Forschungsergebnis: Mainstream-Medien voreingenommen gegenüber Bitcoin

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Medien berichten überwiegend negativ über Bitcoin. | © Depositphotos

Das Blockchain-Forschungsunternehmen Clovr untersuchte über mehr als fünf Jahre, wie tendenziös Mainstream-Medien über Bitcoin und Kryptowährungen berichten. Nicht nur sind sie überwiegend negativ gegenüber Digitalgeld eingestellt, bei der Berichterstattung tritt auch ein Rechts-Links-Gefälle in Erscheinung.

Clovr, ein auf Blockchain-Technologie spezialisiertes Forschungsunternehmen untersuchte die Berichterstattung großer Medienkonzerne zum Thema Kryptowährungen. Die Untersuchung begann am 1. Januar 2013 und endete am 31. Juli 2018. Dabei wurden 4.527 Artikel von 48 unterschiedlichen Publikationen untersucht. Darunter Forbes, The New York Times und Time Magazine.

Das zur Analyse verwandte Instrument war ein Algorithmus, welcher die in dem Artikel transportierte Stimmung bewertet. So lässt sich z.B. anhand von den Adjektiven, welche Bitcoin in einem Artikel beschreiben relativ leicht erkennen, ob der Autor die Digitalmünze in einem positiven oder negativen Licht darstellen möchte.

Die Forschungsergebnisse brachten ans Tageslicht, dass die großen Zeitschriften erst dann beginnen über Kryptowährungen zu berichten, wenn der Preis in einer kurzen Zeitspanne drastisch steigt oder fällt. Besonders gerne würde aber über einen Preisverfall berichtet. So wurden nicht etwa die meisten Artikel über Bitcoin geschrieben, als dieser die historische $20.000-Marke knackte, sondern als der Bitcoin kurz darauf die Hälfte seiner Marktkapitalisierung verlor.

Alt gegen Jung und Rechts-Links-Gefälle

Dabei berichteten allerdings nicht alle Medienunternehmen in gleicher Weise tendenziös gegen Digitalwährungen. Zeitschriften mit einer Leserschaft höheren Alters gingen besonders hart mit Kryptowährungen ins Gericht. Dazu zählen das Wall Street Journal, der Economist und die New York Times. Publikationen mit traditionell etwas jüngerem Publikum wie etwa Business Insider oder Forbes, berichteten deutlich positiver als der Durchschnitt.

Aber auch ein Rechts-Links-Gefälle war erkennbar. So rückte die sich konservativ positionierende Zeitung Breitbart News mit 66 negativen Meldungen und 0 positiven Bitcoin in ein durchweg schlechtes Licht. Linksliberale Publikationen wie Business Insider oder CNN berichteten dagegen überwiegend positiv über Bitcoin. Ein überraschendes Ergebnis angesichts der Tatsache, dass der ehemalige Chef von Breitbart, Steve Bannon, noch im Juli damit liebäugelte einen eigenen Populisten-Coin herauszubringen.

Hast Du ähnliche Erfahrungen mit der Berichterstattung der etablierten Presse gegenüber Bitcoin und Kryptowährungen gemacht? Teile uns Deine Gedanken dazu in der Kommentarspalte mit!

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