Bitcoin hab Obacht – die Zentralbanken der Welt bringen sich in Position!

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Die boomende institutionelle Akzeptanz von Bitcoin hat die weltweit größte Kryptowährung in diesem Jahr auf neue Höchststände gebracht. Die ihr zugrunde liegende Technologie, weckt bereits seit einigen Monaten das Interesse von Zentralbanken der ganzen Welt, zeitnah ihre eigenen digitalen Währungen zu schmieden.

Laut der BIS (Bank for international Settlements) gibt es eine wachsende Zahl von Zentralbanken (aktuell rund 86%), welche bereits aktiv an der Entwicklung digitaler Währungen (CBDCs) arbeiten, um “ihr Territorium vor Kryptowährungen zu schützen”, so laut Analysten der Bank of America in einer Mittwochsnotiz an ihre Kunden.

Dies sind erstmal keine guten Nachrichten für Kryptowährungen wie Bitcoin, so die Analysten: Von der Regierung geförderte CBDCs würden wahrscheinlich langfristig Bargeld und andere Kryptowährungen verdrängen, indem sie die Nachfrage nach beiden, durch scharfe Reglementierungen und Restriktionen, erschweren und unattraktiv machen.

Das ist besonders schlecht für Bitcoin, dessen boomende Preise “ausschließlich” von einer erhöhten Nachfrage abhängen, die das feste Angebot des Tokens übertrifft, sagt die Bank of America in diesem Kundenbrief. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass die Volatilität von Bitcoin es als Speicher für Vermögen und Zahlungsmittel, gegenüber CBDCs zunehmend unpraktischer macht.

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) stimmt in diesen Kanon mit ein und fordert zunehmend die Einführung des digitalen Euro, welcher “die Rolle des Staatsgeldes im digitalen Zeitalter schützt” und andere Kryptowährungen als “hochspekulative Vermögenswerte” entlarven soll.

In einer Februar-Mitteilung sagten Analysten von Macquarie Capital, dass die Federal Reserve und die EZB ihre eigenen CBDCs bereits im nächsten Jahr vorstellen könnten. Wenn zusätzlich die Regierungen die Regulierungen in diesem Bereich verstärken, würde das den Verbraucher davon abhalten, andere Tokens zu akzeptieren. Ein Schritt, von dem die Macquarie´s Analysten sagen, er könne zu Kryptopreisen führen, die das aktuelle Niveau deutlich untergraben würden.

“Unabhängig von der für einen digitalen Euro verwendeten Technologie, unterscheidet sich die Zentralbank aufgrund ihrer Natur grundlegend von Krypto – in der Tatsache, dass es sich hierbei um eine risikofreie Haftung der Zentralbank handelt.”, so Fabio Panetta, Vorstandsmitglied der EZB, im Oktober vergangenen Jahres. “Cryptoassets […] sind größtenteils unreguliert, was ein hohes Risiko für ihre Benutzer darstellt, und ihr Preis ist sehr volatil, da [ihnen] ein innerer Wert fehlt, was bedeutet, dass sie wie eine spekulative Ware handeln.”

Hintergrund dieser “Debatte” ist natürlich der große Erfolg von Bitcoin!

Der Preis für Bitcoin hat sich im vergangenen Jahr verzehnfacht, da institutionelle Investoren in den Kryptowährungsraum strömen und die weltweit gestiegenen Staatsausgaben die Inflationssorgen vieler Unternehmen antreiben.

Seit letzten Mittwoch, ist Morgan Stanley die erste große Bank, welche Bitcoin ihren vermögenden Kunden anbietet, auch wenn sie dies vorerst nur Anlegern mit „einer aggressiven Risikotoleranz.“ zumuten möchte…

Auch Goldman Sachs versucht sich nun in diesem Raum: Der Banken-Riese hat diesen Monat seinen „Cryptocurrency Trading Desk“ neu gestartet, nachdem die Pläne dazu 2018 fallen gelassen wurden, als der Krypto-Markt direkt im Januar zusammenbrach.

Es scheint also so, als würden inzwischen auch die großen Privatbanken dieser Welt den Wert von Bitcoin & Co verstanden haben. Nicht zuletzt ist sicherlich diese Tatsache für die Zentralbanken ein extremes Signal dafür, dass eine Gezeiten-Wende bereits im vollen Gange ist. – Wie gut und schnell nun ihre eigenen Maßnahmen greifen werden und wie plausibel die Gegenpropaganda greifen wird, werden wir mit Sicherheit noch in diesem Jahr zu spüren bekommen.

Bild@Flickr / Lizenz

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