Bitcoin dominiert den Kryptomarkt, während Altcoins weiter zurückfallen
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Bitcoin dominiert den Kryptomarkt, während Altcoins zurückbleiben; ETF-Zuflüsse, institutionelle Käufe und regulatorische Impulse treiben den Markt, bestätigen aber keine nachhaltige Altcoin-Rallye.
Bitcoin behauptet seine Vormachtstellung, während viele Altcoins deutlich zurückliegen. Zugleich sorgen ETF-Zuflüsse, neue institutionelle Käufe, den Ausbau des Kryptohandels bei Volksbanken und eine bullische Positionierung am Optionsmarkt für Bewegung. Der Pressespiegel zeigt, welche Kräfte den Markt im September 2026 antreiben – und warum eine nachhaltige Altcoin-Rallye noch keineswegs sicher ist.
Bitcoin dominiert den Kryptomarkt – Altcoins bleiben zurück
Eine gemeinsame Analyse von Glassnode und Bybit zeigt laut Wallstreet Online, dass Bitcoin in den vergangenen zwei Jahren um 28 Prozent zulegte. Der Median der mittelgroßen Altcoins verlor dagegen 74 Prozent an Wert.
Ethereum bewegte sich im betrachteten Zeitraum seitwärts und konnte damit ebenfalls nicht mit Bitcoin Schritt halten. Eine breit angelegte „Altseason“, bei der Kapital typischerweise von Bitcoin über Ethereum in kleinere Kryptowährungen fließt, blieb bislang weitgehend aus.
Besonders hoch ist laut der Analyse die Hebelwirkung bei kleineren Kryptowährungen. Während das offene Interesse an Bitcoin-Futures rund zwei Prozent der Bitcoin-Marktkapitalisierung entspricht, liegt das Verhältnis beim Meme-Coin Pepe bei fast 24 Prozent.
Auch institutionelle Kapitalströme konzentrieren sich auf die größten Krypto-Assets. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten kumulierte Nettozuflüsse von rund 55,2 Milliarden US-Dollar, Ethereum-Produkte etwa 13,1 Milliarden US-Dollar und Solana-Spot-ETFs rund 29,7 Millionen US-Dollar.
Zuletzt gab es dennoch Anzeichen für eine breitere Erholung. Bitcoin sprang über die Marke von 85.000 US-Dollar, während die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptosektors innerhalb eines Tages um 5,4 Prozent auf 2,9 Billionen US-Dollar stieg. Solana, XRP und Doge legten auf 24-Stundensicht über 8 Prozent zu; Near gewann innerhalb von 3 Tagen über 70 Prozent und Uniswap über 40 Prozent.
Wallstreet Online betont, dass eine einzelne Rallye noch keinen nachhaltigen Trendwechsel bestätigt. Entscheidend sei, ob sich Kapitalzuflüsse und Kursgewinne dauerhaft auf einen größeren Teil des Marktes ausweiten.
| Wert | Entwicklung beziehungsweise Kapitalzufluss |
|---|---|
| Bitcoin | 28 Prozent in zwei Jahren |
| Median mittelgroßer Altcoins | 74 Prozent Verlust in zwei Jahren |
| Spot-Bitcoin-ETFs | rund 55,2 Milliarden US-Dollar Nettozuflüsse |
| Ethereum-Produkte | etwa 13,1 Milliarden US-Dollar Nettozuflüsse |
| Solana-Spot-ETFs | rund 29,7 Millionen US-Dollar Nettozuflüsse |
Infobox: Bitcoin gewann laut Wallstreet Online langfristig, während mittelgroße Altcoins deutlich verloren. Eine nachhaltige Altcoin-Wende ist bislang nicht bestätigt.
Bitcoin erreicht 85.248 US-Dollar und treibt die Märkte
Der Manager Magazin berichtet von einem kräftigen Anstieg an den Aktienmärkten und einem Bitcoin-Kurs auf dem höchsten Stand seit Beginn des Jahres. Der Dax stieg zum Handelsschluss in Frankfurt um 1,1 Prozent auf 25.575 Punkte.
Der MDax gewann 0,5 Prozent auf 31.241 Zähler. Auch der EuroStoxx50 notierte mehr als ein Prozent höher. Rückenwind kam laut dem Bericht von der anhaltenden Entspannung am Ölmarkt sowie von Gesprächen zwischen Vertretern Chinas und der Vereinigten Staaten von Amerika.
Technologiewerte profitierten von den Erwartungen rund um künstliche Intelligenz. Infineon legte um 4 Prozent zu, während Aixtron, Siltronic und Suss Microtec im MDax bis zu 4,9 Prozent gewannen.
Bei den Einzelwerten geriet Vonovia nach den Wahlen in Berlin unter Druck. Die Papiere schwankten im Handelsverlauf und notierten zuletzt 1,2 Prozent im Minus. Vonovia-Chef Luka Mucic warnte vor einer Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen und erklärte:
„Vergesellschaftung schafft keine einzige neue Wohnung, sie senkt keine Baukosten und würde stattdessen Milliarden binden, die für Neubau und Klimaschutz fehlen.“
Volkswagen blieb mit 2 Prozent Minus Dax-Schlusslicht. Die Aktien des VW-Großaktionärs Porsche SE verloren im MDax 3,4 Prozent, nachdem Kepler Cheuvreux die Titel auf „Reduce“ abgestuft hatte. K+S verloren 1,5 Prozent.
Deutlich stärker gefragt waren die Aktien von Berentzen, die um mehr als 22 Prozent stiegen. Der Getränkehersteller steht laut Manager Magazin kurz vor der Übernahme durch den US-Konkurrenten Sazerac und hat mit dem Unternehmen eine Zusammenschlussvereinbarung unterzeichnet.
Auch die US-Börsen legten zu. Der Dow Jones Industrial gewann 0,6 Prozent und stand bei 51.070 Punkten. Der Nasdaq 100 lag mit 2,4 Prozent plus bei 30.327 Punkten, während der S&P 500 um 1,3 Prozent zulegte.
Der Bitcoin wurde auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweise bei 85.248 US-Dollar gehandelt. Das entsprach einem Plus von fast 5 Prozent gegenüber dem Vortag und dem höchsten Stand seit Ende Januar.
Am Ölmarkt gab Brent zur Lieferung im November um 1,95 Prozent auf 100,05 Dollar nach. WTI verlor 2,2 Prozent auf 98,12 Dollar.
Infobox: Der Dax schloss bei 25.575 Punkten, Bitcoin erreichte 85.248 US-Dollar. Sinkende Ölpreise und Kursgewinne bei Technologie- und Kryptowerte prägten den Handel laut Manager Magazin.
SEC-Entscheidung, ETF-Zuflüsse und neue Bitcoin-Käufe von Strategy
XTB.com führt den Bitcoin-Anstieg auf rund 85.000 USD unter anderem auf regulatorischen Rückenwind, ETF-Zuflüsse und Eindeckungen von Short-Positionen zurück. Die US-Börsenaufsicht SEC gewährte Plattformen für den Handel tokenisierter Aktien sowie Liquiditätsanbietern fünfjährige, bedingte Ausnahmen von bestimmten regulatorischen Anforderungen.
Die tokenisierten Aktien sollen laut XTB Rechte gewähren, die traditionellen Wertpapieren entsprechen, darunter Dividenden und Stimmrechte. Emittenten können der Zulassung ihrer Aktien jedoch widersprechen. Rein synthetische Instrumente, die lediglich den Aktienkurs abbilden, sind ausdrücklich ausgeschlossen.
Die Regulierung soll Abwicklungen beschleunigen, Verwaltungskosten senken und den Zugang zu Liquidität erweitern. XTB bewertet den unmittelbaren Nutzen der Tokenisierung für Bitcoin als indirekt, da die breitere Nutzung der Blockchain durch Finanzinstitute das Vertrauen in die gesamte Assetklasse stärken könne.
Am 21. September stieg Bitcoin laut XTB auf rund 85.000 USD. Strategy verzeichnete ein Plus von 8 Prozent, Coinbase und Robinhood legten jeweils um 5 Prozent zu.
Strategy setzte zugleich seine Akkumulationsstrategie fort. Das Unternehmen kaufte weitere 950 Bitcoin zu einem Gesamtpreis von 75,7 Millionen USD und erhöhte sein Gesamtportfolio auf 846.000 BTC.
XTB weist darauf hin, dass bei einem Portfolio dieser Größenordnung bereits ein Bitcoin-Kursanstieg von 1.000 USD zu einer Steigerung des Bruttowerts des Bestands um etwa 846 Millionen USD führt. Der nachhaltige Vorteil für Aktionäre hänge jedoch stark vom Aufgeld der Aktie gegenüber dem Nettoinventarwert ab.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs laut XTB | rund 85.000 USD |
| Neuer Bitcoin-Kauf von Strategy | 950 Bitcoin |
| Gesamtpreis des Kaufs | 75,7 Millionen USD |
| Gesamtbestand von Strategy | 846.000 BTC |
| Kursanstieg der Strategy-Aktie | 8 % |
| Kursanstieg von Coinbase und Robinhood | jeweils 5 % |
Infobox: XTB sieht regulatorische Impulse, ETF-Zuflüsse und Short-Eindeckungen als Treiber des Bitcoin-Anstiegs. Strategy kaufte 950 Bitcoin für 75,7 Millionen USD und hält insgesamt 846.000 BTC.
Volksbanken bauen Kryptohandel aus
Deutschlands Volksbanken öffnen sich zunehmend dem Handel mit Kryptoanlagen wie Bitcoin und Ether. Nach Angaben von Finanzen100 sind die ersten 6 Prozent der genossenschaftlichen Institute bereits am Markt aktiv.
Weitere 26 Prozent wollen spätestens in fünf Monaten eine Lösung für den Kryptohandel eingeführt haben. Grundlage ist eine Umfrage des Genoverbands, an der sich vom 31. Juli bis 21. August 196 Institute beteiligten.
In den kommenden zwei Jahren dürften 59 Prozent der Institute im Verbandsgebiet interessierten Kunden den Kryptohandel anbieten. Das Verbandsgebiet umfasst alle Bundesländer außer Bayern und Baden-Württemberg. Das Angebot richtet sich an Selbstentscheider, die ihre Investitionsentscheidungen eigenständig treffen.
Gleichzeitig planen 30 Prozent der Institute laut Umfrage bislang nicht, den Kryptohandel anzubieten. Der Vorstandsvorsitzende des Genoverbands, Michael Hoeck, begründete die Öffnung mit dem wachsenden Interesse und dem zunehmenden Wettbewerb durch ausländische Banken und Neobanken.
„Niemandem ist damit gedient, wenn wir dieses Thema, an dem es wachsendes Interesse gibt, Wettbewerbern überlassen - die möglicherweise nur oder überwiegend Anlagen mit hohem Risiko bieten“, sagte Michael Hoeck laut Finanzen100.
Mehr als die Hälfte der befragten Vorstände, 54 Prozent, rechnen mit einer starken oder sehr starken Verschärfung des Wettbewerbs um Einlagen. Nur 13 Prozent erwarten eine geringe oder keine Verschärfung.
Neobanken wie N26, Trade Republic und Revolut bieten den Handel mit Kryptowährungen bereits seit geraumer Zeit an. Auch die Sparkassen haben laut Finanzen100 ihren Widerstand aufgegeben und über die Dekabank ein Angebot entwickelt, das ab Oktober den Kryptohandel über die Sparkassen-App ermöglichen soll.
Finanzen100 weist zugleich auf die starken Kursschwankungen von Bitcoin hin. Notenbanker sehen Kryptotoken nicht als reguläre Währung an und warnen vor Risiken durch Spekulationsblasen sowie vor der fehlenden Kontrolle durch eine Zentralbank oder einen Staat.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Institute bereits am Markt | 6 Prozent |
| Institute mit Einführung in spätestens fünf Monaten | 26 Prozent |
| Institute mit geplantem Angebot in den nächsten zwei Jahren | 59 Prozent |
| Institute ohne bisherige Planung | 30 Prozent |
| Teilnehmende Institute an der Umfrage | 196 |
| Zeitraum der Umfrage | 31. Juli bis 21. August |
| Vorstände mit erwarteter starker oder sehr starker Wettbewerbsverschärfung | 54 Prozent |
| Vorstände mit erwarteter geringer oder keiner Verschärfung | 13 Prozent |
Infobox: 6 Prozent der befragten Volksbanken sind bereits im Kryptohandel aktiv. 59 Prozent könnten ihren Kunden das Angebot innerhalb der nächsten zwei Jahre ermöglichen.
Optionsmarkt setzt auf 100.000-USD-Marke
Yahoo Finanzen Deutschland berichtet über eine starke bullische Positionierung am Bitcoin-Optionsmarkt. Am Freitag laufen Bitcoin-Optionen im Wert von etwa 16,07 Milliarden USD ab.
Die stärksten bullischen Positionen liegen bei 90.000 und 100.000 USD. Der Bitcoin-Kurs liegt laut dem Bericht aktuell bei rund 81.292 USD. Für die größten Investitionen müsste Bitcoin in vier Tagen fast 20 Prozent steigen.
Beim Verfall stehen 121.676 Calls 68.333 Puts gegenüber. Daraus ergibt sich ein Put/Call-Verhältnis von 0,56. Die größte Call-Ansammlung liegt bei 85.000 USD, etwa 5 Prozent über dem damaligen Bitcoin-Kurs.
Weitere Call-Ansammlungen befinden sich bei 90.000 und 100.000 USD. Einige reichen bis 125.000 USD, was einer Rallye von 54 Prozent entsprechen würde. Die größte Put-Ansammlung liegt bei 70.000 USD.
Der Bericht weist darauf hin, dass das Open Interest nicht zeigt, welche Marktseite am Ende gewinnt, da jeder gekauften Call-Option ein Verkäufer gegenübersteht. Der Max-Pain-Preis für Freitag liegt bei 73.000 USD; Bitcoin liegt damit 10 Prozent darüber.
Als zusätzlichen Faktor nennt Yahoo Finanzen Deutschland 262 Millionen USD an Short-Liquidationen. Sota Watanabe, Gründer von Astar Network und Leiter der Startale Group, erwartet einen starken Oktober. Vugar Usi Zade, Geschäftsführer der Börse MEXC, zeigt sich dagegen weniger sicher und verweist auf die Bedeutung weiterer Marktereignisse im vierten Quartal 2026.
Die Spot-Bitcoin-Fonds verzeichneten am Donnerstag und Freitag Zuflüsse von 593 Millionen USD. Die Aktie von Strategy stieg in der Woche um 17 Prozent. Als möglichen Auslöser für einen Stimmungswechsel nennt MEXC-Spannungen an den Ölmärkten.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Verfallende Bitcoin-Optionen | etwa 16,07 Milliarden USD |
| Calls | 121.676 |
| Puts | 68.333 |
| Put/Call-Verhältnis | 0,56 |
| Bitcoin-Kurs im Bericht | rund 81.292 USD |
| Größte Call-Ansammlung | 85.000 USD |
| Weitere Call-Ansammlungen | 90.000 und 100.000 USD |
| Max-Pain-Preis | 73.000 USD |
| Short-Liquidationen | 262 Millionen USD |
| Zuflüsse in Spot-Bitcoin-Fonds | 593 Millionen USD |
| Wochengewinn der Strategy-Aktie | 17 % |
Infobox: Der Optionsmarkt weist deutlich mehr Calls als Puts auf. Im Mittelpunkt stehen Ausübungspreise von 85.000, 90.000 und 100.000 USD, während der Max-Pain-Preis bei 73.000 USD liegt.
Bitcoin im Mainstream: Marktstabilität im Fokus
n-tv.de beschäftigt sich mit der Frage, wie resilient Bitcoin nach der jüngsten Erholung ist und welche Faktoren den Kryptomarkt derzeit stützen. Im Mittelpunkt steht die zunehmende Einbindung von Kryptoanlagen in den Mainstream.
Der Bitcoin zeigt sich laut n-tv.de nach seiner jüngsten Erholung weiter im Aufwärtsmodus. Über die stützenden Faktoren des Kryptomarktes und Möglichkeiten für Anleger spricht Patrick Dewayne mit Stijn Vander Straeten von Crypto Finance.
Die Meldung nennt keine weiteren nutzbaren Zahlen oder Kursdaten. Im Fokus steht daher die Einordnung der Marktentwicklung und die Frage, wie sich die wachsende Verankerung von Bitcoin im etablierten Finanzumfeld auf seine Widerstandsfähigkeit auswirkt.
Infobox: n-tv.de ordnet Bitcoin als zunehmend im Mainstream angekommen ein. Thematisiert werden die Widerstandsfähigkeit des Marktes und die Faktoren hinter der jüngsten Erholung.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Entwicklung ist die zunehmende institutionelle und bankseitige Verankerung von Bitcoin. Sie stärkt Liquidität und Marktakzeptanz, beseitigt jedoch weder die hohe Volatilität noch das Risiko spekulativer Übertreibungen. Die anhaltende Schwäche vieler Altcoins spricht zudem für einen selektiveren Markt, in dem Größe, Liquidität und regulatorische Anschlussfähigkeit wichtiger werden als kurzfristige Renditeversprechen.
Zusammenfassung: Bitcoin gewinnt strukturell an Bedeutung, während breite Markt- und Altcoin-Rallyes weiterhin nicht belegt sind.
Quellen:
- Altcoin-Flaute: Nur Bitcoin bringt langfristig Gewinne
- Börse: Dax mit kräftigen Gewinnen, Ölpreis sinkt, Bitcoin auf Jahreshoch
- BITCOIN: Warum der Kurs nach dem SEC-Entscheid auf 85.000 USD schießt
- Bitcoin kommt jetzt auch zu Deutschlands Volksbanken
- Sota Watanabe erwartet einen starken Oktober: Bitcoin-Bullen setzen auf 100.000-USD-Marke
- Wie resilient ist der Bitcoin?: Krypto im Mainstream angekommen