Bitcoin erholt sich, doch Volatilität und Halving bleiben zentrale Risiken

Bitcoin erholt sich, doch Volatilität und Halving bleiben zentrale Risiken

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Bitcoin erholt sich auf rund 65.000 US-Dollar, doch Volatilitätsrisiken und Unsicherheit bei Treasury-Unternehmen belasten; zugleich richten sich Erwartungen auf das Halving 2028.

Bitcoin steht im Juli 2026 an einem entscheidenden Punkt: Einer Erholung auf rund 65.000 US-Dollar stehen Warnsignale für neue Volatilität, strategische Umbrüche bei Bitcoin-Treasury-Unternehmen und die langfristigen Erwartungen an das Halving 2028 gegenüber. Der Pressespiegel zeigt, welche Faktoren den Markt jetzt bewegen.

Bitcoin zwischen Erholung, Volatilitätsrisiken und dem Blick auf das nächste Halving

Der Bitcoin-Markt bewegt sich im Juli 2026 zwischen einer vorsichtigen Erholung und anhaltenden Risikosignalen. Während mehrere Quellen auf eine Stabilisierung im Bereich von rund 65.000 US-Dollar hinweisen, warnt CoinDesk vor einem möglichen erneuten Anstieg der Volatilität.

CoinDesk: BVIV signalisiert mögliches „Volmageddon“

CoinDesk berichtet über einen möglichen Anstieg der Bitcoin-Preisvolatilität. Im Mittelpunkt steht der 30-Tage-Index der impliziten Bitcoin-Volatilität, BVIV, der häufig als Krypto-Gegenstück zum VIX der Wall Street betrachtet wird.

Der Index bewegt sich laut CoinDesk derzeit zwischen 34 % und 38 %. In den vergangenen Jahren folgten auf diesen Bereich wiederholt Phasen mit höherer Volatilität und fallenden Bitcoin-Kursen. Ende Mai sei der BVIV ebenfalls in diese Zone gefallen; anschließend habe Bitcoin einen Rückgang von 74.000 $ auf unter 60.000 $ in weniger als einer Woche verzeichnet.

Ein ähnliches Muster habe sich vor dem Crash Anfang Februar sowie während der Korrektur nach den im Oktober erreichten Rekordhochs gezeigt. CoinDesk betont jedoch, dass vergangene Muster keine Garantie für die zukünftige Entwicklung darstellen.

Der BVIV notiert dem Bericht zufolge unter seinem 30-Tage- und seinem 200-Tage-Durchschnitt. CoinDesk wertet dies als Hinweis darauf, dass die derzeit relativ niedrige Volatilität aus einer historisch wichtigen Unterstützungszone heraus wieder steigen könnte.

IndikatorAngabe
Bitcoin-BVIV34 % bis 38 %
Bitcoin-Kurs im genannten BeispielRückgang von 74.000 $ auf unter 60.000 $
KOSPI VIXüber 70 %
Wall-Street-VIX18 %
MOVE-Indexetwa 70 %

Auch die internationalen Volatilitätsindikatoren liefern laut CoinDesk kein einheitliches Bild. Der südkoreanische KOSPI VIX liegt über 70 %, während der VIX der Wall Street nach einem Anstieg von über 12 % bei 18 % verharrt. Der MOVE-Index für US-Staatsanleihen bleibt dagegen seit April bei etwa 70 % stabil.

Zusammenfassung: CoinDesk sieht im BVIV-Bereich von 34 % bis 38 % ein historisches Warnsignal für mögliche neue Marktturbulenzen. Bitcoin bewegt sich zugleich knapp über 64.000 US-Dollar in einer Seitwärtsbewegung.

Blocktrainer: Jack Mallers verlässt XXI

Nach Angaben von Blocktrainer tritt Jack Mallers als CEO von Twenty One Capital, kurz XXI, zurück. Der geplante Zusammenschluss mit seinem Bitcoin-Dienstleister Strike wird nicht weiterverfolgt; Strike soll als eigenständiges Unternehmen bestehen bleiben.

XXI war im Dezember 2025 als eigenständiges Unternehmen an die Börse gekommen und hatte zu diesem Zeitpunkt 43.514 BTC in der Bilanz. Mallers hatte zuvor erklärt, XXI solle seine Bitcoin-Position substanziell vergrößern und perspektivisch der größte BTC-Halter der Welt werden.

Seit dem Börsengang habe XXI laut Blocktrainer jedoch keine Bitcoin-Käufe getätigt und keine konkrete Strategie vorgestellt. Im April war angekündigt worden, dass XXI Strike sowie das Mining-Geschäft Elektron von Tether übernehmen wolle. Die geplante Übernahme von Strike wurde nun verworfen.

Auf Mallers folgt Raphael Zagury, der Gründer von Elektron. Laut der von Blocktrainer wiedergegebenen Mitteilung wurde Zagury mit Wirkung zum 20. Juli zum Geschäftsführer ernannt. Mallers wolle sich künftig auf Strike konzentrieren.

„Ich habe vor, für immer, bis zu meinem Tod, Geschäftsführer dieses Unternehmens zu bleiben.“
Jack Mallers

In einer weiteren Stellungnahme erklärte Mallers, seine Vision stimme nicht mehr mit der des Vorstands überein. Seine Vorstellung sei ein Unternehmen gewesen, das nicht nur Bitcoin auf der Bilanz hält, sondern auch Bitcoin-Geschäfte mit operativem Cashflow aufbaut.

Blocktrainer berichtet außerdem, dass SoftBank vor wenigen Monaten ausgestiegen sei und seine Anteile an Tether verkauft habe. Die geplante Übernahme von Tethers Mining-Plattform Elektron soll weiterhin bestehen bleiben.

Unternehmen oder AktieAngabe
XXI-Bitcoin-Bestand beim Börsengang43.514 BTC
XXI-Abstand zum Allzeithoch92,6 % unter dem Allzeithoch
Reaktion der XXI-Aktiemehr als 19 % Rückgang
NAKA-Aktiemehr als 99,6 % unter dem Hoch aus dem Sommer vergangenen Jahres

Blocktrainer ordnet die Entwicklung in eine schwierige Phase für börsennotierte Bitcoin-Treasury-Unternehmen ein. Als sich die Marktbedingungen nach dem Abschluss des XXI-Deals verschlechtert hätten, sei die ursprünglich geplante Strategie zur Ausgabe von Aktien und zum Kauf weiterer Bitcoin nicht mehr verfolgt worden.

Zusammenfassung: Jack Mallers gibt den CEO-Posten bei XXI mit Wirkung zum 20. Juli ab. Der Strike-Merger wurde abgesagt, während die Zukunft der Bitcoin-Strategie von XXI nach Angaben von Blocktrainer offen bleibt.

Wallstreet Online: Bitcoin erholt sich auf rund 65.000 Dollar

Wallstreet Online berichtet, dass sich der Bitcoin-Kurs in der dritten Juliwoche auf rund 65.000 Dollar erholt hat. Zu Beginn des Monats war der Markt auf ein 21-Monats-Tief bei 57.950 Dollar gefallen.

Am 14. Juli sei Bitcoin infolge der Spannungen zwischen Iran und den USA auf rund 62.000 Dollar zurückgefallen. Die US-Luftangriffe auf iranische Militärziele hätten die globalen Märkte belastet und den Ölpreis um vier Prozent steigen lassen. Bitcoin habe dabei weniger als zwei Prozent verloren.

Für die Erholung nennt Wallstreet Online überraschend niedrige US-Inflationsdaten als wichtigen Faktor. Die Gesamtinflation für Juni lag demnach bei 3,5 Prozent, während 3,8 Prozent erwartet worden waren.

Zusätzlich endete bei den Spot-Bitcoin-ETFs eine achtwöchige Abflussserie. Zwischen dem 6. und 10. Juli verzeichneten die Fonds Nettomittelzuflüsse von 197 Millionen Dollar. Am 3. Juli flossen an einem einzigen Tag 221 Millionen Dollar zurück in die Fonds.

MarktdatenAngabe
Bitcoin-Tief zu Monatsbeginn57.950 Dollar
Bitcoin-Kurs in der dritten Juliwocherund 65.000 Dollar
Bitcoin-Kurs am 14. Julirund 62.000 Dollar
US-Gesamtinflation im Juni3,5 Prozent
Erwartete US-Gesamtinflation3,8 Prozent
Spot-Bitcoin-ETF-Zuflüsse vom 6. bis 10. Juli197 Millionen Dollar
ETF-Zuflüsse am 3. Juli221 Millionen Dollar

Wallstreet Online verweist außerdem auf Käufe großer Wallets. Diese hätten in zwei Wochen über 270.000 BTC im Wert von 16,7 Milliarden Dollar erworben, während ETF-Anleger weiterhin in einer Phase der Unsicherheit verkauft hätten.

Der Fear and Greed Index stieg laut dem Bericht von extremer Angst bei 15 auf aktuell 25. Standard Chartered hält demnach an einem Jahresziel von 100.000 Dollar fest. Als weiterer möglicher Marktkatalysator wird die Fed-Sitzung am 28. und 29. Juli genannt.

Citigroup hatte am 1. Juli das 12-Monats-Kursziel von 112.000 auf 82.000 Dollar gesenkt. Wallstreet Online beschreibt das Verhältnis zwischen Käufen großer Wallets und dem Verhalten institutioneller Anleger als einen zentralen Punkt für die weitere Marktentwicklung.

Zusammenfassung: Niedrigere US-Inflationsdaten und neue ETF-Zuflüsse unterstützten laut Wallstreet Online die Erholung auf rund 65.000 Dollar. Die Fed-Sitzung am 28. und 29. Juli gilt als nächster großer Impulsgeber.

n-tv: Halving-Zyklus als mögliche Unterstützung

n-tv berichtet über die Frage, ob der Kursrückgang bei Bitcoin bereits einen Boden gefunden hat oder sich weiter fortsetzt. Nach dem deutlichen Rückgang der vergangenen Monate habe sich die Lage zuletzt etwas beruhigt.

Ein Teil der Anleger setze auf den sogenannten Halving-Zyklus. Nach dieser Theorie könnte der Bitcoin-Kurs ab Oktober oder November wieder ansteigen. Friedhelm Tilgen spricht darüber bei n-tv mit Dirk Heß von NxtAssets.

Der Bericht stellt den Halving-Zyklus als mögliche Erklärung für eine spätere Erholung dar, lässt aber offen, ob der Preisrückgang tatsächlich beendet ist. Die weitere Entwicklung des Bitcoin-Kurses bleibt damit laut n-tv ungeklärt.

Zusammenfassung: n-tv rückt den Halving-Zyklus als mögliche Unterstützung für Bitcoin ab Oktober oder November in den Mittelpunkt. Ob bereits ein Boden erreicht wurde, ist dem Bericht zufolge offen.

WirtschaftsWoche: Nächstes Bitcoin-Halving voraussichtlich im Frühjahr 2028

Die WirtschaftsWoche beschreibt das nächste Bitcoin-Halving als ein technisch bedeutendes Ereignis, das voraussichtlich im Frühjahr 2028 stattfinden wird. Es soll bei der Blockhöhe 1.050.000 ausgelöst werden.

Dabei sinkt die Block-Reward für Miner von 3,125 auf 1,5625 BTC pro validiertem Block. Das vorherige Halving fand am 20. April 2024 statt; damals wurde die Belohnung von 6,25 Bitcoin auf 3,125 Bitcoin reduziert.

Halving-DatenAngabe
Nächstes Halvingvoraussichtlich im Frühjahr 2028
Blockhöhe1.050.000
Aktuelle Block-Reward3,125 BTC
Block-Reward nach dem Halving1,5625 BTC
Letztes Halving20. April 2024
Durchschnittliche Blockzeit im Jahr 2025rund 9,66 Minuten

Das Halving findet laut WirtschaftsWoche nach jeweils 210.000 neu entstandenen Bitcoin-Blöcken statt. Die vorgesehene Blockzeit beträgt zehn Minuten, der genaue Termin lässt sich wegen der zufälligen Mining-Prozesse und der variablen Hashrate jedoch nur schätzen.

Die maximale Anzahl aller jemals existierenden Bitcoin wird mit 20.999.999,97690000 Bitcoin angegeben. Bis zum Stand vom 21. Juli 2026 seien rund 20.060.000 Bitcoin geschürft worden. Der letzte Bitcoin werde nach dem dargestellten System erst um das Jahr 2140 geschürft.

Die WirtschaftsWoche erklärt, dass die sinkende Block-Reward bei gleichbleibender Nachfrage zu einem langsameren Wachstum des handelbaren Angebots führen kann. Gleichzeitig könnten geringere Belohnungen den Druck auf weniger profitable Miner erhöhen und zu einem Ausscheiden einzelner Marktteilnehmer führen.

Eine seriöse genaue Prognose für den Bitcoin-Kurs nach dem Halving 2028 sei laut WirtschaftsWoche nicht möglich. Historisch sei der Kurs nach den vergangenen Halvings auf längere Sicht gestiegen, wobei die Entwicklung von Nachfrage und Marktbedingungen abhängig bleibe.

Zusammenfassung: Das nächste Bitcoin-Halving wird voraussichtlich im Frühjahr 2028 bei Blockhöhe 1.050.000 stattfinden. Die Block-Reward sinkt dabei von 3,125 auf 1,5625 BTC; der genaue Zeitpunkt bleibt eine Schätzung.

Finanzen.net: Bitcoin, Ethereum und Dogecoin am Dienstagnachmittag

Finanzen.net führt Bitcoin, Dogecoin und Ethereum in der Berichterstattung über die wichtigsten Kryptowährungen am Dienstagnachmittag. In der bereitgestellten Quelle sind neben umfangreichen Navigationsinhalten jedoch keine nutzbaren Kursdaten oder konkreten Kursbewegungen für diese drei Kryptowährungen enthalten.

Die Meldung wird daher auf die in der Quelle eindeutig erkennbare thematische Einordnung beschränkt. Konkrete Zahlen, Daten oder Werte zu Bitcoin, Dogecoin oder Ethereum nennt der nutzbare Inhalt nicht.

Zusammenfassung: Finanzen.net behandelt Bitcoin, Dogecoin und Ethereum als zentrale Kryptowährungen. Verwertbare Kursangaben für den Dienstagnachmittag sind im bereitgestellten Inhalt nicht enthalten.

Einschätzung der Redaktion

Die entscheidende Bedeutung liegt derzeit weniger in einer nachhaltigen Trendwende als in der erhöhten Anfälligkeit des Bitcoin-Marktes für neue Ausschläge. Die Erholung wirkt damit vor allem wie eine fragile Stabilisierung, deren Belastbarkeit erst durch Makrodaten, ETF-Nachfrage und die Reaktion auf die Fed-Sitzung sichtbar wird.

Der Führungswechsel bei XXI ist ein relevantes Warnsignal für Bitcoin-Treasury-Modelle. Er zeigt, dass hohe Bitcoin-Bestände allein keine tragfähige Unternehmensstrategie ersetzen und dass Anleger zunehmend konkrete operative Erträge, glaubwürdige Kapitalpläne und klare Governance erwarten dürften.

Der Halving-Zyklus kann langfristig unterstützend wirken, ist für die kurzfristige Kursentwicklung jedoch kein verlässlicher Auslöser. Bis 2028 bleiben Liquidität, institutionelle Nachfrage und das globale Risikoumfeld die wesentlich wichtigeren Faktoren.

Kernaussage: Bitcoin befindet sich in einer Übergangsphase: Die Erholung ist konstruktiv, aber noch nicht belastbar bestätigt. Entscheidend sind nun die Marktreaktion auf neue Volatilität und die Qualität der Kapitalzuflüsse.

Quellen: