Doch kein Börsengang? Frist von Mining-Riese Bitmain läuft bald ab

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Bitmain, der weltweit größte Mining-Konzern, hatte im vergangenen September ein IPO bei der Hongkonger Börse HKEX angemeldet. Da seitdem jedoch keine Fortschritte gemacht wurden, dürfte der Antrag am Dienstag verfallen.

Der Börsengang des Mining-Konzerns Bitmain zählt wohl – abgesehen von dem endlosen Drama um den Bitcoin-ETF – zu den bekanntesten Krypto-Geschichten des Jahres 2018, aus denen bis heute nichts geworden ist. Aktuelle Entwicklungen (oder eher deren Abwesenheit) deuten nun darauf hin, dass der Traum vom Initial Public Offering (IPO) erst einmal geplatzt ist.

Im Juni des letzten Jahres hatte Bitmain-Mitgründer Jihan Wu erstmals die Möglichkeit eines Börsengangs ins Gespräch gebracht. Am 26. September wurde dann ein offizieller Antrag bei der Hongkonger Börse HKEX gestellt. In der Zwischenzeit waren die Erfolgsaussichten des Vorhabens durch negative Gerüchte arg geschmälert worden. Etwa hieß es erst, die großen asiatischen Tech-Konzerne Softbank und Tencent würden sich als Investoren beteiligen, doch diese stritten jede Involvierung ab.

Auch nach der Einreichung des IPO-Antrags wurde die Nachrichtenlage nicht gerade besser. Im Dezember wurde gemeldet, dass Bitmain über 50 Prozent seiner Belegschaft entlassen werde. Im Februar berichtete Coindesk dann, dass Bitmain im dritten Quartal 2018 ganze 500 Million US-Dollar Verlust gemacht habe.

Wie die in Hongkong ansässige South China Morning Post berichtete, müsse innerhalb von sechs Monaten nach dem IPO-Antrag eine Anhörung des Listungs-Komitees durchgeführt werden. Ansonsten verfalle die Bewerbung auf den Börsengang. Offenbar hat eine solche Anhörung jedoch nicht stattgefunden und so wird Bitmains IPO-Antrag am Dienstag, den 26. März ungültig.

Bitmain will 200.000 Miner in China aufstellen

Das Scheitern des Börsengangs in Hongkong bedeutet allerdings nicht, dass Bitmain keine großen Pläne mehr verfolgen würde. Erst vergangene Woche berichtete Coindesk unter Berufung auf Eingeweihte vor Ort, dass der Konzern 200.000 Mining-Geräte in Südwestchina aufstellen wolle.

Diese Geräte mit einem geschätzten Wert von 80 Millionen US-Dollar sollen offenbar die günstige Elektrizität nutzen, welche in dieser Region in der Regenzeit durch Wasserkraftwerke produziert wird. Offenbar will Bitmain wieder mehr auf eigene Rechnung schürfen, statt Geräte zu verkaufen. Bei der Großaktion sollen vor allem die Antminer S11 und S15 zum Einsatz kommen, welche laut Bitmain-Webseite eigentlich ausverkauft sind.

Und auch die IPO-Pläne müssen nicht für immer beerdigt werden. Dovey Wan von der Krypto-Investmentfirma Primitive Ventures zufolge könnte es Bitmain beispielsweise bei der US-Börse NASDAQ erneut versuchen. Zuerst müsse das Unternehmen allerdings seine Finanzen in Ordnung bringen und einen neuen Underwriter (eine Bank, die sich zur Übernahme unverkaufter Anteile verpflichtet) auftreiben.

Glaubst Du, dass Bitmain erneut einen Börsengang versuchen wird? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Vikramdeep Sidhu, Flickr.com, Lizenz

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