb[e] die Idee“, dass sich Twitter-Nutzer gegenseitig Satoshis (Bruchteile eines Bitcoins) als Trinkgeld schicken könnten.

Dorsey ist zudem CEO des Zahlungsverarbeiters Square. Dessen Cash App ermöglicht unter anderem den Kauf und das Versenden von BTC. Dorsey zufolge werde auch das LN in die Applikation integriert werden. Es sei keine Frage des „Ob“, sondern nur des „Wann“.

Lightning-Fackellauf geht weiter

Einen gewissen Beitrag zum Wachstum des LN leistet sicherlich ebenfalls die Aktion Lightning Torch, auch bekannt als #LNTrustChain. Seit inzwischen einem Monat reichen sich Twitter-Nutzer einen stetig wachsenden BTC-Betrag über Lightning weiter. Jack Dorsey ist der bislang wohl prominenteste Teilnehmer dieses Spiels.

Zuletzt wurde die „Fackel“ von CoinGecko weitergeleitet, einer Webseite, die ähnlich wie CoinMarketCap die Krypto-Preise abbildet. CoinGecko sendete die auf 0,0355 BTC (rund 120 Euro) angewachsene Summe an die 88-jährige Großmutter des Twitter-Nutzers Ibelite.

Pizza über Lightning kaufen

Seit letzter Woche ermöglicht das Zahlungs-Startup Fold zudem den Kauf von Pizzen der Marke Domino’s über das Lightning Network. Der Dienst Lightning Pizza knüpft an die Frühgeschichte des Bitcoins an: Am 22. Mai 2010 ließ sich ein Bitcointalk-Nutzer für 10.000 BTC zwei Pizzen liefern. Diese Aktion gilt als erste Nutzung von Bitcoin als Zahlungsmittel und wird bis heute als „Bitcoin-Pizza-Tag“ gefeiert.

Fold bietet bereits BTC-Zahlungen unter anderem für Starbucks und Uber an. Auch für diese Dienstleister soll bald Lightning genutzt werden können. Leider ist Fold bislang nur in den USA aktiv.

Wird das Lightning Network jetzt massentauglich? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via skyseeker, Flickr.comLizenz

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