Craig Wright ein Bitcoin (BTC)-Dieb? “Faketoshi” muss heute persönlich vor Gericht erscheinen

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Der selbsternannte Bitcoin (BTC)-Erfinder Craig Wright wurde von einem Gericht in Florida vorgeladen. Die Erben seines ehemaligen Geschäftspartners Dave Kleiman werfen Wright vor, ihren Anteil an angeblich gemeinsam geschürften BTC gestohlen zu haben.

Der umstrittene Computerwissenschaftler Craig Wright muss heute persönlich vor einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Florida erscheinen. Dies hatte das Gericht vergangene Woche Montag angeordnet.

Wright befindet sich im Rechtsstreit mit den Erben seines 2013 verstorbenen Geschäftspartners Dave Kleiman. Es geht dabei um den sogenannten “Tulip Trust” in welchem angeblich 1.100.111 BTC aufbewahrt werden. Diese hätten zum aktuellen Bitcoin-Kurs einen Wert von rund 10 Milliarden US-Dollar. Kleimans Erben sind der Ansicht, dass Wright und Kleiman diese BTC gemeinsam geschürft hätten und verlangen daher, ihren rechtmäßigen Anteil ausgezahlt zu bekommen.

Wright und Kleimann: Die Erfinder von Bitcoin?

Die Online-Magazine Wired und Gizmodo hatten Ende 2015 darüber berichtet, dass Wright und Kleiman sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto verbergen und gemeinsam Bitcoin erfunden haben könnten.

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Wright hält bis heute an dieser Geschichte fest. Im Mai beanspruchte er sogar in den USA das Urheberrecht auf das Bitcoin-Whitepaper und den ursprünglichen Code der Kryptowährung für sich. Da er bislang keine überzeugenden Beweise vorlegen konnte, ist er auch unter dem Spottnamen “Faketoshi” bekannt.

Da er seine Ideen in BTC nicht mehr vertreten sah, gründete Wright im November 2018 eine neue Kryptowährung namens Bitcoin SV (BSV). Das “SV” darin steht für “Satoshi’s Vision”.

Wright händigt Richter Liste seiner Bitcoin-Adressen aus

Das Bundesgericht in Florida verlangte von Wright, bis zum 17. Juni eine Liste aller Bitcoin einzureichen, die er bis zum 31. Dezember 2013 geschürft habe. Anscheinend kam der Angeklagte dieser Aufforderung nach. Allerdings hat die Öffentlichkeit bislang keine Möglichkeit zur Überprüfung der Daten, weil der zuständige Richter das Dokument sogleich versiegeln ließ.

Sollte Wright in der Tat Satoshi Nakamoto sein, könnte er dies leicht beweisen: Er müsste nur einige BTC von einer der frühesten Bitcoin-Adressen bewegen, welche nachweislich dem Bitcoin-Erfinder gehören.

Seine Unfähigkeit dazu erklärt Wright damit, dass die Private Keys von den Verwaltern des Tulip Trusts kontrolliert werden würden. Interessanterweise besagt jedoch ein angeblich von Kleiman verfasstes Dokument aus dem Jahre 2011, dass am 1. Januar 2020 alle BTC aus dem Trust an Wright persönlich zurückfallen sollen.

Wir dürfen gespannt sein, was dann mit diesen Bitcoins geschehen wird, sofern sie überhaupt existieren sollten.

Wird Craig Wright durch diesen Prozess nun endgültig diskreditiert werden? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

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