Neue Alternative zu CoinMarketCap will mit gefälschten Zahlen aufräumen

0
787
⏱ Lesezeit: 2 Minuten

Die Firma Bitwise hat kürzlich berechnet, dass 95 Prozent des auf CoinMarketCap angegebenen Bitcoin (BTC)-Handelsvolumens gefälscht seien. Nun wurde auf Grundlage dieser Analyse die alternative Plattform OpenMarketCap gestartet.

Wo macht man sich am besten ein umfassendes Bild von den Kryptomärkten? Für viele Hodler ist die Antwort klar: Sie nutzen CoinMarketCap.com (CMC). Auf dieser Webseite findet man nicht nur die aktuellen Preise von über 2.000 Kryptowährungen, sondern auch Informationen zu Exchanges und deren Handelsvolumina.

Jedoch ist der Branchenprimus in Sachen Krypto-Statistiken kürzlich dafür in die Kritik geraten, gefälschte Handelsvolumina von dubiosen Exchanges ungefragt zu übernehmen und somit ein verzerrtes Bild des Kryptomarktes abzubilden. Ein neuer Konkurrent namens OpenMarketCap (OMC) ist mit dem Ziel angetreten, die Marktlage realistischer dazustellen.

Frappierender Unterschied zu CoinMarketCap

OpenMarketCap orientiert sich an den kürzlich veröffentlichten Untersuchungsergebnissen der Krypto-Investmentfirma Bitwise. Diese war zu dem Ergebnis gekommen, dass 95 Prozent des auf CoinMarketCap angegebenen Bitcoin (BTC)-Handelsvolumens gefälscht sei und nur zehn Exchanges verlässliche Daten liefern würden.

OCM überträgt nun diese Sichtweise auf den gesamten Kryptomarkt und kommt dabei zu erschreckenden Ergebnissen: Nur rund drei Prozent des Ethereum (ETH)-Handelsvolumens findet auf vertrauenswürdigen Exchanges statt. Bei Litecoin (LTC) und DASH sind es nicht einmal zwei Prozent.

© OpenMarketCap.com

Unter den zehn größten Kryptowährungen schneidet Binance Coin (BNB) mit „nur“ 44 Prozent gefälschtem Handelsvolumen noch am besten ab. Das ist logisch, wird Binance doch zu den zehn seriösen Exchanges gezählt.

OpenMarketCap basiert auf dem DIRT Protocol

OpenMarketCap wurde auf Grundlage des DIRT Protocols entwickelt. Das Protokoll war vergangenes Jahr durch Yin Yin Wu ins Leben gerufen worden, eine Unternehmerin, die zuvor zwei Startups gegründet und eines davon an Microsoft verkauft hatte. Im letzten Juli sammelte DIRT Investitionen im Wert von drei Millionen US-Dollar ein.

Ziel des noch in der Beta-Phase befindlichen Protokolls ist es, vertrauenswürdige Datenbanken zu ermöglichen. Dabei werden Register auf dem Ethereum-Netzwerk angelegt. Wer etwas hinzufügen oder ändern will, muss dafür DIRT-Tokens aufwenden. Mit Hilfe dieser wird auch abgestimmt, ob eine Information wahrheitsgemäß ist oder nicht.

Dieses System kommt auch bei OMC zum Einsatz. Die Webseite hat zwar mit den zehn Exchanges angefangen, die auch Bitwise als vertrauenswürdig eingestuft hatte, jedoch kann laufend darüber abgestimmt werden, welche Kryptobörsen hinzugefügt oder wieder entfernt werden sollen.

Auch CMC hat auf die Debatte um das gefälschte Handelsvolumen reagiert. Die Webseite lehnt es allerdings ab, bestimmte Exchanges als Betrüger zu brandmarken. Stattdessen sollen bald zusätzliche Daten wie etwa die Wallet-Bilanzen der Kryptobörsen angegeben werden, sodass sich die Nutzer besser ein eigenes Bild machen können.

Hat OpenMarketCap in Deinen Augen eine Chance, sich gegen CoinMarketCap durchzusetzen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Deposithotos

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here