Bitcoin unter Druck: Langzeitinvestoren akkumulieren, Regulierung bleibt unsicher
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Langzeitinvestoren akkumulieren Bitcoin, doch Kursdruck, ETF-Abflüsse und regulatorische Unsicherheit bremsen die Erholung; Standard Chartered hält am 100.000-Dollar-Ziel fest.
Bitcoin steht zwischen widersprüchlichen Signalen: Während Langzeitinvestoren ihre Bestände auf ein Rekordniveau ausbauen, bleibt der Kurs unter Druck und eine schnelle Trendwende unsicher. Zugleich sorgen regulatorische Verzögerungen in den USA, Kasachstans Pläne für eine staatliche Krypto-Reserve und ein uneinheitlicher Altcoin-Markt für neue Impulse. Der Pressespiegel zeigt, welche Faktoren den Kryptomarkt jetzt bewegen.
Bitcoin zwischen Langzeitakkumulation, Kursdruck und regulatorischer Unsicherheit
Rekordbestand bei langfristigen Bitcoin-Investoren
Bitcoin-Langzeitinvestoren halten laut Finanzen100 derzeit mehr BTC als je zuvor. Nach Daten von Coinglass liegen rund 16,64 Millionen Bitcoin bei Adressen, die ihre Bestände seit mindestens 155 Tagen nicht bewegt haben.
Das entspricht etwa 83 Prozent des zirkulierenden Angebots und einem Gegenwert von rund 1,07 Billionen US-Dollar. Wie Finanzen100 unter Berufung auf „BTC-ECHO“ berichtet, ist dieser Bestand seit November 2025 um rund 14 Prozent gestiegen.
Nach dem Allzeithoch von Bitcoin im Oktober 2025 bei mehr als 126.000 US-Dollar setzte eine Korrektur ein. In dieser Phase wechselten laut den genannten Daten mehr als zwei Millionen Bitcoin von kurzfristig orientierten zu langfristig überzeugten Investoren.
Ein steigendes Angebot bei Langzeithaltern gilt laut „BTC-ECHO“ trotz sinkender oder stagnierender Kurse als Zeichen von Akkumulation. Historisch trat dieses Muster demnach häufig nahe früherer Zyklustiefs auf und deutet darauf hin, dass Kapital im Markt bleibt und nicht in großem Stil verkauft wird.
„BTC-ECHO“ zitiert den Lubian-Gründer Zhuoer Jiang mit der Einschätzung, dass das Zyklustief erst zwischen Oktober und Dezember 2026 erreicht werden könnte.
Jiang sieht den möglichen Boden im Bereich von 42.000 bis 44.000 US-Dollar. Als Begründung verweist er auf den mNAV-Wert von Strategy, der zuletzt auf 0,72 gefallen sei und sich damit dem Tief von Mai 2022 bei 0,7 nähere.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Bitcoin bei Langzeithaltern | 16,64 Millionen BTC |
| Mindesthaltedauer | 155 Tage |
| Anteil am zirkulierenden Angebot | etwa 83 Prozent |
| Gegenwert | rund 1,07 Billionen US-Dollar |
| Anstieg seit November 2025 | rund 14 Prozent |
| Möglicher Boden laut Zhuoer Jiang | 42.000 bis 44.000 US-Dollar |
| mNAV-Wert von Strategy | 0,72 |
| Tief von Mai 2022 | 0,7 |
Zusammenfassung: Der Rekordbestand langfristiger Bitcoin-Halter spricht laut Finanzen100 und „BTC-ECHO“ für Akkumulation. Eine schnelle Trendwende ist jedoch nicht ausgemacht, da ein Marktbeobachter das Zyklustief erst zwischen Oktober und Dezember 2026 erwartet.
Bitcoin und Altcoins am Samstagmittag uneinheitlich
Finanzen.net meldet für Bitcoin am Samstagmittag einen Kurs von 63.967,17 US-Dollar. Um 12:26 Uhr lag der Bitcoin damit 0,19 Prozent unter dem Vortageswert von 64.092,13 US-Dollar.
Der finanzen.net Top 10 Crypto-ETP1 zeigte eine Entwicklung von 0,1 Prozent. Seit der Erstnotiz am 24.09.2024 lag die Veränderung bei -7,5 Prozent.
Bei den einzelnen Kryptowährungen überwogen leichte Kursbewegungen. Litecoin fiel von 46,33 US-Dollar am Vortag auf 45,83 US-Dollar, was einem Rückgang von 1,07 Prozent entspricht.
Ethereum verringerte sich um 0,21 Prozent auf 1.855,78 US-Dollar, nachdem am Vortag 1.859,64 US-Dollar gemeldet worden waren. Bitcoin Cash gab um 0,06 Prozent auf 210,24 US-Dollar nach, verglichen mit 210,35 US-Dollar am Tag zuvor.
Ripple bewegte sich seitwärts und wurde um 12:26 Uhr mit 1,089 US-Dollar festgestellt. Am Vortag lag der Ripple-Kurs bei 1,091 US-Dollar.
Monero gehörte zu den Gewinnern. Der Kurs stieg um 0,58 Prozent auf 365,49 US-Dollar, nachdem Monero am Vortag bei 363,38 US-Dollar notiert hatte.
Cardano, Stellar und Tron verzeichneten laut Finanzen.net nur geringe Veränderungen. Cardano fiel von 0,1638 US-Dollar auf 0,1624 US-Dollar, Stellar von 0,1777 US-Dollar auf 0,1768 US-Dollar und Tron von 0,3305 US-Dollar auf 0,3295 US-Dollar.
Binancecoin legte gegenüber dem Vortag von 564,25 US-Dollar um 0,16 Prozent auf 565,13 US-Dollar zu. Dogecoin blieb mit 0,0695 US-Dollar unverändert gegenüber dem Vortageswert von 0,0695 US-Dollar.
Solana wurde bei 73,91 US-Dollar gehandelt und lag damit 0,04 Prozent über dem Vortageswert von 73,88 US-Dollar. Avalanche verlor 0,39 Prozent und fiel von 6,296 US-Dollar auf 6,271 US-Dollar.
Auch Chainlink gab um 0,39 Prozent nach und notierte bei 8,299 US-Dollar, nachdem am Vortag 8,331 US-Dollar gemeldet worden waren. Sui fiel um 0,71 Prozent auf 0,7050 US-Dollar, verglichen mit 0,7100 US-Dollar am Vortag.
| Kryptowährung oder Produkt | Aktueller Wert | Vortageswert | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Bitcoin | 63.967,17 US-Dollar | 64.092,13 US-Dollar | -0,19 Prozent |
| finanzen.net Top 10 Crypto-ETP1 | 0,1 Prozent | – | -7,5 Prozent seit Erstnotiz |
| Litecoin | 45,83 US-Dollar | 46,33 US-Dollar | -1,07 Prozent |
| Ethereum | 1.855,78 US-Dollar | 1.859,64 US-Dollar | -0,21 Prozent |
| Bitcoin Cash | 210,24 US-Dollar | 210,35 US-Dollar | -0,06 Prozent |
| Ripple | 1,089 US-Dollar | 1,091 US-Dollar | – |
| Monero | 365,49 US-Dollar | 363,38 US-Dollar | +0,58 Prozent |
| Binancecoin | 565,13 US-Dollar | 564,25 US-Dollar | +0,16 Prozent |
| Solana | 73,91 US-Dollar | 73,88 US-Dollar | +0,04 Prozent |
| Sui | 0,7050 US-Dollar | 0,7100 US-Dollar | -0,71 Prozent |
Infobox: Finanzen.net beschreibt den Kryptomarkt am Samstagmittag als überwiegend seitwärts tendierend. Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Bitcoin Cash, Avalanche, Chainlink und Sui lagen unter ihren Vortageswerten, während Monero, Binancecoin und Solana zulegten.
Bitcoin Group kreuzt 20-Tage-Linie
Die Bitcoin Group-Aktie stieg laut boerse.de am 24.07.2026 auf 24,06 EUR und kreuzte damit die 20-Tage-Linie nach oben. Das technische Signal steht jedoch einem übergeordneten Abwärtstrend gegenüber.
Die Bitcoin Group-Aktie befindet sich laut boerse.de seit dem 24.04.2026 im langfristigen Abwärtstrend. In diesem Zeitraum verlor sie -30,62 Prozent an Wert.
Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt aktuell -20,69 Prozent. Damit weist die Aktie trotz des Anstiegs über die 20-Tage-Linie weiterhin eine deutliche Distanz zur längerfristigen Durchschnittslinie auf.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Kurs am 24.07.2026 | 24,06 EUR |
| Beginn des langfristigen Abwärtstrends | 24.04.2026 |
| Wertverlust in diesem Zeitraum | -30,62% |
| Abstand zur 200-Tage-Linie | -20,69% |
Zusammenfassung: Nach Angaben von boerse.de hat die Bitcoin Group-Aktie am 24.07.2026 die 20-Tage-Linie nach oben gekreuzt. Der langfristige Abwärtstrend mit einem Wertverlust von -30,62% bleibt jedoch bestehen.
Bitcoin bei 65.000 Dollar: Standard Chartered hält an 100.000-Dollar-Ziel fest
Wallstreet Online berichtet, dass Bitcoin am 24. Juli bei 65.052 Dollar notierte. Der Kurs lag damit 47 Prozent unter dem Allzeithoch, während Standard Chartered sein Jahresendziel von 100.000 Dollar bekräftigte.
Bitcoin bewegte sich laut dem Bericht in einer engen Spanne zwischen 64.000 und 66.800 Dollar. Nach einer 13-Prozent-Erholung von den Monatstiefs zeigte sich weiterhin keine klare Richtung.
Bitcoin eröffnete am 23. Juli bei 66.081 Dollar und fiel bis zum Nachmittag auf 65.054 Dollar. Das entsprach einem Minus von 0,6 Prozent.
Seit dem Allzeithoch von 126.198 Dollar im Oktober 2025 habe Bitcoin fast die Hälfte seines Wertes verloren. Als Belastungsfaktoren nennt Wallstreet Online geopolitische Spannungen und wachsende Sorgen über KI-Ausgaben.
Bitcoin-ETFs verzeichneten im Juni Nettoabflüsse von 4,5 Milliarden Dollar. Laut dem Bericht war dies der schlechteste Monat seit ihrem Start; Citi senkte seine Prognose für neue ETF-Zuflüsse auf null.
Die US-Notenbank Fed tagt am 28. Juli. Polymarket sah die höchste Wahrscheinlichkeit für einen Jahresschluss zwischen 70.000 und 75.000 Dollar, während Grayscale-Analyst Zach Pandl warnte, dass Bitcoin erst im September oder Oktober seinen endgültigen Boden finden könnte.
Parallel dazu stieg der DeFi-Sektor um 9,8 Prozent. Wallstreet Online beschreibt dies als Kapitalzufluss, der den großen Coins fehlte.
Standard Chartered erneuerte laut Wallstreet Online sein Jahresendziel von 100.000 Dollar und positionierte sich damit gegen den Marktkonsens.
Der Artikel stellt daneben das Projekt Pepeto vor. Das Protokoll soll autonome Cross-Chain-Abwicklung, gebührenfreie Ausführung und KI-gestützte Bedrohungserkennung in Echtzeit über Ethereum, BNB Chain und Solana verbinden.
Die Codebasis sei vor dem Presale-Start von SolidProof vollständig auditiert und verifiziert worden. Pepeto habe bisher 10,38 Millionen Dollar eingesammelt; der Einstiegspreis liege bei 0,000000188 Dollar.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs am 24. Juli | 65.052 Dollar |
| Abstand zum Allzeithoch | 47 Prozent |
| Jahresendziel von Standard Chartered | 100.000 Dollar |
| Bitcoin-Spanne | 64.000 bis 66.800 Dollar |
| Allzeithoch im Oktober 2025 | 126.198 Dollar |
| ETF-Nettoabflüsse im Juni | 4,5 Milliarden Dollar |
| Fed-Sitzung | 28. Juli |
| DeFi-Sektor | +9,8 Prozent |
| Pepeto-Einnahmen | 10,38 Millionen Dollar |
| Pepeto-Einstiegspreis | 0,000000188 Dollar |
Infobox: Wallstreet Online zeichnet ein gemischtes Bild: Bitcoin bleibt unter dem Allzeithoch, ETF-Abflüsse belasten den Markt und der Boden ist laut einzelnen Analysten möglicherweise erst im September oder Oktober erreicht. Standard Chartered hält dennoch an einem Jahresendziel von 100.000 Dollar fest.
Kasachstan plant staatliche Krypto-Reserve über Mining-Förderprogramm
Kasachstan hat laut Blocktrainer ein Programm gestartet, mit dem staatliche Krypto-Reserven aufgebaut werden sollen. Qualifizierte Mining-Unternehmen können den Status eines „Strategic Digital Miner“ beantragen und langfristig Zugang zu vergünstigten Stromkontingenten erhalten.
Im Gegenzug müssen die teilnehmenden Unternehmen einen Teil der geschürften digitalen Vermögenswerte unentgeltlich an einen staatlichen Fonds übertragen. Dieser leitet die Vermögenswerte anschließend an die nationale Krypto-Reserve weiter.
Kasachstan gehörte nach dem Mining-Verbot in China im Jahr 2021 wegen niedriger Strompreise und des kalten Klimas zeitweise zu den weltweit wichtigsten Standorten für Bitcoin-Mining. Der Anteil an der globalen Bitcoin-Hashrate erreichte damals mehr als 18 Prozent.
Nach einer Energiekrise führte die Regierung umfangreiche Regulierungsmaßnahmen ein. Im Jahr 2023 entstand ein rechtlicher Rahmen mit staatlichen Lizenzen, zusätzlichen Gebühren und der Verpflichtung für Mining-Unternehmen, einen Großteil ihrer geschürften digitalen Vermögenswerte über vom Astana International Financial Centre lizenzierte Handelsplattformen zu veräußern.
Obwohl die Verkaufsverpflichtung Ende 2025 wieder aus dem Gesetz gestrichen wurde, verlor Kasachstan laut Blocktrainer zunehmend an Bedeutung als Mining-Standort. Heute liegt der Anteil des Landes an der globalen Bitcoin-Hashrate laut Hashrate-Index nur noch bei etwa 1,6 Prozent, was einer Rechenleistung von etwa 15 EH/s entspricht.
Damit belegt Kasachstan derzeit Platz 11 unter den größten Mining-Nationen, hinter Norwegen und vor Georgien. Der im April 2025 veröffentlichte Cambridge Digital Mining Industry Report zählt das Land auf Basis einer Umfrage unter 49 Mining-Unternehmen dennoch weiterhin zu den fünf wichtigsten Standorten für Bitcoin-Mining weltweit.
Parallel verfolgt die kasachische Regierung das Ziel, einen staatlichen Krypto-Reserve-Fonds aufzubauen. Zentralbankchef Timur Suleimenov gab dazu Pläne für Investitionen in Höhe von 350 Millionen US-Dollar in krypto-bezogene Anlagen bekannt.
Am 18. Juli 2026 verabschiedete die Regierung Kasachstans die Verordnung Nr. 638 mit dem Titel „Regeln für das strategische digitale Mining“. Die Verordnung soll voraussichtlich Anfang August 2026 in Kraft treten.
Das Programm richtet sich ausschließlich an industrielle Mining-Unternehmen. Für eine Zulassung werden unter anderem ein Rechenzentrum mit mindestens 150 Megawatt Anschlussleistung, Mining-Hardware mit mindestens 150 TH/s je Gerät, qualifiziertes Fachpersonal, eigene Wartungs- und Reparaturkapazitäten sowie Verträge mit mindestens zwei Internetanbietern verlangt.
- Rechenzentrum mit mindestens 150 Megawatt Anschlussleistung
- Mining-Hardware mit mindestens 150 TH/s je Gerät
- qualifiziertes Fachpersonal
- eigene Wartungs- und Reparaturkapazitäten
- Verträge mit mindestens zwei Internetanbietern
- vollständige Erfüllung aller steuerlichen und regulatorischen Pflichten
- Besitz aller erforderlichen Mining-Lizenzen
Nach einer Zulassung können Unternehmen langfristige Stromlieferverträge mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren zu staatlich gedeckelten beziehungsweise regulierten Tarifen abschließen, sofern ausreichende Stromkapazitäten vorhanden sind.
Als Gegenleistung müssen die Miner jeden Monat einen Teil ihrer geschürften digitalen Vermögenswerte an den von der kasachischen Regierung gegründeten Astana Hub Fund übertragen. Da das industrielle Mining in Kasachstan überwiegend auf Bitcoin entfällt, dürfte die Regelung in der Praxis vor allem Bitcoin betreffen; die Verordnung nennt jedoch allgemein „digitale Vermögenswerte“.
Aus dem in den Erläuterungen beschriebenen Berechnungsmodell ergibt sich für ein qualifiziertes Unternehmen eine effektive Übertragung von monatlich etwa 10 Prozent der geschürften Bitcoin nach Abzug der Energie- und Netzkosten. Der Astana Hub Fund leitet die Bitcoin an die National Investment Corporation der Nationalbank Kasachstans weiter, welche die nationale Krypto-Reserve verwaltet.
Blocktrainer bezeichnet das Modell als weltweit bislang einzigartig. Es handelt sich demnach weder um staatliches Mining noch um den Ankauf von Kryptowährungen durch den Staat und auch nicht um eine klassische Mining-Steuer.
Stattdessen basiert das Programm auf einer vertraglichen Verpflichtung im Rahmen eines freiwilligen Förderprogramms. Geschürfte Bitcoin werden von nicht-staatlichen Unternehmen gegen Strom zu staatlich gedeckelten Preisen übertragen und schließlich in die nationale Reserve eingebracht.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Früherer Anteil Kasachstans an der globalen Bitcoin-Hashrate | mehr als 18 % |
| Aktueller Anteil an der globalen Bitcoin-Hashrate | etwa 1,6 % |
| Rechenleistung | etwa 15 EH/s |
| Rang unter den Mining-Nationen | Platz 11 |
| Umfang der angekündigten Investitionen | 350 Millionen US-Dollar |
| Verordnung | Nr. 638 |
| Verabschiedung der Verordnung | 18. Juli 2026 |
| Voraussichtliches Inkrafttreten | Anfang August 2026 |
| Mindestanschlussleistung des Rechenzentrums | 150 Megawatt |
| Mindestleistung je Mining-Gerät | 150 TH/s |
| Laufzeit der Stromlieferverträge | bis zu 10 Jahre |
| Effektive monatliche Übertragung | etwa 10 % der geschürften Bitcoin |
Zusammenfassung: Kasachstan will Mining-Unternehmen mit langfristig regulierten Stromtarifen anlocken und im Gegenzug etwa 10 % der geschürften Bitcoin nach Abzug der Energie- und Netzkosten für eine staatliche Reserve erhalten. Das Programm soll Anfang August 2026 in Kraft treten.
US-Krypto-Gesetz Clarity Act droht sich zu verzögern
Die Hoffnungen der Krypto-Branche auf eine rasche rechtliche Klarheit in den USA haben laut Der Aktionär einen Dämpfer erhalten. Der „Clarity Act“ wird es voraussichtlich nicht mehr vor der parlamentarischen Sommerpause durch den US-Senat schaffen.
Der Mehrheitsführer im US-Senat, John Thune, dämpfte die Erwartungen an eine zügige Verabschiedung. Er strebe zwar an, den Debattenprozess noch vor der Pause einzuleiten, eine finale Abstimmung vor dem Sommer sei jedoch kaum realistisch.
„Ich möchte die Debatte zum Clarity Act zumindest beginnen“, erklärte John Thune laut Der Aktionär gegenüber Medienvertretern.
Ursprünglich hatte die Branche den 7. August als kritische Frist betrachtet, um eine Verabschiedung im Jahr 2026 nicht zu gefährden. Sollte der Entwurf vor der Pause nicht behandelt werden, bliebe im September nur ein enges Zeitfenster von etwa drei Wochen.
Danach dominiert laut Der Aktionär der Wahlkampf für die anstehenden Kongresswahlen im November die politische Agenda in Washington. Ob für die Debatte die nötigen Stimmen vorhanden sind, bleibt dem Bericht zufolge offen.
Inhaltlich steht der Gesetzentwurf weiterhin auf wackligen Beinen. Demokraten äußerten Bedenken zu den vorgesehenen Ethikregeln für hochrangige Regierungsbeamte und deren Krypto-Geschäftsaktivitäten.
Bei den Republikanern sorgen hingegen Bestimmungen zu Renditen auf Stablecoins für Kritik. Zusätzlich wird die Agenda im Senat derzeit von anderen Themen dominiert, darunter ein parteiübergreifender Gesetzentwurf für Sanktionen gegen Russland sowie neue Handelszölle.
Aus dem Umfeld des Weißen Hauses gibt es laut Der Aktionär weiterhin verhaltenen Zweckoptimismus. Patrick Witt, Krypto-Berater der Regierung, verwies darauf, dass der Senat auch in der ersten Augustwoche tagt; eine finale Entscheidung noch im Juli hält jedoch auch er für unwahrscheinlich.
Der Clarity Act soll die Zuständigkeiten der US-Aufsichtsbehörden neu ordnen und erstmals ein verlässliches Fundament für digitale Vermögenswerte in den USA schaffen. Eine weitere Verzögerung würde laut Der Aktionär auch den erhofften Turbo für den Bitcoin-Kurs ausbremsen.
| Angabe | Information |
|---|---|
| Kritische Frist der Branche | 7. August |
| Verbleibendes Zeitfenster im September | etwa drei Wochen |
| Anstehende Kongresswahlen | November |
Infobox: Der Aktionär erwartet keine finale Abstimmung über den Clarity Act vor der parlamentarischen Sommerpause. Streit über Ethikregeln und Stablecoin-Renditen sowie andere politische Prioritäten erschweren eine schnelle Verabschiedung.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Botschaft ist die wachsende Diskrepanz zwischen struktureller Akkumulation und kurzfristig fehlenden Kurstreibern. Solange regulatorische Entscheidungen in den USA vertagt werden und institutionelle Kapitalzuflüsse ausbleiben, bleibt Bitcoin trotz langfristiger Nachfrage anfällig für weitere Rückschläge.
Kasachstans Fördermodell zeigt zugleich, dass Staaten Bitcoin zunehmend strategisch einordnen. Der Ansatz dürfte jedoch wegen seiner hohen Zugangsvoraussetzungen nur begrenzte Wirkung auf den globalen Markt entfalten. Insgesamt überwiegt kurzfristig die Unsicherheit; eine nachhaltige Trendwende benötigt konkrete regulatorische Fortschritte und neues Kapital.
Zusammenfassung: Langfristige Akkumulation stärkt das Fundament, ersetzt aber keine kurzfristigen Nachfrageimpulse. Regulatorische Verzögerungen bleiben der wichtigste Bremsfaktor.
Quellen:
- Bitcoin: Rekord bei Langzeitinvestoren – kommt jetzt die Wende?
- So entwickeln sich Bitcoin & Co. am Samstagmittag
- Bitcoin Group-Aktie über 20-Tage-Linie
- Krypto News: Bitcoin bei 65.000 Dollar — warum Standard Chartered trotzdem 100.000 Dollar erwartet
- Kasachstan startet Förderprogramm für Krypto-Mining-Unternehmen und staatliche Bitcoin-Reserve
- Bitcoin: Schlechte Neuigkeiten