Bitcoin unter Druck: Fed-Entscheid und US-Gesetz prägen die Prognosen

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Bitcoin steht wegen Fed-Entscheid, ETF-Abflüssen und US-Krypto-Gesetz unter Druck; Prognosen reichen von 38.000 bis 250.000 Dollar, deutsche Anleger sollten Steuerregeln beachten.

Bitcoin steht zwischen kurzfristigem Abwärtsdruck und weitreichenden Zukunftswetten: Der Fed-Entscheid, ETF-Abflüsse und ein umkämpftes US-Krypto-Gesetz könnten die nächsten Kursbewegungen prägen. Gleichzeitig reichen die Prognosen von deutlichen Rückgängen bis zu 200.000 US-Dollar – während deutsche Anleger zusätzlich steuerliche Fallstricke bei Handel, Staking und Mining beachten müssen.

Bitcoin unter Druck: Fed-Entscheid und US-Gesetz bestimmen die Markterwartungen

Bitcoin steht am 29.07.2026 im Mittelpunkt mehrerer Marktberichte. Im Fokus stehen der Rückgang auf 63.173 Dollar beziehungsweise rund 63.500 Dollar, die bevorstehende Entscheidung der US-Notenbank über den Leitzins und die Frage, ob ein US-Gesetz den Kurs langfristig bis auf 200.000 US-Dollar treiben könnte.

Nach Angaben von Wallstreet Online verlor Bitcoin innerhalb von 24 Stunden 2,82 Prozent und notierte bei 63.173 Dollar. Einen Tag zuvor lag der Kurs noch bei 65.141 Dollar. Der Marktwert wurde mit 1,26 Billionen Dollar angegeben, das Tagesvolumen mit 27,3 Milliarden Dollar und der Bitcoin-Marktanteil mit 56 Prozent.

Bitcoin-Kurs63.173 Dollar
Veränderung binnen 24 Stunden2,82 Prozent
Marktwert1,26 Billionen Dollar
Tagesvolumen27,3 Milliarden Dollar
Fear and Greed Index29 Punkte

Die Berichte verweisen auf eine gebrochene Serie von sieben Handelstagen mit ETF-Zuflüssen. Am 23. Juli flossen 225 Millionen Dollar aus amerikanischen Spot-ETFs ab; zuvor hatten die Zuflüsse zusammen 999 Millionen Dollar betragen. Die ETF-Zuflüsse des Jahres 2026 wurden dadurch mit rund 4,5 Milliarden Dollar im Minus angegeben.

Gleichzeitig bleibt die technische Lage angespannt. Nach zwei Abweisungen an 65.600 Dollar fiel der Kurs laut Wallstreet Online bis auf 63.000 Dollar. Als mögliche weitere Zonen nennt der Bericht 63.500 Dollar, 60.000 Dollar und 59.000 Dollar.

„Die Bitcoin Prognose der kommenden Tage hängt an dieser einen Sitzung.“ – Wallstreet Online

Infobox: Bitcoin notiert laut Wallstreet Online bei 63.173 Dollar. Die Marktberichte stellen die weitere Entwicklung insbesondere in Zusammenhang mit der Fed-Sitzung am 28. und 29. Juli sowie den ETF-Abflüssen.

Analysten sehen Kursziele zwischen 95.000 und 200.000 US-Dollar

Finanzen100 berichtet über ein mögliches bullisches Szenario für Bitcoin. Analysten von FM Intelligence sehen demnach in den kommenden zwölf Monaten eine Spanne von 135.000 bis 200.000 US-Dollar. Dieses Szenario wird jedoch nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent angegeben.

Das wahrscheinlichere Hauptszenario liegt laut Finanzen100 bei 95.000 bis 130.000 US-Dollar. Voraussetzung für das obere Kursziel von 200.000 US-Dollar wäre die Verabschiedung des sogenannten CLARITY Act sowie dessen Unterzeichnung noch vor den US-Wahlen.

Der Entwurf steckt derzeit im Senat fest. Die Republikaner verfügen dort über 53 Sitze und benötigen für die erforderlichen 60 Stimmen die Unterstützung von sieben demokratischen Senatoren. Genau diese sieben Senatoren lehnen den aktuellen Text laut dem Bericht ab, obwohl sie frühere Krypto-Gesetze unterstützt hatten.

Zusätzlicher Zeitdruck entsteht durch die Sitzungspausen. Vor der Sommerpause bleibt laut Finanzen100 faktisch nur der 7. August als letzte Arbeitsmöglichkeit. Danach kehrt der Senat erst Mitte September zurück und verfügt bis Anfang Oktober über 14 Sitzungstage.

Als weiteres Hindernis nennt der Bericht den Streit um Donald Trump. Kritiker verweisen auf hohe Kryptoeinnahmen des Präsidenten und mögliche Lücken bei den Ethikregeln. Außerdem hat das Repräsentantenhaus bereits eine andere Version des Gesetzes beschlossen, sodass eine Zustimmung des Senats allein nicht ausreichen würde.

Bitcoin-Kurs im Bericht64.671 US-Dollar
Hauptszenario für die kommenden zwölf Monate95.000 bis 130.000 US-Dollar
Bullisches Szenario135.000 bis 200.000 US-Dollar
Wahrscheinlichkeit des bullischen Szenarios25 Prozent
Citi-12-Monats-Ziel82.000 US-Dollar
Standard-Chartered-Ziel bis Jahresende100.000 US-Dollar
Frist vor der Sommerpause7. August
Arbeitstage des Senats bis Anfang Oktober14 Sitzungstage

Infobox: Finanzen100 beschreibt 200.000 US-Dollar als mögliches, jedoch unsicheres Szenario. Entscheidend sind die erforderliche Mehrheit von 60 Stimmen, die Frist bis zum 7. August und die abweichende Gesetzesversion des Repräsentantenhauses.

Fed-Entscheid, ETF-Abflüsse und Liquidationen belasten Bitcoin

In einem weiteren Bericht beschreibt Wallstreet Online den Rückgang auf 63.500 Dollar. Bitcoin verlor demnach in den vergangenen 24 Stunden fast drei Prozent und lag damit etwa 50 Prozent unter dem Rekordhoch vom Oktober 2025.

Der Kurs fiel laut dem Bericht von fast 65.000 Dollar auf 63.200 Dollar. Als Auslöser wird unter anderem ein Handelsstopp am südkoreanischen KOSPI genannt, der Risikoanlagen weltweit belastet habe. Der Fear and Greed Index stand bei 29.

Auch die Kapitalflüsse blieben uneinheitlich. Aus den amerikanischen Spot-ETFs flossen am Montag 11,64 Millionen Dollar ab, wobei der größte Anteil auf den Fonds von BlackRock entfiel. Gleichzeitig sammelten Wallets mit 10 bis 10.000 BTC innerhalb von acht Tagen 19.696 Bitcoin ein.

Die im Bericht genannten Analystenziele reichen von 100.000 Dollar bei Standard Chartered über 150.000 Dollar bei Bernstein bis zu 100.000 Dollar, die ein Stratege von 21Shares laut finanzen.net für erreichbar hält. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 1,27 Billionen Dollar würde ein Kurs von 100.000 Dollar laut Bericht einem Zuwachs von etwa 58 Prozent entsprechen.

Der zweite Wallstreet-Online-Bericht beziffert die Liquidationen im Gesamtmarkt binnen 24 Stunden auf rund 700 Millionen Dollar. Zudem werden ETF-Abflüsse von netto 240,08 Millionen Dollar bei Bitcoin-Produkten und 70,6 Millionen Dollar bei Ethereum-Produkten genannt.

Bitcoin-Kursrund 63.500 Dollar
Rückgang binnen 24 Stunden2,85 Prozent
Abfluss aus amerikanischen Spot-ETFs11,64 Millionen Dollar
Zukäufe großer Wallets19.696 Bitcoin
Liquidationen im Gesamtmarktrund 700 Millionen Dollar
Bitcoin-ETF-Abflüsse240,08 Millionen Dollar
Ethereum-ETF-Abflüsse70,6 Millionen Dollar

Infobox: Während große Wallets Bitcoin zukauften, verzeichneten Spot-ETFs Abflüsse. Die Berichte stellen diese gegenläufigen Kapitalbewegungen der bevorstehenden Fed-Entscheidung gegenüber.

Bitcoin-Prognosen reichen von 38.000 bis 250.000 Dollar

Die Berichte von Wallstreet Online nennen für Ende 2026 Analystenziele zwischen 38.000 und 250.000 Dollar. Standard Chartered wird mit 100.000 Dollar und Bernstein mit 150.000 Dollar genannt.

Kurzfristig wird die Fed-Sitzung am 29. Juli als entscheidender Termin beschrieben. In einer weiteren Darstellung reicht die erwartete Bitcoin-Spanne von 58.000 bis 75.000 Dollar. Bei einem unveränderten Leitzins und wiederkehrenden ETF-Zuflüssen werden 72.000 bis 75.000 Dollar als möglich genannt, während ein strengerer Ton der Notenbank einen Rückgang auf 58.000 bis 62.000 Dollar auslösen könnte.

Als technische Unterstützung wird wiederholt die Marke von 63.000 Dollar genannt. Der Analyst CRYPTOWZRD hält diese Marke für entscheidend, weil ein Bruch neue lokale Tiefs öffnen könnte. Lennaert Snyder nennt 63.500 Dollar als erste Einstiegszone, 60.000 Dollar als bevorzugten Bereich und 59.000 Dollar als äußerstes Ende der Spanne.

Infobox: Die in den Quellen genannten Prognosen decken eine breite Spanne ab. Für Ende 2026 werden 38.000 bis 250.000 Dollar genannt, während kurzfristig insbesondere die Bereiche 58.000 bis 62.000 Dollar und 72.000 bis 75.000 Dollar im Mittelpunkt stehen.

Pepeto wird in den Wallstreet-Online-Berichten als Presale-Projekt erwähnt

Die beiden Berichte von Wallstreet Online stellen neben der Bitcoin-Analyse das Presale-Projekt Pepeto vor. Laut den Artikeln flossen dem Presale mehr als 10 Millionen Dollar zu, während der Einstiegspreis mit 0,000000188 Dollar angegeben wird.

Als Bestandteile des Projekts nennen die Berichte PepetoSwap, eine Handelsplattform ohne Gebühren, sowie eine Cross-Chain-Bridge für kostenfreie Transfers zwischen Netzwerken. Außerdem wird ein Risk Scorer beschrieben, der den Code eines Tokens analysieren und Nutzer vor ungeprüften Projekten warnen soll.

Die Smart Contracts seien laut den Berichten von SolidProof geprüft und der Programmcode verifiziert worden. Die Gesamtmenge wird mit 420 Billionen Token angegeben. Ein erwartetes Binance-Listing wird als möglicher Übergang vom Presale-Preis zum offenen Markt beschrieben.

Die Artikel führen außerdem an, dass dieselbe Person, die den ursprünglichen Pepe-Coin gebaut habe, diesen auf einen Marktwert von 11 Milliarden Dollar gebracht habe. Im Zusammenhang mit Pepeto werden von Analysten mögliche Zuwächse zwischen dem Hundertfachen und dem Dreihundertfachen genannt.

Presale-Zuflüssemehr als 10 Millionen Dollar
Presale-Preis0,000000188 Dollar
Gesamtmenge420 Billionen Token
Marktwert des ursprünglichen Pepe-Coin laut Bericht11 Milliarden Dollar
Genannte mögliche Zuwächsezwischen dem Hundertfachen und dem Dreihundertfachen

Infobox: Pepeto wird in den Quellen als Presale-Token mit PepetoSwap, Cross-Chain-Bridge und Risk Scorer beschrieben. Die Berichte nennen mehr als 10 Millionen Dollar Presale-Zuflüsse und einen Einstiegspreis von 0,000000188 Dollar.

Steuerregeln: Verkauf nach mehr als einem Jahr kann steuerfrei sein

Die Berliner Morgenpost erläutert die steuerliche Behandlung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen in Deutschland. Gewinne aus dem Verkauf bleiben grundsätzlich steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt und keine gewerblichen Einkünfte vorliegen.

Kryptowährungen gelten steuerlich nicht als klassische Kapitalanlagen wie Aktien oder ETFs, sondern als andere Wirtschaftsgüter. Deshalb greifen die Regeln für private Veräußerungsgeschäfte. Als Beispiel nennt die Berliner Morgenpost den Kauf von Bitcoin für 30.000 Euro und den Verkauf für 80.000 Euro nach mehr als einem Jahr. Der Gewinn von 50.000 Euro bleibt nach der im Artikel dargestellten aktuellen Rechtslage vollständig steuerfrei.

Die Jahresfrist gilt für jeden Kauf separat. Wer regelmäßig nachkauft oder einen Sparplan nutzt, muss deshalb die Haltedauer jeder einzelnen Kauftranche berücksichtigen.

„Bereits der Tausch einer Kryptowährung gegen eine andere innerhalb der Jahresfrist löst grundsätzlich ein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft aus.“ – Caspar J. Freter, Fachanwalt für Steuerrecht bei Rose & Partner

Ein Tausch von Bitcoin in Ethereum oder in einen Stablecoin kann somit steuerliche Folgen haben, auch wenn keine Auszahlung in Euro erfolgt. Die Gewinne werden grundsätzlich nicht mit der Abgeltungsteuer von 25 Prozent besteuert, sondern mit dem persönlichen Einkommensteuersatz.

FiFo-Methode und 1000-Euro-Freigrenze

Für die Zuordnung verkaufter Coins akzeptiert die Finanzverwaltung laut Berliner Morgenpost die FiFo-Methode, also „First in, First out“. Dabei wird unterstellt, dass die zuerst gekauften Coins zuerst verkauft werden.

Für private Veräußerungsgeschäfte gilt außerdem eine Freigrenze von 1000 Euro pro Kalenderjahr. Liegen sämtliche Gewinne darunter, bleiben sie steuerfrei. Wird die Grenze überschritten, ist grundsätzlich der gesamte Gewinn steuerpflichtig.

Verluste aus Kryptogeschäften können mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden. Eine Verrechnung mit Aktienverlusten ist dagegen nicht möglich. Die Berliner Morgenpost nennt ein Beispiel mit 1500 Euro Gewinn aus einem Bitcoin-Verkauf und 500 Euro Verlust aus Ethereum. Der verbleibende Gewinn von 1000 Euro bleibt steuerfrei. Bei einem Gesamtgewinn von 1001 Euro wäre grundsätzlich der gesamte Betrag steuerpflichtig.

Beispiel Kaufpreis30.000 Euro
Beispiel Verkaufspreis80.000 Euro
Beispielgewinn50.000 Euro
Freigrenze pro Kalenderjahr1000 Euro
Bitcoin-Gewinn im Verrechnungsbeispiel1500 Euro
Ethereum-Verlust im Verrechnungsbeispiel500 Euro
Verbleibender Gewinn1000 Euro

Infobox: Die steuerfreie Veräußerung hängt laut Berliner Morgenpost von der einjährigen Haltedauer und der Einordnung als privates Veräußerungsgeschäft ab. Zusätzlich sind die FiFo-Methode und die Freigrenze von 1000 Euro pro Kalenderjahr relevant.

Staking, Lending, Mining und Airdrops können zusätzliche Steuerfragen auslösen

Wer Kryptowährungen stakt oder verleiht, muss laut Berliner Morgenpost mit einer komplexeren steuerlichen Behandlung rechnen. Beim Staking erhalten Anleger zusätzliche Token als Belohnung, beim Lending Zinsen oder ähnliche Vergütungen. Diese Erträge können steuerpflichtig sein und müssen unter Umständen in der Steuererklärung angegeben werden.

Bei regelmäßigen Belohnungen ist nach Angaben des Steuerrechtlers Caspar J. Freter zu dokumentieren, wann und in welcher Höhe die Zuflüsse erfolgt sind. Für die spätere steuerfreie Veräußerung gestakter oder verliehener Coins bleibt grundsätzlich die einjährige Haltefrist maßgeblich.

Mining wird laut Berliner Morgenpost meist als gewerbliche Tätigkeit behandelt. Einnahmen und spätere Verkäufe werden dann steuerlich wie bei einem Gewerbebetrieb behandelt. Die einjährige Haltefrist spielt in diesem Fall keine Rolle.

Miner können dafür typische Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Genannt werden Stromkosten, Hardware wie Grafikkarten oder spezielle Mining-Geräte sowie weitere Aufwendungen, die unmittelbar mit dem Mining zusammenhängen.

Auch Airdrops können steuerliche Folgen haben. Werden Token als Gegenleistung für eine Handlung erhalten, etwa für die Teilnahme an einer Werbeaktion, die Nutzung einer Plattform oder die Bereitstellung von Daten, kann bereits der Zufluss steuerpflichtig sein. Bei automatisch an bestehende Wallet-Inhaber verteilten Token sei die steuerliche Bewertung laut dem Bericht weniger eindeutig.

Steuerliche Behandlung hängt vom Krypto-Produkt ab

Die Berliner Morgenpost weist darauf hin, dass nicht jedes Krypto-Investment steuerlich wie ein direkter Bitcoin-Kauf behandelt wird. Frederic Meyer vom Digitalverband Bitkom empfiehlt, die rechtliche und technische Ausgestaltung des jeweiligen Produkts genau zu prüfen.

Bei bestimmten physisch besicherten Krypto-ETNs kann die steuerliche Behandlung ähnlich wie beim direkten Erwerb von Kryptowährungen ausfallen. Voraussetzung ist laut dem Bericht, dass das Produkt physisch mit den zugrunde liegenden Coins besichert ist und ein entsprechender Herausgabeanspruch besteht. Dann kann die einjährige Haltefrist zur Steuerfreiheit führen.

Anders ist die Behandlung bei klassischen Krypto-Derivaten wie CFDs, Optionen oder vielen Zertifikaten. Diese gelten als Kapitalanlagen. Gewinne unterliegen grundsätzlich der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Eine Steuerfreiheit nach einem Jahr gibt es bei diesen Produkten nicht.

„Nicht jedes Krypto-Investment wird steuerlich wie ein direkter Bitcoin-Kauf behandelt.“ – Frederic Meyer, Digitalverband Bitkom

Für eine korrekte steuerliche Einordnung sind laut dem Bericht Kaufzeitpunkte, Anschaffungskosten, Wallet-Transfers, Staking-Erträge und Verkäufe möglichst vollständig zu dokumentieren. Börsen stellen dafür Tabellenexporte, Transaktionshistorien oder Steuerreports zur Verfügung.

Infobox: Die Berliner Morgenpost unterscheidet zwischen direkten Kryptowährungen, physisch besicherten Krypto-ETNs und Derivaten. Besonders bei Staking, Lending, Mining, Airdrops und regelmäßigen Transaktionen kommt der Dokumentation eine zentrale Bedeutung zu.

Einschätzung der Redaktion

Die entscheidende Erkenntnis ist die hohe Abhängigkeit des Bitcoin-Marktes von externen Impulsen. Geldpolitik, ETF-Kapitalflüsse und politische Regulierung können die kurzfristige Richtung deutlich stärker bestimmen als technische Kursmarken.

Die sehr weit auseinanderliegenden Kursziele zeigen zugleich, dass langfristige Prognosen derzeit mit erheblicher Unsicherheit verbunden sind. Ein mögliches Gesetz kann die institutionelle Akzeptanz stärken, sein politischer Ausgang ist jedoch nicht verlässlich planbar.

Besonders spekulativ erscheinen Versprechen extrem hoher Renditen bei Presale-Token. Solche Projekte sollten nicht als gleichwertige Alternative zu Bitcoin betrachtet werden; technologische Merkmale und Prüfberichte ersetzen keine belastbare Markt- oder Geschäftsgrundlage.

Für Anleger bleibt außerdem die steuerliche Dokumentation ein wesentlicher Risikofaktor. Gerade bei häufigen Käufen, Tauschvorgängen, Staking oder Lending können fehlerhafte Aufzeichnungen zu erheblichen Nachteilen führen.

Kurzfazit: Bitcoin bleibt fundamental interessant, kurzfristig aber stark nachrichtengetrieben. Politische und geldpolitische Hoffnungen rechtfertigen weder sichere Kursziele noch eine Unterschätzung der Risiken.

Quellen: