COVID-19: UNICEF unterstützt Technologie-Startups mit Ethereum

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Acht Unternehmen aus sieben Ländern erhalten Investitionen in ETH vom UNICEF Cryptocurrency Fund. UNICEF unterstützt damit vielversprechende Projekte zum Schutz und zur Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie haben sich in der Entwicklungsarbeit und Flüchtlingshilfe bereits vielfach bewährt. So lassen sich etwa Hilfszahlungen schnell und kostengünstig transferieren, ohne der Gefahr in dunklen Kanälen zu verschwinden. Des weiteren können Blockchain-basierte Lösungen die gerechte Versorgung mit Medikamenten oder Lebensmitteln sicherstellen, beispielsweise in Flüchtlingslagern beim Einkauf per Iris-Scan.

Das Kinderhilfswerk UNICEF hat die Zeichen der Zeit erkannt und engagiert sich bereits seit 2016 mit seinem Office of Innovation an Blockchain-Lösungen zum Wohle der Kinder. Gemeinsam mit Investoren, Spendern und Partnern investiert UNICEF über seinen Venture Fund hier in vielversprechende Projekte.

Seit Oktober 2019 kann UNICEF auch Spenden in Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) annehmen und auszahlen. Dafür hat die Organisation den UNICEF Cryptocurrency Fund eingerichtet. Ein Ziel dieser Initiative ist die Finanzierung von Open-Source-Technologien, die Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt zugute kommen. Die ersten Beiträge kamen damals von der Ethereum Foundation.

Nun gab der UNICEF Cryptocurrency Fund seine bisher größte Investition von Startups in Entwicklungs- und Schwellenländer bekannt. Einige dieser Unternehmen wollen aktuelle Probleme im Zusammenhang mit den Corona-Lockdowns lösen. So geht es etwa darum, über den Coronavirus aufzuklären oder Pandemie- und Isolationsängste bei Kindern zu behandeln.

Mit Ethereum globale Probleme lösen

Wie aus einer Erklärung von UNICEF hervorgeht, sollen die acht Startups jeweils 125 ETH erhalten, aktuell etwa 25.000 Euro. Damit will die Organisation die Entwicklung von Prototypen unterstützen, die vor der Pilotphase oder der Skalierung stehen. Vier dieser Projekte widmen sich den Auswirkungen von COVID-19 auf Kinder und Jugendliche:

  • Ideasis (Türkei) stellt sein Expositionstherapie-Tool von VR auf WebVR um, um Ängste und Phobien in den eigenen vier Wänden zu bekämpfen. Das Team will neue Therapieansätze entwickeln, um COVID-19- und isolationsbedingte Störungen zu behandeln.
  • StaTwig (Indien) testet seine Blockchain-basierte App in Zusammenarbeit mit der indischen Regierung, um die Lieferung von Reis zu verfolgen und zu verbessern. Denn die Sicherung von Nahrungsmitteln für Millionen in Armut lebender Menschen ist seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie noch schwieriger geworden.
  • Somleng (Kambodscha) skaliert seine interaktive Sprachantwortplattform, indem es mit der kambodschanischen Regierung zusammenarbeitet, um wichtige Informationen über COVID-19 zu senden.
  • Utopic (Chile) stellt sein Lernspiel von VR auf WebVR um und befähigt Pädagogen, die Lesefähigkeiten von Kindern von zu Hause aus während der Lockdowns anlässlich COVID-19 und darüber hinaus zu verfolgen und zu verbessern.

Die Vorteile der ETH-Transaktionen fasste Chris Fabian, Senior Adviser und Co-Leiter von UNICEF Ventures zusammen:

Die Überweisungen dauerten keine 20 Minuten und kosteten weniger als 20 US-Dollar. Pluspunkte sind für Fabian jedoch nicht nur die schnellen Transaktionen und die geringen Gebühren – in diesem Fall nicht einmal 0,00009% des überwiesenen Gesamtbetrags. Auch die Transparenz spiele für die Spender und Unterstützer eine große Rolle.

©Bilder via UNICEF und Depositphotos 

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