“Bitcoin-Erfinder” Craig Wright: Wird er morgen endgültig als Betrüger entlarvt?

0
1021

Bis zum morgigen Freitag muss der selbsternannte Bitcoin (BTC)-Erfinder Craig Wright einem US-Gericht Dokumente über seinen angeblichen Besitz von 1,1 Millionen BTC vorlegen. Wird “Faketoshi” nun offiziell als Betrüger enttarnt?

Die Luft wird dünn für Craig Wright, den australischen Computerwissenschaftler, der sich als Bitcoin (BTC)-Erfinder Satoshi Nakamoto ausgibt: Im Rechtsstreit mit den Erben seines verstorbenen Geschäftspartners Dave Kleiman muss Wright bis zum morgigen Freitag über 11.000 Dokumente vorlegen, die er zuvor zurückhalten wollte.

Dabei geht es auch um Informationen zu dem sogenannten “Tulip Trust”, in dem sich angeblich rund 1,1 Millionen BTC befinden sollen. Dieser Schatz (so er denn existiert) wäre über sieben Milliarden US-Dollar wert. Bislang gibt es keinen Beweis, dass Wright die besagten Bitcoins tatsächlich besitzt, von denen die Kleiman-Familie 500.000 verlangt.

“Faketoshi” hatte sich einen Trick ausgedacht, um Fragen nach dem Tulip Trust aus dem Weg zu gehen: Der Kurier, welcher ihm die Private Keys übergeben sollte, sei nämlich sein Anwalt und dementsprechend seien die Interaktionen zwischen ihm und Wright durch das Anwalt-Klient-Privileg geschützt und könnten nicht öffentlich gemacht werden.

Der selbsternannte Bitcoin-Erfinder hat jedoch nun das Pech, dass ihn die US-amerikanische Distrikt-Richterin Beth Bloom nicht mit dieser Ausrede davonkommen lässt. Er könne sich nicht einfach der Anordnung des Magistratsrichters Reinhard widersetzen:

“Das Gericht ist verwirrt über das scheinbare Argument des Beklagten, dass Richter Reinhart die vom Beklagten vorgelegten Gegenstände blind akzeptieren muss, sodass Richter Reinhart sich nicht auf seine früheren Erfahrungen mit dem Beklagten in diesem Rechtsstreit verlassen kann (einschließlich seiner Geschichte der Bereitstellung von gefälschtem Material und der Aussage unter Meineid).” 

Wright stellt Verleumdungsklage ein, bezahlt Kosten

Diese Woche hatte Craig Wright bereits ein Gerichtsverfahren gegen Adam Back, CEO der Bitcoin-Entwicklerfirma Blockstream, eingestellt. “Faketoshi” hatte Back Verleumdung vorgeworfen. Dann entschied er sich jedoch ungewöhnlicherweise, die gesamten Gerichtskosten des Blockstream-CEOs zu übernehmen, wie letzterer auf Twitter berichtete. Wright ist dafür bekannt, all jene zu verklagen, den den angeblichen Bitcoin-Gründer einen Betrüger nennen.

Wrights Bitcoin SV (BSV) übersteht Halving

Vergangene Woche hatte Bitcoin SV (BSV), die von Wright gestartete Alternativwährung zu BTC, ihre erste Halbierung der Blockbelohung (Halving) durchlaufen. Entsprechend erhält man aktuell für das Schürfen eines Blocks nur noch 6,25 BSV. Wie auch bei Bitcoin Cash (BCH), dessen Halving kurz zuvor stattfand, kam es durch das Ereignis zu keinen besonders außergewöhnlichen Preisveränderungen.

Glaubst Du, dass sich Wright wieder irgendwie aus der Affäre ziehen kann oder wird er nun endgültig entlarvt werden? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Marco Verch Professional Photographer and Speaker, Flickr.comLizenz

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here