Bitcoin-Erholung trifft auf Systemrisiken und neue Crash-Warnungen
Autor: Coinkurier Redaktion
Veröffentlicht:
Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Bitcoin erholt sich nahe 80.000 US-Dollar, doch Experten warnen wegen Strategy, Tether, Zinsen, spekulativer Zuflüsse und möglicher Korrekturen vor erheblichen Risiken.
Bitcoin kämpft mit der Marke von 80.000 US-Dollar – zwischen Erholung und neuen Crash-Warnungen. Der Pressespiegel zeigt, wie Short Squeezes, ETF-Zuflüsse und Zinserwartungen den Markt treiben, während Experten zugleich vor Risiken durch Strategy, Tether und eine mögliche Korrektur auf 50.000 US-Dollar warnen.
Bitcoin zwischen Erholung, Systemrisiken und neuen Crash-Warnungen
Der Kryptomarkt hat in der vergangenen Woche ein uneinheitliches Bild gezeigt. Während Bitcoin nahe der Marke von 80.000 US-Dollar notierte und einzelne Kryptowährungen zweistellige Zuwächse erzielten, warnen Marktbeobachter zugleich vor strukturellen Risiken, einer möglichen Korrektur und einer stärkeren Abhängigkeit von Zinsen, Dollarentwicklung und Kapitalzuflüssen.
WiWo: Co-Pierre Georg warnt vor Risiken für das Kryptosystem
Die WirtschaftsWoche berichtet über die kritische Einschätzung von Co-Pierre Georg, dem Leiter des Centre for Digital Economics der Frankfurt School of Finance. Georg erklärt, dass er zunächst skeptisch gewesen sei und durch seine intensivere Beschäftigung mit Bitcoin zunehmend kritischer geworden sei.
Als ein wesentliches Risiko nennt Georg das US-Unternehmen Strategy, das in den vergangenen Jahren massiv Bitcoin gekauft habe. Das frühere Softwareunternehmen habe dafür wiederholt neues Kapital aufgenommen und in Bitcoin investiert. Nachdem der Kryptomarkt eingebrochen sei, habe Strategy eine hochverzinsliche Vorzugsaktie ausgegeben, für die das Unternehmen immer höhere Zinsen zahlen müsse.
Die Dividendenrendite dieser Vorzugsaktie liege laut Georg mittlerweile bei etwa zwölf Prozent. Hohe Zinsen seien bei einer Investition nicht unbedingt positiv, sondern vor allem ein Zeichen für ein hohes Risiko.
Strategy habe zuletzt wiederholt Bitcoin verkauft, um den finanziellen Druck abzufedern. Georg sieht das entscheidende Problem jedoch nicht in kurzfristigen Kursschwankungen, sondern in einem möglicherweise konstanten Verkaufsdruck. Der Indexanbieter MSCI prüfe, ob Unternehmen wie Strategy aus Indizes ausgeschlossen werden sollten, wenn ihr Geschäftsmodell im Wesentlichen im Kauf von Bitcoin bestehe. Ein solcher Ausschluss könnte dazu führen, dass Strategy aus vielen ETFs falle und dadurch mechanischer Kaufdruck wegfalle.
Georg geht nicht davon aus, dass Strategy schnell zahlungsunfähig werde. Sollten sich die Kurse jedoch nicht stabilisieren, könnten die rund 840.000 Bitcoin nach und nach auf den Markt kommen.
Eine noch größere Gefahr sieht Georg bei Tether, dem größten Emittenten von Stablecoins. Stablecoins sind an den Wert einer Fiatwährung wie dem Dollar gekoppelt und sollen normalerweise nicht im Kurs schwanken. Nach Einschätzung von Georg werde jedoch nur ein sehr kleiner Anteil des Stablecoin-Volumens für Zahlungen genutzt, während der allergrößte Teil für Market-Making und damit für die Liquiditätsversorgung von Kryptobörsen eingesetzt werde.
Sollte der Tether-Stablecoin seine Bindung an den Dollar verlieren, könnten sich laut Georg auf den Kryptobörsen unterschiedliche Preise bilden. Börsen könnten im Zweifel Auszahlungen stoppen. Eine solche Situation könne selbstverstärkende Effekte auslösen und weitere Anleger aus dem Markt treiben.
Georg kritisiert außerdem, dass Tether zu lange keine vollständige Wirtschaftsprüfung vorgelegt habe, die die Anlage der Einlagen bestätige. Eigenen Angaben zufolge machten Bitcoin drei Prozent der Einlagen aus. Etwa drei Viertel der Einlagen lägen in US-Staatsanleihen und Cash. Georg unterstelle Tether nicht grundsätzlich falsche Zahlen, hält den Anteil an US-Staatsanleihen in wirklichen Stresssituationen aber nicht für ausreichend. Gemessen an gängigen Eigenkapitalregeln sei Tether extrem niedrig kapitalisiert.
Auch bei der Nutzung von Bitcoin äußert Georg deutliche Kritik. Laut Industriedaten liege das globale Zahlungsvolumen pro Jahr in der Größenordnung von 700 bis 850 Millionen Dollar. Die Forschung habe dagegen allein durch Anlagebetrug Bitcoin-Zahlungen in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar über drei Jahre identifiziert.
Die von Chainanalysis genannte Zahl, wonach nur ein Prozent aller Krypto-Transaktionen einen kriminellen Bezug habe, bezeichnet Georg als eine der größten Selbstlügen der Kryptoindustrie. Bei dieser Berechnung würden auch Transaktionen aus Market-Making und andere technische Transaktionen einbezogen. Für einen Vergleich müssten Zahlungen mit Zahlungen verglichen werden.
Georg führt aus, Bitcoin habe als Zahlungsmethode für illegales Glücksspiel begonnen und sei als Zahlungsmittel des Darknets groß geworden. Nach aktueller Forschung werde Bitcoin weiterhin in großem Stil für Verbrechen genutzt. Wer Bitcoin und andere Kryptowährungen kaufe, stelle aus seiner Sicht Liquidität für diese illegalen Zahlungen zur Verfügung.
„Wer Bitcoin kauft, stellt Liquidität für illegale Zahlungen zur Verfügung.“
Die WirtschaftsWoche berichtet, dass Georg dabei auch auf Betrug, Sanktionsumgehung und die Verwendung im Bereich Kinderpornographie verweist. Der Vergleich mit Bargeld passe aus seiner Sicht nicht, weil Kinderpornographie und Anlegerbetrug keine Bargeldgeschäfte seien. Keine Technologie sei neutral, auch Bitcoin nicht.
Zusammenfassung: Die WirtschaftsWoche stellt Bitcoin als System dar, das nach Einschätzung von Co-Pierre Georg erheblichen Risiken durch Strategy, Tether, Marktliquidität und kriminelle Nutzung ausgesetzt ist. Besonders kritisch bewertet Georg die mögliche Wirkung eines Tether-Problems und den anhaltenden Verkaufsdruck durch Strategy.
finanzen.net: Uneinheitliche Entwicklung in Kalenderwoche 35
finanzen.net hat die Kursentwicklung ausgewählter Kryptowährungen in Kalenderwoche 35 ausgewertet. Grundlage waren die Kurswerte zum US-Dollar zwischen dem 23.08.2026 und dem 28.08.2026; Stand der Auswertung war der 28.08.2026.
| Rang | Kryptowährung | Entwicklung |
| 30 | Stellar | -9,27 Prozent |
| 29 | Cardano | -8,54 Prozent |
| 28 | Bitcoin Cash | -8,44 Prozent |
| 27 | Dogecoin | -7,31 Prozent |
| 26 | Ripple | -7,19 Prozent |
| 25 | Polkadot | -6,88 Prozent |
| 24 | Toncoin | -6,62 Prozent |
| 23 | Litecoin | -6,54 Prozent |
| 22 | SHIBA INU | -4,79 Prozent |
| 21 | Tezos | -4,76 Prozent |
| 20 | Ethereum Classic | -4,17 Prozent |
| 19 | Avalanche | -3,11 Prozent |
| 18 | Worldcoin | -2,88 Prozent |
| 17 | Neo | -1,88 Prozent |
| 16 | Tron | -0,90 Prozent |
| 15 | Wrapped TRON | -0,78 Prozent |
| 14 | Binance Coin | -0,40 Prozent |
| 13 | Dai | -0,02 Prozent |
| 12 | USD Coin | 0,01 Prozent |
| 11 | Tether | 0,01 Prozent |
| 10 | Uniswap | 0,09 Prozent |
| 9 | Ethereum | 1,25 Prozent |
| 8 | Chainlink | 1,53 Prozent |
| 7 | Bitcoin | 1,54 Prozent |
| 6 | Lido stETH | 1,72 Prozent |
| 5 | Wrapped Bitcoin | 1,80 Prozent |
| 4 | Solana | 11,12 Prozent |
| 3 | Monero | 11,76 Prozent |
| 2 | VeChain | 19,27 Prozent |
Bitcoin legte in dem betrachteten Zeitraum 1,54 Prozent zu und belegte damit Rang 7. Ethereum kam auf 1,25 Prozent, Chainlink auf 1,53 Prozent. Bei den größeren Gewinnern lagen Solana mit 11,12 Prozent und Monero mit 11,76 Prozent.
VeChain erzielte mit 19,27 Prozent die stärkste Entwicklung der ausgewählten Kryptowährungen. Auf den hinteren Rängen standen Stellar mit -9,27 Prozent, Cardano mit -8,54 Prozent und Bitcoin Cash mit -8,44 Prozent.
Nahezu unverändert entwickelten sich Dai mit -0,02 Prozent, USD Coin mit 0,01 Prozent und Tether mit 0,01 Prozent. Uniswap verzeichnete ein Plus von 0,09 Prozent.
Infobox: In Kalenderwoche 35 reichte die Entwicklung der ausgewählten Kryptowährungen von -9,27 Prozent bei Stellar bis 19,27 Prozent bei VeChain. Bitcoin stieg um 1,54 Prozent, während Solana und Monero zweistellige Zuwächse erzielten.
n-tv.de: Bitcoin bleibt nahe 80.000 US-Dollar, Analysten mahnen zur Vorsicht
n-tv.de berichtet, dass Bitcoin knapp unter der wichtigen Marke von 80.000 US-Dollar notierte. Gleichzeitig warteten die Märkte auf die Rede des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh beim Symposium in Jackson Hole.
Die jüngste Rally habe die Hoffnung der Bullen gestärkt. Analysten warnten jedoch davor, den Sieg bereits auszurufen. Regulatorischer Rückenwind und Rückkäufe von Staatsanleihen hätten die Anleiherenditen und den Dollar gedrückt. Dadurch seien Zuflüsse in nicht-zinstragende Vermögenswerte gefördert worden.
Javier Molina von eToro bezeichnete es als wichtig, einen Squeeze bei Bitcoin-Shorts nicht mit dem Beginn einer neuen Phase struktureller Nachfrage zu verwechseln. Nach seiner Einschätzung müssten mehrere Faktoren bestätigen, ob der Aufwärtstrend dauerhaft sei.
Dazu zählten die Stärke des Dollars, die Zinssätze und die ETF-Zuflüsse. Auch die Entwicklung im Technologiesektor könne eine Rolle spielen. Sollte Nervosität über die Investitionsausgaben den Nasdaq nach unten ziehen, werde dies laut Molina wahrscheinlich auch Bitcoin treffen.
„Es sei jedoch wichtig, den Squeeze bei Bitcoin-Shorts nicht mit dem Beginn einer neuen Phase struktureller Nachfrage zu verwechseln.“
Zusammenfassung: n-tv.de beschreibt Bitcoin als marktnah an der Marke von 80.000 US-Dollar, sieht die Erholung aber noch nicht als bestätigt an. Dollarstärke, Zinsen, ETF-Zuflüsse und die Entwicklung des Nasdaq gelten laut der Meldung als wichtige Faktoren für die weitere Richtung.
OnVista: US-Schulden, Short Squeeze und ETF-Zuflüsse treiben den Markt
OnVista berichtet im Rahmen des BISON Monatsrückblicks für August 2026 über einen durch US-Staatsschulden und einen massiven Short Squeeze bewegten Markt. Mirco von Bitcoin2Go und Richard „Richy“ Dittrich von der Gruppe Börse Stuttgart diskutierten dabei die Frage, ob der Bullrun zurück sei.
Die USA hätten angekündigt, ab September weitere Anleihen-Rückkäufe zu tätigen, um die Renditen am langen Ende zu senken. Im Monatsrückblick wurde erörtert, was diese Maßnahme über die finanzielle Situation der USA aussage und warum sie für Kryptoinvestoren relevant sei.
Als Ker Ereignis nennt OnVista die Liquidationen von Bitcoin-Shorts nach der Treasury-Ankündigung. Eine Stunde nach der Ankündigung am 19. August seien knapp 1,3 Milliarden US-Dollar Bitcoin-Shorts liquidiert worden. Im weiteren Wochenverlauf vom 19. bis zum 22. August hätten sich die Liquidationen bei Krypto-Shorts insgesamt auf 3,5 Milliarden belaufen.
Daneben thematisiert der Bericht ETF-Zuflüsse und den Einstieg institutioneller Investoren. Dabei werde die Frage aufgeworfen, ob diese Entwicklung für Nachhaltigkeit oder lediglich für Euphorie stehe.
Weitere Themen waren die Rede von Kevin Warsh am 28. August, der Ausblick der US-Notenbank, die Konkurrenz zwischen künstlicher Intelligenz und Krypto um Kapital sowie die Umrüstung großer Miner auf KI-Rechenleistung. Außerdem ging es um die starke Entwicklung von Ethereum und Solana trotz der Debasement-Erzählung zugunsten von Bitcoin.
Der Monatsrückblick behandelte auch die einjährige Haltefrist in Deutschland und die Frage, warum Anlageentscheidungen nicht auf Basis erwarteter Steuern getroffen werden sollten.
Infobox: OnVista nennt knapp 1,3 Milliarden US-Dollar liquidierte Bitcoin-Shorts nach der Treasury-Ankündigung am 19. August und insgesamt 3,5 Milliarden bei Krypto-Shorts im Zeitraum vom 19. bis zum 22. August. Im Mittelpunkt stehen außerdem US-Schulden, Anleihen-Rückkäufe, ETF-Zuflüsse und der Wettbewerb um Kapital zwischen KI und Krypto.
Börse Online: Bitget-Chefin erwartet Bitcoin-Rückgang auf 50.000 US-Dollar
Börse Online berichtet über die Einschätzung von Gracy Chen, CEO von Bitget. Obwohl Bitcoin zuletzt deutlich gestiegen und nahe an die Marke von 80.000 US-Dollar geklettert sei, hält Chen den Anstieg nicht für das Ende des Bärenmarktes.
Chen hält deshalb weiterhin einen signifikanten Teil ihres Portfolios in Stablecoins und wartet auf einen Kursrückgang. Als persönliches Niveau für einen Bitcoin-Rückkauf nannte sie 50.000 US-Dollar.
„Ich würde sagen, 50.000 US-Dollar ist das Niveau, das ich für einen persönlichen Bitcoin-Rückkauf anpeile.“
Nach Darstellung von Börse Online würde ein Rückgang auf 50.000 US-Dollar vom aktuellen Niveau aus eine Downside von 37 Prozent bedeuten. Chen erwartet diesen Rückgang noch in diesem Jahr.
Eine deutlich optimistischere Einschätzung kommt laut Börse Online von der Investmentbank Bernstein. Deren Modellrechnung sieht Bitcoin bis zum Ende des Jahres bei einem neuen Allzeithoch oberhalb von 125.000 US-Dollar. Mitte 2027 soll der Kurs bei 150.000 US-Dollar liegen, bevor 2029 ein Zyklushöchststand von etwa 300.000 US-Dollar erreicht werden könnte.
Im optimistischen Szenario hält Bernstein bis Mitte 2027 einen Kurs von 200.000 US-Dollar und für 2029 sogar 500.000 US-Dollar für möglich. Zugleich weist Börse Online darauf hin, dass die Investmentbank insbesondere 2025 und 2026 mit ihren Prognosen für die weitere Bitcoin-Entwicklung danebenlag.
| Prognose | Wert |
| Rückkaufniveau laut Gracy Chen | 50.000 US-Dollar |
| Downside vom aktuellen Niveau | 37 Prozent |
| Bernstein bis Ende des Jahres | mehr als 125.000 US-Dollar |
| Bernstein Mitte 2027 | 150.000 US-Dollar |
| Bernstein 2029 | etwa 300.000 US-Dollar |
| Bernstein optimistisches Szenario Mitte 2027 | 200.000 US-Dollar |
| Bernstein optimistisches Szenario 2029 | 500.000 US-Dollar |
Zusammenfassung: Börse Online stellt eine extreme Spannweite bei den Erwartungen heraus. Gracy Chen erwartet noch in diesem Jahr einen Rückgang auf 50.000 US-Dollar, während Bernstein bis Ende des Jahres mehr als 125.000 US-Dollar und im optimistischen Szenario 500.000 US-Dollar für 2029 erwartet.
XTB.com: Fed-Zinsangst setzt Bitcoin und US-Indizes unter Druck
XTB.com berichtet, dass Bitcoin und der S&P 500 nach der Rede des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh unter deutlichen Verkaufsdruck gerieten. Höhere Erwartungen an eine US-Zinserhöhung hätten den US-Dollar und die Anleiherenditen gestärkt und dadurch Risikoanlagen belastet.
Laut CME FedWatch kletterte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September auf 57,5 Prozent. Rund 1,5 Stunden nach der Warsh-Rede verzeichneten der breite S&P 500 und Bitcoin Verluste und Gewinnmitnahmen.
Die restriktive Rhetorik zur Preisstabilität habe den Greenback und US-Staatsanleihen gestützt. Kryptoanlagen und Aktien seien dadurch unter Druck geraten.
- Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September stieg laut CME FedWatch auf 57,5 Prozent.
- Der S&P 500 und Bitcoin verzeichneten rund 1,5 Stunden nach der Warsh-Rede Verluste und Gewinnmitnahmen.
- Ein stärkerer US-Dollar und steigende Renditen belasteten Kryptoanlagen und Aktien.
XTB.com ordnet die Marktreaktion als Folge veränderter Zinserwartungen ein. Die Rede in Jackson Hole habe die Erwartungen für die anstehende Zinsentscheidung deutlich verschoben.
Infobox: Nach der Warsh-Rede stieg die laut CME FedWatch erwartete Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September auf 57,5 Prozent. Bitcoin und der S&P 500 gerieten rund 1,5 Stunden später unter Verkaufsdruck, während US-Dollar und Anleiherenditen zulegten.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Erkenntnis ist nicht die kurzfristige Kursbewegung, sondern die wachsende Abhängigkeit von Liquidität, Zinsen, ETF-Zuflüssen und wenigen systemrelevanten Akteuren. Dadurch bleibt Bitcoin trotz möglicher Erholungsphasen ein hochsensibler Risikoanlage.
Die große Spannweite der Kursziele zeigt zudem, dass belastbare Orientierung derzeit fehlt. Anleger sollten deshalb Crash-Warnungen und extreme Aufwärtsszenarien gleichermaßen kritisch prüfen, statt einzelne Prognosen als verlässliche Marktführung zu betrachten.
Kernaussage: Kurzfristige Stärke ist kein Beleg für einen nachhaltigen Aufwärtstrend. Entscheidend bleiben Marktliquidität, geldpolitische Rahmenbedingungen und die Stabilität zentraler Krypto-Infrastrukturen.
Quellen:
- Bitcoin-Kritik: Co-Pierre Georg warnt vor Systemrisiken bei Kryptowährungen
- KW 35 am Kryptomarkt: So haben Bitcoin, Ether & Co. in der vergangenen Woche performt
- Der Börsen-Tag: Bitcoin verharrt nahe wichtiger Marke - Analysten warnen
- Debasement Trade: Warum Bitcoin & Gold jetzt explodierten
- Rally nicht nachhaltig: Branchen-Insider glaubt an satten Bitcoin-Crash noch in diesem Jahr
- Bitcoin Aktuell & US-Indizes unter Druck: Fed-Zinsangst belastet Märkte