Blockchain-Aktien unter Druck, SEC ebnet Weg für tokenisierten Handel
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: SEC, BlackRock und Nasdaq fördern tokenisierte Aktien und mögliche 24/7-Märkte, während Ethereum durch Kursgewinne und das Glamsterdam-Upgrade an Bedeutung gewinnt.
Blockchain rückt näher an die etablierten Finanzmärkte: Während die Advanced-Blockchain-Aktie weiter unter Druck steht, treiben SEC, BlackRock und Nasdaq tokenisierte Aktien sowie mögliche Handelsmodelle rund um die Uhr voran. Zugleich gewinnt Ethereum an Dynamik und bereitet ein wichtiges Upgrade vor. Der Pressespiegel zeigt, wie aus Blockchain-Infrastruktur schrittweise ein Baustein des globalen Finanzsystems werden könnte.
Advanced-Blockchain-Aktie unterschreitet 20-Tage-Linie
Die Advanced-Blockchain-Aktie ist laut boerse.de am 18.09.2026 auf 1,09 EUR zurückgefallen und hat dabei die 20-Tage-Linie nach unten gekreuzt. Seit dem 16.04.2026 befindet sich der Titel demnach in einem langfristigen Abwärtstrend.
In diesem Zeitraum verlor die Aktie 55,95% an Wert. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt aktuell -35,09%.
| Wert | Angabe |
|---|---|
| Kurs am 18.09.2026 | 1,09 EUR |
| Langfristiger Abwärtstrend seit | 16.04.2026 |
| Wertverlust | -55,95% |
| Abstand zur 200-Tage-Linie | -35,09% |
Infobox: Die Advanced-Blockchain-Aktie notiert unter der 20-Tage-Linie und weist seit dem 16.04.2026 einen Wertverlust von 55,95% auf. Quelle: boerse.de.
CZ sieht Blockchain als nutzbare Infrastruktur für Banken
Changpeng Zhao, bekannt als CZ, stellt laut bitcoinfoundation.org die Vorstellung infrage, Banken müssten sich vor der Blockchain fürchten oder vor ihr geschützt werden. Seine zentrale Aussage lautet, dass Blockchain keine Gegnerin der Banken sei, sondern eine offene Infrastruktur, die auch Finanzinstitute nutzen könnten.
Nach der Darstellung von CZ lassen sich Werte über die Blockchain schneller, günstiger und transparenter übertragen. Banken müssten deshalb nicht verschwinden, damit Blockchain an Bedeutung gewinnt, sondern könnten die Technologie in Zahlungs-, Abwicklungs- und Verwahrungsprozesse integrieren.
„Blockchain is faster, cheaper, and more easy to verify way of transferring value.“
Das Interesse der traditionellen Finanzbranche konzentriert sich dem Artikel zufolge unter anderem auf grenzüberschreitende Zahlungen, digitale Wertpapiere, tokenisierte Einlagen und die Abwicklung von Transaktionen. Viele Vorhaben setzen auf kontrollierte Netzwerke, bei denen Teilnehmer identifiziert werden und Compliance-Regeln gelten.
Für Banken geht es damit weniger um die bloße Existenz der Blockchain als um wirtschaftlich sinnvolle und rechtssichere Anwendungen. Datenschutz, Geldwäscheprävention, Sanktionen, Identitätsprüfungen, klare Verantwortlichkeiten und belastbare Rechtsrahmen bleiben laut Quelle erforderlich.
Die möglichen Veränderungen könnten vor allem im Hintergrund stattfinden. Kunden müssten nicht zwingend Wallets oder Kryptowährungen nutzen, damit Banken digitale Register, tokenisierte Einlagen oder programmierbare Abwicklungsprozesse einsetzen.
Besondere Bedeutung misst der Artikel grenzüberschreitenden Zahlungen und digitalen Vermögenswerten bei. Eine gemeinsame digitale Infrastruktur könnte einzelne Schritte internationaler Transfers bündeln und Transaktionen leichter nachvollziehbar machen; bei Wertpapieren könnten Handel und Abwicklung enger miteinander verbunden werden.
Infobox: CZ beschreibt Blockchain als offene Infrastruktur, die Banken für Zahlungen, Abwicklung, Verwahrung und tokenisierte Vermögenswerte nutzen können. Quelle: bitcoinfoundation.org.
SEC berät über Blockchain-Handel mit BlackRock und Nasdaq
Die US-Börsenaufsicht SEC hat laut AD HOC NEWS ein Treffen mit Branchengrößen wie BlackRock und Nasdaq abgehalten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der Handel mit Aktien künftig direkt über öffentliche Netzwerke abgewickelt werden könnte.
Als führende Plattformen für diese infrastrukturelle Entwicklung nennt die Quelle Ethereum und Solana. Während Solana beim Handelsvolumen tokenisierter Aktien führe, verweise Ethereum auf gewachsene institutionelle Verbindungen.
Die Diskussion fällt in eine Phase, in der die Integration von Aktienmärkten als bedeutender künftiger Anwendungsbereich dezentraler Abwicklungsstrukturen gilt. Dabei geht es nicht nur um die Ausgabe digitaler Wertpapiere, sondern auch um die technische Abwicklung des Handels.
Ethereum profitiert vom Gesamtmarkt und bereitet Upgrade vor
Ethereum gewann laut AD HOC NEWS nach dem Fed-Zinsentscheid deutlich. Die Federal Reserve hob ihren Leitzins am Mittwoch um 25 Basispunkte auf 4,00 Prozent an; da dieser Schritt an den Märkten bereits eingepreist gewesen sei, habe sich die Nervosität verringert.
Ethereum notiert nach Angaben der Quelle bei 2.610,36 USD und verzeichnet ein Tagesplus von 8,1 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen summiert sich der Kursgewinn auf 36 Prozent.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Leitzins der Federal Reserve | 4,00 Prozent |
| Ethereum-Kurs | 2.610,36 USD |
| Tagesplus | 8,1 Prozent |
| Kursgewinn auf 30 Tage | 36 Prozent |
Parallel dazu schreitet die technische Entwicklung des Ethereum-Netzwerks voran. Der Start des Glamsterdam-Upgrades auf dem Testnetz Sepolia ist für den 6. Oktober bestätigt, während die Veröffentlichung der Software für Netzwerk-Clients am 29. September vorgesehen ist.
Die Neuerungen sollen unter anderem die Basiskapazität der Abwicklung verdreifachen und Transaktionsgebühren spürbar senken. Das Kernteam warnte zugleich vorübergehend vor Angriffsmöglichkeiten in der Testumgebung: Böswillige Akteure könnten kostenlose Test-Token verwenden, um Block-Auktionen auf Sepolia zu gewinnen und die Bereitstellung zu blockieren.
Nach Angaben der Quelle beschränken sich diese Risiken auf das Testnetzwerk und berühren zu keinem Zeitpunkt das operative Hauptnetz.
Infobox: Ethereum steht laut AD HOC NEWS zugleich unter dem Einfluss einer Markterholung, institutioneller Blockchain-Debatten und des geplanten Glamsterdam-Upgrades. Quelle: AD HOC NEWS.
SEC schafft Rahmen für tokenisierte Aktien und möglichen 24/7-Handel
Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat laut aktien.news am Donnerstag eine Regelung veröffentlicht, die den Weg für tokenisierte Aktien ebnet. Die Maßnahme könnte den Handel mit Wertpapieren erweitern und langfristig einen Handel rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche ermöglichen.
Die Kurse von Robinhood (HOOD) sowie mehreren blockchainbezogenen Unternehmen reagierten der Quelle zufolge mit Kursgewinnen. Anleger werteten die Entscheidung als wichtigen Schritt bei der Integration von Blockchain-Technologie in die traditionelle Finanzwelt.
Die Regelung ist zunächst vorübergehend und schafft autorisierte Plattformen, die tokenisierte Aktien anbieten können. Die Wertpapiere sollen über Blockchains gehandelt werden, also über digitale Hauptbücher, die derzeit vor allem im Krypto-Handel eingesetzt werden.
Im Unterschied zu traditionellen Börsen mit festen Handelszeiten könnten tokenisierte Wertpapiere theoretisch durchgehend gehandelt werden. Die endgültige Ausgestaltung der Regulierung bleibt laut aktien.news jedoch abzuwarten.
Robinhood gilt als möglicher Profiteur, da das Unternehmen bereits Interesse an Krypto- und Blockchain-Dienstleistungen gezeigt habe. Auch andere blockchainbezogene Unternehmen verzeichneten Kursgewinne, obwohl die SEC-Regelung zunächst nur eine vorübergehende Maßnahme darstellt.
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung laut Quelle relevant, weil europäische Regulierungsbehörden wie die BaFin bei einer erfolgreichen Umsetzung in den USA ähnliche Wege einschlagen könnten. Ein 24/7-Handel von Aktien würde Privatanleger von den bisherigen Öffnungszeiten der Börsen lösen.
Infobox: Die SEC-Regelung eröffnet autorisierten Plattformen einen vorläufigen Rahmen für tokenisierte Aktien. Ein tatsächlicher 24/7-Handel hängt von der weiteren regulatorischen Umsetzung ab. Quelle: aktien.news.
CoinDesk: Wall Street erhält fünf Jahre für Blockchain-Test mit US-Aktien
CoinDesk berichtet, dass die SEC qualifizierten Handelsplätzen fünf Jahre Zeit geben will, echte US-Aktien über öffentliche Blockchains, Smart Contracts und Liquiditätspools zu handeln. Die Plattformen sollen dafür nicht als nationale Wertpapierbörsen registriert werden müssen.
Tokenisierte Aktien müssen dabei die Stimm-, Dividenden- und sonstigen Rechte traditioneller Aktien bewahren. Synthetische Produkte, die lediglich die Aktienkurse nachbilden, sind von diesem Rahmen ausgeschlossen.
Das vorübergehende fünfjährige Sandbox-Programm sieht Handelsvolumen- und Listungsbeschränkungen vor. Der Zugang zu den Handelsplätzen bleibt genehmigungspflichtig, während die eingesetzte Software öffentlich, prüfbar und auf einer öffentlichen, erlaubnisfreien Blockchain bereitgestellt werden muss.
Tokenized Securities Venues und Liquiditätspools
Spezialisierte Plattformen, die als Tokenized Securities Venues bezeichnet werden, sollen den Handel mit berechtigten tokenisierten US-Aktien über Smart Contracts und Liquiditätspools ermöglichen. Bestimmte Unternehmen, die Liquidität für diese Pools bereitstellen, können laut CoinDesk gesondert von Anforderungen an die Händlerregistrierung befreit werden.
Damit leiht sich die SEC einen Teil der Handelsmechanismen aus dem Kryptobereich und testet sie mit regulierten US-Aktien. Statt ausschließlich Käufer- und Verkäuferorders über ein traditionelles Orderbuch zusammenzuführen, könnten Anleger gegen von Smart Contracts oder voreingestellten Algorithmen verwaltete Asset-Pools handeln.
Die öffentliche Blockchain bedeutet jedoch nicht, dass die Aktien frei auf beliebten dezentralen Kryptobörsen gehandelt werden. Die Handelsumgebung bleibt permissioned und unterliegt den Bedingungen der SEC.
Begrenzungen des Experiments
Für die liquidesten Aktien darf jede Handelsplattform bis zu 75 Namen tokenisieren und höchstens 0,25 % des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens abwickeln. Für eine zweite Kategorie von Aktien liegt die Obergrenze bei 250 Namen und 2,5 % des durchschnittlichen täglichen Volumens.
SEC-Handels- und-Markets-Direktor Jamie Selway begründete den begrenzten Umfang mit einem vorsichtigen Start. Die SEC wolle die Wirkung messen und zunächst Erfahrungen sammeln.
| Kategorie | Anzahl tokenisierbarer Namen | Maximaler Anteil am durchschnittlichen täglichen Volumen |
|---|---|---|
| Liquideste Aktien | 75 | 0,25 % |
| Zweite Kategorie | 250 | 2,5 % |
CoinDesk nennt Tesla als Beispiel. Die Aktie weist laut Quelle ein durchschnittliches Tagesvolumen von etwa 40 Millionen Aktien auf. Nach der beschriebenen Definition könnte ein qualifizierter Handelsplatz theoretisch den Handel von bis zu etwa 100.000 tokenisierten Tesla-Aktien pro Tag ermöglichen, was bei einem Aktienkurs von 366 Dollar etwa 36,6 Millionen Dollar entspricht.
Emittenten erhalten Widerspruchsmöglichkeit
Eine Aktie muss nicht zwingend durch das ausgebende Unternehmen selbst tokenisiert werden. Unter bestimmten Bedingungen kann auch eine nicht verbundene Drittpartei ein tokenisiertes Anrecht anbieten, wenn ein Broker-Dealer oder anderer Vermittler die zugrunde liegenden Aktien hält und der Token dieselben Rechte und Privilegien gewährt.
Vor der Notierung einer von einer unabhängigen Drittpartei erstellten tokenisierten Aktie muss der Handelsplatz das Unternehmen 30 Tage im Voraus über die Tokenisierung informieren. Der Emittent kann Einspruch erheben und damit verhindern, dass seine Wertpapiere an diesem Handelsplatz tokenisiert werden.
Der Rahmen soll sicherstellen, dass eine tokenisierte Aktie nicht nur den Kurs, sondern auch die traditionellen Eigentumsrechte abbildet. Wenn eine Aktie Stimmrechte und Dividenden trägt, muss dies auch für ihre tokenisierte Version gelten; wird der Handel mit der Aktie am Primärmarkt ausgesetzt, muss auch die tokenisierte Entsprechung pausieren.
Synthetische Produkte, die lediglich den Aktienkurs nachbilden, qualifizieren sich nicht für die Ausnahme. Perpetual Swaps mit Aktienbezug fallen laut CoinDesk ebenfalls außerhalb des SEC-Rahmens, weil sie eine derivative Preisexposition und keinen tatsächlichen Eigentumsanspruch an den zugrunde liegenden Aktien darstellen.
„Aktien auf die Blockchain zu bringen, sollte nicht bedeuten, die Rechte zu entziehen, die sie überhaupt erst zu Aktien machen.“
SEC betrachtet Regelung als laufendes Experiment
Tokenisierte Aktien existierten bereits vor der neuen Regelung. Geändert hat sich laut CoinDesk vor allem, dass die SEC einen klar definierten regulatorischen Rahmen für das Experimentieren mit einem Sekundärmarkt geschaffen hat.
Die Ausnahmeregelung war dem Bericht zufolge seit mehr als einem Jahr in Entwicklung. Nachdem der Clarity Act am Dienstag im Senat mit 49 Stimmen weniger als die erforderlichen 60 Stimmen erhalten hatte, erklärte SEC-Vorsitzender Paul Atkins, die Behörde werde im Rahmen ihrer bestehenden Befugnisse regulatorische Klarheit schaffen.
Das fünfjährige Zeitfenster unterstreicht den experimentellen Charakter. Die SEC will zunächst klein starten, Beweise sammeln und die Ergebnisse in eine spätere Regelsetzung sowie möglicherweise in die Gesetzgebung einfließen lassen.
CoinDesk verweist außerdem auf einen weiteren SEC-Vorstoß im September, nach dem eine Blockchain als offizielles Register für Wertpapierbesitz genutzt werden könnte. Während dieser Vorschlag die Frage des offiziellen Eigentums betrifft, konzentriert sich die neue Ausnahmeregelung darauf, wo und wie Aktien gehandelt werden können.
Infobox: Die SEC erlaubt ein auf fünf Jahre begrenztes Experiment mit echten tokenisierten US-Aktien. Rechte wie Stimmrecht und Dividenden sollen erhalten bleiben, während Zugang, Handelsvolumen und Listungen kontrolliert werden. Quelle: CoinDesk.
Einschätzung der Redaktion
Die technische Schwäche der Advanced-Blockchain-Aktie steht in deutlichem Kontrast zur wachsenden institutionellen Bedeutung der Blockchain. Entscheidend ist daher die Trennung zwischen belastbaren Geschäftsanwendungen und spekulativer Aktienbewertung: Fortschritte bei tokenisierten Wertpapieren und digitaler Abwicklung schaffen zwar langfristiges Potenzial, rechtfertigen aber nicht automatisch steigende Kurse einzelner Unternehmen.
Besonders relevant ist, dass die Regulierung zunehmend kontrollierte Praxistests ermöglicht. Das kann die Akzeptanz beschleunigen, dürfte wegen begrenzter Handelsvolumina und des vorläufigen Charakters zunächst jedoch eher ein Infrastruktur- als ein Massenmarktimpuls sein. Für Anleger bleiben Umsetzung, Rechtssicherheit und tatsächliche Nutzung wichtiger als bloße Blockchain-Ankündigungen.
Zusammenfassung: Die institutionelle Blockchain-Adoption gewinnt an Substanz, während die schwache Aktienkursentwicklung ein eigenständiges Warnsignal bleibt. Technologiepotenzial und Anlagequalität sind nicht gleichzusetzen.
Quellen:
- Advanced Blockchain-Aktie unter 20-Tage-Linie
- CZ: Banken Müssen Blockchain Nicht Fürchten – Sie Können Die Technologie Selbst Nutzen
- Ethereum: SEC berät Blockchain-Handel mit BlackRock
- SEC-Regelung ebnet Weg für 24/7-Aktienhandel via Blockchain
- Einblicke von Axiom AlphA(@Ahmad_khanGurgaij)
- Die Wall Street erhält fünf Jahre Zeit, um US-Aktien auf der Blockchain zu testen – mit dem Segen der SEC