Blockchain-Boom: Robinhood, Visa und Cardano treiben Finanzinnovation voran
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Der Pressespiegel zeigt Blockchain-Fortschritte in Finanzwesen und Handel, zugleich bestehen Risiken durch Bewertungen, Regulierung, Zentralisierung, Liquidität und technische Ausfälle.
Von Robinhoods umstrittener Chain über Visas Onchain-Kreditmodell bis zu Cardanos Einsatz in brasilianischen Lieferketten: Der Pressespiegel zeigt, wie Blockchain-Technologien in Finanzwesen, Handel und Rechenzentren an Bedeutung gewinnen. Zugleich werfen hohe Bewertungen, regulatorische Unsicherheiten, technische Risiken und Fragen zur tatsächlichen Nutzung neue Herausforderungen auf.
Robinhood Chain entwickelt sich zur eigenen Einnahmequelle – Kritik an Stock Tokens
Der Neobroker Robinhood baut mit der Robinhood Chain ein eigenes Layer-2-Netzwerk auf Ethereum. Wie trendingtopics.eu berichtet, basiert die Blockchain auf dem Arbitrum-Stack und wurde nach einer Vorstellung in London Anfang Juli als öffentliches Mainnet gestartet.
Die Chain arbeitet als Optimistic Rollup. Transaktionen werden außerhalb der Ethereum-Hauptkette verarbeitet und anschließend in komprimierten Batches zurückgeschrieben. Als Gas-Token dient ETH, einen eigenen Netzwerk-Token gibt es nicht. Die Blockzeiten liegen im Bereich von rund 100 Millisekunden. Die Transaktionsreihenfolge wird von einem einzelnen, von Robinhood betriebenen Sequencer nach dem First-come-first-served-Prinzip bestimmt.
Das Netzwerk ist permissionless, sodass Entwickler:innen Smart Contracts ohne Genehmigung von Robinhood einsetzen können. Zum Start waren unter anderem Uniswap, Pleiades, Chainlink, BitGo, Alchemy und Morpho beteiligt.
Zum Produktangebot gehören tokenisierte Wertpapiere, die den Kurs einer Aktie abbilden und rund um die Uhr handelbar sind. Diese Stock Tokens sind rechtlich Schuldverschreibungen der Robinhood Assets (Jersey) Limited. Sie vermitteln wirtschaftliche Exposition zum Basiswert, aber keine Aktionärsrechte, kein Stimmrecht und keinen rechtlichen Anspruch gegenüber dem zugrundeliegenden Unternehmen. Verfügbar sind sie in mehr als 120 Ländern über die Robinhood Wallet, nicht jedoch für US-Personen sowie mit Einschränkungen unter anderem in Großbritannien, Kanada und der Schweiz.
Daneben bietet Robinhood Earn ein Lending-Produkt für US-Nutzer:innen an. Dabei können Nutzer:innen ihre dollarbesicherte Stablecoin USDG aus einer Self-Custody-Wallet zu geschätzten sieben Prozent APY verleihen. Die Infrastruktur stammt von Morpho; für Cyber- und Smart-Contract-Schäden wurde eine Versicherung über Lloyd’s of London und RELM eingekauft.
Über die Robinhood Wallet lassen sich außerdem Perpetual Futures über die dezentrale Börse Lighter handeln. In Europa wurde das Angebot über Krypto hinaus auf Rohstoffe, ETFs und Währungspaare ausgeweitet, mit bis zu zehnfachem Hebel. Lending und Borrowing sind ebenfalls integriert, während Stock Tokens in Lending-Pools eingesetzt oder als Sicherheit im DeFi-Ökosystem verwendet werden können.
Wirtschaftlich profitiert Robinhood laut dem Bericht vom Betrieb des Sequencers und den damit verbundenen Netzwerkgebühren. Nach Angaben von DefiLlama lag die Chain bei den täglichen Gebühren zeitweise an der Spitze aller Netzwerke. Die Tagesgebühren erreichten über sechs Millionen US-Dollar, von denen gut fünf Millionen als Umsatz im Netzwerk verblieben. Das Handelsvolumen auf den dezentralen Börsen lag in Spitzenzeiten bei über 1,7 Milliarden Dollar innerhalb von 24 Stunden; seit dem Start wurden kumuliert mehr als 47 Milliarden Dollar erreicht.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Tagesgebühren | über sechs Millionen US-Dollar |
| Im Netzwerk verbliebener Umsatz | gut fünf Millionen |
| Dezentrales Handelsvolumen innerhalb von 24 Stunden | über 1,7 Milliarden Dollar |
| Kumuliertes Handelsvolumen seit dem Start | mehr als 47 Milliarden Dollar |
| Bernstein-Prognose für jährliche Gebühren bis 2028 | rund 160 Millionen Dollar |
Bernstein erwartet bis 2028 rund 160 Millionen Dollar an jährlichen Gebühren. Die Prognose liegt laut trendingtopics.eu deutlich unter einer Hochrechnung der aktuellen Tageswerte, was auf die Annahme hindeutet, dass das derzeitige Aktivitätsniveau nicht dauerhaft bestehen bleibt.
Im zweiten Quartal setzte Robinhood 1,31 Milliarden Dollar um, ein Plus von 32 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 573 Millionen Dollar. Die Transaktionserlöse aus dem Krypto-Handel fielen um 38 Prozent auf 100 Millionen Dollar. Aktien, Optionen und Event Contracts trugen zur Entwicklung bei; die Event Contracts erreichten 156 Millionen Dollar. Robinhood zählt nach eigenen Angaben knapp 28 Millionen Kund:innen in 38 Ländern.
Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die Zusammensetzung des Handelsvolumens. Zum Start entfielen 100 Prozent des Volumens auf Memecoin-Paare, zuletzt waren es noch 36 Prozent. Tokenisierte Aktien kamen auf rund 27 Prozent. Drei Anwendungen standen für rund 93 Prozent der App-Umsätze auf der Chain.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die geringe Liquidität und mögliche Kursverzerrungen. In einem dokumentierten Fall band ein einzelner Memecoin-Pool mehr als die Hälfte des zirkulierenden Angebots eines Aktien-Tokens. Dessen Kurs stieg daraufhin auf das rund Viereinhalbfache des tatsächlichen Börsenschlusskurses.
Auch Unternehmen distanzierten sich von einzelnen Token-Angeboten. Adam Aron, CEO von AMC Entertainment, bezeichnete das Angebot als „outrageous“ und erklärte, dass die auf AMC-Aktien lautenden Token in keiner Verbindung zum Unternehmen stünden. AMC will die eigenen Wertpapieranwält:innen mit einer Prüfung beauftragen. OpenAI hatte sich ebenfalls von entsprechenden Token distanziert.
Regulatorisch verweist der Bericht auf die US-Börsenaufsicht SEC, die klargestellt habe, dass Tokenisierung nichts an der Anwendbarkeit der Wertpapiergesetze ändere. ESMA-Direktorin Natasha Cazenave warnte, Anleger:innen könnten tokenisierte Instrumente für echte Aktien halten. Robinhood weist laut dem Artikel darauf hin, dass die Chain keinen Zugang zu regulatorischem Anlegerschutz etwa der britischen FCA verschafft.
Zusätzlich kam es zu einer technischen Unterbrechung. Die Chain stellte für mehr als 14 Minuten die Blockproduktion ein, wodurch rund 8.400 erwartete Blockintervalle ausfielen. Robinhood nannte keine Ursache. Verluste von Guthaben wurden nicht bekannt, klassische Brokerage-Konten waren nicht betroffen. Die Aktie gab an diesem Tag zwischenzeitlich um gut fünf Prozent nach.
„outrageous“ – Adam Aron, CEO von AMC Entertainment, zur Ausgestaltung des Angebots.
Zusammenfassung: Die Robinhood Chain verbindet tokenisierte Wertpapiere, DeFi und Krypto-Handel mit einem eigenen Gebührenmodell. Hohe Aktivität und erhebliche Handelsvolumina stehen Kritik an Memecoins, Liquidität, Regulierung und dem zentralen Sequencer gegenüber.
Bank of America stuft Figure Technology hoch und hebt Kursziel an
BofA Securities hat die Aktie von Figure Technology laut Investing.com Deutsch von „Underperform“ auf „Neutral“ hochgestuft. Gleichzeitig wurde das Kursziel von 31 auf 49 US-Dollar angehoben.
Das Analysehaus erhöhte das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,5 auf 25. Begründet wurde dies mit verbesserten Umsatzwachstumsaussichten bis 2028 und der jüngsten Dynamik bei Figure Connect. Die Aktie wird derzeit mit einem KGV von 43 gehandelt und liegt laut einer Analyse von InvestingPro in der Nähe ihres fairen Wertes von 37,66 US-Dollar.
Die vorherige Einstufung als „Underperform“ beruhte auf einer Bewertung aus Januar 2026. Nach Einschätzung von BofA Securities sei die Bewertung inzwischen weniger bedenklich, während sich die fundamentale Geschäftsentwicklung verbessert habe.
Figure Technology verzeichnete im zweiten Quartal 2026 ein Volumenwachstum von 132 Prozent im Jahresvergleich. Figure Connect, der blockchainbasierte Kreditmarktplatz des Unternehmens, steuerte 65 Prozent zum Gesamtvolumen bei, verglichen mit 42 Prozent im Vorjahr. Das Umsatzwachstum der vergangenen zwölf Monate erreichte 98 Prozent.
Im abgelaufenen Quartal gewann das Unternehmen 102 neue Partner hinzu. Dadurch wuchs die gesamte Partnerbasis gegenüber dem Vorquartal um 26 Prozent. Für das dritte Quartal 2026 prognostiziert Figure Technology ein Volumenwachstum von 16 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 5,2 Milliarden US-Dollar.
Das Volumen im Juli belief sich auf 1,7 Milliarden US-Dollar. Daraus ergab sich eine Quartals-Run-Rate von 5,1 Milliarden US-Dollar. Die Übernahme von Kiavi war darin noch nicht enthalten und dürfte das Gesamtvolumen nach Angaben des Unternehmens um 7 Milliarden US-Dollar erhöhen.
Figure Technology Solutions meldete außerdem Ergebnisse für das zweite Quartal 2026, die über den Erwartungen lagen. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 0,35 US-Dollar und übertraf die Prognose von 0,19 US-Dollar. Der Quartalsumsatz lag bei 225,59 Millionen US-Dollar.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Kursziel von BofA Securities | 49 US-Dollar |
| Früheres Kursziel | 31 US-Dollar |
| Erwartetes KGV | 25 |
| Aktuelles KGV | 43 |
| Fairer Wert laut InvestingPro | 37,66 US-Dollar |
| Volumenwachstum im zweiten Quartal 2026 | 132 Prozent |
| Anteil von Figure Connect am Gesamtvolumen | 65 Prozent |
| Prognostiziertes Volumen im dritten Quartal 2026 | 5,2 Milliarden US-Dollar |
| Bereinigter Gewinn je Aktie | 0,35 US-Dollar |
| Prognose für den Gewinn je Aktie | 0,19 US-Dollar |
| Quartalsumsatz | 225,59 Millionen US-Dollar |
Zusammenfassung: BofA Securities bewertet Figure Technology vorsichtiger positiv und hebt das Kursziel auf 49 US-Dollar an. Wachstum bei Figure Connect, neue Partner und ein höher als erwarteter bereinigter Gewinn je Aktie bilden die zentralen Argumente des Berichts.
Riot Platforms erhält Rückenwind durch KI-Rechenzentren und Anthropic-Leasing
Riot Platforms richtet sein Geschäftsmodell zunehmend auf Dienstleistungen für Künstliche Intelligenz und spezialisierte Rechenzentren aus. Laut Börse Express stieg die Aktie am 3. September im Handelsverlauf um 13,4 Prozent.
Im Mittelpunkt steht die finanzielle Flexibilität für den Ausbau von Hochleistungsrechenzentren. Medienberichte vom 1. September stellten eine mögliche Freigabe hinterlegter Bitcoin-Sicherheiten als zusätzlichen Finanzierungsspielraum für Projekte im KI-Sektor dar.
Bereits am 27. August sicherte sich die Tochtergesellschaft Riot DC Logistics eine vorrangig besicherte Kreditfazilität von bis zu 573,0 Millionen US-Dollar. Die von einer Bankengruppe unter Führung von Morgan Stanley Senior Funding bereitgestellten Mittel sind für den Ausbau des 191-Megawatt-Projekts am Standort Rockdale in Texas vorgesehen.
Der Standort Rockdale bildet den Kern der aktuellen Wachstumsstrategie. Riot Platforms hatte am 10. August den Abschluss eines Leasingvertrags mit einer Laufzeit von 20 Jahren bekannt gegeben. Später wurde laut Medienberichten präzisiert, dass es sich beim Mieter um das KI-Unternehmen Anthropic handelt.
Die langfristige Vereinbarung wird als Bestätigung der strategischen Neuausrichtung gewertet. Riot bewegt sich damit vom reinen Krypto-Mining in Richtung eines Infrastrukturdienstleisters für rechenintensive Anwendungen.
Die Analystenmeinungen bleiben geteilt. Bernstein-Analyst Gautam Chhugani bekräftigte am 31. August seine Kaufempfehlung und setzte ein Kursziel von 35 US-Dollar. Quantitative Analysemodelle führten Riot Platforms am 1. September hingegen aufgrund schwächerer Gewinnschätzungen mit einem Verkaufssignal.
Die Aktie lag mit einem Abstand von 5,8 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 18,00 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnete sie eine positive Performance von 69 Prozent, lag mit dem Schlusskurs von 19,05 Euro jedoch noch rund 28 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Kursanstieg am 3. September | 13,4 Prozent |
| Kreditfazilität | bis zu 573,0 Millionen US-Dollar |
| Projektleistung in Rockdale | 191 Megawatt |
| Laufzeit des Leasingvertrags | 20 Jahre |
| Bernstein-Kursziel | 35 US-Dollar |
| Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt | 5,8 Prozent |
| 50-Tage-Durchschnitt | 18,00 Euro |
| Performance seit Jahresanfang | 69 Prozent |
| Schlusskurs | 19,05 Euro |
| Abstand zum 52-Wochen-Hoch | rund 28 Prozent |
Zusammenfassung: Riot Platforms finanziert den Ausbau des Rockdale-Standorts mit einer Kreditfazilität von bis zu 573,0 Millionen US-Dollar und vermietet die Anlage für 20 Jahre an Anthropic. Die strategische Perspektive wird von Bernstein unterstützt, während quantitative Modelle auf die Belastungen durch Kapitalbedarf und schwächere Gewinnschätzungen verweisen.
Citigroup plant Blockchain-basierte grenzüberschreitende Zahlungen für japanische Unternehmen
Citigroup will blockchainbasierte grenzüberschreitende Zahlungen für japanische Unternehmen einführen. Das berichtet MarketScreener Deutschland in einer am 09.09.2026 veröffentlichten Meldung.
Weitere nutzbare Angaben zur konkreten technischen Umsetzung, zum Starttermin oder zum Umfang des geplanten Angebots enthält die vorliegende Quelle nicht.
Zusammenfassung: Die Meldung beschreibt ein geplantes Blockchain-Angebot der Citigroup für grenzüberschreitende Zahlungen japanischer Unternehmen. Konkrete zusätzliche Kennzahlen oder technische Details werden in der Quelle nicht genannt.
Visa verknüpft Settlement-Daten mit Blockchain-Kreditmodell
Visa hat ein Onchain-Kreditmodell angekündigt, das Settlement-Daten aus dem VisaNet-Netzwerk mit blockchainbasierten Kreditmechanismen verbindet. Wie AD HOC NEWS berichtet, soll die Integration die Liquidität für Stablecoin-Kartenprogramme verbessern und die Finanzierungskosten für Marktteilnehmer senken.
Visa verzeichnet inzwischen über 160 Stablecoin-Kartenprogramme. Das damit verbundene Zahlungsvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 200 Prozent. Das jährliche Settlement-Volumen erreichte 20 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung um mehr als das Fünfzehnfache gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Visa öffnet seine VisaNet-Settlement-Daten für Blockchain-Kreditgeber. Dadurch sollen Risiken genauer bewertet und Finanzierungen effizienter strukturiert werden. Nach Angaben von Visa können die Kreditkosten für Stablecoin-Kartenprogramme um bis zu 30 Prozent sinken.
Der Partner Credit Coop nutzt den sogenannten „Spigot-Smart-Contract“, um Rückzahlungen automatisiert abzuwickeln. Seit dem Jahr 2023 finanzierte Credit Coop auf diese Weise ein Settlement-Volumen von 2,5 Milliarden US-Dollar. Dokumentiert wurden mehr als 3.000 Kreditereignisse und rund 9.000 Rückzahlungen; Ausfälle seien bislang nicht verzeichnet worden.
Rain, ein „Visa Principal Member“, finanzierte seit August 2023 rund 2 Milliarden US-Dollar über das Onchain-Modell. Dabei fielen Zinsen in Höhe von 1,58 Millionen US-Dollar an. Rain meldete bei über 7.000 Rückzahlungsereignissen ebenfalls eine ausfallfreie Bilanz.
Der regulatorische Rahmen wurde laut Bericht am 18. Juli 2025 durch den GENIUS Act ergänzt. Am 1. Juni 2026 sicherte sich das Unternehmen Karta eine Finanzierung in Höhe von 140 Millionen US-Dollar, die maßgeblich auf dokumentierten Onchain-Erfolgen basierte.
Visa nennt neben den wirtschaftlichen Vorteilen auch Risiken. Dazu gehören Unsicherheiten bei der künftigen Regulierung, technische Risiken von Smart Contracts sowie offene Datenschutzfragen bei der Verbindung von Netzwerkdaten mit öffentlichen Blockchains.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Stablecoin-Kartenprogramme | über 160 |
| Jährliches Settlement-Volumen | 20 Milliarden US-Dollar |
| Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum | mehr als das Fünfzehnfache |
| Potenzielle Senkung der Kreditkosten | bis zu 30 Prozent |
| Von Credit Coop finanziertes Settlement-Volumen | 2,5 Milliarden US-Dollar |
| Kreditereignisse bei Credit Coop | mehr als 3.000 |
| Rückzahlungen bei Credit Coop | rund 9.000 |
| Von Rain finanziertes Volumen | rund 2 Milliarden US-Dollar |
| Zinsen bei Rain | 1,58 Millionen US-Dollar |
| Rückzahlungsereignisse bei Rain | über 7.000 |
| Karta-Finanzierung | 140 Millionen US-Dollar |
Zusammenfassung: Visa verbindet Settlement-Daten mit Onchain-Kreditmechanismen, um Stablecoin-Kartenprogramme effizienter zu finanzieren. Das Modell weist stark wachsende Volumina und bislang ausfallfreie Beispiele auf, bleibt jedoch mit regulatorischen, technischen und datenschutzrechtlichen Risiken verbunden.
Cardano verankert brasilianische Exportdaten auf der Blockchain
Die Cardano Foundation will gemeinsam mit dem Technologieunternehmen Blockforce mehr als 500.000 Datensätze brasilianischer Exporteure auf der Cardano-Blockchain verankern. Nach Angaben von Kapitalmarktexperten startet der produktive Einsatz beim Unternehmen Azzas 2154, das 6.200 Lieferanten und rund 95.000 Rechnungen in das System integriert.
Das Projekt nutzt einen Dual-Ledger-Ansatz. Sensible Daten werden über Hyperledger Fabric verarbeitet, während Cardano die kryptografischen Beweise für die Echtheit der Dokumente speichert.
Die eingesetzte uVerify-Lösung soll die Kosten gegenüber herkömmlichen Verfahren um bis zu 92 Prozent reduzieren. Der bestehende Vertrag sieht bis zum Jahr 2030 die Verarbeitung von insgesamt 6,5 Millionen Datensätzen vor. Eine Ausweitung auf Lieferketten der Automobil- und Pharmaindustrie ist bereits geplant.
Parallel zur Expansion im internationalen Handel wuchs das DeFi-Ökosystem. Der Total Value Locked erreichte am gestrigen Montag 65,33 Millionen US-Dollar. Die Marktkapitalisierung der auf dem Netzwerk emittierten Stablecoins stieg auf 64,53 Millionen US-Dollar.
Auch im Leios-Testnetz wurden Fortschritte bei der Skalierung gemeldet. Die Datenübertragungsrate stieg von 4,51 auf 26,8 Kilobyte pro Sekunde. Dies entspricht einer Beschleunigung um rund 500 Prozent. Das Netzwerk nähert sich damit dem Zielwert von etwa 45 Transaktionen pro Sekunde, der laut Bericht bis 2029 für ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell des Protokolls als erforderlich gilt.
Am heutigen Dienstag notierte Cardano bei 0,2183 USD und verzeichnete einen Tagesverlust von 2,2 Prozent. Seit Jahresbeginn lag die Veränderung bei minus 38 Prozent. Am vergangenen Wochenende wurde die Node-Version 11.1.1 veröffentlicht. Das Update ist der erste von vier geplanten Meilensteinen und behebt Probleme beim Speicherverbrauch sowie Schwierigkeiten beim Start der Blockchain.
Die Node-Version 11.1.1 soll die Grundlage für das Dijkstra-Upgrade bilden. Mit Version 11.2 ist in etwa einem Monat der nächste Schritt vorgesehen, bevor das DijkstraNet-Testnetz startet. Geplant sind unter anderem Nested Transactions und die Programmierumgebung Plutus V4.
Für den Hardfork werden zwei Zeitfenster genannt. Ein moderat wahrscheinlicher Zeitraum liegt zwischen dem 5. Dezember 2024 und dem 4. Januar 2027. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Umstellung jedoch zwischen dem 24. Februar und dem 26. März 2027 erwartet. Am 1. Oktober soll zunächst das RealFi-Mainnet starten. Eine weitere Optimierung der Transaktionsgeschwindigkeit durch Peras ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Geplante Exportdatensätze | mehr als 500.000 |
| Lieferanten bei Azzas 2154 | 6.200 |
| Integrierte Rechnungen | rund 95.000 |
| Geplante Datensätze bis 2030 | 6,5 Millionen |
| Mögliche Kostenreduktion | bis zu 92 Prozent |
| Total Value Locked | 65,33 Millionen US-Dollar |
| Stablecoin-Marktkapitalisierung | 64,53 Millionen US-Dollar |
| Datenübertragungsrate zuvor | 4,51 Kilobyte pro Sekunde |
| Datenübertragungsrate im Testnetz | 26,8 Kilobyte pro Sekunde |
| Angestrebter Zielwert | etwa 45 Transaktionen pro Sekunde |
| Cardano-Kurs | 0,2183 USD |
| Tagesverlust | 2,2 Prozent |
| Veränderung seit Jahresbeginn | minus 38 Prozent |
Zusammenfassung: Cardano soll mehr als 500.000 brasilianische Exportdatensätze verankern und bis 2030 insgesamt 6,5 Millionen Datensätze verarbeiten. Das Projekt verbindet Kostensenkungen und Lieferkettenanwendungen mit Fortschritten bei Skalierung, DeFi und der technischen Weiterentwicklung des Netzwerks.
Einschätzung der Redaktion
Die Robinhood Chain zeigt, dass Blockchain-Infrastruktur für Finanzunternehmen selbst zur Ertragsquelle werden kann. Die hohen Gebühren und Volumina belegen zunächst Marktinteresse, rechtfertigen aber keine uneingeschränkte Bewertung des Geschäftsmodells: Die starke Abhängigkeit von Memecoins, die Konzentration auf wenige Anwendungen, ein zentraler Sequencer und die dokumentierte Kursverzerrung bei Stock Tokens markieren erhebliche Vertrauens- und Stabilitätsrisiken. Entscheidend wird sein, ob Robinhood aus spekulativer Anfangsaktivität dauerhaft regulierungskonforme und liquide Finanzanwendungen entwickeln kann.
Kernaussage: Wirtschaftlich ist das Modell relevant, institutionell bleibt es wegen Marktintegrität, Anlegerschutz und Zentralisierung vorerst risikobehaftet.
Quellen:
- Robinhood Chain: Wie der Neobroker eine Blockchain zum Umsatztreiber macht
- Wachstum im Blockchain-Geschäft: BofA stuft Figure Technology hoch
- Riot Blockchain Aktie: Anthropic least Rockdale langfristig
- Citigroup will Blockchain-basierte grenzüberschreitende Zahlungen für japanische Unternehmen einführen
- Visa Blockchain-Kreditmodell: Settlement-Volumen springt auf 20 Mrd. Dollar
- Cardano: 500.000 Datensätze auf Blockchain verankert