Bitcoin (BTC)-Preis sackt auf $9.000! Kryptowährungen kein Schutz vor Coronavirus?

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Bitcoin (BTC) ist erneut im Wert gefallen und wird nur noch knapp über 9.000 US-Dollar gehandelt. Das widerspricht deutlich dem Narrativ, dem zufolge BTC als sicherer Hafen in der (Coronavirus-) Krise an Wert gewinnen müsste.

Anfang des Jahres war viel davon die Rede, dass Bitcoin (BTC) zunehmend als sicherer Hafen in Krisenzeiten angesehen würde. Die Kryptowährung würde ihrem Ruf als “digitales Gold” gerecht werden und dann an Wert gewinnen, wenn die übrigen Märkte durch negative globale Entwicklungen verunsichert wären.

Als Beweis galten den Anhängern dieser Theorie die starken Anstiege des Bitcoin-Preises Anfang Januar, als der Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu eskalieren schien. Sowohl als die Amerikaner den General Ghassem Soleimani töten ließen, als auch bei dem iranischen Vergeltungsangriff schoss BTC in die Höhe.

Kryptowährungen fallen während Coronavirus-Eskalation

Ganz anders sieht es allerdings bei der aktuellen globalen Ausbreitung des Coronavirus (auch bekannt als “COVID-19”) aus. Nicht nur die Aktienmärkte sind in den letzten Tagen gefallen, wie zum Beispiel der Sturz des DAX’ auf unter 13.000 Punkte.

Auch die größten Kryptowährungen hat es äußerst hart erwischt. Bitcoin kam mit einem Minus von rund elf Prozent in den letzten sieben Tagen noch verglichsweise glimpflich davon und wird aktuell bei knapp über 9.000 US-Dollar gehandelt. Ripple (XRP) und Bitcoin Cash (BCH) verloren sogar über 20 Prozent an Wert.

Der Gold-Anhänger und prominente Krypto-Hasser Peter Schiff jubilierte erwartungsgemäß wegen dieser Entwicklung. Man könne Bitcoin allenfalls noch als “nicht korreliertes Asset” beschreiben, aber nicht als digitales Gold.

Exchange Coinbase hat Coronavirus-Notfallplan

Bei der großen US-amerikanischen Exchange Coinbase hat man sich jedenfalls auf eine weitere Eskalation der COVID-19-Pandemie vorbereitet. Brian Armstrong, der CEO der Kryptobörse, teilte gestern dazu ein Dokument mit möglichen Maßnahmen.

Es werden drei Phasen beschrieben, je nachdem, wie stark sich die Krankheit ausbreiten sollte. Der schlimmste Fall wäre das Eintreten von Phase drei, wenn die “Eindämmung gescheitert” sein sollte und es “ein wilder Ritt werden” dürfte. Coinbase will dann folgende Schritte einleiten:

  • obligatorisches WFH [Arbeiten von zu Hause aus] im betroffenen Gebiet(en)
  • Alle Pläne für die Bewegung der Arbeitslast werden ausgeführt, einschließlich der potenziellen Verlegung von wichtigem Personal außerhalb des Gefahrenbereichs.
  • Auf dieser Ebene würde ich erwarten, dass unsere Fähigkeit, Dienstleistungen Dritter wie Reinigung, Snacks usw. in Anspruch zu nehmen, wegen angstbedingter Abwesenheit allmählich zusammenbricht.
  • Ich würde auch erwarten, dass es in dem betroffenen Gebiet zu einer regionalen Isolation kommt.

Glaubst Du, dass das Narrativ von Bitcoin als sicherer Hafen jetzt auserzählt ist? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via 70023venus2009, Flickr.comLizenz, editiert

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