Chainalysis: Bitcoin-Zahlungen seit Dezember deutlich zurückgegangen

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Laut einer Erhebung von Chainalysis ist die Menge der in Bitcoin (BTC) getätigten Zahlungen seit Dezember 2017 um fast 80 Prozent zurückgegangen. Das Analyse-Unternehmen schloss dies aus einer Befragung von 17 BTC-Zahlungsverarbeitern. Allerdings haben sich die Zahlen zwischen Mai und September offenbar wieder etwas erholt.

Das Volumen der in Bitcoin (BTC) vorgenommen Zahlungen ist zwischen Dezember 2017 und diesem September von 427 auf 96 Millionen US-Dollar abgestürzt. Dies meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag unter Berufung auf die Blockchain-Analysefirma Chainalysis. Allerdings sind hier nicht die Zahlungen mit eingerechnet, welche über Lightning verlaufen. Das könnte eine nicht unrelevante Anzahl von Mikrotransaktionen umfassen.

Das Unternehmen hatte diese Zahlen aus einer Befragung von 17 Bitcoin-Zahlungsverarbeitern, darunter BitPay und Coinpayments, errechnet. Diese Firmen helfen Händlern bei der Annahme von Kryptowährungen, etwa indem sie die eingenommenen Beträge in die örtliche Fiatwährung umwandeln.

Stabilität reicht nicht

Dabei war die Volatilität von Bitcoin im Laufe des Jahres stark gesunken. Sie erreichte vor wenigen Wochen den niedrigsten Stand seit Ende 2016. Kurzzeitig war sogar der US-Aktienindex S&P 500 größeren Schwankungen als Bitcoin ausgesetzt.

Es wäre eigentlich zu erwarten gewesen, dass höhere Stabilität die Nutzung von BTC als Zahlungsmittel steigern würde. „Es müsste eine Stabilitäts-Vorraussetzung geben, wenn es [Bitcoin] eine andere Form von Geld werden soll“, erklärte Jone Teves, Stratege der Schweizer Großbank UBS, gegenüber Reuters. Für die Massenadaption der Kryptowährung sei aber eine gute Skalierbarkeit entscheidend.

Im Dezember war das BTC-Netzwerk nämlich an seine Grenzen gestoßen. Transaktionen wurden extrem langsam und die Gebühren stiegen kurzzeitig auf über 50 US-Dollar. Allerdings liegen sie nun schon seit Monaten konstant im Cent-Bereich, sodass die Kosten das aktuell geringe Zahlungsvolumen kaum erklären können.

Kleine Trendwende seit Mai

Eine gewisse Verbesserung scheint es allerdings seit dem Sommer gegeben zu haben. Anfang August hatte Bloomberg ebenfalls unter Berufung auf Chainalysis-Daten berichtet, die BTC-Zahlungen seien im Mai auf einen Jahrestiefststand von 60 Millionen US-Dollar gefallen. Dementsprechend hätten sie von Mai bis September wieder um 60 Prozent zugelegt, wenn auch die Höchststände vom vergangenen Jahr noch in weiter Ferne liegen.

Ist die Menge der Bitcoin-Zahlungen in Deinen Augen ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Kryptowährung und bist Du besorgt über ihren Rückgang? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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