Bitcoin vor Fed-Entscheidung: ETF-Abflüsse treffen auf Comeback-Hoffnungen

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Bitcoin steht vor der Fed-Entscheidung unter Druck, während ETF-Abflüsse und divergierende Analystenprognosen die Unsicherheit verstärken. Ethereum zieht institutionelle Gelder an, während Regulierung und neue Krypto-Projekte zusätzliche Impulse liefern.

Fed-Entscheidung, ETF-Abflüsse und ein mögliches Comeback-Signal: Bitcoin steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Während Ethereum institutionelle Gelder anzieht und Analysten zwischen weiterem Absturz und Kurszielen bis 270.000 Dollar schwanken, sorgen neue Regulierungsvorhaben und das Krypto-Projekt Pepeto für zusätzliche Dynamik.

Bitcoin zwischen Zinsentscheidung, Charttechnik und Comeback-Spekulationen

Der Kryptomarkt richtet seinen Blick auf die US-Notenbank. Laut wallstreet-online.de liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung am 16. September bei 87 Prozent. Bitcoin notiert dabei bei 77.243 Dollar beziehungsweise rund 77.200 Dollar und bewegt sich damit knapp oberhalb wichtiger Unterstützungsbereiche.

Die Märkte haben den erwarteten Zinsschritt laut den Berichten bereits weitgehend eingepreist. Entscheidend sei deshalb weniger, ob die Federal Reserve die Zinsen anhebt, sondern welche Hinweise sie auf den weiteren geldpolitischen Kurs gibt. Vorsichtige Aussagen könnten den Rückgang begrenzen, während Signale für mehrere weitere Erhöhungen Anleihen, den Dollar und den Kryptomarkt zusätzlich belasten könnten.

AspektAngabe aus den Quellen
Bitcoin-Kurs77.243 Dollar
Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung87 Prozent
Fed-Termin16. September
Wichtige Kursmarke80.000 Dollar
Unterstützungszone75.000 bis 77.000 Dollar
Abflüsse aus US-Spot-ETFs am 11. September13,29 Millionen Dollar

Infobox: Bitcoin steht laut wallstreet-online.de vor der Fed-Sitzung unter dem Einfluss der Zinserwartungen. 80.000 Dollar gelten als wichtige Marke, während die Zone zwischen 75.000 und 77.000 Dollar als Unterstützung beobachtet wird.

ETF-Ströme verschieben sich von Bitcoin zu Ethereum

Die Fondsströme zeigen ein unterschiedliches Bild für die großen Kryptowährungen. Nach Angaben von wallstreet-online.de verloren Bitcoin-Fonds am 11. September den vierten Tag in Folge 13,29 Millionen Dollar. Über die gesamte Woche summierten sich die Abflüsse aus Bitcoin-Produkten auf 462,73 Millionen Dollar.

Gleichzeitig verzeichneten amerikanische Ethereum-ETFs am 11. September Zuflüsse von 216 Millionen Dollar. Ethereum stieg dadurch zeitweise auf 2.665 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Januar. Solana lag bei rund 102 Dollar, XRP bei etwa 1,35 Dollar; XRP-Fonds verzeichneten null Nettoflüsse bei einem Handelsvolumen von 36 Millionen Dollar.

Der Gesamtmarkt wurde in dem Bericht mit rund 2,73 Billionen Dollar angegeben. Bitcoin lag seit Jahresbeginn rund 11,7 Prozent im Minus. Die Entwicklung wird mit den höheren Zinsen erklärt, die Kapital in Anlagen mit festem Ertrag ziehen, während Bitcoin und Ethereum keinen solchen Ertrag bieten.

BereichWert
Ethereum-ETF-Zuflüsse am 11. September216 Millionen Dollar
Bitcoin-ETF-Abflüsse am 11. September13,29 Millionen Dollar
Bitcoin-Abflüsse über die Woche462,73 Millionen Dollar
Ethereum-Kurs2.665 Dollar
Solana-Kursrund 102 Dollar
XRP-Kursetwa 1,35 Dollar
Gesamtmarktrund 2,73 Billionen Dollar

Infobox: Während Bitcoin-Fonds über mehrere Tage Abflüsse meldeten, flossen am 11. September 216 Millionen Dollar in amerikanische Ethereum-ETFs. Ethereum erreichte zeitweise 2.665 Dollar.

Charttechnik entfacht Fantasie bis 270.000 Dollar

WELT berichtet über ein sogenanntes „Goldene Kreuz“, das in der Charttechnik als Kaufsignal interpretiert wird. Nach monatelangen Abflüssen aus US-Bitcoin-ETFs und einem deutlichen Schrumpfen des Fondsvermögens richtet sich der Blick nun auf steigende Kursziele, darunter eine Fantasie von 270.000 Dollar.

Der Bericht beschreibt, dass sich Bitcoin seit dem Kurssprung im August in einer Spanne zwischen 76.000 Dollar und 80.000 Dollar hält. Auslöser war die Ankündigung des amerikanischen Finanzministers Scott Bessent, am Markt für US-Staatsanleihen zu intervenieren. Einige Investoren werten diese Aussagen als Hinweis darauf, dass die USA ihre Staatsschulden nicht mehr vollständig kontrollieren könnten und deshalb mehr Geld drucken würden.

Bitcoin verfügt laut WELT über eine fixe Obergrenze von 21 Millionen Einheiten. Dadurch werde die Kryptowährung von manchen Anlegern als knapper als Gold betrachtet. Zugleich weist der Bericht auf die Unsicherheit hin, ob der jüngste Anstieg den Beginn eines nachhaltigen Comebacks oder lediglich ein Strohfeuer darstellt.

Infobox: WELT stellt dem technischen Kaufsignal und der 270.000-Dollar-Fantasie die Frage gegenüber, ob Bitcoin bereits einen nachhaltigen Aufwärtstrend begonnen hat.

Analysten uneins über Ende des Bärenmarktes

Der jüngste Anstieg hat laut NZZ viele Marktteilnehmer überrascht. Seit Oktober des vergangenen Jahres hatte sich der Bitcoin-Kurs halbiert und war kurz unter 60.000 Dollar gefallen, während Aktien weiter deutlich zulegten.

Ein Teil der Anleger orientiert sich an wiederkehrenden Preismustern und am sogenannten Vierjahresrhythmus von Bitcoin. Nach diesem Muster könnte die Talsohle erst im letzten Quartal erreicht werden, bevor eine weitere Kapitulationsphase mit einem kräftigen Preiseinbruch folgt. Andere Marktbeobachter sehen den Tiefpunkt bereits hinter dem Markt.

„Reculer pour mieux sauter“

Benjamin Cowen, der den Youtube-Kanal „Into the Cryptoverse“ betreibt, geht laut NZZ weiterhin davon aus, dass der stärkere Rückgang noch bevorsteht. Michael Nadeau, Finanzanalyst und Gründer der Finanzplattform „The DeFi Report“, schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der Tiefpunkt bereits hinter dem Markt liegt, dagegen auf 65 bis 70 Prozent.

Bitcoin Suisse wartet laut NZZ auf eindeutige Marktsignale, die das Ende des Bärenmarktes bestätigen. Der Investmentstratege Denis Oevermann erklärte, der Markt sei heute reifer als vor einigen Jahren und ein Kurssturz von 80 Prozent müsse deshalb nicht mehr zwingend eintreten. Er rechne künftig mit einem Kursplus von 20 bis 30 Prozent pro Jahr.

Als weiteres Argument wird die geringe Korrelation zu klassischen Anlagen genannt. Bitcoin Suisse beziffert diese laut NZZ mit 0,04. Anlegern wird deshalb empfohlen, bis Ende des Jahres in regelmäßigen Abständen Bitcoin zuzukaufen, statt den exakten Tiefpunkt bestimmen zu wollen.

AngabeWert
Frühere Bitcoin-Obergrenze21 Millionen Einheiten
Wahrscheinlichkeit für einen bereits erreichten Tiefpunkt laut Michael Nadeau65 bis 70 Prozent
Von Denis Oevermann erwartetes jährliches Kursplus20 bis 30 Prozent
Korrelation zu herkömmlichen Anlagen0,04
Bitcoin-Prognose von Arthur Hayes bis 20301 Million Dollar

Infobox: Die Einschätzungen reichen von einem noch bevorstehenden kräftigen Rückgang bis zu einer Wahrscheinlichkeit von 65 bis 70 Prozent für einen bereits erreichten Tiefpunkt. Bitcoin Suisse verweist zudem auf eine Korrelation von 0,04 zu herkömmlichen Anlagen.

Ethereum erhält Aufmerksamkeit aus der traditionellen Finanzwelt

Die NZZ hebt neben Bitcoin auch Ethereum hervor. Arthur Hayes erwartet laut dem Bericht eine explosivere Entwicklung von Ether in der nächsten Zeit und sieht langfristig eine Bitcoin-Prognose von 1 Million Dollar bis 2030.

Ethereum wird insbesondere als Plattform beschrieben, auf die Banken, Vermögensverwalter und Börsen Währungen, Anleihen, Aktien und andere Vermögenswerte auf die Blockchain bringen wollen. Solana verfüge zwar über eine schnellere und kostengünstigere Blockchain, Ethereum profitiere jedoch von der Reputation, etabliert, sicher und zuverlässig zu sein.

Infobox: Ethereum wird laut NZZ von Teilen der traditionellen Finanzwelt als Infrastruktur für die Abbildung verschiedener Vermögenswerte auf der Blockchain genutzt. Solana wird zugleich als schneller und kostengünstiger beschrieben.

Regulierung: CLARITY Act und Investition in Kraken-Muttergesellschaft

Auch regulatorische Themen stehen im Mittelpunkt der Berichte. Laut wallstreet-online.de soll der US-Senat am 15. September darüber abstimmen, ob der CLARITY Act in die Debatte geht. Für diesen Schritt sind 60 Stimmen erforderlich; es handelt sich dabei noch nicht um die endgültige Abstimmung.

Der Bericht von wallstreet-online.de nennt eine überarbeitete Fassung des CLARITY Act mit 630 Seiten. Ein Erfolg könnte einen Teil der Unsicherheit bei Verwahrung und institutioneller Beteiligung reduzieren. Kurzfristig bleibe die Geldpolitik jedoch der stärkere Markttreiber.

Zusätzlich investierte Nasdaq Ventures laut wallstreet-online.de 100 Millionen Dollar in die Kraken-Muttergesellschaft Payward. Daraus leitet der Bericht ab, dass Kapital den Kryptomarkt nicht vollständig verlässt, sondern sich innerhalb des Marktes verlagert.

Finanzen.net berichtet unterdessen über eine Einschätzung von Coinbase-Chef Brian Armstrong. Dem Titel zufolge sieht Armstrong Klarheit für Krypto-Anleger auch ohne den CLARITY Act. Der bereitgestellte Quelltext enthält jedoch keine verwertbaren konkreten Aussagen aus dem Artikel zu dieser Einschätzung.

Regulatorischer und unternehmerischer PunktAngabe
Abstimmung zum CLARITY Act15. September
Erforderliche Stimmen60
Umfang der überarbeiteten Fassung630 Seiten
Investition von Nasdaq Ventures in Payward100 Millionen Dollar

Infobox: Am 15. September soll der US-Senat über den nächsten Schritt beim CLARITY Act abstimmen. Parallel werden eine Investition von Nasdaq Ventures über 100 Millionen Dollar und eine mögliche Verringerung regulatorischer Unsicherheit thematisiert.

Bitcoin-Prognosen zwischen 82.000 Dollar und 94.000 Dollar

Die kurzfristigen Kursmarken unterscheiden sich je nach Quelle und Modell. wallstreet-online.de nennt unter Berufung auf CoinDCX ein Basisziel von 82.000 Dollar für September. Voraussetzung sei, dass der gleitende Durchschnitt der vergangenen 200 Tage bei 72.823 Dollar als Unterstützung hält.

Für 2026 sieht das Modell eine Spanne zwischen 70.550 und 94.000 Dollar vor. Für Oktober werden 84.000 Dollar und für Dezember 86.000 Dollar genannt. Ausgehend vom im Bericht genannten aktuellen Kurs bedeute selbst das freundliche Szenario nur einen Abstand von rund sechs Prozent.

Die NZZ stellt diesen moderateren Prognosen langfristig deutlich optimistischere Szenarien gegenüber. Arthur Hayes brachte eine Bitcoin-Prognose von 1 Million Dollar bis 2030 in die Diskussion ein. WELT berichtet außerdem über eine durch das „Goldene Kreuz“ ausgelöste Fantasie von 270.000 Dollar.

Prognose beziehungsweise KurszielAngabe
Bitcoin-Basisziel für September82.000 Dollar
200-Tage-Durchschnitt72.823 Dollar
Bitcoin-Spanne für 202670.550 bis 94.000 Dollar
Prognose für Oktober84.000 Dollar
Prognose für Dezember86.000 Dollar
Langfristige Prognose von Arthur Hayes bis 20301 Million Dollar

Infobox: Das CoinDCX-Modell nennt 82.000 Dollar als Basisziel für September und eine Spanne von 70.550 bis 94.000 Dollar für 2026. Daneben stehen langfristige Szenarien von 270.000 Dollar und 1 Million Dollar.

Pepeto im Umfeld der Bitcoin- und Krypto-Berichte

In den beiden Beiträgen von wallstreet-online.de wird neben den Markt- und Zinsdaten auch der Vorverkauf von Pepeto ausführlich dargestellt. Der Vorverkauf habe mehr als 10 Millionen Dollar eingesammelt; der Preis je Token wird mit 0,000000188 Dollar angegeben.

Als zentrale Produkte werden PepetoSwap und ein Risk Scorer beschrieben. PepetoSwap wird als dezentrale Börse dargestellt, auf der Token über die offizielle Pepeto-Website getauscht werden können. In einem der Berichte wird ein gebührenfreier Tausch genannt; außerdem soll der Risk Scorer Warnzeichen bei Token anzeigen, bevor ein Handel ausgeführt wird.

SolidProof habe laut den Berichten den vollständigen Quellcode geprüft und freigegeben. Die Gesamtmenge wird mit 420 Billionen Token angegeben. Zudem wird ein erwartetes Binance-Listing erwähnt, das den Preis beim Start des freien Handels neu bestimmen könnte.

Die Darstellung von Pepeto ist in den Quellen mit werblichen Aussagen verbunden. Die Berichte stellen den Vorverkauf einem bereits hoch bewerteten Bitcoin- und Ethereum-Markt gegenüber und argumentieren, dass kleinere Projekte weniger frisches Kapital für Kursbewegungen benötigen.

Pepeto-AngabeWert
Vorverkaufsvolumenmehr als 10 Millionen Dollar
Preis je Token0,000000188 Dollar
Gesamtmenge420 Billionen Token
Code-PrüfungSolidProof
Erwartetes ListingBinance

Infobox: Die wallstreet-online.de-Beiträge stellen Pepeto als Vorverkaufsprojekt mit PepetoSwap, geprüftem Quellcode und erwarteter Binance-Listung dar. Genannt werden mehr als 10 Millionen Dollar im Vorverkauf und ein Tokenpreis von 0,000000188 Dollar.

Pressespiegel: Die wichtigsten Linien

Infobox: Der Pressespiegel zeichnet ein uneinheitliches Bild: Kurzfristig dominieren Fed, ETF-Ströme und regulatorische Termine. Gleichzeitig liefern Charttechnik und langfristige Prognosen Argumente für deutlich höhere Bitcoin-Kurse.

Einschätzung der Redaktion

Die kurzfristige Entwicklung bleibt vor allem von der Geldpolitik und der Reaktion der Märkte auf den weiteren Fed-Kurs abhängig. Technische Kaufsignale und optimistische Kursziele können die Stimmung verbessern, ersetzen jedoch keine bestätigte Trendwende.

Die gegenläufigen ETF-Ströme sprechen für eine selektive Umschichtung innerhalb des Kryptomarktes statt für eine breit getragene Erholung. Ethereum gewinnt dabei vorübergehend an institutioneller Aufmerksamkeit, während Bitcoin seine Unterstützungszone verteidigen muss.

Regulatorische Fortschritte könnten die Grundlage für mehr institutionelle Beteiligung schaffen, dürften kurzfristig aber hinter Zins- und Liquiditätseffekten zurückstehen. Besonders ambitionierte Prognosen bleiben deshalb spekulativ und sollten nicht mit belastbaren Marktsignalen verwechselt werden.

Kernaussage: Der Markt befindet sich an einem entscheidenden Prüfpunkt: Eine nachhaltige Erholung setzt neben technischer Stärke auch stabilere Kapitalzuflüsse und ein weniger belastendes geldpolitisches Umfeld voraus.

Quellen: