“Bitcoin-Jesus” Roger Ver provoziert heftige Coronavirus-Debatte!

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Ex-Bitcoin.com-CEO Roger Ver, auch bekannt als “Bitcoin-Jesus”, hält Zwangs-Isolationen wegen des Coronavirus für ungerechtfertigt. Für diese Haltung erntete er auf Twitter Kritik von mehreren Krypto-Persönlichkeiten, aber auch Zuspruch:

Roger Ver gehört zu den frühsten Investoren in Bitcoin (BTC)-Startups (seit 2011). Seine unermüdliche Bewerbung der Kryptowährung brachte ihm den Spitznamen “Bitcoin-Jesus” ein. Allerdings unterstützt der ExBitcoin.com-CEO heutzutage Bitcoin Cash (BCH) anstatt BTC.

Roger Ver gegen erzwungene Coronavirus-Isolation

Ver macht aus seiner libertären Haltung keinen Hehl. Er ist ein großer Anhänger des freien Marktes, der in seinen Augen nicht von Regierungen eingeschränkt werden sollte. Daher fordert der Unternehmer auch die Begnadigung von Ross Ulbricht, dem ehemaligen Betreiber des BTC-basierten Online-Schwarzmarkts Silk Road.

Auch im Kontext der aktuellen Coronavirus-Pandemie sprach sich Ver gegen Regierungsmaßnahmen, namentlich erzwungene Isolation, aus. Seiner Meinung nach solle jeder selbst entscheiden, ob er sich isolieren will oder nicht:

“Wenn DU dir Sorgen wegen des Coronavirus machst, dann solltest DU dich selbst isolieren. Lass den Rest von uns in Ruhe.”

Seinen Punkt unterstrich Ver mit einer Statistik ohne Quellenangabe, laut der zwischen dem 1. Januar und dem 25. März 2020 deutlich mehr Menschen an anderen Krankheiten, Verkehrsunfällen oder Selbstmorden gestorben seien als am Coronavirus.

Krypto-Persönlichkeiten widersprechen Bitcoin-Jesus

Ver erntete für diesen Tweet hauptsächlich Kritik, unter anderem von den Krypto-Podcastern Peter McCormack und WhalePanda. Viele Kommentare bemängelten, dass “Bitcoin-Jesus” die exponentielle Natur der Ausbreitung des Virus völlig ignoriere: Es begann langsam, greift aber nun schneller und schneller um sich.

So stehen wir inzwischen bei über 700.000 offiziellen Fällen, während es Anfang des Monats noch unter 100.000 waren. Auf einem Graph ist klar zu erkennen, wie steil die Kurve ansteigt.

©worldometers.info

Von einem recht bekannten Bitcoiner erhielt Ver allerdings Zuspruch: Didi Taihuttu. Der Niederländer ist dafür bekannt, zwischen 2016 und 2017 all seinen Besitz verkauft und von dem Erlös Kryptowährungen erworben zu haben. Heute reist er mit seiner “Bitcoin-Family” um die Welt. Er antwortete auf den umstrittenen Tweet:

“Ich stimme @rogerkver zu
In den ersten 88 Tagen des Jahres 2020 starben 14.000.000 Menschen, das sind mehr als 150.000 täglich. Dennoch finden die Menschen die Maßnahmen der Regierung, die wegen der 25.000 Corona-Todesfälle in 3 Monaten ergriffen wurden, nicht merkwürdig”

Man könnte sagen, dass eine gewisse Skepsis gegenüber Regierungen von Anfang an in Kryptowährungen mit eingebaut war. Würde man schließlich dem staatlich herausgegebenen Geld nicht misstrauen, gäbe es auch keinen Grund für eine alternative Währung. Ob dieser Standpunkt auch im Falle einer Pandemie seine Berechtigung hat, ist natürlich eine andere Frage.

Was hältst Du von Roger Vers Haltung zum Coronavirus? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via OFFICIAL LEWEB PHOTOSFlickr.comLizenz

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