Bitcoin unter Druck: August startet mit ETF-Abflüssen und Yen-Interventionen

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Bitcoin startet wegen schwacher August-Statistik, ETF-Abflüssen und Yen-Interventionen unter Druck; entscheidend sind 66.885 und 60.965 Dollar.

Bitcoin startet mit Gegenwind in den August: Eine schwache saisonale Statistik, hohe ETF-Abflüsse und neue Spannungen am Devisenmarkt treffen auf ambitionierte Langfristprognosen. Der Pressespiegel zeigt, welche Kursmarken jetzt entscheidend sind, warum der Yen den Kryptomarkt bewegt und ob Bitcoin, XRP und andere digitale Vermögenswerte vor der nächsten Trendwende stehen.

Bitcoin unter Druck: August startet mit schwacher Statistik und hoher makroökonomischer Unsicherheit

Der Bitcoin-Markt geht nach einem Juli mit rund 7,5 Prozent Gewinn in den August. Am Freitag, dem 31. Juli, fiel der Kurs jedoch um etwa drei Prozent und rutschte unter 63.000 Dollar. Die monatliche Erholung erfolgte trotz Zinsangst, eines Fehlers bei einer Hardware-Wallet und Abflüssen aus börsengehandelten Bitcoin-Produkten.

Die statistische Ausgangslage für den August bleibt laut Wallstreet Online ungünstig. Seit 2022 schloss kein einziger August im Plus, während der Monat im Median einen Verlust von 7,87 Prozent verzeichnete.

Bitcoin notierte bei rund 63.000 Dollar, die Marktkapitalisierung lag bei etwa 1,26 Billionen Dollar. Nach Angaben von CoinDesk fiel der Kurs am letzten Julitag um etwa drei Prozent unter diese Marke, beendete den Monat aber dennoch mit rund 7,5 Prozent Gewinn. Als einen möglichen Grund nennen Analysten, dass ein großer Teil der gehebelten Positionen bereits Ende Juni aus dem Markt gespült worden sei.

Gleichzeitig blieb die institutionelle Nachfrage schwach. Die amerikanischen Spot-ETFs gaben am 31. Juli 4.217 Bitcoin ab, was 265 Millionen Dollar entsprach. Auf BlackRock entfielen davon 122,66 Millionen Dollar.

Bitfinex erwartete, dass Anleger vor dem amerikanischen Arbeitsmarktbericht in der kommenden Woche vorsichtig bleiben. Analysten rechneten mit einer Seitwärtsbewegung, solange die Realzinsen nicht fallen und die Zuflüsse nicht dauerhaft ins Plus drehen.

MarktgrößeAngabe
Bitcoin-Kursrund 63.000 Dollar
Marktkapitalisierungetwa 1,26 Billionen Dollar
Bitcoin-ETF-Abflüsse am 31. Juli4.217 Bitcoin
Wert der ETF-Abflüsse265 Millionen Dollar
Davon BlackRock122,66 Millionen Dollar
Bitcoin-Entwicklung im Julirund 7,5 Prozent Gewinn
Medianverlust im August seit 20227,87 Prozent

Für die weitere Kursentwicklung nennt Wallstreet Online unter Berufung auf BeInCrypto zwei zentrale Marken. Ein Tagesschluss oberhalb von 66.885 Dollar könnte demnach den Weg zu 76.118 Dollar öffnen. Fällt Bitcoin dagegen unter 60.965 Dollar, rückt die Zone um 54.000 Dollar in Reichweite.

Infobox – Wallstreet Online: Der Juli endete trotz eines Rückgangs am letzten Handelstag mit rund 7,5 Prozent Gewinn. Für August sprechen die historische Statistik, ETF-Abflüsse und die anhaltende Zinsunsicherheit zunächst für ein verhaltenes Marktbild.

US-Intervention am Devisenmarkt belastet den Carry Trade und trifft Bitcoin

Bitcoin fiel am Freitag kurzzeitig unter 63.000 USD, nachdem die USA japanischen Yen gekauft hatten. Laut BeInCrypto war dies der erste derartige Schritt Washingtons seit 28 Jahren.

Der Yen hatte in der vergangenen Woche bei 163,99 Yen je Dollar notiert und war am Wochenende weiter gefallen. Japan verkaufte daraufhin Dollar und kaufte Yen. Am Freitag folgten die USA: Die New York Fed verkaufte Euro und kaufte Yen für die Treasury. Dabei kamen Goldman Sachs und Morgan Stanley zum Einsatz, wie die Financial Times berichtete.

Die Intervention zeigte zunächst Wirkung. Der Yen schloss bei 157,40 je Dollar und erreichte damit seinen stärksten Stand seit Anfang Mai.

Die USA hatten zuletzt am 17. Juni 1998 Yen gekauft. Damals investierte die New York Fed 833 Millionen USD. Die Hälfte stammte von der Fed, die andere Hälfte aus dem Exchange Stabilization Fund der Treasury für Währungsnotfälle.

Für die aktuelle Maßnahme nannte ein Notizblock von Treasury-Secretary Scott Bessent die Größenordnung „Buy Japanese Yen (JPY) 5-10 billion USD“. BeInCrypto zufolge entspricht dies dem Sechs- bis Zwölffachen des Handels von 1998.

Japan setzte bei seiner Intervention deutlich mehr Geld ein. Laut Bloomberg beliefen sich die Yen-Käufe am Donnerstag auf 8,45 Billionen Yen, also etwa 52,8 Milliarden USD. Die tatsächliche Summe war zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht bekannt; das japanische Finanzministerium veröffentlicht die entsprechenden Daten einmal pro Monat. Der Bericht zur Transaktion vom 30. Juli sollte Ende August erscheinen.

Auch Südkorea griff ein und verkaufte am Donnerstag zusammen mit Japan US-Dollar. Zuvor hatte Goldman Sachs eine weitere Schwäche des Yen bis 165 vorausgesagt.

Devisen- und InterventionsdatenAngabe
Yen-Stand in der Vorwoche163,99 Yen je Dollar
Yen-Schlusskurs nach der Intervention157,40 je Dollar
US-Intervention am 17. Juni 1998833 Millionen USD
Aktuelle US-Vorgabe5-10 billion USD
Japanische Yen-Käufe8,45 Billionen Yen
Umrechnung der japanischen Käufeetwa 52,8 Milliarden USD

BeInCrypto stellte die Entwicklung an den Finanzmärkten gegenüber. Bitcoin lag zum Redaktionsschluss bei etwa 63.034 USD, verlor in den vergangenen 24 Stunden 1,25 Prozent und kam auf eine Marktkapitalisierung von 1,26 Billionen USD. Gleichzeitig stieg der Nasdaq um 1 Prozent, der S&P 500 legte 0,7 Prozent zu und der Dow gewann 0,53 Prozent.

Als Verbindung zwischen Yen und Bitcoin beschreibt der Bericht den Carry Trade. Trader leihten sich bei niedrigen japanischen Zinsen Yen, tauschten diese in US-Dollar und investierten das Geld in risikoreichere Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen und Bitcoin. Steigt der Yen schnell, verkaufen Trader ihre Positionen, um die Kredite zurückzuzahlen.

Die Bank of Japan ließ die Zinsen mit 1 Prozent unverändert. Die Entscheidung fiel mit einer 8:1-Mehrheit. Der Zinssatz gilt als höchster Wert seit 1995, liegt aber unter der 3,75-Prozent-Grenze in den USA. Gouverneur Kazuo Ueda sprach von möglichen weiteren Erhöhungen, sagte jedoch keine zu.

„Ohne Unterstützung durch den Zinsunterschied dürfte die Wirkung von Interventionen am Devisenmarkt relativ kurzlebig sein”, berichtete Bloomberg unter Berufung auf die Evercore-ISI-Strategen Marco Casiraghi und Gang Lyu.

Als wichtige Termine gelten die Veröffentlichung der realen japanischen Ausgaben Ende August, ein Treffen von Bessent und Ueda beim G20-Treffen der Finanzminister in Asheville, North Carolina, im August sowie die weitere Zinspolitik von Fed und BOJ. Eine zentrale Marke liegt bei 160 Yen je Dollar: Bleibt der USD darunter, gilt die Verteidigung als erfolgreich; steigt er wieder darüber, könnten Tokio und Washington erneut vor derselben Entscheidung stehen.

Infobox – BeInCrypto: Die US-Intervention zugunsten des Yen veränderte den Carry Trade und fiel mit einem Rückgang von Bitcoin zusammen. Die weitere Entwicklung hängt laut Bericht von den japanischen Ausgaben, dem Treffen beim G20 und der Zinspolitik von Fed und BOJ ab.

Kryptomarkt am Nachmittag: Bitcoin und Ethereum leicht im Plus, mehrere Altcoins nahezu unverändert

Am Nachmittag zeigte sich der Kryptomarkt uneinheitlich. Laut Finanzen.net stieg Bitcoin um 17:11 Uhr um 0,39 Prozent auf 63.055,17 US-Dollar, nachdem der Kurs am Vortag bei 62.808,92 US-Dollar gelegen hatte.

Auch Ethereum legte zu. Der Kurs stieg um 0,63 Prozent auf 1.872,05 US-Dollar, nachdem Ethereum am Vortag 1.860,35 US-Dollar wert gewesen war.

Der finanzen.net Top 10 Crypto-ETP1 zeigte dagegen keine großen Ausschläge und notierte bei -0,5 Prozent. Bei einem Kurs von 8,26 EUR betrug die Performance seit Auflage -10,4 Prozent.

Kryptowährung oder ProduktKursVeränderung
Bitcoin63.055,17 US-Dollar0,39 Prozent
Ethereum1.872,05 US-Dollar0,63 Prozent
Litecoin44,14 US-Dollar-0,23 Prozent
Bitcoin Cash207,99 US-Dollar-0,92 Prozent
Ripple1,064 US-Dollarkaum verändert
Monero357,81 US-Dollar-0,16 Prozent
Cardano0,1729 US-Dollarunverändert
Stellar0,1712 US-Dollarunverändert
Tron0,3281 US-Dollarunverändert
Binancecoin578,27 US-Dollar-1,41 Prozent
Dogecoin0,0700 US-Dollarkaum verändert
Solana72,92 US-Dollar0,18 Prozent
Avalanche6,363 US-Dollar-0,28 Prozent
Chainlink8,100 US-Dollar-0,73 Prozent
Sui0,6842 US-Dollarkaum verändert

Unter den größeren Kryptowährungen standen Litecoin, Bitcoin Cash, Monero, Binancecoin, Avalanche und Chainlink im Minus. Litecoin fiel im Vergleich zum Vortag von 44,24 US-Dollar auf 44,14 US-Dollar. Bitcoin Cash gab von 209,92 US-Dollar auf 207,99 US-Dollar nach.

Der Monero-Kurs sank von 358,39 US-Dollar auf 357,81 US-Dollar. Binancecoin fiel von 586,56 US-Dollar auf 578,27 US-Dollar. Avalanche notierte bei 6,363 US-Dollar nach 6,381 US-Dollar am Vortag, während Chainlink von 8,159 US-Dollar auf 8,100 US-Dollar zurückging.

Ripple bewegte sich nur wenig und lag um 17:11 Uhr bei 1,064 US-Dollar, nachdem am Vortag 1,061 US-Dollar ausgewiesen worden waren. Cardano, Stellar und Tron standen jeweils auf dem Kurs des Vortages. Dogecoin lag am Samstagnachmittag bei 0,0700 US-Dollar gegenüber 0,0695 US-Dollar am Vortag. Sui notierte bei 0,6842 US-Dollar nach 0,6814 US-Dollar.

Infobox – Finanzen.net: Bitcoin und Ethereum legten am Nachmittag zu. Mehrere Altcoins bewegten sich kaum, während Binancecoin mit einem Minus von 1,41 Prozent und Bitcoin Cash mit einem Minus von 0,92 Prozent zu den schwächeren Werten gehörten.

Bitcoin 2030: Analysten diskutieren Kursziele zwischen 300.000 US-Dollar und 1,5 Millionen Dollar

Die Frage, ob Bitcoin bis 2030 eine Million US-Dollar erreichen kann, wird laut Merkur inzwischen nicht mehr nur unter Krypto-Anhängern diskutiert. Auch Banken und Vermögensverwalter beschäftigen sich mit der möglichen Bewertung, falls immer mehr Kapital auf ein begrenztes Angebot trifft.

ARK Invest berechnete für 2030 drei Szenarien. Im pessimistischsten Szenario könnte Bitcoin bei rund 300.000 US-Dollar stehen. Das Basisszenario sieht 710.000 Dollar vor, während im Best-Case 1,5 Millionen Dollar möglich seien.

Voraussetzung für die hohen Kursziele wäre vor allem, dass Vermögensverwalter, Unternehmen und möglicherweise auch Staaten deutlich stärker in Bitcoin investieren. Standard Chartered ist vorsichtiger, hält bis 2030 aber dennoch einen Kurs von rund 500.000 Dollar für möglich.

Die zusätzliche Nachfrage könnte laut Standard Chartered insbesondere durch börsengehandelte Bitcoin-Fonds entstehen. Seit der Zulassung der US-Spot-ETFs können Anleger über klassische Wertpapierdepots investieren, ohne die Kryptowährung selbst verwahren zu müssen.

Quelle oder SzenarioKursziel für 2030
ARK Invest, pessimistischstes Szenariorund 300.000 US-Dollar
ARK Invest, Basisszenario710.000 Dollar
ARK Invest, Best-Case1,5 Millionen Dollar
Standard Charteredrund 500.000 Dollar

BlackRock-Chef Larry Fink bezeichnete Bitcoin inzwischen als ein „internationales Asset“. Die Knappheit bildet einen wesentlichen Bestandteil der optimistischen Argumentation: Mehr als 21 Millionen Bitcoin werde es nie geben. Wenn eine weiter steigende Nachfrage auf dieses begrenzte Angebot treffe, könne der Kurs entsprechend stark reagieren.

Der Bericht nennt jedoch auch Faktoren, die diese Rechnung gefährden könnten. Pensionsfonds und Versicherungen könnten Bitcoin wegen der starken Schwankungen weiterhin meiden. Zudem könnten strengere Regeln den Zugang für Banken und andere Großanleger erschweren.

JPMorgan-Chef Jamie Dimon zählt zu den bekanntesten Kritikern von Bitcoin. Er bezeichnete die Kryptowährung als weitgehend wertlos und stellte ihren langfristigen Nutzen infrage. Dass JPMorgan trotzdem Dienstleistungen rund um digitale Vermögenswerte anbietet, erklärt Merkur mit der Nachfrage der Kunden.

Auch der Ökonom Kenneth Rogoff warnt vor einfachen Vergleichen mit Gold. Bitcoin fehle die lange Geschichte als Wertaufbewahrungsmittel. Außerdem müsse sich die Kryptowährung in größeren Krisen noch beweisen, da sie bei wachsender Unsicherheit bislang nicht automatisch wie ein sicherer Hafen reagiert habe.

Infobox – Merkur: Die für 2030 genannten Bitcoin-Szenarien reichen von rund 300.000 US-Dollar bis 1,5 Millionen Dollar. Ob solche Kursziele erreicht werden, hängt laut Bericht vor allem von der institutionellen Nachfrage, der Regulierung und der weiteren Entwicklung der Bitcoin-Fonds ab.

NZZ erwartet nach einem möglichen Ende des KI-Booms ein Comeback von Bitcoin und Gold

Die NZZ – Neue Zürcher Zeitung sieht Bitcoin und Gold als mögliche nächste Themen an den Börsen, falls der KI-Hype seinen Zenit überschreitet. Kleinanleger interessierten sich derzeit vor allem für KI und weniger für Bitcoin und andere Kryptowährungen. Gerade darin sieht die NZZ eine mögliche Voraussetzung für eine neue Hausse.

Bitcoin sei nicht nur preislich, sondern auch in der Gunst der Investoren stärker gefallen als Gold. Deshalb besitze die Kryptowährung laut NZZ ein größeres Aufwärtspotenzial. Mit Gold seien in diesem Zusammenhang auch Silber gemeint, mit Bitcoin auch Ether, Solana und andere Coins.

Die NZZ beschreibt Kryptowährungen als seit Oktober in einem Bärenmarkt. Dabei habe sich ein aus der Vergangenheit bekanntes Kursmuster wiederholt: Auf drei Jahre mit starkem Aufstieg folge der Absturz. Falls Kryptowährungen dem Vierjahreszyklus der Vergangenheit weiterhin exakt folgen, könne im Oktober der Tiefpunkt erreicht sein, bevor drei Jahre mit großen Gewinnen beginnen.

Als Grundlage für eine mögliche neue Aufwärtsphase nennt der Bericht die stärkere Verbindung zwischen Kryptowährungen und dem herkömmlichen Finanzsystem. Banken, Börsen und Vermögensverwalter arbeiteten daran, Währungen, Aktien und andere Wertschriften zu tokenisieren und auf die Blockchain zu bringen.

Als Beispiel wird Robinhood genannt. Der amerikanische Broker habe eine Ethereum-kompatible Blockchain lanciert und biete unter anderem 7 Prozent Zins auf Dollaranlagen an. Außerdem gebe es technische Lösungen, mit denen autonome KI-Agenten Stablecoins verwenden könnten.

Die NZZ warnt zugleich vor einem weiteren Rückgang. Bitcoin könnte nochmals unter 60.000 Dollar fallen, möglicherweise auch deutlich. Als Grund wird genannt, dass Investoren wegen des KI-Themas derzeit wenig Kapazität für andere Anlagethemen hätten.

Für ein mögliches Investment bevorzugt der Autor laut NZZ vor allem ETFs statt einer eigenen Wallet. Bei Gebühren für Bitcoin-ETFs, die bei 0,15 Prozent beginnen, sehe er mehr Vor- als Nachteile. Als praktisches Problem einer eigenen Wallet nennt er den möglichen fehlenden Zugriff von Angehörigen auf die Vermögenswerte.

Daneben beschreibt der Bericht einen Schweizer Kryptoanbieter. Bei Mt Pelerin können Nutzer eine eigene Bankadresse einrichten. Wird Geld auf diese IBAN überwiesen, wird es automatisch in eine vordefinierte Kryptowährung konvertiert und an die private Wallet gesendet. Der umgekehrte Weg von Krypto zurück auf das Bankkonto sei ebenfalls möglich.

Infobox – NZZ: Die Zeitung hält ein Comeback von Bitcoin, Ether, Solana, Gold und Silber für möglich, wenn der KI-Boom an den Börsen nachlässt. Als wichtige Faktoren nennt sie den Vierjahreszyklus, die Tokenisierung von Vermögenswerten und die zunehmende Verbindung zwischen Blockchain und Finanzsystem.

XRP hält 1,06 Dollar, während Bitcoin-ETFs 265 Millionen Dollar verlieren

Der XRP-Kurs notierte am 1. August bei 1,06 Dollar und gab gegenüber dem Vortag rund 1,5 Prozent ab. Seit dem Hoch von 3,65 Dollar im Juli 2025 fehlen laut FinanzNachrichten.de weiterhin rund 71 Prozent.

Am 31. Juli zogen Anleger 265 Millionen Dollar aus den amerikanischen Bitcoin-ETFs ab. Gleichzeitig sammelten XRP-Produkte 7,69 Millionen Dollar ein. Damit floss institutionelles Geld aus dem Marktführer Bitcoin in einen deutlich kleineren Markt.

Laut CoinMarketCap lag XRP bei 1,06 Dollar, das Tagesminus betrug 1,46 Prozent. Das Handelsvolumen lag bei rund einer Milliarde Dollar, die Bewertung bei 66,6 Milliarden Dollar. XRP belegte damit Rang sechs im Markt. Auf Wochensicht summierte sich der Rückgang auf gut drei Prozent.

XRP- und Bitcoin-ETF-DatenAngabe
XRP-Kurs am 1. August1,06 Dollar
XRP-Tagesveränderung-1,46 Prozent
XRP-Bewertung66,6 Milliarden Dollar
XRP-Handelsvolumenrund eine Milliarde Dollar
Bitcoin-ETF-Abflüsse am 31. Juli265 Millionen Dollar
Davon BlackRock122,66 Millionen Dollar
Zuflüsse in XRP-Produkte7,69 Millionen Dollar
Seit dem Start in XRP-Produkte geflossenrund 1,51 Milliarden Dollar

Die Fondsdaten standen damit im Gegensatz zur Kursentwicklung. Die Spot-ETFs auf Bitcoin verbuchten am 31. Juli einen Nettoabfluss von 265 Millionen Dollar, davon entfielen 122,66 Millionen auf BlackRock. XRP-Produkte nahmen im selben Zeitraum 7,24 Millionen Token auf, umgerechnet 7,69 Millionen Dollar.

Standard Chartered rechnet mit bis zu acht Milliarden Dollar an frischem ETF-Geld, sollte der CLARITY Act den Senat passieren. Bis zur Sommerpause blieben dafür nur wenige Tage. Ein Kursziel von 2,80 Dollar würde bei einer Bewertung von 66 Milliarden Dollar laut FinanzNachrichten.de rund das 2,6-Fache bedeuten.

Der breite Kryptomarkt beendete den Juli laut CoinDesk dennoch mit dem stärksten Monatsgewinn seit einem Jahr. XRP konnte davon bisher vergleichsweise wenig profitieren.

Infobox – FinanzNachrichten.de: XRP notierte bei 1,06 Dollar und verlor auf Tages- und Wochenbasis. Während Bitcoin-ETFs 265 Millionen Dollar Abflüsse verzeichneten, flossen 7,69 Millionen Dollar in XRP-Produkte; als möglicher weiterer Impuls gilt die Entwicklung des CLARITY Act.

Einschätzung der Redaktion

Die entscheidende Botschaft ist die wachsende Abhängigkeit von Bitcoin von globaler Liquidität, Zinsdifferenzen und institutionellen Kapitalströmen. Die schwachen ETF-Zuflüsse und die Reaktion auf die Yen-Intervention zeigen, dass Bitcoin kurzfristig weiterhin stark vom Risikoappetit traditioneller Märkte geprägt wird.

Historische August-Muster und langfristige Kursziele besitzen dagegen nur begrenzte Aussagekraft. Für die weitere Entwicklung sind reale Nachfrage, regulatorische Rahmenbedingungen und die Stabilität der Kapitalzuflüsse wesentlich wichtiger als saisonale Statistiken oder extreme Prognosen.

Infobox – Kernerkenntnis: Kurzfristig überwiegen makroökonomische Risiken und Abhängigkeiten von institutionellem Kapital. Langfristiges Aufwärtspotenzial bleibt möglich, ist aber an dauerhafte Nachfrage und günstigere Finanzierungsbedingungen gebunden.

Quellen: