China: McDonald’s soll staatliche Kryptowährung testen!

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Mehr und mehr Details zu den Tests von Chinas staatlicher Digitalwährung kommen ans Licht: So sollen beispielsweise auch US-amerikanische Gastronomie-Ketten wie McDonald’s und Starbucks am Probelauf des digitalen Yuans beteiligt werden: 

Erneut sind Informationen über den digitalen Yuan (auch als DCEP bekannt), Chinas geplante staatliche Kryptowährung, an die Öffentlichkeit gekommen. So berichtete die Nachrichtenseite CoinDesk unter Berufung auf lokale Quellen, dass am Mittwoch ein wichtiges Treffen über den Test der Digitalwährung im neuen Distrikt Xiong’An stattgefunden habe.

McDonald’s und Starbucks an Test beteiligt

Teilnehmer waren demnach nicht nur Behörden, vier staatlich kontrollierte Handelsbanken und der große Tech-Konzern Tencent, sondern auch 19 Gastronomie-, Unterhaltungs- und Einzelhandelsfirmen. Für westliche Leser dürften darunter die US-amerikanischen Fastfood-Unternehmen McDonald’s und Subway, sowie die Café-Kette Starbucks am bekanntesten sein.

Zahlreiche Neuigkeiten zum Digitalen Yuan

In den letzten Wochen sorgten Neuigkeiten zu Chinas Staats-Kryptowährung immer wieder für Schlagzeilen, sodass man den Eindruck bekommt, die kommunistische Führung des Landes wolle möglichst viel Aufmerksamkeit auf das Projekt lenken (und womöglich von ihren Problemen ablenken):

So zitierte die von der Kommunistischen Partei kontrollierte Zeitung “Global Times” Ende März einen anonymen eingeweihten Experten, dem zufolge “nach den Patenten zu urteilen i der erste Schritt der technologischen Entwicklung im Wesentlichen abgeschlossen” sei.

Im April veröffentlichte die Agricultural Bank of China (ABC) dann die erste Version einer DCEP-App und es wurden vier Städte bekannt gegeben, in denen der digitale Yuan getestet werden soll: Shenzhen, Chengdu, Suzhou und der besagte neue Distrikt Xiong’An.

Außerdem hat die Zentralbank People’s Bank of China (PBOC) kürzlich angekündigt, dass der Krypto-Yuan bei den nächsten Olympischen Winterspielen, die 2022 in Peking ausgerichtet werden sollen, verwendet werden könnte.

Niederländische Zentralbank will bei Krypto-Euro vorn dabei sein

Diese Woche gab es auch in Europa Neuigkeiten in Sachen staatlicher Digitalwährungen: De Nederlandsche Bank (DNB), die Zentralbank der Niederlande, veröffentlichte einen Bericht zu dem Thema. Die Notenbank will bei der möglichen Einführung eines Digital-Euros vorn dabei sein.

Von praktischen Tests ist man hier allerdings noch weit entfernt und steckt quasi noch in der Konzept-Phase fest. So fordert die DNB hauptsächlich eine “Grundsatzdebatte” innerhalb des Euro-Systems zu dem Thema.

Ob in China oder in Europa: Eine staatliche Digitalwährung wäre anders als Bitcoin (BTC) keine gesunde Konkurrenz zum bisherigen Fiatgeldsystem, sondern würde dessen negative Aspekte noch auf die Spitze treiben: Neben der Gefahr einer Totalüberwachung aller Transaktionen würde es die Digitalwährung den Zentralbanken (im Kombination mit einer Bargeldabschaffung) erlauben, Zinsen weit ins Negative zu drücken und somit die Einlagen von Sparern zu entwerten.

Welche Auswirkungen wird die geplante Einführung der staatlichen Digitalwährung auf China und die Welt haben? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Daniel Lobo, Flickr.com, Public Domain

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