Coldcard-Hack erschüttert Bitcoin-Anleger, während Krypto-Märkte in Bewegung bleiben

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Ein Coldcard-Hack mit rund 1.367 gestohlenen Bitcoin verschärft die Debatte über Selbstverwahrung, während Riot Platforms vor wichtigen Quartalszahlen steht.

Ein Sicherheitsvorfall mit Millionenverlusten erschüttert die Bitcoin-Selbstverwahrung, während die Spur des Angreifers und ungewöhnliche On-Chain-Bewegungen neue Fragen aufwerfen. Gleichzeitig stehen Miner, Ethereum-ETFs und das XRP Ledger vor wichtigen Weichenstellungen. Der Pressespiegel zeigt die zentralen Entwicklungen und ihre möglichen Folgen für den Kryptomarkt.

Coldcard-Hack löst Bewegung unter Bitcoin-Anlegern aus

Der laufende Angriff auf Coldcard-Wallets sorgt laut BTC-ECHO für erhebliche Verunsicherung in der Bitcoin-Community. Nach Daten von Galaxy Research wurden inzwischen rund 1.367 Bitcoin im Wert von knapp 90 Millionen US-Dollar aus mehr als 4.500 Wallet-Adressen gestohlen.

Betroffenen Nutzern wird geraten, ihre Bitcoin vorsorglich auf neue Wallets zu übertragen. Auslöser des Angriffs war nach bisherigen Erkenntnissen ein Fehler in der Firmware bestimmter Coldcard-Wallets, durch den einige Geräte vorhersehbare Seed-Phrasen erzeugten.

Angreifer konnten daraus offenbar private Schlüssel ableiten und die Bitcoin auf eigene Wallets übertragen. Sicherheitsforscher halten es für möglich, dass weitere Coldcard-Wallets gefährdet sind.

Die Verunsicherung zeigt sich auch in den On-Chain-Daten. Nach Angaben von CryptoQuant wurden am Freitag rund 39.600 Bitcoin in Transaktionen mit weniger als einem Bitcoin transferiert. Eine derart hohe Aktivität von Kleinanlegern habe es seit dem Zusammenbruch der Krypto-Börse FTX im November 2022 nicht mehr gegeben.

„Die Bitcoin-Kleinanleger haben seit dem FTX-Kollaps nicht mehr so viele Bitcoin an einem Tag bewegt“, schrieb CryptoQuant-Researchchef Julio Moreno auf X.

Der Vorfall befeuert zudem die Debatte über die Verwahrung von Bitcoin. Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas sieht darin Argumente für Spot Bitcoin ETFs, während Nick Neuman, Chef des Bitcoin-Sicherheitsunternehmens Casa, den Angriff als Folge eines Fehlers bei einem einzelnen Wallet-Hersteller einordnet.

Gestohlene Bitcoinrund 1.367 Bitcoin
Betroffene Wallet-Adressenmehr als 4.500
Wert der gestohlenen Bitcoinknapp 90 Millionen US-Dollar
Transfers unter einem Bitcoinrund 39.600 Bitcoin

Infobox: Der Coldcard-Hack hat zu umfangreichen Bitcoin-Transfers geführt und die Diskussion über Selbstverwahrung und ETF-Produkte neu entfacht. BTC-ECHO berichtet von rund 1.367 gestohlenen Bitcoin und mehr als 4.500 betroffenen Wallet-Adressen.

Block identifiziert Spur zu kostenpflichtigem Blockchain-Dienstleister

Im Fall der kompromittierten Coldcard-Wallets gibt es nach Angaben von Blocktrainer eine konkrete Spur. Das Sicherheitsteam von Block konnte Aktivitäten des Angreifers offenbar einem kostenpflichtigen Account bei einem bekannten Blockchain-Dienstleister zuordnen.

Die Sicherheitslücke bestand dem Bericht zufolge in einer fehlerhaften Zufallserzeugung. Betroffene Geräte erzeugten Seedphrases, die wesentlich leichter vorherzusagen waren, als es bei einer sicheren Hardware-Wallet der Fall sein darf.

Ein Angreifer konnte den verkleinerten Suchraum offenbar systematisch durchsuchen, die zugehörigen privaten Schlüssel berechnen und innerhalb kürzester Zeit rund 500 Wallets leerräumen. Zunächst wurden etwa 594 Bitcoin gestohlen und zu großen Teilen auf einer neuen Adresse zusammengeführt. Mittlerweile soll es sich um eine vierstellige Anzahl an BTC handeln, die von hunderten Opfern entwendet wurde.

Bei der Untersuchung der Transaktionen stieß das Team laut Blocktrainer auf ein ungewöhnliches Muster bei den sogenannten Sweeps. Dabei werden Bitcoin aus vielen einzelnen Adressen beziehungsweise UTXOs eingesammelt und an eine neue Adresse übertragen.

Der Angreifer soll über einen kostenpflichtigen Account die Ausgangsadressen der betroffenen Wallets abgefragt und weitere Arbeitsschritte rund um die Sweeps durchgeführt haben. Auf diese Weise konnte er offenbar prüfen, auf welchen zuvor berechneten Adressen tatsächlich Bitcoin lagen und welche Ziele sich besonders lohnten.

Der betreffende Blockchain-Dienstleister wurde anschließend kontaktiert. Dessen interne Protokolle sollen den vermuteten Ablauf mit „außergewöhnlicher Genauigkeit“ bestätigt haben. Anzahl, Zeitpunkt und Reihenfolge der Anfragen passten demnach zu den anschließend auf der Blockchain sichtbaren Transaktionen.

Der Name des Dienstleisters wurde bislang nicht öffentlich genannt. Hinweise darauf, dass der Anbieter wissentlich an dem Angriff beteiligt war, gibt es laut Blocktrainer nicht; er habe lediglich seine normalen Dienste bereitgestellt.

Der kostenpflichtige Account könnte für den Täter dennoch problematisch sein. Beim Dienstleister könnten Informationen zur Registrierung, verwendeten IP-Adressen, Login-Zeitpunkten oder zur Bezahlung des Accounts vorliegen.

Nach Einschätzung des Berichts könnte der Täter moderne KI-Werkzeuge genutzt haben, um auf die Schwachstelle zu stoßen und zumindest einen Teil des Angriffscodes erstellen zu lassen. Block will die gesammelten Erkenntnisse an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeben.

Infobox: Blocktrainer berichtet von einer möglichen Verbindung des Angreifers zu einem kostenpflichtigen Blockchain-Dienstleister. Interne Protokolle sollen die Anfragen des Accounts mit den späteren Wallet-Leerungen in Verbindung bringen.

Riot Platforms fällt auf 17,49 Euro zurück

Die Aktie von Riot Platforms beendete den Handel laut Börse Express bei 17,49 Euro. Das entsprach einem Tagesverlust von 8,80 Prozent, während seit Jahresbeginn weiterhin ein Plus von 54,99 Prozent verzeichnet wurde.

Der kommende Quartalsbericht steht dabei im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Für den 5. August rechnen Analysten mit einem Umsatzanstieg auf rund 150 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig wird für das abgelaufene Quartal ein Verlust zwischen 0,28 und 0,39 US-Dollar je Aktie erwartet.

Im ersten Quartal erzielte Riot im Bereich der Rechenzentren einen Umsatz von 33,2 Millionen US-Dollar. Der operative Cashflow war jedoch mit über 182 Millionen US-Dollar negativ.

Riot baut seine Infrastruktur weiter aus. Die geplante Kapazität am Standort Corsicana wurde auf 756 Megawatt erhöht. Ein Vertrag mit AMD umfasst 50 Megawatt und enthält eine Option auf weitere 200 Megawatt.

Nach Unternehmensangaben sanken die Investitionskosten pro Megawatt von 3,6 Millionen auf 3,3 Millionen US-Dollar. Parallel verfolgt Riot eine hybride Strategie, die Bitcoin-Mining und Infrastruktur für Künstliche Intelligenz miteinander verbindet.

In Texas nutzt das Unternehmen sogenannte Curtailment-Abkommen mit dem Netzbetreiber ERCOT. Bei Lastspitzen im Stromnetz drosselt Riot den Betrieb und erhält dafür Gutschriften.

Zusätzlicher Verkaufsdruck entstand laut Börse Express durch die Liquidation von Positionen des auf KI-Werte spezialisierten Fonds Situational Awareness LP. Zudem verkauften Führungskräfte in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von insgesamt 8,4 Millionen US-Dollar; Insiderkäufe wurden nicht registriert.

Schlusskurs17,49 Euro
Tagesverlust8,80 Prozent
Entwicklung seit Jahresbeginn54,99 Prozent
Erwarteter Umsatzrund 150 Millionen US-Dollar
Quartalsbericht5. August
Kapazität Corsicana756 Megawatt

Infobox: Riot Platforms steht vor dem Quartalsbericht am 5. August. Die Aktie fiel auf 17,49 Euro, während das Unternehmen zugleich seine Rechenzentrums- und KI-Infrastruktur ausbaut.

Riot Platforms erzielt 21 Millionen US-Dollar mit Energie-Credits

Riot Platforms profitiert laut AD HOC NEWS von der hohen Stromnachfrage in Texas und steigenden Energie-Credits. Am 22. Juli erreichte die Nachfrage nach Elektrizität in Texas mit 91.308 Megawatt einen Höchststand.

Das Unternehmen drosselt bei Netzengpässen seine Mining-Aktivitäten und erhält im Gegenzug finanzielle Gutschriften. Im Gesamtjahr 2025 verbuchte Riot Energie-Credits in Höhe von 56,7 Millionen US-Dollar.

Im ersten Quartal 2026 kamen weitere 21 Millionen US-Dollar hinzu. Damit lagen die Gutschriften 169 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Medienberichten zufolge reduzierte Riot in Belastungsphasen bereits über 95 Prozent seines Energieverbrauchs.

Gleichzeitig steigen die Kosten des Bitcoin-Minings. Die Cash-Kosten für die Produktion eines Bitcoins beliefen sich im ersten Quartal 2026 auf 44.629 US-Dollar. Der Hashprice erholte sich zuletzt auf rund 32 US-Dollar, bleibt laut Bericht jedoch auf einem Niveau, das die Margen der Miner belastet.

Die Aktie schloss bei 17,49 Euro und verlor 8,80 Prozent. Seit Jahresbeginn blieb die Entwicklung mit 54,99 Prozent positiv. Der Titel lag damit 9,49 Prozent über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage.

Im Mittelpunkt der kommenden Quartalsergebnisse steht die Frage, wie stark die gestiegenen Mining-Kosten die Profitabilität belasten und in welchem Umfang die Energie-Credits die operativen Ergebnisse stützen. AD HOC NEWS verweist zudem auf die strategische Neuausrichtung der Branche hin zu Infrastrukturen für Künstliche Intelligenz.

Stromnachfrage am 22. Juli91.308 Megawatt
Energie-Credits 202556,7 Millionen US-Dollar
Energie-Credits im ersten Quartal 202621 Millionen US-Dollar
Steigerung zum Vorjahreszeitraum169 Prozent
Cash-Kosten je Bitcoin44.629 US-Dollar
Hashpricerund 32 US-Dollar

Infobox: Energie-Credits entwickeln sich für Riot Platforms zu einer wichtigen Einnahmequelle. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen daraus 21 Millionen US-Dollar, während die Cash-Kosten der Bitcoin-Produktion 44.629 US-Dollar betrugen.

Ethereum-ETFs verzeichnen im Juli Zuflüsse von 365,2 Millionen US-Dollar

Die US-Spot-Ether-ETFs verbuchten im Juli laut Börse Express kumulierte Zuflüsse von 365,2 Millionen US-Dollar. Am Freitag kamen Nettozuflüsse in Höhe von 9,03 Millionen US-Dollar hinzu, wobei der iShares Ethereum Trust von BlackRock mit 15,38 Millionen US-Dollar besonders hervortrat.

Ethereum notierte am Samstag bei 1.867,52 US-Dollar und verzeichnete eine negative Tagesveränderung von -2,60 %. Gleichzeitig lag der Kurs etwa 5,33 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 1.773,06 US-Dollar.

Institutionelle Investoren machten im ersten Halbjahr 2026 rund 72 % des außerbörslichen Handelsvolumens aus. Die Analysten von TD Cowen passten ihr Jahresziel für Ethereum an und erwarten nun ein Kursniveau von 2.371 US-Dollar bis zum Jahresende.

Für Aufmerksamkeit sorgte eine Transaktion des BitMEX-Gründers Arthur Hayes. Er verkaufte 2.364,38 ETH zu einem Durchschnittspreis von etwa 1.821 US-Dollar und realisierte dabei einen Verlust von rund 241.000 US-Dollar.

Wallets, die mit Fidelity in Verbindung stehen, transferierten 260.000 ETH im Wert von knapp 500 Millionen US-Dollar. Experten ordneten diese Bewegung als interne Verwahrungsumschichtung ein.

Das Unternehmen Bitmine erwarb zuletzt weitere 10.460 ETH für rund 19,48 Millionen US-Dollar und baute seinen Bestand damit auf 5,5 Millionen ETH aus.

Auch die technische Entwicklung des Netzwerks rückt in den Fokus. Vitalik Buterin skizzierte die Ära des „Lean Ethereum“, einen auf drei bis vier Jahre angelegten Umbau des Protokolls. Zu den Zielen zählen eine schnellere Finalität der Transaktionen auf dem Mainnet und eine verbesserte Quanten-Sicherheit.

Für das zweite Halbjahr 2026 wird zudem das „Glamsterdam“-Upgrade erwartet. Kurzfristig gilt laut Börse Express die Marke von 1.850 US-Dollar als entscheidende Unterstützung. Ein Test der Widerstandszone zwischen 1.930 US-Dollar und 1.950 US-Dollar bleibt demnach möglich, solange Ethereum dieses Niveau verteidigt.

Ether-ETF-Zuflüsse im Juli365,2 Millionen US-Dollar
Nettozuflüsse am Freitag9,03 Millionen US-Dollar
BlackRock ETHA15,38 Millionen US-Dollar Zuflüsse
Ethereum-Kurs1.867,52 US-Dollar
50-Tage-Durchschnitt1.773,06 US-Dollar
Jahresziel von TD Cowen2.371 US-Dollar

Infobox: Trotz eines Tagesverlusts von -2,60 % verzeichneten Ether-ETFs im Juli Zuflüsse von 365,2 Millionen US-Dollar. Zugleich stehen institutionelle Kapitalbewegungen und der geplante Umbau des Ethereum-Protokolls im Mittelpunkt.

XRP Ledger erhält mit xrpld 3.3.0 fünf neue Amendments

RippleX-Produktchefin Jazzi Cooper hat laut Börse Express für die kommende Woche ein umfassendes Upgrade des XRP Ledger angekündigt. Die Version xrpld 3.3.0 soll fünf neue Amendments bringen und richtet sich insbesondere an institutionelle Nutzer.

Für die Aktivierung ist die Zustimmung der Validatoren erforderlich. Das Paket umfasst Confidential MPT, Batch, Permission Delegation, Sponsored Fees and Reserves sowie Dynamic MPT.

Die Funktionen sollen sogenannte Delivery-versus-Payment-Abwicklungen für Institutionen ermöglichen und die Nutzerfreundlichkeit der Blockchain verbessern. Ripple positioniert das Update damit als Grundlage für die Anbindung traditioneller Finanzinstitute an die eigene Infrastruktur.

Der XRP-Kurs reagierte bislang kaum auf die technische Nachricht. XRP notierte bei 1,06 US-Dollar und lag rund 21,9 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn stand ein Minus von 43,2 Prozent zu Buche.

Parallel bleibt die regulatorische Situation in den USA angespannt. Sieben demokratische Senatoren blockieren den CLARITY Act weiterhin und verweisen auf Bedenken bei Ethik, Verbraucherschutz und Marktintegrität.

Trotz der Kursschwäche verzeichneten die im vergangenen Herbst gestarteten US-Spot-ETFs auf XRP kumulierte Nettozuflüsse von mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar. Das verwaltete Vermögen der sieben Fonds lag nahe einer Milliarde US-Dollar.

Ripple meldete außerdem gemeinsam mit Ondo Finance, JPMorgans Kinexys-Einheit und Mastercard eine grenzüberschreitende Abwicklung tokenisierter US-Staatsanleihen über das XRP Ledger in weniger als fünf Sekunden.

Der Wert tokenisierter Vermögenswerte auf dem XRP Ledger belief sich laut Bericht auf 4,4 Milliarden US-Dollar. Die Abwicklungen erfolgen dabei überwiegend in Ripples eigenem Stablecoin RLUSD.

Neue Amendmentsfünf
XRP-Kurs1,06 US-Dollar
Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt21,9 Prozent
Entwicklung seit JahresbeginnMinus von 43,2 Prozent
Kumulierte ETF-Nettozuflüssemehr als 1,5 Milliarden US-Dollar
Tokenisierte Vermögenswerte auf dem XRP Ledger4,4 Milliarden US-Dollar

Infobox: Das Upgrade xrpld 3.3.0 soll fünf neue Amendments für institutionelle Anwendungen einführen. Während die ETF-Zuflüsse mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar erreichen, bleibt der XRP-Kurs mit 1,06 US-Dollar unter Druck.

Einschätzung der Redaktion

Der Coldcard-Vorfall ist vor allem deshalb gravierend, weil er nicht auf einen Bedienfehler, sondern auf einen grundlegenden Fehler bei der Erzeugung kryptografischer Schlüssel zurückgeht. Das erschüttert das zentrale Sicherheitsversprechen von Hardware-Wallets und dürfte die Anforderungen an Firmware-Prüfungen, Warnsysteme und unabhängige Audits deutlich verschärfen.

Für die Debatte zwischen Selbstverwahrung und regulierten Verwahrangeboten liefert der Angriff Argumente auf beiden Seiten: Selbstverwahrung bleibt grundsätzlich kontrollierbar, setzt aber einwandfreie Technik und konsequentes Risikomanagement voraus. Anbieter institutioneller Produkte können technische Hürden reduzieren, verlagern das Risiko jedoch auf Verwahrer und deren Sicherheitsstrukturen.

Infobox: Der entscheidende Schaden liegt nicht nur im Verlust einzelner Bestände, sondern im Vertrauensverlust gegenüber einem gesamten Sicherheitsmodell.

Einschätzung der Redaktion

Die mögliche Zuordnung des Angreifers zu einem kostenpflichtigen Blockchain-Dienstleister erhöht den Ermittlungsdruck erheblich. Besonders relevant ist, dass digitale Spuren offenbar nicht nur auf der Blockchain, sondern auch in den Protokollen zentraler Infrastrukturbetreiber liegen können.

Für die Sicherheitsbranche zeigt der Fall, dass Analyse-, Abfrage- und Überwachungsdienste bei missbräuchlicher Nutzung zu einem wichtigen Bestandteil eines Angriffs werden können. Dienstleister dürften deshalb stärker zwischen legitimer Blockchain-Analyse und systematischer Vorbereitung von Wallet-Diebstählen unterscheiden müssen.

Infobox: Die technische Angriffsspur könnte zugleich zur entscheidenden forensischen Spur werden und die Bedeutung von Nutzungsprotokollen bei Blockchain-Ermittlungen unterstreichen.

Einschätzung der Redaktion

Riot Platforms bleibt ein Unternehmen mit hoher operativer Hebelwirkung: Steigende Bitcoin-Erlöse können die Perspektiven verbessern, während hohe Energiekosten, Verluste und die Abhängigkeit von Sondererlösen die Risiken sichtbar halten. Der Ausbau von Rechenzentrums- und KI-Kapazitäten ist strategisch nachvollziehbar, erhöht aber den Kapitalbedarf und die Ausführungsrisiken.

Die Energie-Credits stabilisieren das Geschäftsmodell, ersetzen jedoch keine dauerhaft robuste Mining-Marge. Für die Bewertung des Unternehmens wird daher entscheidend sein, ob Riot seine Infrastruktur tatsächlich profitabler diversifizieren kann oder ob die neuen Aktivitäten vor allem eine Reaktion auf den Margendruck im Bitcoin-Mining bleiben.

Infobox: Riot verfügt über interessante Wachstumsperspektiven, bleibt aber stark von Kostenkontrolle, Energiebedingungen und der erfolgreichen Umsetzung seiner KI-Strategie abhängig.

Einschätzung der Redaktion

Die Energie-Credits sind für Riot ein wichtiger Ergebnisfaktor, machen zugleich aber die besondere Abhängigkeit des Geschäftsmodells von den Bedingungen im texanischen Strommarkt deutlich. Ihre Bedeutung sollte nicht mit einer strukturellen Verbesserung der Mining-Wirtschaftlichkeit verwechselt werden.

Der strategische Wechsel hin zu KI-Infrastruktur kann langfristig stabilere Ertragsquellen eröffnen. Kurzfristig bleibt jedoch offen, ob die dafür notwendigen Investitionen und technischen Anforderungen ausreichend durch zusätzliche Einnahmen kompensiert werden.

Infobox: Riots Energievorteil verbessert die Widerstandsfähigkeit, beseitigt aber nicht den grundlegenden Margendruck des Bitcoin-Minings.

Einschätzung der Redaktion

Die ETF-Zuflüsse sprechen für ein anhaltendes institutionelles Interesse an Ethereum, auch wenn einzelne Kursbewegungen weiterhin von kurzfristigen Umschichtungen geprägt werden. Entscheidend ist, ob die Kapitalzuflüsse mit einer nachhaltigen Nutzung des Netzwerks und einer erfolgreichen technischen Weiterentwicklung einhergehen.

Die geplanten Protokollverbesserungen könnten Ethereum effizienter und für institutionelle Anwendungen attraktiver machen. Gleichzeitig erhöht ein mehrjähriger Umbau die Anforderungen an Governance, Umsetzung und Sicherheitskontrolle. Die fundamentale Perspektive bleibt damit konstruktiv, aber nicht frei von Ausführungsrisiken.

Infobox: Institutionelles Kapital stärkt die Bedeutung Ethereums, während die technische Transformation über die langfristige Wettbewerbsfähigkeit entscheidet.

Einschätzung der Redaktion

Das geplante XRP-Ledger-Upgrade ist strategisch relevanter als die kurzfristige Kursreaktion vermuten lässt. Funktionen für institutionelle Abwicklungen und tokenisierte Vermögenswerte können die praktische Nutzung des Netzwerks erweitern, sofern Validatoren zustimmen und Finanzpartner die Infrastruktur tatsächlich einsetzen.

Der anhaltende regulatorische Druck bleibt jedoch ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Technische Fortschritte allein reichen nicht aus, wenn rechtliche Klarheit und Vertrauen institutioneller Marktteilnehmer fehlen. XRP steht damit beispielhaft für die Diskrepanz zwischen wachsender Infrastruktur und schwacher Marktstimmung.

Infobox: Das Netzwerk gewinnt an institutioneller Funktionalität, doch regulatorische Risiken und die schwache Kursentwicklung begrenzen die unmittelbare Wirkung.

Quellen: