BaFin warnt deutsche Öffentlichkeit vor Exchange Coinbene

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Die Finanzaufsichtsbehörde BaFin hat eine Warnung vor der Exchange Coinbene veröffentlicht. Diese sei nicht im Handelsregister eingetragen und würde ihre freien Mitarbeiter womöglich zur Durchführung von Geldwäsche missbrauchen.

Wer einen Arbeitsplatz in der Krypto-Branche sucht, sollte besser nicht als freier Mitarbeiter bei der in Singapur ansässigen Exchange Coinbene anfangen. Das legt zumindest eine am Dienstag veröffentlichte Warnung der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nahe.

Die Behörde machte darauf aufmerksam, dass Coinbene weder über einen Eintrag im Handelsregister noch über eine Erlaubnis zum Handel von Finanzinstrumenten gemäß dem Kreditwesengesetz (KWG) verfüge. Dennoch werbe die Exchange freie Mitarbeiter an, die gegen eine Provision und unter Nutzung ihres eigenen Bankkontos Kryptowährungen handeln sollten.

Vorwurf der Geldwäsche

Die BaFin rechnet außerdem damit, dass Coinbene Geldwäsche unterstützt: “[Die freien Mitarbeiter] laufen damit Gefahr, lediglich zu dem Zweck beauftragt worden zu sein, die illegal erlangten Gelder über einen Umtausch in Kryptowährungen schnell an Kriminelle im Ausland zu übertragen, um deren Transferwege zu verwischen.”

Coinbene hat allerdings bereits letzte Woche in einer Stellungnahme auf Twitter bestritten, dass die Firma überhaupt Repräsentanten in Deutschland einstellen wolle. Offenbar hatte ein mutmaßlicher Arbeitsvertrag zwischen Coinbene und einer deutschen Mitarbeiterin im Internet kursiert, welchen die Kryptobörse jedoch als “Fake” abstempelte.

CoinBene womöglich im März gehackt

Vor zwei Monaten beklagten sich Nutzer der Exchange, dass sie keine Abhebungen mehr durchführen könnten und äußerten den Verdacht, Coinbene sei gehackt worden.

CoinBene versuchte, diese Gerüchte zu zerstreuen. In einer Stellungnahme auf Twitter erklärte die Exchange, sie hätte lediglich Wartungsarbeiten und Upgrades bei verschiedenen Wallets durchgeführt. Alle Einlagen seien zu 100 Prozent sicher und sollte doch etwas verloren gehen, würde der Betrag in Gänze erstattet.

Das Blockchain-Analyse-Unternehmen Elementus gab sich mit dieser Erklärung jedoch nicht zufrieden. „Die Abfolge der Ereignisse passt zu einem Hack“, erklärte Elementus-CEO Max Galka am 27. März in einem Blog-Artikel.

Seinen Untersuchungen zufolge waren Kryptowährungen im Wert von 105 Millionen US-Dollar von CoinBene aus zu anderen zentralisierten Kryptobörsen und der dezentralen Exchange EtherDelta überwiesen worden. Verdächtigerweise wurden die Coins über viele verschiedene Wallets umgeleitet, so als versuche ein Dieb, seine Spuren zu verwischen.

Wird Coinbene in Kürze zusammenbrechen oder ist die Exchange trotz aller negativen Berichterstattung stabil? Schreib uns Deine Einschätzung dazu in die Kommentarpalte!

© Bild via Nicolas Raymond, Flickr.comLizenz

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