Blockchain-News: KI, Tokenisierung und Bitcoin-Panik prägen den Markt

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Der Blockchain-Sektor zeigt zugleich Chancen durch tokenisierte Einlagen, institutionelle Ethereum-Käufe und KI sowie Risiken durch Bitcoin-Panik, hohe Mining-Kosten und Unternehmensumbauten.

Tokenisierte Einlagen, institutionelle Ethereum-Käufe und neue KI-Geschäftsmodelle treffen auf Bitcoin-Panik, steigende Mining-Kosten und den Transformationsdruck bei Advanced Blockchain. Der Pressespiegel zeigt, wie schnell sich Chancen und Risiken im Blockchain-Sektor verschieben.

Advanced Blockchain unter Druck – Strategieprogramm und KI-Fokus im Mittelpunkt

Die Aktie von Advanced Blockchain notierte laut Börse Express vorbörslich bei 1,30 € und verlor damit 7,67 %. Trotz des Rückgangs lag das Papier weiterhin 31,18 % über dem 52-Wochen-Tief von 0,9910 €.

Auslöser der aktuellen Berichterstattung ist das Ecosystem Update für Juni, in dem das Unternehmen über die Umsetzung des Strategieprogramms „ABAG 2.0“ informierte. Ein Schwerpunkt liegt auf der Reaktivierung der operativen Einheit „FinPro“, für die Anfang Juni ein Gesellschafterdarlehen in sechsstelliger Höhe gesichert wurde; der Fokus soll verstärkt auf Künstliche Intelligenz und Robotics gerichtet werden.

Auch das Portfoliounternehmen Panoptic meldete Fortschritte. Mitte Juni startete die zweite Version seiner On-Chain-Handelsplattform, über die unter anderem tokenisierte Vermögenswerte wie Anteile am Raumfahrtunternehmen SpaceX gehandelt werden können.

Die Neuausrichtung umfasst zudem eine engere operative Führung der Beteiligungen. Mathias Roch kündigte an, sein Mandat im Aufsichtsrat niederzulegen und künftig direkt operative Führungsaufgaben innerhalb der Konzerngesellschaften zu übernehmen.

Finanziell blieb das Geschäftsjahr 2025 herausfordernd. Der Konzernumsatz stieg von 0,23 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,31 Mio. EUR, während sich der Jahresfehlbetrag auf -3,48 Mio. EUR ausweitete. Wesentlichen Anteil daran hatten Wertberichtigungen in Höhe von 1,5 Mio. EUR auf Forderungen gegenüber Incredulous Labs Ltd. und der nakamo.to GmbH.

Die GBC AG bestätigte am 22. Juli ihre Kaufempfehlung und ein Kursziel von 2,00 EUR bis Ende 2027. Zugleich stuften die Analysten die Aktie wegen des laufenden Transformationsprozesses weiterhin als spekulatives Investment ein.

Am 27. August soll in Frankfurt am Main die ordentliche Hauptversammlung stattfinden. Dort steht unter anderem die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat nach der bilanziellen Bereinigung auf der Tagesordnung.

Aktueller Kurs1,30 €
Tagesveränderung-7,67 %
Abstand zum 52-Wochen-Tief31,18 %
Jahresveränderung-49,22 %
Analysten-Kursziel2,00 EUR bis Ende 2027

Infobox: Advanced Blockchain verbindet die operative Neuausrichtung mit einem stärkeren Fokus auf KI und Robotics. Dem stehen ein Jahresfehlbetrag von -3,48 Mio. EUR, Wertberichtigungen von 1,5 Mio. EUR und eine weiterhin spekulative Einstufung gegenüber.

Bitcoin: Coldcard-Panik führt zu aktivstem Adressentag seit Dezember 2024

Auf der Bitcoin-Blockchain wurden am 31. Juli rund 980.000 aktive Adressen gezählt. Wie BeInCrypto unter Berufung auf Glassnode berichtet, war dies der höchste Wert seit dem 10. Dezember 2024 und entsprach einem Anstieg von mehr als 50 % innerhalb eines Tages.

Der Anstieg wurde dem Bericht zufolge durch die sogenannte Coldcard-Panik ausgelöst. Angreifer leerten Coldcard-Hardware-Wallets infolge eines fehlerhaften Zufallszahlengenerators.

Drei bestätigte Angriffswellen standen mit 1.367 BTC in Verbindung. Diese Bitcoin waren zum Zeitpunkt der Angriffe 88,6 Millionen USD wert und wurden von 4.585 Adressen gestohlen. Eine mutmaßliche vierte Welle betraf anschließend weitere über 380 BTC.

Der Bitcoin-Kurs lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung laut BeInCrypto bei 60.347 USD und damit 1,24 % höher als 24 Stunden zuvor. Die hohe Aktivität fand somit bei rund 60.000 USD statt, während ein vergleichbarer Wert im Dezember 2024 während einer Rallye auf fast 100.000 USD erreicht worden war.

Julio Moreno von CryptoQuant stellte fest, dass fast das gesamte Wachstum auf sendende Adressen zurückging. Empfangende Adressen veränderten sich kaum, was laut dem Bericht auf eine Konsolidierung hindeutet: Zahlreiche Wallets wurden zu einem deutlich kleineren Kreis von Zieladressen geleert.

Transfers unter 1 BTC summierten sich am 31. Juli auf 39.600 BTC. Ein vergleichbarer Tageswert wurde laut CryptoQuant am 16. November 2022 mit 39.900 BTC registriert, wenige Tage nach dem FTX-Kollaps.

„Die Bitcoin-Plebs haben seit dem FTX-Zusammenbruch nicht mehr so viele BTC an einem Tag bewegt. Ich finde es gut zu sehen, dass die Menschen offenbar handeln.”

Die Zahl der Transfers blieb trotz der hohen Zahl aktiver Adressen unter den Rekordwerten. Glassnode zählte am 31. Juli 761.796 Transfers, während am 13. Dezember 2024, am 19. April 2025 und am 9. Mai 2026 jeweils mehr als 1 Million Transfers verzeichnet wurden.

Alex Thorn von Galaxy Research zufolge liefen Sweep-Transaktionen mit 13,8 je Block und damit etwa 45-mal so häufig wie vor dem Vorfall. Die Auswirkungen reichten bis in die Protokollentwicklung: Entwickler verschoben die Aktivierung des BIP-110 Soft Fork und nannten das Ereignis als Grund.

BeInCrypto beschreibt die Blockchain-Daten daher als Ausdruck von Angst und nicht als neuen Aktivitätstrend. Entscheidend sei, ob die übertragenen Coins auf den Börsen verbleiben oder Verkäufe einsetzen.

Aktive Adressen am 30. Juli645.000
Aktive Adressen am 31. Julirund 980.000
Bitcoin-Kurs bei Veröffentlichung60.347 USD
Bestätigte gestohlene Bitcoin1.367 BTC
Wert zum Zeitpunkt der Angriffe88,6 Millionen USD
Transfers unter 1 BTC39.600 BTC
Transfers am 31. Juli761.796

Infobox: Die Coldcard-Panik ließ die Zahl aktiver Bitcoin-Adressen auf rund 980.000 steigen. Die Kombination aus vielen bewegten Wallets und vergleichsweise wenigen Transfers deutet laut BeInCrypto auf Notfall-Sweeps statt auf einen allgemeinen Aktivitätsboom hin.

Wells Fargo startet tokenisierte Einlagen für Firmenkunden im Herbst 2026

Wells Fargo will im Herbst 2026 blockchain-basierte Zahlungen für Firmenkunden einführen. Wie AD HOC NEWS berichtet, kündigte die US-Bank am 4. August an, zunächst tokenisierte Einlagen für eine ausgewählte Gruppe von Unternehmenskunden anzubieten.

Zum Start sollen Transaktionen zwischen US-Dollar und Britischem Pfund möglich sein. Im Laufe des Jahres 2027 will Wells Fargo das Angebot auf weitere Kunden, Länder und Währungen ausweiten.

Die Bank nutzt dafür eine eigene Blockchain-Plattform, die Zahlungen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr ermöglichen soll. Die tokenisierten Einlagen gelten als kommerzielles Bankgeld und sollen denselben Einlagenschutz wie klassische Konten genießen.

Nach Angaben von Finanzvorstand Mike Santomassimo soll die automatische Abwicklung über bestehende Schnittstellen erfolgen. Außerdem ist die Plattform mit dem Netzwerk von The Clearing House kompatibel.

Bereits im März 2026 hatte Wells Fargo eine Markenanmeldung für eine digitale Währung unter dem Namen WFUSD eingereicht. Dies wertet AD HOC NEWS als frühes Signal für die Digitalstrategie des Instituts.

Parallel wurden im Projekt Agorá Tests mit realen Werten für tokenisierte grenzüberschreitende Zahlungen abgeschlossen. Beteiligt waren 28 Finanzinstitute und fünf Notenbanken, darunter die Bank of England, die Bank of Japan und die Schweizerische Nationalbank.

Während der Erprobung wurden rund 30 Transaktionen in 17 verschiedenen Szenarien durchgeführt. Dabei bewegte die Gruppe etwa eine Million Dollar in sechs Währungen; die durchschnittliche Abwicklungszeit lag bei rund 80 Sekunden.

Ein zentrales Ergebnis war laut AD HOC NEWS die atomare Abwicklung, die das klassische Settlement-Risiko vollständig eliminieren soll. In einem Beispiel verarbeitete die spanische CaixaBank eine Überweisung von 10.000 Euro von einem Lloyds-Konto bei der Deutschen Bank über tokenisierte Reserven beim Eurosystem und der Banque de France.

Auch weitere Netzwerke werden ausgebaut. Seit August 2026 ist ein Blockchain-Hauptbuch von SWIFT mit 17 beteiligten Banken in Betrieb. Das Partior-Netzwerk wird von acht großen Instituten unterstützt.

Die Kinexys-Plattform von JPMorgan wickelt täglich mehr als sieben Milliarden Dollar ab; das kumulierte Volumen liegt bei über vier Billionen Dollar. Zudem sind laut dem Bericht 53 Prozent der Banken bereit, tokenisierte Einlagen einzuführen.

Analysten von Citigroup schätzen, dass der jährliche Umsatz mit tokenisierten Einlagen bis 2030 die Marke von 100 Billionen Dollar überschreiten könnte. Gleichzeitig bleibt die Kompatibilität konkurrierender proprietärer Netzwerke eine offene Frage.

Geplanter StartHerbst 2026
Erweiterung des AngebotsIm Laufe des Jahres 2027
Agorá-Finanzinstitute28
Agorá-Notenbankenfünf
Agorá-Szenarien17
Durchschnittliche Abwicklungszeitrund 80 Sekunden
SWIFT-Banken17
Partior-Instituteacht

Infobox: Wells Fargo plant tokenisierte Einlagen zunächst für US-Dollar- und Britisches-Pfund-Transaktionen. Parallel zeigen die Agorá-Tests mit 28 Finanzinstituten und fünf Notenbanken, dass Banken und Zentralbanken grenzüberschreitende Blockchain-Zahlungen praktisch erproben.

Riot Platforms baut 50-Megawatt-Kapazität für AMD auf

Riot Platforms richtet sich vor den Quartalszahlen im August stärker auf Rechenzentren und Künstliche Intelligenz aus. Laut Börse Express stieg die Aktie am Dienstag um 3,12 % auf 19,25 Euro.

Für das zweite Quartal 2026 erwarten Analysten einen Umsatz von rund 153 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich wird trotz stabiler Einnahmen ein Verlust von etwa 0,29 US-Dollar je Aktie erwartet.

Ein zentraler Faktor bleibt die Profitabilität des Bitcoin-Minings. Die Produktion eines Bitcoin kostete zuletzt rund 44.600 US-Dollar. Anleger achten daher darauf, ob neue Hardware diese Kosten stabilisieren kann.

Riot will künftig weniger eigene Bitcoin-Bestände zur Finanzierung des Wachstums einsetzen. Das Management verhandelt über eine spezielle Finanzierung für den Bau neuer Rechenzentren und strebt eine Kreditquote von 80 Prozent der Projektkosten an.

Ein Pakt mit AMD über eine Kapazität von 50 Megawatt soll den Einstieg in das Hochleistungsrechnen markieren. Von der Gesamtkapazität sind bisher 750 Megawatt noch nicht verplant; diese Flächen könnten für KI-Anwendungen genutzt werden.

Die Aktie liegt laut Börse Express seit Jahresbeginn rund 70 Prozent im Plus. Konkrete Details zur Finanzierung und zum Fortschritt des AMD-Projekts sollen im August folgen.

Der Quartalsbericht wird demnach zeigen, ob Riot den Ausbau zum Infrastrukturunternehmen ohne Kapitalerhöhung bewältigen kann. Damit stehen neben dem operativen Mining-Geschäft auch Finanzierung und mögliche Verwässerungsrisiken im Mittelpunkt.

Aktienkurs19,25 Euro
Tagesveränderung3,12 %
Erwarteter Umsatz im zweiten Quartal 2026rund 153 Millionen US-Dollar
Erwarteter Verlust je Aktieetwa 0,29 US-Dollar
Produktionskosten je Bitcoinrund 44.600 US-Dollar
AMD-Kapazität50 Megawatt
Noch nicht verplante Gesamtkapazität750 Megawatt
Angestrebte Kreditquote80 Prozent der Projektkosten
Entwicklung seit Jahresbeginnrund 70 Prozent

Infobox: Riot Platforms kombiniert das Bitcoin-Mining mit dem Ausbau von Rechenzentrumskapazitäten. Der AMD-Pakt umfasst 50 Megawatt, während 750 Megawatt der Gesamtkapazität noch nicht verplant sind.

Tokenisierung, institutionelles Kapital und Ethereum im Pressespiegel

Das Krypto Magazin bündelt mehrere Entwicklungen rund um Blockchain und digitale Vermögenswerte. Im Mittelpunkt stehen die mögliche Nutzung der Blockchain ohne Kryptowährungen, der Ausbau tokenisierter Geldmarktangebote durch BlackRock, institutionelle Ethereum-Käufe und weitreichende KI-Prognosen von Elon Musk.

Die FAZ stellt in dem Beitrag „Fiatchain: Blockchain ist ohne Krypto besser dran“ die These vor, dass Blockchain-Anwendungen ohne Kryptowährungen bessere Chancen auf eine breite Nutzung haben könnten. Als mögliche Einsatzfelder werden die Tokenisierung kleinster Vermögensanteile, programmierbare Geldflüsse, transparente Märkte und die Echtzeitabwicklung von Geld gegen Vermögenswerte genannt.

Das Krypto Magazin berichtet außerdem unter Berufung auf Wallstreet Online über Analystenbewertungen zur Advanced-Blockchain-Aktie im Juli 2026. Demnach empfehlen 5 Analysten den Kauf, das durchschnittliche Kursziel beträgt 2,00€ und das genannte Aufwärtspotential liegt bei +56,37 %.

Eine weitere Advanced-Blockchain-Meldung von AD HOC NEWS wird im Krypto Magazin nicht ausgewertet, weil der bereitgestellte Inhalt ausschließlich aus einer technischen Fehlermeldung besteht.

CoinDesk berichtet über neue tokenisierte Geldmarktangebote von BlackRock. Dazu gehören der BlackRock Select Treasury Based Liquidity Fund, kurz BSTBL, als tokenisierte Anteilsklasse auf Ethereum für einen bestehenden Geldmarktfonds sowie das BlackRock Daily Reinvestment Stablecoin Reserve Vehicle, kurz BRSRV.

BRSRV soll eine tägliche Dividendenwiederanlage und Zugang über mehrere Blockchains hinweg bieten. Securitize fungiert als Transferagent und Tokenisierungsanbieter.

Beide Fonds beabsichtigen laut CoinDesk, sich als zulässige Reservevermögenswerte für genehmigte US-Zahlungs-Stablecoin-Emittenten gemäß dem GENIUS Act zu qualifizieren. BlackRock hatte bereits im Mai dieses Jahres eine Einreichung für die neuen Produkte bei der U.S. Securities and Exchange Commission vorgenommen.

BlackRock startete 2024 mit BUIDL seinen ersten tokenisierten Geldmarktfonds. Der Fonds ist laut CoinDesk auf etwa 2,5 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten angewachsen und wird an den Kryptomärkten zunehmend als Sicherheit für Kredite und gehebelten Handel verwendet.

Die US-Geldmarktfonds haben laut dem Bericht ein Volumen von über 8,4 Billionen US-Dollar erreicht. BlackRocks Cash-Management-Gruppe verwaltet nahezu 1,073 Billionen US-Dollar in Cash-Strategien.

Der Markt für tokenisierte reale Vermögenswerte ist laut rwa.xyz im vergangenen Jahr um mehr als 200 % auf über 30 Milliarden US-Dollar gewachsen. Citi prognostiziert, dass tokenisierte Wertpapiere bis 2030 ein Volumen von 5,5 Billionen US-Dollar erreichen könnten.

BTC-ECHO berichtet über Elon Musks These, dass Geld in zehn Jahren obsolet sein könnte. In einem Zeitraum von zehn bis zwanzig Jahren könnte Geld in seiner heutigen Form für den Erwerb von Waren und Dienstleistungen weitgehend keine Rolle mehr spielen.

Als Begründung werden Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz und eine deutlich höhere wirtschaftliche Produktivität genannt. Ein stark steigendes Angebot an Waren und Dienstleistungen könnte zu massiver Deflation führen, während der Staat mit dem Gelddrucken kaum hinterherkomme.

Für Bitcoin beschreibt BTC-ECHO zwei mögliche Argumentationslinien: In einer Welt mit einem Überfluss an Waren und Dienstleistungen könnte Knappheit als Wertargument wichtiger werden. Gleichzeitig könnte eine expansive Geldpolitik den Bitcoin-Kurs begünstigen, wenn die globale Liquidität steigt.

Die Vision umfasst außerdem humanoide Roboter, selbstfahrende Autos und KI-Programme wie KI-Agenten. Für eine Agenten-Ökonomie wären laut dem Beitrag offene Schnittstellen und programmierbares Geld erforderlich; digitale Geld-Substitute könnten dann wichtiger werden als starres Giral- oder Zentralbankgeld.

Musks Prognose wird zugleich als gewagt bezeichnet. Die Geschwindigkeit der KI-Adoption sei für die kommenden Jahre kaum seriös vorherzusagen.

Bei Ethereum berichtet Börse Express über vier Wochen mit Zuflüssen in Ethereum-ETFs bei gleichzeitig begrenzter Kursreaktion. Ethereum startete den August bei rund 1.870 bis 1.880 Dollar, die Marktkapitalisierung lag bei etwa 225 Milliarden Dollar.

Die US-Spot-ETFs schlossen den Juli mit Nettozuflüssen von 365,2 Millionen Dollar ab und verwalteten zusammen 13,71 Milliarden Dollar. Am Monatsletzten verzeichneten die Fonds jedoch einen Abfluss von 6,40 Millionen Dollar.

Morgan Stanley brachte am 28. Juli ein eigenes Ethereum-Produkt mit einer Gebühr von 0,14 Prozent auf den Markt. Charttechnisch gilt laut Börse Express die Marke von 2.000 Dollar als Schlüssel; auf der Unterseite wird die Region um 1.800 bis 1.830 Dollar als Auffangnetz genannt.

Bitmine Immersion Technologies erhöhte seinen Bestand in der vergangenen Woche um 10.399 ETH im Wert von rund 19,5 Millionen Dollar. Das Unternehmen hält damit 5.797.813 ETH, die aktuell etwa 10,9 Milliarden Dollar wert sind, und kontrolliert 4,8 Prozent der gesamten zirkulierenden Menge.

Das selbst gesteckte Ziel von 5 Prozent ist laut dem Beitrag zu 96 Prozent erreicht. Rund 4,9 Millionen ETH sind über die unternehmenseigene Plattform MAVAN gestaked; daraus erwartet Bitmine jährliche Staking-Erlöse von etwa 247 Millionen Dollar.

Zusätzlich kaufte Bitmine im Rahmen seines Rückkaufprogramms 4,5 Millionen eigene Aktien zurück. Seit Anfang Juli summieren sich die Rückkäufe auf 16,1 Millionen Aktien.

Ende Juli zog eine einzelne Adresse 40.000 ETH im Wert von 76,58 Millionen Dollar von Binance ab und übertrug sie in eine private Wallet. Börse Express wertet solche Bewegungen häufig als Hinweis auf langfristige Ansammlung.

Advanced Blockchain: Analysten mit Kaufempfehlung5 Analysten
Advanced Blockchain: durchschnittliches Kursziel2,00€
Genanntes Aufwärtspotential+56,37 %
BlackRock BUIDL-Vermögenetwa 2,5 Milliarden US-Dollar
US-Geldmarktfondsüber 8,4 Billionen US-Dollar
Tokenisierte reale Vermögenswerteüber 30 Milliarden US-Dollar
Ethereum-ETF-Nettozuflüsse im Juli365,2 Millionen Dollar
Ethereum-ETF-Verwaltungsvolumen13,71 Milliarden Dollar
Bitmine-Ethereum-Bestand5.797.813 ETH
Ethereum-Bestand von Bitmine in Prozent4,8 Prozent
ETH-Abzug von Binance40.000 ETH

Infobox: Der Pressespiegel zeigt eine wachsende institutionelle Beschäftigung mit tokenisierten Fonds, digitalen Einlagen und Blockchain-basierter Abwicklung. Gleichzeitig bleiben Ethereum unter 2.000 Dollar, spekulative Blockchain-Aktien und weitreichende KI-Prognosen von hoher Unsicherheit geprägt.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklungen markieren einen klaren Reifeschritt der Blockchain-Technologie: Der größte Hebel liegt zunehmend nicht in spekulativen Kryptowerten, sondern in tokenisierten Einlagen, Fonds und effizienteren Finanzprozessen. Für Anbieter wie Advanced Blockchain und Riot Platforms entscheidet sich der Erfolg jedoch erst an der operativen Umsetzung und an tragfähiger Finanzierung. Die Coldcard-Angriffe zeigen zugleich, dass Sicherheitsmängel weiterhin erhebliche Vertrauens- und Marktrisiken erzeugen. Insgesamt ist der institutionelle Trend relevant, rechtfertigt aber noch keine pauschale Neubewertung risikoreicher Blockchain-Aktien oder weitreichender KI-Prognosen.

Zusammenfassung: Die Infrastruktur gewinnt an Bedeutung, während Geschäftsmodelle, Sicherheit und Finanzierung die entscheidenden Bewährungsproben bleiben.

Quellen: