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Zwischen KI-Phishing, Milliardenstreit um beschlagnahmte Bitcoin und neuen Warnungen vor einem Kurssturz zeigt der aktuelle Pressespiegel die Spannungsfelder des Kryptomarkts. Zudem geht es um die historische Gelddebatte und die Frage, ob Bitcoins jüngstes Comeback nachhaltig ist.
KI und Bitcoin: Phishing gilt als größeres Risiko als ein Angriff auf die Kryptografie
Binance-Gründer Changpeng Zhao, bekannt als CZ, sieht in künstlicher Intelligenz keine unmittelbare Bedrohung für die Kryptografie von Bitcoin. In einem Beitrag auf X vom 23.10. erklärte er, dass Angreifer nicht die Verschlüsselung von Bitcoin brechen müssten, um erheblichen Schaden anzurichten.
Nach Darstellung von Yahoo Finanzen Deutschland hält CZ Phishing und Social Engineering für die gegenwärtig größere Gefahr. Bereits geleakte persönliche Daten könnten mit KI genutzt werden, um überzeugende Nachrichten zu erstellen, die scheinbar von echten Kontakten stammen. CZ verwies zudem darauf, dass Banken und große Teile des Internets auf schwächerer Verschlüsselung basierten als Bitcoin.
„Bleiben Sie SAFU!"
Mit dieser Aussage schloss CZ seinen Beitrag ab. Seine Einschätzung steht im Gegensatz zu einer Warnung des Ethereum-Forschers Justin Drake vom 8.10., der dazu riet, „ruhig mit der Planung für den Bunker-Modus zu beginnen". Drake hält es im schlimmsten Fall für möglich, dass KI die Mathematik zum Schutz von Wallets „in Monaten, nicht Jahren" brechen könnte. Einen praktischen Angriff gibt es laut dem Bericht bislang jedoch nicht.
Drake schlug vor, dass große Halter ihre Guthaben schrittweise auf Adressen übertragen, deren öffentliche Schlüssel noch nie auf der Blockchain erschienen sind. Parallel dazu ändern Bitcoin-Core-Entwickler ihren Umgang mit durch KI leichter auffindbaren Schwachstellen.
Antoine Poinsot kündigte auf der Bitcoin Development Mailing List eine neue Sicherheitsrichtlinie an. Leicht auffindbare Fehler sollen demnach so schnell wie möglich in allen aktuell betreuten Versionen behoben werden; zusammen mit den Updates sollen Sicherheitshinweise veröffentlicht werden.
| Schweregrad | Vorgesehener Umgang |
|---|---|
| Niedrige Priorität | Veröffentlichung der Fehlerbehebung zwei Wochen nach dem Hauptrelease |
| Mittel- und hochkritisch | Geheimhaltung, bis die letzte betroffene Version nicht mehr unterstützt wird |
| Besonders kritisch | Voraussichtlich eigener Ablauf |
Infobox: Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, dass CZ vor allem vor Phishing und Datenlecks warnt. Bitcoin-Core-Entwickler reagieren zugleich mit einer angepassten Veröffentlichungspolitik auf durch KI leichter auffindbare Fehler.
China fordert Beschlagnahmung von rund 61.900 BTC aus Betrugsfall
Im Fall um die chinesische Staatsbürgerin Zhimin Qian gibt es neue Entwicklungen. Wie Blocktrainer berichtet, fordert China die Einziehung von Vermögenswerten aus einem milliardenschweren Betrugsfall, darunter exakt 61.896,41552945 Bitcoin.
Qian soll zwischen 2014 und 2017 in China ein Schneeballsystem betrieben und mit vermeintlich lukrativen Finanzprodukten mehr als 40 Milliarden Yuan (etwa 5,7 Milliarden US-Dollar) eingesammelt haben. Laut britischen Strafverfolgungsbehörden wurden durch den Betrug mehr als 128.000 Menschen geschädigt.
Mit den Geldern sollen unter anderem Bitcoin, Immobilien, Schmuck und weitere Vermögenswerte erworben worden sein. Qian floh 2017 mit gefälschten Dokumenten nach Großbritannien und wurde dort nach jahrelangen Ermittlungen im April 2024 in York festgenommen.
Im September 2025 bekannte sie sich vor einem britischen Gericht schuldig, mit kriminell erlangten Geldern Kryptowährungen erworben und besessen zu haben. Im November 2025 wurde sie wegen Geldwäsche zu 11 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt; eine mögliche vorzeitige Entlassung kommt nach den veröffentlichten Angaben frühestens im November 2030 infrage.
Die britischen Behörden stellten laut eigenen Angaben mehr als 61.000 BTC sicher. Diese haben laut Blocktrainer derzeit einen Marktwert von etwa 5 Milliarden US-Dollar. Ungeklärt ist, ob die Betrugsopfer Eigentumsansprüche an den Bitcoin und an deren Wertsteigerung geltend machen können oder lediglich eine Entschädigung in Höhe ihrer ursprünglichen Verluste erhalten.
In der britischen Berichterstattung war von rund 640 Millionen Pfund (mehr als 850 Millionen US-Dollar) die Rede. Dabei handelt es sich laut dem Bericht jedoch nicht um eine abschließend gerichtlich festgestellte Gesamtsumme aller Ansprüche.
Der High Court of England and Wales entschied am 12. Oktober 2026, dass die Eigentumsansprüche der chinesischen Betrugsopfer nach chinesischem Recht beurteilt werden müssen. Diese Entscheidung bedeutet laut Blocktrainer nicht, dass die Bitcoin bereits an China oder die Opfer herausgegeben werden; eine abschließende Entscheidung über Eigentum und Verteilung steht noch aus.
China verfolgt Qian weiterhin wegen des ursprünglichen Anlagebetrugs. In dem chinesischen Verfahren sind Verluste von mehr als 102.000 Anlegern beziehungsweise Betrugsopfern in Höhe von insgesamt knapp 20 Milliarden Yuan (etwa 3 Milliarden US-Dollar) dokumentiert.
Die zweite Abteilung der Volksstaatsanwaltschaft Tianjin reichte einen Antrag auf Beschlagnahmung der Vermögenswerte ein. Das Zweite Mittlere Volksgericht Tianjin nahm den Antrag am 28. September 2026 zur Bearbeitung an. Eine am 13. Oktober veröffentlichte Bekanntmachung räumte Betroffenen und anderen Anspruchsberechtigten eine sechsmonatige Frist ein, sich am Verfahren zu beteiligen und Ansprüche geltend zu machen.
| Vermögenswert | Angabe im Einziehungsantrag |
|---|---|
| Bitcoin | 61.896,41552945 BTC |
| Bitcoin Cash, Bitcoin Gold und Bitcoin Satoshi Vision | jeweils rund 72.746 BCH, BTG und BSV |
| XRP | mehr als 3,6 Millionen XRP |
| Dogecoin | über 70 Millionen DOGE |
| Bargeld | umgerechnet rund 216.000 US-Dollar |
| Schecks | rund 127.662 britische Pfund (rund 171.100 US-Dollar) |
| Bankguthaben und Anlagevermögen | insgesamt rund 969.400 britische Pfund (etwa 1,3 Millionen US-Dollar) |
| Weitere Vermögenswerte | ein Feingoldbarren und Goldschmuck |
Die nahezu identischen Mengen von Bitcoin Cash, Bitcoin Gold und Bitcoin Satoshi Vision könnten laut Bericht durch Hard Forks entstanden sein. Die rund 70 Millionen DOGE wurden der Bekanntmachung zufolge von britischen Justizbehörden bereits veräußert; die Erlöse liegen auf einem verzinsten Konto.
Nach Ablauf der Beteiligungsfrist soll das chinesische Gericht über den Einziehungsantrag verhandeln. Eine endgültige Entscheidung über die Einziehung liegt noch nicht vor. Selbst eine Anordnung Chinas würde nicht automatisch bedeuten, dass Großbritannien die Vermögenswerte herausgeben muss.
- Die Eigentumsverhältnisse an den beschlagnahmten Bitcoin sind weiterhin ungeklärt.
- China und Großbritannien streben eine Entschädigung der Betrugsopfer an.
- Offen ist, wem die Bitcoin und deren Wertsteigerung letztlich zustehen.
Infobox: Blocktrainer berichtet über einen chinesischen Einziehungsantrag für exakt 61.896,41552945 BTC und weitere Vermögenswerte. Eine endgültige Entscheidung über Eigentum, Einziehung und Verteilung steht noch aus.
Gold, Silber und Bitcoin im historischen Streit um Geld
Business Insider Deutschland stellt Bitcoin in den Zusammenhang mit dem historischen Streit zwischen Gold- und Silberbefürwortern in den USA. Der Kampf um das Geldsystem prägte demnach die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.
Im Mittelpunkt steht der Coinage Act von 1873, der die freie Silberprägung beendete und die Goldstandard-Debatte auslöste. Die Auseinandersetzung zwischen den Anhängern von Gold und Silber wird in dem Beitrag als bis heute relevant beschrieben.
Der Artikel ordnet den Streit um Bitcoin in diese Geschichte konkurrierender Vorstellungen über Geld ein. Gold, Silber und Bitcoin werden dabei im Kontext von Bargeld, Dollar, Edelmetallen und dem US-Dollar thematisiert.
Infobox: Business Insider Deutschland verbindet die heutige Bitcoin-Debatte mit dem historischen Konflikt zwischen Gold und Silber. Als zentrale historische Eckpunkte nennt der Beitrag den Coinage Act von 1873 und die anschließende Goldstandard-Debatte.
Peter Schiff warnt vor Bitcoin-Kurssturz
Peter Schiff warnt Bitcoin-Anleger vor einem bevorstehenden Kurssturz. Nach Darstellung von BTC-ECHO hält der Ökonom das weiterhin hohe Bitcoin-Niveau angesichts der Verluste bei Technologieaktien für trügerisch.
Schiff beschreibt die aktuelle Lage als Ruhe vor dem Sturm und rät Anlegern zum Verkauf. Der Beitrag stellt dabei die Frage, ob sich Bitcoin der Technologieschwäche anschließen muss.
„Verkauft jetzt, bevor der Sturm losbricht"
Auch der Unternehmer und Investor Li Lu äußert laut BTC-ECHO scharfe Kritik an Kryptowährungen. Er geht demnach davon aus, dass Kryptowährungen langfristig verschwinden werden, und fordert ein Verbot.
Der Bericht stellt die Aussagen als gegensätzliche Einschätzungen zur weiteren Entwicklung von Bitcoin dar. Eine konkrete Kurszahl oder eine konkrete Prognose für einen bestimmten Bitcoin-Preis wird im bereitgestellten Inhalt nicht genannt.
Infobox: BTC-ECHO berichtet über Warnungen von Peter Schiff und Li Lu. Schiff rechnet mit einem bevorstehenden Kurssturz, während Li Lu laut Bericht das langfristige Ende von Kryptowährungen erwartet und ein Verbot fordert.
WirtschaftsWoche fragt nach der Nachhaltigkeit des Bitcoin-Comebacks
Die WirtschaftsWoche beschäftigt sich mit der Frage, wie nachhaltig das Comeback von Bitcoin ist. Im Titel des Beitrags wird ein Plus von 20.000 Dollar seit Juni genannt.
Der bereitgestellte Inhalt enthält darüber hinaus überwiegend Platzhaltertext und keine nutzbaren weiteren Ausführungen zur Kursentwicklung, zu den Ursachen des Anstiegs oder zu einer konkreten Einschätzung der Nachhaltigkeit. Deshalb lassen sich aus der vorliegenden Quelle keine zusätzlichen belastbaren Angaben übernehmen.
Infobox: Die WirtschaftsWoche thematisiert ein Bitcoin-Plus von 20.000 Dollar seit Juni und stellt die Nachhaltigkeit des Comebacks infrage. Weitere verwertbare Fakten sind im bereitgestellten Inhalt nicht enthalten.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Sicherheitsfrage liegt kurzfristig weniger in einem theoretischen Bruch der Bitcoin-Kryptografie als in der Manipulation von Menschen und Abläufen. Für Anleger bedeutet das: Der Schutz persönlicher Daten, die Prüfung von Nachrichten und die sichere Verwahrung privater Schlüssel sind derzeit mindestens ebenso wichtig wie technologische Fortschritte gegen künftige Angriffe.
Der Streit um die beschlagnahmten Vermögenswerte zeigt zudem, dass Bitcoin zwar technisch eindeutig transferierbar, rechtlich aber keineswegs automatisch eindeutig zuzuordnen ist. Bei solchen Summen können internationale Zuständigkeiten, Opferansprüche und mögliche Wertsteigerungen jahrelange Verfahren auslösen. Das ist für die betroffenen Anleger relevant und unterstreicht zugleich, dass irreversible Transaktionen hohe Anforderungen an Nachweisführung und Verwahrung stellen.
Die historische Einordnung von Bitcoin als alternative Geldvorstellung ist sinnvoll, darf aber nicht über die unterschiedlichen Eigenschaften von Edelmetallen, staatlichem Geld und digitalen Vermögenswerten hinwegtäuschen. Kurswarnungen einzelner Kritiker liefern schließlich keine belastbare Marktprognose; sie sind vor allem als Hinweis auf die hohe Abhängigkeit von Liquidität, Anlegerstimmung und Risikobereitschaft zu verstehen.
Zusammenfassung: Die größte unmittelbare Gefahr besteht in Täuschung und Fehlbedienung. Rechtliche Eigentumsfragen bleiben bei beschlagnahmten Kryptowerten komplex, während historische Vergleiche und pauschale Kurswarnungen nur begrenzte Orientierung bieten.
Quellen:
- Kann KI Bitcoin hacken? CZ sagt: Die wirkliche Gefahr sind Phishing und Datenlecks
- Claude AI löst das 17 Jahre alte Bitcoin-Rätsel von Satoshi
- China fordert Beschlagnahmung von rund 61.900 BTC aus milliardenschwerem Betrugsfall
- Gold oder Silber? Was der alte Streit ums Geld heute mit Bitcoin zu tun hat
- "Verkauft jetzt, bevor der Sturm losbricht"
- Bitcoin-Kurs: Wie nachhaltig ist das Comeback der Kryptowährung?



















