Bitcoins Mining-Schwierigkeit sinkt um drastische 15 Prozent

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Miner schalten ihre Geräte ab. | © Depositphotos
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Die Mining-Schwierigkeit von Bitcoin ist am Montag um 15,13 Prozent gefallen. Einen drastischeren Einsturz hat es nur 2011 gegeben. Die Mining-Schwierigkeit wird angepasst, um die Blockzeit bei etwa zehn Minuten zu halten.

Nachdem Bitcoins Hashrate in den vergangenen Wochen auf aktuell rund 32 Millionen Terahash pro Sekunde zurückgegangen war, ist am Montag auch die Mining-Schwierigkeit der größten Kryptowährung zum zweiten Mal in Folge stark gefallen.

Der jüngste Rückgang betrug 15,13 Prozent und war somit der zweitgrößte in Bitcoins bisheriger Geschichte. Übertroffen wurde er nur am 31. Oktober 2011, mit einer Reduktion von 18,03 Prozent. Dies geht aus den Statistiken des Miningpools BTC.com hervor.

Regulierung der Blockzeit

Bitcoins Hashrate, die Leistung aller aktuell schürfenden Computer, und die Mining-Schwierigkeit sind zwei Seiten derselben Medaille. Steigt die Hashrate, so wird auch das Finden eines Blocks entsprechend schwieriger, allerdings nicht sofort. Eine Anpassung der Mining-Schwierigkeit findet nur alle 2016 Blöcke (ungefähr alle zwei Wochen) statt.

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Der Sinn des Ganzen besteht darin, Bitcoins Blockzeit konstant bei etwa zehn Minuten zu halten. In den vergangenen Wochen hatte viele Miner in Reaktion auf die fallenden Preise ihre Geräte abgestellt, weil weiteres Schürfen ein Verlustgeschäft darstellen würde. Dadurch wurden nicht mehr so schnell Blöcke gefunden und die Blockzeit lag in den vergangenen Wochen mit elf Minuten und 47 Sekunden weit über ihrem Sollwert.

Unterschiedliche Lageeinschätzungen 

Die Meinungen zur aktuellen Situation gehen weit auseinander. Mati Greenspan, Analyst bei der Handelsplattform eToro, bleibt gelassen: „Es ist eigentlich beruhigend, da die [Hash]rate über das Jahr so steil angestiegen ist und nun auf ein normalisiertes Niveau zurückkehrt“. So zitierte ihn kürzlich die Krypto-Nachrichtenseite CCN. In der Tat ist die Hashrate immer noch mehr als doppelt so hoch als beim Höhepunkt der Spekulationsblase im vergangenen Dezember.

Eine deutlich negativere Einschätzung tat Atulya Sarin kund, Professor für Finanzen an der Universität von Santa Clara, Kalifornien. In der Publikation MarketWatch kommentierte er am Montag, dass das Absinken des Bitcoin-Preises unter die Mining-Kosten die Kryptowährung in eine „Todesspirale“ geschickt habe und nun ein „schneller und schmerzhafter Fall auf Null“ bevorstünde. Fakt ist, dass es 2011 schon einmal schlimmer kam und Bitcoins Herz noch immer schlägt.

Ist die sinkende Mining-Schwierigkeit eine ganz natürliche Entwicklung oder gibt sie Grund zur Sorge? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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