Blockchain-ETFs unter Druck: Neue ETPs und regulierte Krypto-Pläne im Fokus
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Blockchain-ETFs verlieren bis zu 38 Prozent, während Valour acht neue ETPs startet und die Schweiz ihre Blockchain-Stärken besser vermarkten will.
Der Kryptomarkt bleibt in Bewegung: Blockchain-ETFs verlieren zweistellig, Valour erweitert sein ETP-Angebot und die Schweiz sucht nach Wegen, ihre Blockchain-Stärken besser zu vermarkten. Gleichzeitig stehen XRP und Zilliqa vor entscheidenden Weichenstellungen – zwischen Kursdruck, institutionellem Interesse und dem Wandel hin zu regulierten Infrastrukturen.
Blockchain-ETFs verlieren binnen sechs Wochen bis zu 38 Prozent
Blockchain-ETFs haben zwischen dem 22. September und dem 6. November 2026 deutlich nachgegeben. Die fünf Fonds mit den größten Wertverlusten büßten laut das investment rund 20 bis 38 Prozent ihres Wertes ein.
Alessandro Valentino, Produktmanager bei Vaneck, bezeichnet starke Kursrückgänge als wiederkehrendes Merkmal der Branche für digitale Vermögenswerte. Jannick Bröring, Leiter Research bei Teroxx, verweist darauf, dass Korrekturen von 20 bis 30 Prozent für diese Anlageklasse selbst innerhalb längerer Aufwärtszyklen nicht ungewöhnlich seien. Omar Moufti, Leiter Digital Assets von Blackrock, erklärt, das Blackrock Investment Institute sei bei Aktieninvestitionen selektiver geworden, halte aber an der Überzeugung fest, dass wichtige strukturelle Anlagethemen langfristig Potenzial böten.
Besonders groß war der Unterschied zwischen dem Invesco Coin Shares Global Blockchain ETF mit der ISIN IE00BGBN6P67 und dem Global X Blockchain ETF mit der ISIN IE000XAGSCY5. Während der Invesco-Fonds rund ein Fünftel seines Wertes verlor, büßte das Konkurrenzprodukt mehr als ein Drittel ein.
Die beiden ETFs bilden unterschiedliche Indizes ab. Der Global-X-ETF folgt dem Solactive Blockchain V2 Index, während der Invesco-Fonds den Coin Shares Blockchain Global Equity Index abbildet. Invesco investiert außerdem in Unternehmen, die Blockchain-Technologie in Zahlungssystemen, Finanzdienstleistungen und weiteren Anwendungen einsetzen.
Im Invesco-ETF befinden sich neben kryptonahen Unternehmen wie Coinbase und Circle Internet Group auch Samsung Electronics und TSMC unter den zehn meistgehaltenen Unternehmen. Der Global X Blockchain ETF konzentriert sich bei seinen zehn größten Positionen dagegen ausschließlich auf Unternehmen, die mit Kryptowährungen oder Bitcoin ihr Geld verdienen.
Dazu gehören neben Coinbase und Circle Internet Group mehrere Bitcoin-Miner: Bit Mine Immersion Technologies, Iren, Hut 8, Riot Platforms, Clean Spark und Mara. Laut dem Global-X-Portfolio entfielen Anfang November allein auf Circle, Coinbase und Bit Mine über 40 Prozent des Fondsvermögens.
Auch bei der Branchenstruktur zeigt sich die unterschiedliche Ausrichtung. Software machte beim Global-X-Produkt rund 72 Prozent aus, während IT oder Telekommunikation beim Invesco-Produkt rund 42 Prozent ausmachten. Die zehn größten Positionen des Global X standen für rund 57 Prozent des Portfolios, beim Invesco-ETF waren es rund 37 Prozent.
Der Invesco-ETF streute damit breiter als das Global-X-Pendant, das um rund 18 Prozentpunkte schlechter abschnitt. Die Quelle weist zugleich darauf hin, dass die zehn größten Positionen und die Branchenzusammensetzung nur Indizien für die tatsächliche Bitcoin-Ausrichtung sind.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Betrachtungszeitraum | 22. September bis 6. November 2026 |
| Verluste der fünf schwächsten Blockchain-ETFs | rund 20 bis 38 Prozent |
| Software-Anteil beim Global-X-Produkt | rund 72 Prozent |
| IT- oder Telekommunikationsanteil beim Invesco-Produkt | rund 42 Prozent |
| Anteil der zehn größten Positionen beim Global X | rund 57 Prozent |
| Anteil der zehn größten Positionen beim Invesco-ETF | rund 37 Prozent |
Infobox: Die Kursverluste fielen bei Blockchain-ETFs trotz eines gemeinsamen Anlagethemas sehr unterschiedlich aus. Als wesentliche Unterschiede nennt das investment die Portfoliokonzentration, die Branchenstruktur und die stärkere Ausrichtung des Global-X-Produkts auf kryptonahe Unternehmen.
Valour bringt acht neue Digital-Asset-ETPs an den schwedischen Markt
Die DeFi-Technologies-Tochter Valour hat acht neue, auf schwedische Kronen lautende Digital-Asset-ETPs am Spotlight Stock Market in Schweden eingeführt. Die Produkte werden seit dem 5. November 2026 gehandelt, wie boerse.de unter Berufung auf eine EQS-News mitteilte.
Die neuen ETPs ermöglichen ein Engagement in Venice, Canton Network, Raydium, Morpho, Maple Finance, Pump.fun, Dogwifhat und Bonk. Valour erweitert damit sein Portfolio auf mehr als 100 Digital-Asset-ETPs und bietet den Zugang über herkömmliche Brokerkonten an, ohne dass Anleger die digitalen Vermögenswerte selbst kaufen oder verwahren müssen.
| ETP | Handelssymbol | ISIN |
|---|---|---|
| Valour Venice (VVV) SEK ETP | VVV SEK | CH1108681771 |
| Valour Canton Network (CC) SEK ETP | CC SEK | CH1108682662 |
| Valour Raydium (RAY) SEK ETP | RAY SEK | CH1108682670 |
| Valour Morpho (MORPHO) SEK ETP | MORPHO SEK | CH1108682688 |
| Valour Maple Finance (SYRUP) SEK ETP | SYRUP SEK | CH1108682696 |
| Valour Pump.fun (PUMP) SEK ETP | PUMP SEK | CH1108682704 |
| Valour Dogwifhat (WIF) SEK ETP | WIF SEK | CH1108682712 |
| Valour Bonk (BONK) SEK ETP | BONK SEK | CH1108682720 |
Für jedes der acht Produkte gilt eine Verwaltungsgebühr von 1,9 Prozent. Die ETPs sollen Anlegern über die traditionelle Wertpapiermarktinfrastruktur die Teilhabe an der Kursentwicklung des jeweiligen zugrunde liegenden digitalen Vermögenswerts ermöglichen.
Die zugrunde liegenden Projekte decken unterschiedliche Bereiche ab. Venice ist eine auf Datenschutz ausgerichtete Plattform für künstliche Intelligenz, Canton Network eine Blockchain-Infrastruktur für institutionelle Finanzmärkte, Raydium eine dezentrale Börse und ein automatisierter Market Maker auf Basis der Solana-Blockchain.
Morpho ist ein dezentrales Kreditprotokoll mit erlaubnisfreien Kreditmärkten und kuratierten Vaults. Maple verbindet institutionelle Kreditmärkte mit dezentralen Finanzen, während Pump.fun auf Solana das Erstellen, Einführen und Handeln digitaler Token ermöglicht.
Dogwifhat und Bonk werden als von der Community getragene digitale Vermögenswerte beschrieben. Dogwifhat basiert auf Solana und ist aus der Internet-Meme-Kultur hervorgegangen. Bonk wurde ebenfalls auf Solana eingeführt und verfügt laut der Quelle über ein breiteres Ökosystem aus Community-Initiativen sowie Integrationen mit Solana-basierten Anwendungen und Diensten.
„Digitale Vermögenswerte entwickeln sich längst über ihre ursprünglichen Anwendungsbereiche hinaus weiter, wobei die Blockchain-Infrastruktur zunehmend zahlreiche Bereiche unterstützt, von künstlicher Intelligenz und institutionellen Finanzmärkten bis hin zu dezentralen Finanzdienstleistungen“, sagte Johan Wattenström, Geschäftsführer von DeFi Technologies.
Jacob Lindberg, Umsatzvorstand von Valour, erklärte, Anleger könnten eine breite Palette digitaler Vermögensökosysteme bewerten, die sich durch unterschiedliche Anwendungen, Communitys und Marktmerkmale auszeichneten. Die Börsennotierungen umfassten institutionelle Blockchain-Infrastruktur, dezentrale Kreditvergabe, KI-bezogene Vermögenswerte sowie Community-getragene Ökosysteme von Solana.
Die acht ETPs sind am Spotlight Stock Market in Schweden notiert, lauten auf schwedische Kronen und haben jeweils eine Verwaltungsgebühr von 1,9 Prozent. Die Mitteilung weist zugleich auf Risiken wie Schwankungen der Preise digitaler Vermögenswerte, regulatorische Entwicklungen sowie die Akzeptanz der börsengehandelten Produkte durch die Börsen hin.
Infobox: Valour hat acht neue SEK-ETPs eingeführt, die seit dem 5. November 2026 gehandelt werden. Die Produkte decken Anwendungen von künstlicher Intelligenz und institutioneller Blockchain-Infrastruktur bis zu DeFi und Community-Token ab und kosten jeweils eine Verwaltungsgebühr von 1,9 Prozent.
Schweizer Blockchain-Standort soll Regeln stärker in Geschäfte übersetzen
Die Schweiz fällt nach einem neuen Benchmark-Bericht der Swiss Blockchain Federation im internationalen Wettbewerb um digitale Finanzmärkte zurück und liegt auf Rang sechs. finews.ch bewertet dies jedoch nicht als Abgesang auf den Finanzplatz, sondern als Hinweis auf eine Lücke zwischen vorhandenen Standortvorteilen und ihrer kommerziellen Nutzung.
Der Bericht basiert auf evidenzgestützten Expertenbewertungen und gewichteten Kategorien. Je 15 Prozent entfallen auf Umsetzungstempo, Marktgrösse und Liquidität sowie AI × Blockchain und Talent. Je nach Gewichtung verortet die Sensitivitätsanalyse die Schweiz zwischen Rang vier und Rang acht.
Der Schweizer Standort erreiche laut dem Beitrag Spitzenwerte bei DLT-Infrastruktur, regulatorischer Klarheit, rechtlicher Finalität, Banking, Custody und geopolitischer Stabilität. Genannt werden außerdem die bei SIX weitergeführten digitalen Abwicklungs- und Verwahrungsfunktionen, BX Digital, spezialisierte Banken, Hochschulen, Stiftungen und Berater.
„Unser Problem ist weniger das Fundament als dessen kommerzielle Nutzung.“
Marcel Hostettler, Rechtsanwalt, Founder und Managing Partner von Allegra LAW, beschreibt eine Conversion-Lücke: Die Schweiz verfüge über Regeln, Infrastruktur und Vertrauen, übersetze diese Grundlagen aber zu selten in skalierbare, internationale Geschäftsmodelle.
Der Beitrag wendet sich zugleich gegen eine rückblickende Verklärung des ICO-Booms. Dieser habe regulatorische Verpackungskunst und zahlreiche Geschäftsmodelle ohne belastbaren Nutzen enthalten. Die anschließende Marktbereinigung sei daher nicht automatisch eine Niederlage des Standorts gewesen, habe aber aus legitimen Experimenten Know-how, Infrastruktur und Erfahrungen hervorgebracht.
Die Finma habe mit ihrer ICO-Wegleitung vom 16. Februar 2018 neue Token-Modelle in bestehende Schutzprinzipien übersetzt. Der sogenannte „Duck Test“ stelle auf die wirtschaftliche Funktion und nicht auf das technologische Etikett ab. Hostettler wertet diesen Ansatz als Substance-over-Form-Prinzip, betont aber zugleich, dass neue Modelle neue Einordnungen und eine lernfähige Aufsicht erfordern könnten.
Für die Finma nennt der Beitrag mehrere Entwicklungsphasen. Für 2017 bis 2020 wurde der Abbau unnötiger regulatorischer Hindernisse für innovative Geschäftsmodelle angekündigt. Von 2021 bis 2024 war die Förderung von Innovation ein eigenes strategisches Ziel. In der Strategie 2025 bis 2028 erscheint Innovation nicht mehr als eigene Zielüberschrift, bleibt aber Teil des Auftrags einer transparenten, risikoorientierten und technologieneutralen Regulierung und Aufsicht.
Kritik an langen und wenig berechenbaren Verfahren hält Hostettler für berechtigt. Innovative Unternehmen benötigten klare Zuständigkeiten, realistische Zeitpläne, proportionale Anforderungen und belastbare Entscheide. Verfahren, die sich über Jahre hinzögen, könnten selbst ein gutes Geschäftsmodell wirtschaftlich erledigen.
Die Verantwortung für die Standortentwicklung liege jedoch nicht allein bei der Aufsicht. Die Finma könne weder einen globalen Absatzmarkt schaffen noch Banken und Unternehmen die Entscheidung abnehmen, Pilotprojekte zu finanzieren und in den Regelbetrieb zu überführen. Politik, Banken, Unternehmen und Berater hätten jeweils eigene Aufgaben.
Als Beispiel für internationale Anschlussfähigkeit nennt der Beitrag USD-Stablecoins. Nahezu 99 Prozent der Stablecoin-Marktkapitalisierung seien in US-Dollar denominiert. Häufig genannte rund 30 Billionen US-Dollar jährliches On-Chain-Volumen seien Bruttowerte; Visa habe das um Bots, interne Umbuchungen und vergleichbare Aktivitäten bereinigte Jahresvolumen auf rund 6,4 Billionen US-Dollar beziffert.
Die Schweiz müsse dabei nicht zwingend der Hauptemissionsplatz sein. Chancen bestünden laut Hostettler unter anderem bei Custody, Governance, Tokenisierung, Settlement und grenzüberschreitender Strukturierung. Besonders naheliegend sei Trade Finance, da die Schweiz eine globale Drehscheibe für Rohstoffe sei und internationale Lieferketten häufig dollarbasiert seien.
Für eine breite Marktreife von Stablecoins im Schweizer Commodity Trade Finance gebe es laut dem Beitrag noch keinen Beleg. Gerade deshalb sollten klar abgegrenzte Anwendungen vom Pilot in die Produktion gebracht werden, verbunden mit Reserve-, AML-, Sanktions-, Custody- und Rechtsarchitektur.
Infobox: Die Schweiz wird von finews.ch weiterhin zur erweiterten Spitzengruppe gezählt. Der zentrale Handlungsauftrag besteht laut dem Beitrag darin, regulatorische Stärke, Infrastruktur und Vertrauen in marktfähige Anwendungen und internationale Geschäfte zu übersetzen.
XRP bleibt unter Druck, während große Wallets Bestände aufstocken
XRP steht nach umfangreichen Liquidationen weiterhin unter Druck. Laut Börse Express wurden in den fünf Tagen bis zum Zeitpunkt der Meldung Longpositionen im Wert von mehr als 30 Millionen US-Dollar liquidiert, während US-Spot-XRP-ETFs zuletzt keine Nettozuflüsse verzeichneten.
Der aktuelle Kurs wurde mit 1,15 USD angegeben, die Tagesveränderung mit -2,4 Prozent. Gestern entfielen den Medienberichten zufolge 16,01 Millionen US-Dollar beziehungsweise 95,54 Prozent des täglichen XRP-Liquidationsvolumens auf Longpositionen. Das gesamte Liquidationsvolumen erreichte 16,75 Millionen US-Dollar.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Aktueller XRP-Kurs | 1,15 USD |
| Tagesveränderung | -2,4% |
| Liquidierte Longpositionen in fünf Tagen | mehr als 30 Mio. US-Dollar |
| Liquidierte Longpositionen am Vortag | 16,01 Mio. US-Dollar |
| Anteil der Longpositionen am täglichen Liquidationsvolumen | 95,54% |
| Gesamtes Liquidationsvolumen am Vortag | 16,75 Mio. US-Dollar |
| Kumulierte Nettozuflüsse der US-Spot-XRP-ETFs seit Auflegung | 1,81 Mrd. US-Dollar |
| Von großen Wallets innerhalb einer Woche gekaufte XRP | rund 60 Mio. XRP |
| Nackenlinie der möglichen inversen Kopf-Schulter-Formation | 1,60 US-Dollar |
| Mögliches Kursziel bei Ausbruch | 2,10 US-Dollar |
Für eine kurzfristige Stabilisierung könnte sprechen, dass optimistische Positionierungen bereits abgebaut wurden und weitere Liquidationen nachlassen könnten. Eine tatsächliche Erholung erfordert laut der Quelle jedoch neue Käufer, da die Kursschwäche trotz des Abbaus gehebelter Positionen anhält.
Bei den US-Spot-XRP-ETFs blieb der Nachfrageimpuls zuletzt aus. Die Produkte verzeichneten am Vortag den vierten Handelstag in Folge ohne Nettoflüsse. Den kumulierten Nettozuflüssen seit Auflegung von 1,81 Milliarden US-Dollar stand damit eine aktuell stockende Nachfrage gegenüber.
Gleichzeitig erhöhten große Wallets ihre Bestände. Laut Santiment akkumulierten diese innerhalb einer Woche rund 60 Millionen XRP. Die Käufe deuten laut Börse Express auf das Interesse größerer Marktteilnehmer auf niedrigeren Niveaus hin, müssen sich aber erst gegen den anhaltenden Verkaufsdruck behaupten.
Ali Martinez zufolge fiel die soziale Stimmung zu XRP auf den niedrigsten Stand seit Juli. Der Analyst sieht die ausgeprägte Skepsis potenziell als Signal für eine Umkehr. Seine Einschätzung ist jedoch an eine charttechnische Bestätigung gebunden.
Martinez verweist auf eine mögliche inverse Kopf-Schulter-Formation mit einer Nackenlinie bei 1,60 US-Dollar. Erst ein Ausbruch könnte nach seiner Einschätzung 2,10 US-Dollar in den Blick rücken. Die Erholungsthese hängt damit an nachlassenden Liquidationen, erneuter Nachfrage und einer bestätigten Bodenbildung.
Infobox: XRP wird mit 1,15 USD und einer Tagesveränderung von -2,4 Prozent beschrieben. Große Wallets kauften rund 60 Millionen XRP, während US-Spot-XRP-ETFs vier Handelstage in Folge ohne Nettoflüsse blieben; eine mögliche Erholung ist laut Börse Express an klare charttechnische und marktseitige Bedingungen geknüpft.
Zilliqa plant Wechsel zu reguliertem Ethereum-Layer-2
Zilliqa stellt laut exxpress seinen eigenständigen Blockchain-Betrieb ein und soll als regulierter Ethereum-Layer-2 neu gestartet werden. Das Projekt soll künftig unter dem Namen Zilliqa Institutional Layer operieren.
Transaktionen sollen ausschließlich Wallets erlaubt sein, die mit einem verifizierten Legal Entity Identifier verknüpft sind. Den Betrieb des Sequencers und die Ausgabe der Identitätsnachweise soll das Liechtenstein Trust Integrity Network übernehmen, an dem Telecom Liechtenstein als staatlich kontrolliertes Unternehmen die Mehrheit hält.
Damit würde sich die operative Kontrolle auf eine Instanz unter liechtensteinischer Finanzaufsicht verlagern. Für ein Projekt, das 2017 als offenes Layer-1-Netzwerk gestartet war, wäre dies eine grundlegende Veränderung.
- Zilliqa wird zum regulierten Ethereum-Layer-2.
- Der neue Name lautet Zilliqa Institutional Layer.
- Transaktionen sollen nur mit einem verifizierten Legal Entity Identifier möglich sein.
- Das Liechtenstein Trust Integrity Network soll den Sequencer betreiben.
- Der CEO trat neun Tage vor der Ankündigung zurück.
Als Begründung nennt Zilliqa unter anderem nicht tragbare Sicherheitskosten für ein kleineres Netzwerk. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 33 Millionen Dollar habe die wirtschaftliche Basis für einen langfristig eigenständigen Betrieb gefehlt.
Die Ankündigung fällt zugleich in eine Phase erheblicher Unsicherheit. Der CEO trat neun Tage vor der Bekanntgabe zurück, ein Nachfolger wurde nicht benannt. Außerdem blieb die Bridge-Infrastruktur nach mehreren Sicherheitsvorfällen pausiert.
Wichtige technische Einzelheiten stehen laut der Quelle noch aus. Dazu zählen der Rollup-Stack, das Proof-System und das Migrationsdatum. ZIL verlor innerhalb von 24 Stunden rund 11,5 Prozent.
Das neue Modell könnte eine Nachfrage nach regulatorisch konformer Blockchain-Infrastruktur adressieren. Ob Zilliqa die Transformation tatsächlich umsetzen kann, soll sich laut exxpress erst mit der Veröffentlichung konkreter technischer Spezifikationen zeigen.
Infobox: Zilliqa plant den Wechsel von einer eigenständigen Blockchain zu einem regulierten Ethereum-Layer-2 unter dem Namen Zilliqa Institutional Layer. Der CEO-Rücktritt neun Tage vor der Ankündigung, die pausierte Bridge-Infrastruktur und fehlende technische Details erhöhen laut exxpress die Unsicherheit.
Einschätzung der Redaktion
Die Meldungen verdeutlichen, dass sich der Digital-Asset-Markt zunehmend professionalisiert, zugleich aber stark selektiert. Breiter diversifizierte Produkte und regulierte Infrastrukturen gewinnen an Bedeutung, während hoch konzentrierte, spekulative Engagements und nicht ausreichend skalierbare Einzelprojekte besonders anfällig bleiben.
Für Anleger verschiebt sich der entscheidende Prüfpunkt damit von der reinen Marktstory auf Produktstruktur, Risikokontrolle, regulatorische Belastbarkeit und tatsächliche wirtschaftliche Nutzung. Die hohe Volatilität bleibt dabei ein zentrales Merkmal, das selbst institutionelle Zugangswege nicht beseitigen.
Kernaussage: Der Markt reift strukturell, bleibt aber bei Bewertung, Liquidität und Projektrisiken hochgradig anfällig.
Quellen:
- Blockchain-ETFs verlieren in 6 Wochen bis zu 38 Prozent
- Argo Blockchain plc (ARBK) Saisonalitätsdiagramm
- EQS-News: DeFi-Technologies-Tochter Valour führt acht neue Digital-Asset-ETPs am Spotlight Stock Market ein und erweitert den Zugang zu KI, institutioneller Blockchain, DeFi und Community-Token - boerse.de
- Der Schweizer Blockchain-Standort braucht weniger Lamento und mehr Geschäft
- XRP: Große Wallets kaufen trotz Kursschwäche nach
- Zilliqa gibt eigene Blockchain auf und wird zum regulierten Ethereum-Layer-2