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title: Bitcoin zwischen Rallye-Hoffnung, Regulierung und neuen Belastungen
canonical: https://www.coinkurier.de/bitcoin-zwischen-rallye-hoffnung-regulierung-und-neuen-belastungen/
author: Coinkurier Redaktion
published: 2026-10-02
updated: 2026-10-02
language: de
category: Nachrichten
description: Bitcoin erhält durch technische Signale, SEC-Pläne und höhere Kursziele Rückenwind, doch Steuerpläne, Zinsdruck, Regulierung und ETF-Zuflüsse bergen erhebliche Risiken.
source: Provimedia GmbH
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# Bitcoin zwischen Rallye-Hoffnung, Regulierung und neuen Belastungen

> **Autor:** Coinkurier Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-10-02

**Zusammenfassung:** Bitcoin erhält durch technische Signale, SEC-Pläne und höhere Kursziele Rückenwind, doch Steuerpläne, Zinsdruck, Regulierung und ETF-Zuflüsse bergen erhebliche Risiken.

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Bitcoin steht zwischen bullischen Kursprognosen, regulatorischem Rückenwind und neuen Belastungen für Anleger und Branchenpioniere. Der Pressespiegel zeigt, welche Signale für eine Rallye sprechen, warum Steuer- und SEC-Pläne entscheidend werden könnten und wo die größten Risiken lauern.

## Bitcoin zwischen Aufbruch, Regulierung und wachsenden Risiken

## Chartanalyst Frank Cappelleri sieht drei Signale für eine größere Bitcoin-Bewegung

Frank Cappelleri, Gründer und Präsident des Chart-Analyse-Unternehmens CappThesis, hält Bitcoin laut **Yahoo Finanzen Deutschland** für möglicherweise noch am Anfang einer größeren bullischen Bewegung. Als Ausgangspunkt nennt der Analyst einen August-Gewinn von etwa 20 Prozent sowie eine Erholung des Bitcoin-Kurses von den Sommertiefs.

Cappelleri unterscheidet das aktuelle Kursmuster von früheren, gescheiterten Erholungen. Sein erster Grund betrifft Ausbrüche über Widerstände: Ein Muster, das Trader als Zeichen für steigende Kurse deuten, habe in diesem Sommer Wirkung gezeigt und den Ausbruch im August unterstützt. Drei weitere vergleichbare Muster seien zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 gescheitert. Wiederholt Bitcoin dagegen seine Entwicklung aus dem Jahr 2023, könnten steigende wöchentliche Durchschnittskurse Rücksetzer auffangen.

Als zweiten Hinweis führt Cappelleri den Wochen-Chart an. Dieser ähnele laut seiner Einschätzung der Entwicklung von 2022 bis 2023, als sich der Markt vom Fallen ins Steigen drehte. Der dritte Grund ist der langfristige Blick: Die Erholung begann in der Nähe einer steigenden Trendlinie, die bis ins Jahr 2017 zurückreicht. Drei frühere Rücksetzer in deren Nähe führten innerhalb von Monaten zu einer Rallye.

Zusätzliche Unterstützung sieht Cappelleri im wieder anziehenden Handelsvolumen an den Börsen, wie Daten von CryptoQuant zeigen. Gleichzeitig bleibt der makroökonomische Druck bestehen: Das CME FedWatch-Tool schätzte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve im Oktober am 28.9. auf 68,1 Prozent. Ob die Ausbrüche diesem Zinsdruck standhalten, soll zeigen, ob ein übergeordneter Trendwechsel oder nur eine kurzfristige Erholung vorliegt.

> „Bitcoin könnte sich noch am Anfang einer größeren bullischen Bewegung befinden“, lautet die Einschätzung von Frank Cappelleri, wie Yahoo Finanzen Deutschland berichtet.

**Zusammenfassung:** Cappelleri stützt seine optimistische Einschätzung auf funktionierende Ausbrüche, Parallelen zu 2023 und eine langfristige Trendlinie. Der makroökonomische Zinsdruck bleibt das zentrale Gegengewicht.

## SEC-Vorstoß sorgt für Rückenwind am Kryptomarkt

Nach Angaben von **Wallstreet Online** ist Bitcoin am Freitag um 3,07 Prozent auf 86.569 US-Dollar gestiegen und hat damit die Marke von 86.000 US-Dollar zurückerobert. Im Wochenverlauf war die größte Kryptowährung zeitweise unter 83.000 US-Dollar gefallen.

Auch mehrere große Altcoins legten zu. Ethereum stieg um 1,26 Prozent auf 2.738 US-Dollar, XRP um 1,62 Prozent auf 1,52 US-Dollar. Solana verzeichnete unter den größten Kryptowährungen den stärksten Anstieg und gewann 3,57 Prozent auf 123,28 US-Dollar.

| Kryptowährung | Veränderung | Kurs | 

| Bitcoin | +3,07 Prozent | 86.569 US-Dollar | 

| Ethereum | +1,26 Prozent | 2.738 US-Dollar | 

| XRP | +1,62 Prozent | 1,52 US-Dollar | 

| Solana | +3,57 Prozent | 123,28 US-Dollar | 

Als Auslöser für die bessere Marktstimmung nennt Wallstreet Online einen neuen Vorstoß der US-Börsenaufsicht SEC. Die Behörde schlug Regeln vor, die erstmals einen speziell auf Kryptowährungen zugeschnittenen Rahmen für die Verwahrung durch Anlageberater und regulierte Fonds schaffen sollen.

Die geplanten Vorgaben sollen festlegen, welche Unternehmen als geeignete Verwahrer infrage kommen und welche Dokumentations-, Offenlegungs- und Prüfpflichten gelten. Auch staatlich zugelassene Trust Companies könnten künftig Krypto-Assets für Kunden und regulierte Fonds verwahren. Unter bestimmten Voraussetzungen soll zudem eine Selbstverwahrung durch Anlageberater möglich werden, insbesondere wenn kein zugelassener Verwahrer für einen Vermögenswert zur Verfügung steht.

SEC-Chef Paul Atkins bezeichnete die bisherigen Vorgaben als nicht mehr zeitgemäß. Die Regeln seien für traditionelle Vermögenswerte entwickelt worden und hätten mit der Entwicklung des inzwischen mehrere Billionen US-Dollar schweren Kryptomarktes nicht Schritt gehalten.

Der Vorschlag befindet sich nun in einer 60-tägigen öffentlichen Konsultationsphase. Wallstreet Online ordnet ihn in eine größere regulatorische Neuausrichtung ein, zu der auch die „Innovation Exemption“ und die vorgeschlagene „Regulation Crypto Asset“ gehören. Nachdem der Clarity Act im September im Senat ins Stocken geraten war, nutzt die SEC verstärkt ihre bestehenden Befugnisse.

**Zusammenfassung:** Der Bitcoin-Kurs erholte sich zusammen mit wichtigen Altcoins. Die geplanten SEC-Regeln könnten institutionelle Investments erleichtern, sind aber noch nicht endgültig beschlossen.

## Citigroup hebt Bitcoin-Ziel auf 113.000 US-Dollar an

**finanzen.net** berichtet über eine neue Bitcoin-Prognose der Citigroup. Die US-Großbank hob ihr Ziel auf Sicht von zwölf Monaten von 82.000 auf 113.000 US-Dollar an. Für Ethereum wurde die Prognose von 2.240 auf 3.028 US-Dollar angehoben.

Als Gründe nennt die Bank laut Reuters eine lebhaftere Aktivität am Kryptomarkt, ein unterstützendes makroökonomisches Umfeld und wieder einsetzende Zuflüsse in börsengehandelte Fonds. Für die kommenden zwölf Monate erwarten die Analysten Zuflüsse von rund fünf Milliarden US-Dollar. Diese sollen langsamer, aber stetiger als in früheren Phasen erfolgen, weil Vermögensberater und Broker ihre Bitcoin-Quoten schrittweise erhöhen.

| Vermögenswert | Früheres Ziel | Neues Ziel | 

| Bitcoin | 82.000 US-Dollar | 113.000 US-Dollar | 

| Ethereum | 2.240 US-Dollar | 3.028 US-Dollar | 

Die Anhebung stellt laut finanzen.net eine deutliche Kehrtwende dar. Anfang Juli hatte Citi das Bitcoin-Ziel noch von 112.000 auf 82.000 US-Dollar reduziert und die erwarteten ETF-Nettozuflüsse von zehn Milliarden auf null gesetzt. Bitcoin kostete damals rund 58.900 US-Dollar.

Gemessen am Julitief notiert Bitcoin inzwischen fast um die Hälfte höher. Gleichzeitig weist finanzen.net auf mehrere Einschränkungen hin: Das neue Ziel von 113.000 US-Dollar liegt unter dem Allzeithoch von gut 126.200 US-Dollar vom Oktober 2025, von dem Bitcoin noch gut 30 Prozent entfernt ist. Zudem entsprechen die erwarteten fünf Milliarden US-Dollar an Zuflüssen nur der Hälfte der zehn Milliarden, mit denen Citi vor dem Julischnitt gerechnet hatte.

Auch die Geschwindigkeit der Prognoseänderung gilt als Warnsignal. Der Schwenk um mehr als 30.000 US-Dollar binnen eines Quartals zeige, dass solche Prognosen der Kursentwicklung eher folgen als sie vorwegnehmen. Das steigende Handelsvolumen deute zwar auf eine breitere Beteiligung hin, belastbar werde die Erholung laut finanzen.net aber erst mit anhaltenden Fondszuflüssen.

Als weitere offene Flanke nennt der Artikel die Regulierung in Washington. Mitte September scheiterte der US-Senat damit, den Clarity Act voranzubringen. Citi zufolge verengte dies den Weg zu einem Marktstrukturgesetz, während Regelankündigungen der SEC die negative Stimmung abfederten.

**Zusammenfassung:** Citi erwartet für Bitcoin innerhalb von zwölf Monaten 113.000 US-Dollar. Die Prognose wird jedoch durch geringere erwartete ETF-Zuflüsse, die Entfernung zum Allzeithoch und regulatorische Unsicherheiten relativiert.

## Geplante deutsche Steuerregeln könnten Kryptoanleger stark treffen

Das **Handelsblatt** berichtet über Pläne von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zur Besteuerung von Kryptowährungen. Gewinne aus dem Handel mit Bitcoin, Ether und anderen Kryptowährungen sollen künftig vom ersten Tag an der Abgeltungsteuer von 25 Prozent unterliegen, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Für Coins, die vor dem 31. Dezember 2026 angeschafft werden, soll Bestandsschutz gelten. Nach der bisherigen Regelung waren Gewinne nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei. Bei einem früheren Verkauf mussten die Gewinne mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden, der je nach Einkommen bis zu 45 Prozent betragen konnte.

Die Idee einer Abgeltungsteuer auf Bitcoin und andere Kryptowährungen hatte Klingbeil bereits im Sommer vorgeschlagen. Der dem Handelsblatt vorliegende Entwurf ist eine Vorstufe des sogenannten Referentenentwurfs. Änderungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren sind daher noch möglich.

| Regelung | Angabe | 

| Geplante Abgeltungsteuer | 25 Prozent | 

| Zusätzliche Belastungen | Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer | 

| Bestandsschutz für Anschaffungen vor | 31. Dezember 2026 | 

| Bisherige steuerfreie Haltefrist | ein Jahr | 

| Bisher möglicher persönlicher Einkommensteuersatz | bis zu 45 Prozent | 

Die Pläne könnten für Kryptoanleger insbesondere deshalb relevant sein, weil die bisherige Steuerfreiheit nach einer einjährigen Haltefrist entfallen würde. Gleichzeitig ist die konkrete Ausgestaltung noch nicht abgeschlossen, da es sich laut Handelsblatt um eine Vorstufe des Referentenentwurfs handelt.

**Zusammenfassung:** Geplant ist eine Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ab dem ersten Tag. Für vor dem 31. Dezember 2026 angeschaffte Coins soll Bestandsschutz gelten.

## Adam Back gerät nach Hack, Klagen und geplatztem Börsengang unter Druck

**ingenieur.de** beschäftigt sich mit der Lage des Bitcoin-Pioniers Adam Back und seines Unternehmensumfelds. Während Bitcoin laut dem Bericht ein starkes Quartal hinter sich hat, wird Back mit einem Millionen-Hack bei seiner Firma Blockstream, einer Klagewelle und einem geplatzten Börsengang konfrontiert.

Der Artikel bezeichnet Back als wohl bekanntesten Bitcoin-Pionier und stellt die Frage, wie ernst die Situation für ihn und sein Imperium ist. Im Mittelpunkt stehen der Hack, Klagen gegen einen Partner von Blockstream Mining sowie der gescheiterte Börsengang.

Parallel beschreibt ingenieur.de die Entwicklung des Bitcoin-Marktes. Krypto-Guru PlanB sieht demnach ein Szenario, in dem Bitcoin stärker wird. Auf dem Monats-Chart wird ein Plus von 6,11 Prozent genannt. Nach einem Sprung auf 87.174 US-Dollar sei der Kurs jedoch schroff abgelehnt worden und anschließend auf 83.381 US-Dollar gefallen.

| Angabe | Wert | 

| Monatsentwicklung | +6,11 Prozent | 

| Zwischenzeitlicher Kurs | 87.174 $ | 

| Genannter späterer Kurs | 83.381 $ | 

Trotz der Probleme gibt sich Back laut dem Bericht gelassen. Der Artikel stellt die Belastungen für das Unternehmen und die optimistische Einschätzung von PlanB nebeneinander. Damit entsteht ein Bild, in dem sich die positive Entwicklung des Bitcoin-Kurses und der persönliche sowie unternehmerische Druck auf einen prominenten Branchenvertreter widersprechen.

**Zusammenfassung:** Adam Back steht laut ingenieur.de wegen eines Millionen-Hacks, Klagen und eines geplatzten Börsengangs unter Druck. Zugleich werden ein Monatsplus von 6,11 Prozent und die Kursbewegung von 87.174 $ auf 83.381 $ genannt.

## Einschätzung der Redaktion

Die Gesamtlage spricht für eine wachsende institutionelle Akzeptanz, aber nicht für einen risikofreien Aufwärtstrend. Regulatorische Fortschritte können Kapital anziehen, während Zinsdruck, steuerliche Eingriffe und operative Probleme einzelner Marktteilnehmer die Verwundbarkeit des Ökosystems erhöhen. Besonders auffällig ist, dass optimistische Kursziele stark von künftigen Kapitalzuflüssen abhängen. Entscheidend wird daher weniger ein einzelner Ausbruch als die Beständigkeit von Nachfrage, Regulierung und Marktliquidität sein.

**Infobox: Der strukturelle Rückenwind wächst, doch politische, steuerliche und finanzielle Risiken bleiben zentrale Belastungsfaktoren.**

Quellen:
- [Frank Cappelleri nennt drei Gründe: Bitcoin steht vor einer größeren bullischen Bewegung](https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/frank-cappelleri-nennt-drei-gr%C3%BCnde-043100993.html)
- [SEC treibt Krypto-Regulierung voran – Bitcoin dreht wieder nach oben](https://www.wallstreet-online.de/nachricht/21465504-regeln-krypto-sec-treibt-krypto-regulierung-bitcoin-dreht)
- [30 Prozent Aufwärtspotenzial bei Bitcoin? Weshalb Anleger die Risiken nicht ignorieren dürfen](https://www.finanzen.net/nachricht/devisen/kurse-steigen-30-prozent-aufwaertspotenzial-bei-bitcoin-weshalb-anleger-die-risiken-nicht-ignorieren-duerfen-00-15964070)
- [Geldanlage: Keine Kaufbelege? Dann 50 Prozent Steuern auf Bitcoin-Erlöse](https://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/geldanlage-keine-kaufbelege-dann-50-prozent-steuern-auf-bitcoin-erloese/100253638.html)
- [Adam Back: Börsengang geplatzt, Millionen-Hack, Klagen – wie angeschlagen ist der Bitcoin-Pionier?](https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/ittk/adam-back-borsengang-geplatzt-millionen-hack-klagen-wie-angeschlagen-ist-der-bitcoin-pionier/)
- [Bitcoin: Fluch und Segen](https://www.deraktionaer.de/artikel/krypto/bitcoin-fluch-und-segen-20410080.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [www.coinkurier.de](https://www.coinkurier.de/bitcoin-zwischen-rallye-hoffnung-regulierung-und-neuen-belastungen/)*
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