Bitcoin (BTC)-Zensur auf YouTube! Methoden werden immer perfider:

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Offenbar ist auf YouTube eine neue Welle der Zensur gegen Krypto-Kanäle angerollt. Diesmal werden Kanäle nicht rundheraus gelöscht, sondern durch sogenanntes Shadow Banning zu einem stillen Dahinsiechen verurteilt:

Seit Ende 2019 kam es immer wieder zu Zensurmaßaktionen vonseiten der weltgrößten Videoplattform YouTube gegenüber Kanälen, die sich mit Kryptowährungen beschäftigen. Betroffen waren beispielsweise der beliebte Kommentator und Programmierer Ivan on Tech oder jüngst im April der Analyst Tone Vays.

Im Falle des letzteren wurde gleich der gesamte Kanal mit rund 90.000 Abonnenten gelöscht. Glücklicherweise gelang es (wahrscheinlich auch, weil die Krypto-Community Druck ausübte), schnell eine Wiederherstellung zu erwirken.

Shadow Banning gegen YouTuber

Wie unter anderem der YouTuber MMCryto kürzlich anprangerte, ist YouTube inzwischen zum sogenannten Shadow Banning übergegangen. Die betroffenen Kanäle (darunter zum Beispiel Crypto Zombie und Altcoin Daily) werden also nicht mehr empfohlen oder sind auch über die Suchleiste immer schwieriger zu finden.

Das ist im Vergleich zu einer direkten Löschung von Kanälen in gewisser Weise sogar die noch perfidere Methode: Schließlich lassen sich Fans leicht zum Widerstand mobilisieren, wenn ihr Lieblings-Kommentator auf einen Schlag verbannt wird. Wenn dagegen einfach nur seine Sichtbarkeit immer weiter eingeschränkt wird, gibt es dagegen keinen so großen Aufschrei.

Somit gleicht die Krypto-Gemeinde auf YouTube dem sprichwörtlichen Frosch im Kochtopf: Wenn man die Hitze unmerklich immer weiter erhöht, bemerkt das arme Tier die Gefahr nicht, bis es seinem Tod schließlich nicht mehr entfliehen kann.

YouTube kauft Superstar von Krypto-Plattform zurück

Diese Woche wurde eine weitere Neuigkeit zu YouTube bekannt, die man in gewisser Weise als Kampf gegen die Krypto-gestützte Konkurrenz werten kann: PewDiePie, der mit Abstand populärste individuelle YouTuber mit inzwischen über 100 Millionen Abonnenten, hat einen Vertrag unterschrieben, dem zufolge er in Zukunft seine Livestreams exklusiv auf der führenden Video-Plattform ausstrahlen wird.

Der Unterhaltungskünstler aus Schweden, welcher gerade das zehnjährige Jubiläum seiner YouTube-Kariere gefeiert hatte, kann also entsprechend nicht mehr bei dem alternativen Anbieter DLive streamen. Vor gut einem Jahr hatte er angefangen, auf der Krypto-basierten Plattform zu senden.

DLive hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Bis 2018 gehörte die Plattform zum Steem (STEEM)-Ökosystem, doch dann wurde eine eigene Kryptowährung namens Lino Points eingeführt. Zum Jahreswechsel 2020 wurde dann bekannt, dass DLive in das Tron (TRX)-Netzwerk eingegliedert wird. Ironischerweise gehört inzwischen auch Steem zu Tron.

Glaubst Du, dass die Zensur durch YouTube Kryptowährungen schaden wird, oder werden dadurch nur Krypto-Alternativen wie DLive sogar gestärkt werden? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Artem Beliaikin, Flickr.comPublic Domain, editiert

1 Kommentar

  1. Tja, wenn ich damals (2017) YouTube nicht gehabt hätte, hätte ich nicht gewußt, wie man Kryptos kauft. Diese diversen Videos haben mir als Anfänger sehr geholfen.

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