Cryptopia Hack: Neuseeländische Polizei ermittelt

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Cryptopia wurde gehackt. Nun hat die zuständige neuseeländische Polizei die Ermittlungen aufgenommen. | © Depositphotos

Nachdem die neuseeländische Exchange Cryptopia am Montag offenbar gehackt wurde, hat die örtliche Polizei die Ermittlungen aufgenommen und veröffentlichte Stellungnahmen zu dem Fall. Cryptopia zeige sich sehr kooperativ, aber die Untersuchungen stünden noch am Anfang.

Am Montag wurde die in Neuseeland ansässige Exchange Cryptopia offenbar Opfer eines Hacks. An jenem Tag hatte die Kryptobörse mehrfach auf Twitter „ungeplante Wartungsarbeiten“ gemeldet und am Dienstag schließlich eingestanden, dass ein „Sicherheitsverstoß“ zu „erheblichen Verlusten geführt“ habe. Später erklärte die Exchange, dass man keine weiteren Informationen herausgeben könne und verwies Neugierige an die Polizei.

Polizei hält Öffentlichkeit auf dem Laufenden

Entsprechend veröffentlichten die neuseeländischen Gesetzeshüter auch am Dienstag eine knappe Pressemitteilung und ließen heute ein etwas ausführlicheres Update folgen.

Man befände sich noch in einem sehr frühen Stadium der Ermittlungen und versuche aktuell den Tathergang zu rekonstruieren. Die Polizei beobachte auch die Spekulationen zu dem Fall im Internet, wolle aber mit einer unvoreingenommenen Haltung an den Ermittlungen herangehen.

Auch die Menge der gestohlenen Coins habe man noch nicht ermitteln können, sie sei aber „signifikant“. Der Twitter-Account Whale Alert hatte gemeldet, dass Ethereum (ETH) und Centrality (CNNZ) im Wert von über drei Millionen Euro von Cryptopia zu einer unbekannten Adresse – möglicherweise dem Hacker – gesendet worden waren.

Die Polizei gab an, sowohl “forensische digitale Untersuchungen”, als auch Ermittlungen am Cryptopia-Hauptsitz in der Stadt Christchurch durchzuführen. Medienberichte, denen zufolge die Polizei die Cryptopia-Zentrale „gestürmt“ hätte, seien allerdings völlig falsch. Das Unternehmen verhalte sich absolut kooperativ.

Fokus auf Wiederfinden der gestohlenen Coins

Die Ermittler erklärten es zur Priorität, verlorene Einlagen der Cryptopia-Kunden „zu identifizieren und, wenn möglich, zurück zu beschaffen“. Auf dem Weg dahin werde man aber wahrscheinlich vor viele Herausforderungen gestellt.

Aber auch wenn diese Bemühungen der Polizei keine Früchte tragen sollten, bedeutet das für die Besitzer des gestohlenen Digitalgelds nicht unbedingt den Totalverlust. Schon oft bekamen Geschädigte nach einem Hack ihr Geld von der Exchange erstattet. Die japanische Kryptobörse Zaif ließ sich z.B. nach einem Angriff im September von einem Konkurrenten aufkaufen, um ihre Kunden ausbezahlen zu können.

Hattest Du Coins auf Cryptopia gelagert? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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