Bitcoin: Gewinner in der Corona-Krise! Das sind die Gründe

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Die Corona-Krise hat für heftige Verwerfungen in der Finanzwelt gesorgt. Auch der Bitcoin-Kurs hat zunächst stark gelitten. Doch nun hat sich das Blatt für die Mutter aller Kryptowährungen gewendet.

Noch zu Beginn der Corona-Krise sah es für den Bitcoin alles andere als rosig aus. Nach dem Ausbruch von COVID-19 in Italien im Februar 2020 kam es an den Europäischen Börsen zu massiven Kurstürzen. Als wenig später in Deutschland die Schulen geschlossen und in vielen Ländern Ausgangssperren verhängt wurden, bekamen auch Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und andere Kryptowährungen die Auswirkungen der globalen Bedrohung zu spüren. Statt seine seit Dezember 2019 positive Entwicklung fortzusetzen, fiel der BTC-Kurs von rund 10.400 US-Dollar am 13. Februar auf 4.120 US-Dollar am 13. März 2020.

Demgegenüber erfreute sich Gold über historische Kursanstiege. Während die Aktienmärkte weltweit Milliardenverluste für Kapitalanleger verzeichneten, kletterte der Goldpreis auf neue Höchststände.

Doch auch Bitcoin und andere Kryptowährungen sind für Anleger wieder attraktiv geworden. Seit dem Kurseinbruch vom März ging der BTC-Preis stetig nach oben und stieg am 17. August 2020 sogar auf über 12.300 US-Dollar. Damit erreichte die wichtigste Kryptowährung fast das Vorjahreshoch vom Juni 2019 von rund 13.800 US-Dollar. Das „digitale Gold“, wie der Bitcoin auch genannt wird, erlebte also ein echtes Revival. Zwar ist der Preis danach wieder gesunken, doch derzeit kann BTC die psychologisch wichtige Marke von 10.000 US-Dollar halten.

Laut Medienberichten hat die DZ Bank in einer Studie verschiedene Gründe für diesen positiven Trend herausgearbeitet. Zum einen wären da die Nullzinspolitik der Zentralbanken und die Versuche von Regierungen, die instabilen Märkte mit Steuern und Staatsausgaben auszugleichen. Auf Twitter zitiert die Bank Sören Hettler, Senior Analyst Devisen bei der DZ Bank, wie folgt:

„Aufgrund einer sehr expansiven Geld- und Fiskalpolitik suchen Investoren ihr Glück in Kryptowährungen. Das treibt die Kurse.“

Durch die zunehmende staatliche Verschuldung suchen Investoren vermehrt nach alternativen Anlagemöglichkeiten. Offensichtlich sind Bitcoin und andere Kryptowährungen eine dieser Alternativen. Ein Hinweis darauf ist die steigende Zahl der monatlich verwendeten Bitcoin-Adressen. Dabei gehen die Analysten davon aus, dass auch das steigende Interesse institutioneller Investoren an Kryptowährungen für die positiven Kursentwicklungen sorgt.

Darüber hinaus hat die Corona-Krise und die damit einhergehende stark fortschreitende Digitalisierung das Verhalten vieler Menschen verändert. In Zeiten von Homeoffice, Videokonferenzen, Onlineshopping und Homeschooling scheint die Akzeptanz gegenüber digitalen Zahlungsmitteln zu steigen. Den Bitcoin freut’s und viele andere Kryptowährungen legen ebenfalls mächtig zu.

© Bild via depositphotos.com

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