Coinbase-CEO: Diese drei Punkte sind zur Krypto-Massenadaption entscheidend

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Laut Coinbase-CEO Brian Armstrong muss es vor allem in Sachen Volatilität, Skalierbarkeit und Nutzerfreundlichkeit Verbesserungen geben, damit Kryptowährungen im Massenmarkt Erfolg haben können.

Die 2012 in den USA gegründete Exchange Coinbase ist eine der ältesten und erfolgreichsten Kryptobörsen. Brian Armstrong, Gründer und CEO des Konzerns, stellte sich am Dienstag live den Fragen der Krypto-Gemeinde.

In dem gut 45-minütigen Video erzählte er nicht nur davon, wie er ursprünglich auf Bitcoin (BTC) stieß und im Zuge dessen seine Firma startete, sondern ging auch darauf ein, welche Entwicklungen für die Zukunft des Digitalgeld-Marktes wichtig sein dürften.

Volatilität

Um Kryptowährungen für den Massenmarkt attraktiv zu machen, müssten in drei Bereichen Fortschritte gemacht werden. Einerseits sei die Volatilität noch zu hoch. Eine Währung, deren Wert stark schwanke, sei nur schwer als Tauschmittel zu verwenden. Gegen dieses Problem seien einerseits Stablecoins, also Kryptowährungen, die z.B. den US-Dollar nachbilden, und andererseits mehr Anwendungsmöglichkeiten in der realen Welt hilfreich.

Dagegen könnte man einwenden, dass gerade die Volatilität in Form stark steigender Preise Digitalgeld für viele Leute überhaupt erst interessant gemacht hat. Ohne die Spekulationsblasen wären wohl deutlich weniger Menschen auf Bitcoin & Co. aufmerksam geworden.

Skalierbarkeit

Als zweiten Punkt führt Armstrong die Skalierbarkeit an. In diesem Aspekt hatte vor allem BTC im Zuge des letzten großen Bullenmarktes Schwächen gezeigt, als Transaktionen wegen überfüllter Blöcke deutlich langsamer und teurer wurden.

Inzwischen gäbe es aber „fünf bis zehn sehr gut finanzierte Teams da draußen“, welche an neuen Lösungen arbeiten würden. Der Coinbase-CEO nannte als Beispiel Bitcoins Lightning Network, bei welchem Transaktionen schnell und günstig Off-Chain verarbeitet werden. In naher Zukunft könnten Kryptowährungen mit zentralisierten Systemen wie PayPal oder Visa gleichziehen.

Nutzerfreundlichkeit

Drittens müsse laut Armstrong die Nutzerfreundlichkeit verbessert werden. Es sei noch viel zu kompliziert, sich beispielsweise bei einer dApp (dezentralen Applikation) mit der eigenen Wallet anzumelden. Die Kryptowelt warte noch auf einen Durchbruch wie die Einführung des iPhones oder des Netscape-Browsers.

Ironischerweise nannte der Coinbase-Chef WeChat als Vorbild. Diese App begann als einfacher Messenger, ist aber inzwischen geradezu das Rückgrat des chinesischen Internets. Man kann ganz einfach mit einem Nutzerkonto z.B. Rechnungen bezahlen oder Fahrräder mieten. Natürlich hilft WeChat der chinesischen Regierung aber auch enorm bei der Zensur und Bespitzelung ihrer Bürger.

Kann Nutzerfreundlichkeit überhaupt mit Dezentralität und Privatsphäre unter einen Hut gebracht werden? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos (abgewandelt)

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