Coinmine One: Neues Lightning-freundliches Mininggerät, fast geräuschlos

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Das neue Mining-Gerät von Coinmine One. | © Depositphotos

Die unter anderem von Coinbase finanzierte Firma Coinmine hat ihr erstes Mining-Gerät auf den Markt gebracht. Der Coinmine One kann vorerst vier Altcoins schürfen und ist vor allem auf eine bequeme Bedienbarkeit ausgerichtet. In Zukunft soll er auch mit Proof of Stake-Coins und dem Lightning Network kompatibel gemacht werden.

Mit Coinmine möchte ein neues Unternehmen den hart umkämpften Mining-Markt aufmischen. Während Branchenprimus Bitmain auf hochspezialisierte Geräte setzt, die man des Lärmes wegen höchstens in der Garage betreiben würde, soll der Coinmine One ein Alleskönner sein, der mit seinen 40 Dezibel auch in eine Stadtwohnung passt.

Heutzutage stecken in den meisten Schürfgeräten ASICs, integrierte Schaltkreise, dank denen man nur einen einzigen Proof of Work-Algorithmus minen kann, diesen aber hocheffizient. Coinmine One dagegen verwendet gewöhnliche Grafikkarten und kann dadurch fürs erste vier verschiedene Kryptowährungen schürfen: Ethereum (ETH), Monero (XMR), Zcash (ZEC) und Ethereum Classic (ETC).

Über das eigene Betriebssystem MineOS soll es zudem in Zukunft möglich werden, Proof of Stake-Kryptowährungen wie Tezos (XTZ) zu staken. Bitcoin (BTC) kann man zwar nicht minen, allerdings ist eine Funktion geplant, mit der man Routing-Gebühren von Bitcoins Lightning Network verdienen kann.

Komfort statt Profit

Über besondere technische Kenntnisse muss man als Nutzer nicht verfügen. Man muss nur den Coinmine One in die Steckdose stecken und sich dann über die zugehörige App einen Coin aussuchen, den man schürfen möchte. Sogar einen Mining-Pool bekommt man automatisch zugewiesen.

Allerdings hat der Komfort auch seinen Preis: 799 US-Dollar verlangt der Hersteller für das Gerät. Hinzu kommt, dass Coinmine fünf Prozent aller Profite der Nutzer für sich abzweigt. Dies sei nötig, um die Software auf dem neuesten Stand zu halten, z.B. nachdem sich Monero durch eine Hard Fork updated, wie Coinmines FAQ-Seite erklärt.

Auf die Frage, wie schnell sich ein Kauf des Geräts refinanzieren würde, reagierte Coinmine-CEO Farbood Nivi im Interview mit der Krypto-Nachrichtenseite Coindesk ausweichend. Er riet dazu, nicht sofort zu verkaufen. „Du solltest [das Kryptogeld] wirklich halten. Du hältst und wartest, bis es sich verzehn-, verhundert- oder vertausendfacht.“

Hochrangige Investoren

Um bei der aktuellen Marktlage daran zu glauben, braucht es wohl viel Geduld und Optimismus. Diese Eigenschaften scheinen einige namhafte Investoren allerdings zu besitzen. In einer ersten Finanzierungsrunde sammelte Coinmine 2 Millionen US-Dollar, unter anderem von Coinbase Ventures, der Investment-Sparte der erfolgreichsten Exchange aus den USA.

Coinbase‘ Chief Technology Officer (CTO) Balaji Srinivasan steuerte zusätzlich Geld von seinem Privatvermögen bei. Ein weiterer Investor ist Brian Norgart, bis vor kurzem Produktchef der Dating-App Tinder. Er möchte Coinmine darüber hinaus als aktiver Berater unterstützen.

Kann der Coinmine One Mining auch für weniger technikaffine Personen attraktiv machen oder wird das Produkt eher ein Flopp? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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