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title: Blockchain-Sicherheit boomt: Marktprognose, Swift und neue Angriffe
canonical: https://www.coinkurier.de/blockchain-sicherheit-boomt-marktprognose-swift-und-neue-angriffe/
author: Coinkurier Redaktion
published: 2026-08-30
updated: 2026-08-30
language: de
category: Nachrichten
description: Der Pressespiegel zeigt starkes Wachstum bei Blockchain-Sicherheit, Swifts Blockchain-Integration und neue Finanzangebote, denen weiterhin erhebliche technische und regulatorische Risiken gegenüberstehen.
source: Provimedia GmbH
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# Blockchain-Sicherheit boomt: Marktprognose, Swift und neue Angriffe

> **Autor:** Coinkurier Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-08-30

**Zusammenfassung:** Der Pressespiegel zeigt starkes Wachstum bei Blockchain-Sicherheit, Swifts Blockchain-Integration und neue Finanzangebote, denen weiterhin erhebliche technische und regulatorische Risiken gegenüberstehen.

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Von einem rasant wachsenden Sicherheitsmarkt über Swifts Blockchain-Pläne bis hin zu Millionenverlusten durch eine Cosmos-EVM-Schwachstelle: Der aktuelle Pressespiegel zeigt, wie tief Blockchain-Technologie inzwischen in Finanzmärkte, Zahlungsverkehr und digitale Vermögenswerte vorgedrungen ist – und welche Risiken dabei noch ungelöst bleiben.

## Blockchain-Sicherheitsmarkt soll bis 2035 auf 175,70 Milliarden US-Dollar wachsen

Der globale Blockchain-Sicherheitsmarkt soll laut **Spherical Insights** von 4,55 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 175,70 Milliarden US-Dollar im Jahr 2035 wachsen. Für den Prognosezeitraum 2026–2035 wird eine CAGR von 44,1% erwartet.

Der Markt umfasst unter anderem Netzwerksicherheit, Identitäts- und Zugriffsmanagement, Anwendungssicherheit, Smart-Contract-Sicherheit und Schlüsselmanagement. Zu den angebotenen Dienstleistungen zählen Auditing, Beratung, Integration und Wartung. Die Nachfrage wird laut Quelle durch Blockchain-Anwendungen im Finanz- und Handelsbereich, Smart Contracts, tokenisierte Vermögenswerte und Zahlungssysteme angetrieben.

| Marktgröße 2025 | 4,55 Milliarden US-Dollar | 

| Erwartete CAGR 2026–2035 | 44,1% | 

| Prognostizierte Marktgröße 2035 | 175,70 Milliarden US-Dollar | 

| Marktanteil Nordamerika 2025 | rund 41,5% | 

Nordamerika dominierte den Markt 2025 mit rund 41,5% Marktanteil. Der asiatisch-pazifische Raum soll im Prognosezeitraum mit der schnellsten CAGR wachsen; als wichtige Märkte nennt Spherical Insights China, Japan, Indien, Singapur und Südkorea.

Als zentrale Trends führt die Quelle den verstärkten Einsatz von KI zur Bedrohungserkennung, die Nachfrage nach Smart-Contract-Audits, mehr Schutz für Wallets und Cross-Chain-Bridges sowie die wachsende Bedeutung des Private-Key- und Zugriffsmanagements an. Ebenfalls genannt werden Echtzeit-Monitoring, Schutz vor Social Engineering und Phishing, Sicherheitslösungen für Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte sowie Continuous Security Testing.

Im Februar 2026 erweiterten Fireblocks und Thales ihre Zusammenarbeit. Die gemeinsame Lösung verbindet laut Spherical Insights die digitale Infrastruktur von Fireblocks mit der Hardware-Sicherheitstechnologie von Thales, um kryptografische Schlüssel und Transaktionen zu schützen.

> „Die globale Blockchain-Sicherheitsmarktgröße wird bis 2035 voraussichtlich 175,70 Milliarden US-Dollar erreichen.“ – Spherical Insights

**Infobox:** Spherical Insights erwartet starkes Wachstum im Blockchain-Sicherheitsmarkt. Treiber sind insbesondere tokenisierte Vermögenswerte, Blockchain-basierte Finanzdienstleistungen, Smart Contracts und der steigende Bedarf an Schutz für Wallets, Schlüssel und Transaktionen.

## IBM, AWS, Oracle, Microsoft und CertiK unter den führenden Unternehmen

Spherical Insights nennt 15 Unternehmen, die den Blockchain-Sicherheitsmarkt anführen. Dazu gehören IBM, Amazon Web Services (AWS), Oracle, Microsoft, CertiK, Chainalysis, ConsenSys, Fireblocks, Quantstamp, Hacken, OpenZeppelin, SlowMist, BlockSec, PeckShield und die Thales-Gruppe.

IBM wurde laut Quelle 1911 gegründet und bietet Blockchain- und Digital-Asset-Technologien für Unternehmen. Im Oktober 2025 führte IBM Digital Asset Haven ein, eine Plattform für regulierte Unternehmen zur Verwaltung digitaler Vermögenswerte über Blockchains hinweg.

Amazon Web Services (AWS) wurde 2006 gegründet und stellt Cloud-Infrastruktur für Blockchain-Netzwerke, Web3-Anwendungen und Digital-Asset-Dienste bereit. Im Juni 2026 stellte AWS ein schlüsselfertiges Blockchain-Schlüsselmanagementsystem mit Nitro Enclaves vor, das isolierte Schlüsselgenerierung, Transaktionssignierung und Zugriffskontrollen bietet.

Oracle wurde 1977 gegründet und bietet mit seiner Oracle Blockchain Platform Unterstützung für Smart Contracts, Distributed Ledgers, vertrauenswürdige Datenfreigabe und digitale Asset-Anwendungen. Im März 2026 ergänzte Oracle SafeNet Hardware Security Module zur Speicherung und Verwaltung kryptografischer Schlüssel.

Microsoft unterstützt Blockchain-Sicherheit über Azure-Infrastruktur, vertrauliche Ledger-Technologie, Identitätsschutz, Verschlüsselung und Cloud-Sicherheitsdienste. Im August 2025 meldete das Unternehmen Fortschritte bei seinem Quantum-Safe-Programm, das Azure und andere Kerndienste gegen zukünftige kryptografische Bedrohungen widerstandsfähiger machen soll.

CertiK wurde 2017 gegründet und bietet unter anderem Smart-Contract-Audits, formale Verifizierung, Penetrationstests, Bug-Bounty-Programme, On-Chain-Monitoring und Compliance-Tools. Im April 2026 erweiterte CertiK seine KI-nativen Sicherheitsfunktionen und führte AI Auditor zur schnelleren Erkennung von Schwachstellen ein.

**Infobox:** Die von Spherical Insights genannten Marktführer decken unterschiedliche Bereiche ab – von Cloud- und Blockchain-Infrastruktur über Schlüsselverwaltung bis hin zu Audits, Überwachung und KI-gestützter Schwachstellenerkennung.

## Swift setzt auf Blockchain, statt sich von ihr ersetzen zu lassen

Das internationale Zahlungsnachrichtennetzwerk Swift erweitert laut **CoinDesk** sein Bankennetzwerk um Blockchain-Fähigkeiten. Stablecoins und tokenisierte Einlagen versprechen schnellere, günstigere und rund um die Uhr verfügbare grenzüberschreitende Zahlungen.

Swift verbindet 11.500 Finanzinstitute in mehr als 200 Ländern und Gebieten. Das Netzwerk verarbeitet mehr als 53 Millionen Finanznachrichten täglich und gilt damit laut CoinDesk als besonders stark vom Netzwerkeffekt geprägt.

Im Juli führte Swift ein neues Blockchain-Hauptbuch ein. Es soll Banken eine gemeinsame Schicht für tokenisierte Einlagen bieten, die in den eigenen Hauptbüchern ausgegeben werden. HSBC und Standard Chartered führten laut Quelle kürzlich die erste Live-Grenzüberweisung auf diesem Ledger durch.

| Angeschlossene Finanzinstitute | 11.500 | 

| Abgedeckte Länder und Gebiete | mehr als 200 | 

| Täglich verarbeitete Finanznachrichten | mehr als 53 Millionen | 

| Geschätzte tägliche Übertragung | 5 Billionen US-Dollar | 

| Geschätzte jährliche Übertragung | etwa 1,2 Billiarden bis 1,5 Billiarden US-Dollar | 

| Anteil der Zahlungsanweisungen innerhalb von 10 Minuten | 75 % | 

CoinDesk berichtet, dass der Zahlungsprozess je nach beteiligten Banken, Währungen und Compliance-Prüfungen ein bis fünf Werktage dauern kann. Gleichzeitig erreichen 75 % der Zahlungsanweisungen laut Jack Pouderoyen innerhalb von 10 Minuten die Empfängerbank, während die zugrunde liegende Geldüberweisung länger dauern kann.

Stablecoins können Werte direkt zwischen Wallets übertragen. Tokenisierte Einlagen sollen dagegen Konto-zu-Konto-Transaktionen ermöglichen, die weiterhin den Großteil des grenzüberschreitenden Zahlungsvolumens ausmachen.

> „Verschiedene Instrumente werden koexistieren, verschiedene Infrastrukturen werden koexistieren“, sagte Naveen Mallela von Standard Chartered laut CoinDesk.

Eine zentrale Herausforderung ist laut CoinDesk die Fragmentierung. Banken entwickeln eigene Ledger, Stablecoin-Emittenten arbeiten über mehrere Blockchains und tokenisierte Einlagensysteme können auf unterschiedlichen Infrastrukturen basieren.

Swift sieht sich deshalb als mögliche gemeinsame Interoperabilitätsschicht. Kritiker wie Chris Maurice von Yellow Card warnen hingegen, Swift könne zu einer zusätzlichen statt zu einer unverzichtbaren Infrastruktur werden, falls Banken eigene Blockchain-Systeme direkt zur Abwicklung einsetzen.

**Infobox:** Swift verfügt über ein Netzwerk von 11.500 Finanzinstituten in mehr als 200 Ländern und Gebieten. Während Blockchain-Zahlungssysteme mit Geschwindigkeit und Verfügbarkeit konkurrieren, setzt Swift auf die Verbindung fragmentierter Netzwerke.

## Ether.fi bietet laut NZZ 5,95 Prozent Zinsen und Kredite zu 3,74 Prozent

Die **Neue Zürcher Zeitung** berichtet über Ether.fi als Finanzplattform, die Banking-Funktionen mit Blockchain-Anwendungen verbindet. Im beschriebenen Beispiel wurden 618 Dollar per Banküberweisung eingezahlt und mit 5,95 Prozent verzinst; für Euro nennt die Quelle 5,78 Prozent.

Gegen die Einlage ließ sich laut NZZ per Knopfdruck ein Kredit aufnehmen. Als Sicherheit dienten 618 Dollar, während 493 Dollar zu einem Zinssatz von 3,74 Prozent ausgeliehen wurden.

| Einlage | 618 Dollar | 

| Zins auf Dollar-Ersparnisse | 5,95 Prozent | 

| Zins auf Euro | 5,78 Prozent | 

| Kredit | 493 Dollar | 

| Kreditzins | 3,74 Prozent | 

| Cashback der Debitkarte | 3 Prozent des Umsatzes | 

Die Zinssätze sind dynamisch und können sich laut NZZ abhängig von den Marktbedingungen und der Kreditnachfrage verändern. Die beschriebene positive Zinsdifferenz kann dadurch ins Negative drehen; der Kredit lässt sich laut Darstellung per Knopfdruck annullieren.

Das Geld arbeitet im Hintergrund auf Blockchain-Finanzanwendungen. Ether.fi bietet außerdem Aktienzertifikate auf der Blockchain an, darunter Zertifikate auf Nvidia und Walmart sowie auf Indizes wie den S&P 500 und auf Edelmetalle. Diese Zertifikate schreiben laut Quelle Dividenden gut, sind rechtlich jedoch keine Aktien und bringen dadurch ein zusätzliches Risiko mit sich.

Die Zertifikate können ebenfalls als Kreditsicherheit verwendet werden. Weil ihr Kurs schwankt, besteht laut NZZ das Risiko einer Verwertung beziehungsweise Liquidierung der Sicherheit.

Die virtuelle Debitkarte lässt sich mit Apple- oder Google-Wallet verbinden und bringt eine Rückvergütung von 3 Prozent des Umsatzes. Kontogebühren sind laut der beschriebenen Plattform nicht vorgesehen.

Als größte Innovation beschreibt die NZZ den Umstand, dass Ether.fi keine Bank ist. Ether.fi kontrolliert die 618 Dollar demnach nicht; die Einlagen liegen auf der Blockchain. Gleichzeitig weist die Quelle auf das reale Risiko hin, dass das Protokoll gehackt werden könnte.

**Infobox:** Ether.fi kombiniert laut NZZ verzinste Einlagen, besicherte Kredite, Blockchain-basierte Zertifikate und eine Debitkarte mit 3 Prozent Cashback. Die Zinssätze sind dynamisch, und ein Hack des Protokolls bleibt ein relevantes Risiko.

## EZB plant Projekt Pontes zur Verbindung von DLT und TARGET-Services

**AD HOC NEWS** berichtet über die Forderung von EZB-Direktorin Isabel Schnabel, Zentralbankreserven direkt auf einer Blockchain abzubilden. Ihre Äußerungen erfolgten im Rahmen des Jackson-Hole-Symposiums am 28. August 2026.

Schnabel unterscheidet laut Quelle zwischen drei Modellen: der direkten Ausgabe von Zentralbankgeld auf einer Blockchain, Brückenlösungen zu bestehenden Systemen und der Einbindung über private Intermediäre. Nur die direkte Ausgabe ermögliche eine native Tokenisierung.

Stablecoins könnten als Ergänzung zum Geldmarkt bestehen, seien aber kein vollwertiger Ersatz für Zentralbankgeld. In Krisen- oder Stressphasen könnten Stablecoins laut der Darstellung nicht autonom Reserven schaffen.

Die Zentralbanken müssten deshalb weiterhin Liquidität bereitstellen und Geldpolitik auf den neuen technologischen Plattformen umsetzen. Als Vorteil der DLT nennt Schnabel die atomare Abwicklung, bei der Transaktionen unmittelbar und zeitgleich finalisiert werden können.

| Jahr der Pilotversuche | 2024 | 

| Anzahl der Teilnehmer | 64 | 

| Abwicklungsvolumen | 1,6 Mrd. Euro | 

| Geplanter Start von Pontes | September 2026 | 

Zur technologischen Umsetzbarkeit verwies Schnabel auf Pilotversuche aus dem Jahr 2024. Daran nahmen insgesamt 64 Teilnehmer teil, das Abwicklungsvolumen betrug 1,6 Mrd. Euro.

Im September 2026 soll das Projekt Pontes starten. Es soll eine technologische Brücke zwischen DLT-Plattformen und den etablierten TARGET-Services schaffen.

In einer späteren Ausbaustufe ist laut AD HOC NEWS eine Abwicklungsfinalität auf einer vom Eurosystem betriebenen DLT-Infrastruktur vorgesehen. Die Plattform soll Smart Contracts ermöglichen und rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche betrieben werden.

**Infobox:** Die EZB plant mit Pontes ab September 2026 eine Verbindung zwischen DLT-Plattformen und TARGET-Services. Pilotversuche im Jahr 2024 umfassten 64 Teilnehmer und ein Abwicklungsvolumen von 1,6 Mrd. Euro.

## Coldcard-Hack rückt Risiken für Bitcoin-Wallets in den Mittelpunkt

Die **Bilanz** berichtet über einen Coldcard-Hack, bei dem 5200 Wallets geleert worden sein sollen. Der Beitrag stellt den Vorfall in den Zusammenhang mit der Sicherheit von Bitcoin und der Notwendigkeit, Schutzmaßnahmen in der Kryptowelt weiter auszubauen.

Bitcoin selbst wird im Beitrag als weiterhin uneinnehmbare Festung beschrieben. Gleichzeitig habe der Hack gezeigt, wie leicht Anleger in der Kryptowelt Geld verlieren können.

**Infobox:** Der von Bilanz beschriebene Coldcard-Hack betraf 5200 Wallets. Der Beitrag stellt dem grundlegenden Schutz von Bitcoin die Risiken einzelner Wallets und technischer Sicherheitslösungen gegenüber.

## Cosmos-EVM-Schwachstelle betrifft sechs Blockchains

**CryptoTicker** berichtet über eine kritische Schwachstelle im gemeinsam genutzten Cosmos-EVM-Modul. Die Lücke wurde zwischen dem 20. und dem 25. August 2026 auf sechs Blockchains ausgenutzt; rund 5,72 Millionen US-Dollar wurden zu Geld gemacht.

Drei Ketten mussten ihren Betrieb anhalten. Cosmos Labs kontaktierte nach eigenen Angaben 40 Netzwerke und veröffentlichte am 28. August ein Post-Mortem zum Ablauf des Vorfalls.

| Betroffene Blockchains | sechs | 

| Zeitraum der Ausnutzung | 20. bis 25. August 2026 | 

| Zu Geld gemachter Betrag | rund 5,72 Millionen US-Dollar | 

| Angehaltene Ketten | drei | 

| Von Cosmos Labs kontaktierte Netzwerke | 40 | 

| Veröffentlichung des Post-Mortems | 28. August 2026 | 

Cosmos EVM erweitert eine Cosmos-Blockchain um eine Ethereum-kompatible Ausführungsumgebung. Der Vorteil gemeinsamer Software ist eine schnellere Entwicklung, gleichzeitig entsteht eine gemeinsame Abhängigkeit: Ein Fehler im Modul kann mehrere Netzwerke betreffen.

Die Schwachstelle trägt die Kennung GHSA-7g4w-cg88-2cq2 und wird von Cosmos Labs als kritisch eingestuft. Betroffen waren Versionen kleiner 0.6.2 sowie ab 0.7.0 bis vor 0.7.2; behoben wurde der Fehler in v0.6.2 und v0.7.2, die am 19. August 2026 erschienen.

Der Cosmos Hub mit seinem Token ATOM war laut CryptoTicker nicht betroffen, da er ohne dieses Modul läuft. Die technische Ursache lag an der Schnittstelle zwischen dem Modul x/bank und der Ethereum-StateDB.

Bei einem Vesting-Konto konnte mehr delegiert werden, als frei verfügbar war. Beim Zurückschreiben zog der Code den vollen delegierten Betrag vom kleineren verfügbaren Betrag ab, ohne zu prüfen, ob das Ergebnis positiv sein konnte.

Dadurch konnte bei einer vorzeichenlosen Zahl ein Überlauf entstehen. Laut CryptoTicker wurde aus einem Fehlbetrag ein Guthaben in der Größenordnung von 2 hoch 256, das anschließend entweder vom Angreifer abgezogen oder an ein fremdes Konto übertragen werden konnte.

## MANTRA, KiiChain und TAC stoppten den Betrieb

Öffentlich benannt wurden laut CryptoTicker drei der sechs ausgenutzten Netzwerke: MANTRA, KiiChain und TAC. MANTRA hielt seine Kette am 21. August bei Block 17.449.398 an und nahm die Blockproduktion am 22. August mit Version 8.4.0 wieder auf.

Das MANTRA-Team erklärte, dass Nutzerguthaben nicht verändert wurden und zwei Adressen unter eigener Kontrolle betroffen waren. CryptoSlate bezifferte die MANTRA-Seite des Vorfalls auf rund 3,6 Millionen Dollar Nominalwert bei 720,9 Millionen Token.

KiiChain hielt bei Block 9.355.723 an. Nach eigener Darstellung wurde die betreffende Technik dort achtzehnmal hintereinander angewendet.

TAC stoppte am 22. August bei Block 24.671.475. Nach Angaben des Teams geschah dies, nachdem ein Konto geleert worden war.

| MANTRA: Stopp | Block 17.449.398 | 

| MANTRA: Neustart | 22. August mit Version 8.4.0 | 

| KiiChain: Stopp | Block 9.355.723 | 

| TAC: Stopp | Block 24.671.475 | 

| MANTRA: Nominalwert laut CryptoSlate | rund 3,6 Millionen Dollar | 

| MANTRA: betroffene Token laut CryptoSlate | 720,9 Millionen Token | 

Cosmos Labs meldete außerdem 13 weitere potenziell betroffene Ketten, die aktualisiert, angehalten oder abgesichert wurden, bevor ein Angriff erfolgte. Elf Installationen des Moduls waren dem Team vor dem Vorfall nicht bekannt und wurden erst während der Aufarbeitung entdeckt.

**Infobox:** Die Schwachstelle betraf sechs Blockchains und führte zu rund 5,72 Millionen US-Dollar an realisierten Erlösen. Die korrigierten Versionen v0.6.2 und v0.7.2 erschienen am 19. August 2026.

## Unterschied zwischen Nominalwert und realisiertem Erlös

CryptoTicker weist darauf hin, dass die in der Berichterstattung genannten Schadenssummen zwischen knapp zwei und deutlich über neun Millionen Dollar liegen. Der Unterschied entsteht durch die verwendete Messgröße.

Die Summe von rund 5,72 Millionen US-Dollar beschreibt den Betrag, den der Angreifer tatsächlich zu Geld gemacht haben soll: etwa 2,87 Millionen über dezentrale Börsen und etwa 2,85 Millionen über zentrale Handelsplätze, berechnet zu den Kursen vom 19. August.

Der Nominalwert der abgeflossenen Token kann dagegen deutlich höher liegen. Bei KiiChain nennt die Quelle 148.326.583,15 abgeflossene KII mit einem Nennwert von rund neun Millionen Dollar; der Verkauf brachte etwa 1,6 Millionen ein.

| Über dezentrale Börsen realisiert | etwa 2,87 Millionen US-Dollar | 

| Über zentrale Handelsplätze realisiert | etwa 2,85 Millionen US-Dollar | 

| Abgeflossene KII | 148.326.583,15 | 

| Nennwert der KII | rund neun Millionen Dollar | 

| Erlös aus dem Verkauf der KII | etwa 1,6 Millionen | 

**Infobox:** Die rund 5,72 Millionen US-Dollar beziehen sich auf realisierte Erlöse. Der Nominalwert der gestohlenen Token kann wegen des Verkaufsdrucks und der Kursveränderungen deutlich höher ausfallen.

## CryptoTicker empfiehlt getrennte Prüfung von Kette, Guthaben und Handelsplatz

Für Halter von Token auf Cosmos-EVM-Ketten empfiehlt CryptoTicker zunächst die Prüfung des Netzwerkstatus. Ein öffentlicher Block-Explorer zeigt, ob die Blockhöhe weiter steigt oder auf einem Wert stehen bleibt.

Zusätzlich soll die verwendete Softwareversion geprüft werden. Betroffene Netzwerke sollten auf v0.6.2, v0.7.2 oder neuer aktualisieren; falls dies nicht unmittelbar möglich ist, empfiehlt Cosmos Labs laut Quelle das Anhalten der Blockproduktion.

Unabhängig davon ist zu prüfen, ob der jeweilige Handelsplatz Ein- und Auszahlungen für den Token freigegeben hat. CryptoTicker unterscheidet dabei drei Zustände:

- Die Kette produziert Blöcke.

- Das Guthaben auf der eigenen Adresse entspricht dem erwarteten Betrag.

- Der Handelsplatz ermöglicht Ein- und Auszahlungen.

Eine angehaltene Kette bedeutet nicht automatisch, dass das Guthaben verändert wurde. Umgekehrt kann eine laufende Kette mit gesperrten Börsenauszahlungen bestehen.

CryptoTicker empfiehlt außerdem, Bildschirmaufnahmen des Kontostands mit Datum und Uhrzeit, Transaktionskennungen, Statusmeldungen von Handelsplätzen und öffentliche Mitteilungen der Chain-Teams zu sichern.

**Infobox:** Bei einem Chain-Stopp müssen Netzwerkstatus, eigener Kontostand und Börsenstatus getrennt betrachtet werden. Die Quelle empfiehlt außerdem, technische Versionen und öffentliche Sicherheitsinformationen zu prüfen.

## Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung markiert einen entscheidenden Reifetest für die Blockchain-Branche: Je stärker digitale Vermögenswerte, Zahlungsinfrastrukturen und Zentralbankprojekte in produktive Finanzprozesse vordringen, desto weniger genügt technologische Innovation allein. Sicherheit, Schlüsselverwaltung und belastbare Notfallmechanismen werden zur Grundvoraussetzung für institutionelle Akzeptanz.

Besonders kritisch ist die gemeinsame Nutzung zentraler Softwaremodule. Sie beschleunigt zwar die Entwicklung, kann einzelne Schwachstellen jedoch in kurzer Zeit über mehrere Netzwerke hinweg vervielfachen. Das spricht für strengere Audits, transparente Versionskontrollen und klar definierte Verantwortlichkeiten.

Die Initiativen von Swift und der EZB zeigen zugleich, dass Blockchain klassische Finanzinfrastrukturen eher ergänzt als kurzfristig ersetzt. Ihr nachhaltiger Erfolg wird davon abhängen, ob Interoperabilität, Regulierung und Sicherheit überzeugender gelöst werden als in fragmentierten Einzellösungen.

**Kernaussage:** Der Sicherheitsmarkt gewinnt strategische Bedeutung, weil technische Ausfälle und Angriffe nicht mehr nur einzelne Krypto-Projekte, sondern zunehmend die Glaubwürdigkeit digitaler Finanzinfrastrukturen insgesamt betreffen.

Quellen:
- [Top 15 Unternehmen im globalen Blockchain-Sicherheitsmarkt](https://www.sphericalinsights.com/de/blogs/top-15-companies-in-global-blockchain-security-market-statistics-report-till-2035)
- [Warum der massive Netzwerkeffekt von Swift es vor einer Übernahme durch Kryptowährungen schützen könnte](https://www.coindesk.com/de/business/2026/08/29/swift-s-usd1-5-quadrillion-network-faces-a-blockchain-test)
- [Ether.fi: Diese Finanzplattform zahlt mehr Zinsen, als Kredite kosten](https://www.nzz.ch/wirtschaft/diese-finanzplattform-bietet-banking-der-zukunft-und-ich-bin-gerade-ihr-kunde-geworden-ld.10021281)
- [Zentralbankgeld auf Blockchain: EZB plant Tokenisierung ab September](https://www.ad-hoc-news.de/wissenschaft/zentralbankgeld-auf-blockchain-ezb-plant-tokenisierung-ab-september/70021485)
- [Coldcard-Hack: 5200 Wallets geleert – Bitcoin in Gefahr?](https://www.bilanz.ch/invest/bitcoin-sicher-quantencomputer-und-hacks-bedrohen-blockchain/884cpz0)
- [Cosmos-EVM-Schwachstelle: sechs Ketten betroffen](https://cryptoticker.io/de/cosmos-evm-schwachstelle-chain-stopp/)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [www.coinkurier.de](https://www.coinkurier.de/blockchain-sicherheit-boomt-marktprognose-swift-und-neue-angriffe/)*
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