Coinstar und Coinme schließen Partnerschaft und bringen Bitcoin-ATMs in US-Supermärkte  

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Einige Coinstar-Münzautomaten fungieren nun auch als Bitcoin-ATMs. | © Beato Enterprises Inc.

Der Münzautomaten-Anbieter Coinstar und die Bitcoin-ATM-Firma Coinme haben eine Partnerschaft geschlossen. Dadurch kann man nun in drei US-Bundesstaaten an Coinstar-Geräten Bitcoin (BTC) kaufen. Das Unternehmen will auch in Deutschland mit seinen Münzautomaten expandieren.

Dank einer Kooperation zwischen den Unternehmen Coinstar und Coinme können viele US-Amerikaner nun Bitcoin (BTC) in ihren Supermärkten erwerben. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Donnerstag hervor.

Coinme macht Coinstar-Münzautomaten zu Bitcoin-ATMs

Während Coinme der erste staatlich genehmigte Bitcoin-ATM-Betreiber in den USA ist, galt das „Coin“ in Coinstar ursprünglich nicht Kryptowährungen, sondern konventionellen physischen Münzen. Bereits seit 1992 kann man an Coinstar-Automaten sein Hartgeld gegen Scheine eintauschen.

Durch die Partnerschaft mit Coinme fungieren nun einige Coinstar-Geräte auch als Bitcoin-ATMs. Wie GeekWire berichtete, stehen die teilnehmenden Automaten in Supermärkten der Ketten Safeway und Albertsons in den US-Bundesstaaten Texas, Washington und Kalifornien. Als Teil ihres gemeinsamen Abkommens habe Coinstar einen ungenannten Betrag in Coinme investiert.

Bitcoin nur gegen Papiergeld erhältlich

Ironischerweise kann man an den Coinstar-Automaten nicht direkt metallische gegen digitale Münzen tauschen. Die Maschine muss mit Geldscheinen gefüttert werden. Daraufhin erhält man einen Code, der dann auf der Coinme-Webseite gegen den entsprechenden Betrag in BTC eingetauscht werden kann.

Zuvor muss man allerdings in einer Know Your Customer (KYC)-Prozedur seine Identität bei Coinme bestätigen. Außerdem werden für den Bitcoin-Erwerb Gebühren in Höhe von vier Prozent des Betrages fällig und man darf nicht mehr als 2.500 US-Dollar täglich zum Kauf von BTC ausgeben.

Coinstar betreibt auch in Deutschland Münzautomaten

Coinstar ist auch in Deutschland vertreten. Etwa 350 der weltweit 20.000 Münzautomaten stehen hierzulande, vor allem in Supermärkten der Kette Real. Erst vergangene Woche erklärte Coinstar gegenüber dem Handelsblatt, sein Angebot in Deutschland innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre verzehnfachen zu wollen.

Das Unternehmen möchte davon profitieren, dass deutsche Banken immer seltener Münzen annehmen, obwohl die Bevölkerung weiterhin gerne Bargeld nutzt. Dafür lässt sich Coinstar seinen Dienst teuer bezahlen: 9,9 Prozent der eingezahlten Summe werden als Gebühr einbehalten.

Es bleibt zudem äußerst fraglich, ob Coinstar sein Bitcoin-Angebot bald auf Deutschland ausdehnen wird. Zwar ermutigte ein Urteil des Berliner Kammergerichts im September vereinzelt Unternehmen zum Aufstellen von Krypto-ATMs (der jüngste nahm vergangene Woche in Sulz am Neckar den Betrieb auf), aber die Rechtslage bleibt weiterhin unklar.

In Frankreich dagegen hat die Krypto-Adaption kürzlich einen großen Schritt nach vorn gemacht. Das örtliche Blockchain-Unternehmen KeplerK bietet seit diesem Monat Bitcoin in Tabakläden zum Verkauf an. Bis Februar sollen 6.500 Geschäfte teilnehmen. Wie bei Coinme muss man allerdings einen KYC-Test durchlaufen und die Gebühren sind mit sieben Prozent nicht gerade niedrig.

Werden sich Bitcoin-ATMs bald auch in Deutschland etablieren oder werden die Behörden hart dagegen durchgreifen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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