Cyberangriff auf Pocket Bitcoin, Bitcoin-Rally und neue Betrugswarnungen
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Cyberangriff auf Pocket Bitcoin erhöht das Phishing-Risiko, während Bitcoin wegen US-Schulden und Dollar-Schwäche binnen drei Tagen 23 Prozent zulegte.
Der Kryptomarkt steht zwischen Sicherheitsrisiken und neuer Dynamik: Während ein Cyberangriff auf Pocket Bitcoin gezielte Phishing-Gefahren erhöht, treibt Bitcoin eine starke Erholung an. Zugleich rücken US-Schulden, Gold, Betrugsfälle und die zunehmende Knappheit von Bitcoin in den Fokus.
Cyberangriff auf Pocket Bitcoin: Supportdaten von Kunden abgegriffen
Der Schweizer Bitcoin-Dienstleister Pocket Bitcoin ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Nach Angaben von Blocktrainer konnten die Angreifer weder auf die zentrale Kundendatenbank noch auf die Bitcoin-Infrastruktur des Unternehmens zugreifen, erlangten jedoch Zugriff auf eine separate Supportdatenbank.
Nach Angaben des Unternehmens wurden die E-Mail-Adressen sämtlicher Kunden kompromittiert. Betroffen sein können außerdem Supportkommunikation und Anhänge aus Supportgesprächen; direkte Kontakte mit Pocket über E-Mail, Telegram oder WhatsApp gelten als offengelegt. Dazu können Telegram-Nutzernamen und WhatsApp-Telefonnummern gehören, sofern darüber Kontakt bestand.
Pocket verwahrt laut Blocktrainer keine Bitcoin seiner Kunden und arbeitet non-custodial. Gekaufte Bitcoin werden direkt an die Wallet des jeweiligen Nutzers ausgezahlt; private Schlüssel, Wallet- und Bitcoin-Daten, Transaktionshistorien sowie separat gespeicherte Namen und Adressen seien nicht betroffen. Kauf- oder Verkaufsdetails seien ebenfalls nicht Bestandteil des Vorfalls, es sei denn, ein Kunde habe diese Informationen selbst an den Support übermittelt.
Das unmittelbare Risiko sieht Pocket vor allem in gezielteren Phishing-Angriffen. Die Angreifer könnten durch Kenntnisse aus früheren Supportgesprächen glaubwürdigere Nachrichten formulieren. Das Unternehmen warnt daher vor E-Mails, Anrufen oder Nachrichten, die Zeitdruck erzeugen oder zur Herausgabe persönlicher Informationen auffordern. Pocket werde niemals nach der Seed Phrase beziehungsweise den 12 oder 24 Wiederherstellungswörtern fragen.
Die ausgenutzte Schwachstelle wurde laut Blocktrainer geschlossen und die Infrastruktur zusätzlich abgesichert. Kauf und Verkauf von BTC funktionieren demnach weiterhin normal. Die technische Analyse liefere zudem deutliche Hinweise darauf, dass die Angreifer in erheblichem Umfang KI-gestützte Werkzeuge und Automatisierung eingesetzt haben.
Infobox – Blocktrainer: Kompromittiert wurden E-Mail-Adressen sowie möglicherweise Supportkommunikation und Anhänge. Bitcoin, private Schlüssel und separat gespeicherte Kundendaten waren laut Pocket nicht betroffen; das Phishing-Risiko ist jedoch erhöht.
Bitcoin steigt laut Wallstreet Online innerhalb von drei Tagen um 23 Prozent
Wallstreet Online berichtet von einer Erholung an den US-Börsen und einer kräftigen Rallye bei Bitcoin. Der Dow Jones legte zuletzt rund 1,1 Prozent beziehungsweise 565 Punkte zu, während der S&P 500 und der Nasdaq Composite jeweils rund 0,5 Prozent gewannen.
Bitcoin steuert laut Wallstreet Online auf ein Wochenplus von rund 23 Prozent zu. Aktien mit Krypto-Bezug profitierten ebenfalls: Robinhood sprang um 13 Prozent nach oben, Coinbase gewann 7,0 Prozent.
Der DAX schloss bei 26.136,56 Punkten und damit rund 0,6 Prozent fester. Auf die gesamte Woche gesehen verlor der Leitindex jedoch 1,2 Prozent. Adidas gewann 2,3 Prozent, Scout24 1,7 Prozent und BMW 1,7 Prozent.
Der MDAX stieg knapp 1,3 Prozent auf 32.110,41 Zähler. Salzgitter legte 8,8 Prozent zu, Thyssenkrupp 5,6 Prozent und K+S 5,4 Prozent. Der Stoxx 600 und der Euro Stoxx 50 gewannen jeweils rund 0,6 Prozent.
Am Kryptomarkt eroberte Bitcoin am Morgen die Marke von 75.000 US-Dollar zurück und stieg aktuell um 6,4 Prozent auf 77.247 US-Dollar. Damit erreichte die Kryptowährung das höchste Niveau seit rund elf Wochen und gewann innerhalb von drei Tagen 23 Prozent an Wert.
Als Rückenwind nennt Wallstreet Online die Ausweitung der Treasury-Rückkäufe, den schwächeren US-Dollar und neue Hoffnungen auf kryptofreundlichere Regeln in den USA. Belastungsfaktoren bleiben steigende Renditen von US-Staatsanleihen sowie die Sorge, dass hohe Ölpreise die Inflation erneut anheizen könnten.
| Wert | Angabe |
|---|---|
| Bitcoin | 77.247 US-Dollar |
| Bitcoin-Veränderung | 6,4 Prozent |
| Bitcoin-Veränderung in drei Tagen | 23 Prozent |
| DAX-Schlussstand | 26.136,56 Punkte |
| MDAX-Schlussstand | 32.110,41 Zähler |
| Brent | 94,12 US-Dollar je Barrel |
| Gold | rund 4.679 US-Dollar je Feinunze |
Infobox – Wallstreet Online: Bitcoin stieg innerhalb von drei Tagen um 23 Prozent auf 77.247 US-Dollar. Die Erholung an den Aktienmärkten steht weiterhin steigenden US-Renditen und Inflationssorgen durch hohe Ölpreise gegenüber.
Gold und Bitcoin rücken wegen der US-Verschuldung in den Fokus
Das Manager Magazin berichtet über steigende Preise von Gold, Silber und Bitcoin bei gleichzeitig schwächerem US-Dollar. Als Ursache werden wachsende Zweifel genannt, dass die US-Regierung unter Donald Trump die rasant steigende Staatsverschuldung in den Griff bekommt.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte angekündigt, den Kauf langlaufender US-Staatsanleihen deutlich auszuweiten. Damit sollen die zuletzt stark gestiegenen Renditen für Staatspapiere wieder nach unten gedrückt und die Kosten für den Schuldendienst gesenkt werden. Die USA seien mit mehr als 40 Billionen Dollar verschuldet.
Nach der Ankündigung sei das Vertrauen in den US-Dollar laut Manager Magazin jedoch nicht gewachsen. Der Goldpreis stieg am Freitag auf das höchste Niveau seit drei Monaten; an der Börse in London wurde eine Feinunze bei 4601 US-Dollar gehandelt. Dies sei der höchste Stand seit Mitte Mai.
Die Verzinsung der 30-jährigen US-Staatsanleihe kletterte am Freitag um 1,4 Basispunkte auf 5,25 Prozent. Das Manager Magazin bezeichnet diesen Stand als den höchsten seit Jahrzehnten. Dominic Weibel, Head of Research bei Bitcoin Suisse, bewertete einen Rückkauf im Volumen von 4 Milliarden Dollar als begrenzte Maßnahme.
„Ein Rückkauf im Volumen von 4 Milliarden Dollar entspricht grob einer einzigen Tagesrechnung und gleicht damit dem Versuch, einen fiskalischen Flächenbrand mit einem Eimer Wasser zu löschen“, sagte Dominic Weibel laut Manager Magazin.
Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank sprach von einem erodierenden Vertrauen in den US-Dollar als sicheren Hafen. Als Hauptprofiteur bezeichnete er Gold. Mohit Kumar, Chefökonom bei Jefferies, verwies zusätzlich auf die „massive Performance“ der Kryptowährungen; Bitcoin habe binnen 5 Handelstagen mehr als 20 Prozent zugelegt.
Das Manager Magazin berichtet außerdem, dass Gold seit dem Rekordhoch im Januar bei knapp 5600 Dollar in der ersten Jahreshälfte bis auf ein Jahrestief unter 4000 Dollar im Juni gefallen war. Erst im August setzte eine deutliche Erholung ein. Bitcoin näherte sich wieder der Marke von 80.000 US-Dollar.
Infobox – Manager Magazin: Gold erreichte mit 4601 US-Dollar je Feinunze den höchsten Stand seit Mitte Mai. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe stieg auf 5,25 Prozent, während Bitcoin binnen 5 Handelstagen mehr als 20 Prozent zulegte.
Onvista: US-Verschuldung, Gold und Cybersecurity im Markt-Update
Onvista stellt in einem Markt-Update die US-Verschuldung auf Rekordniveau und die Entwicklung von Gold und Bitcoin in den Mittelpunkt. Nico Santura untersucht dabei, wie angespannt die Lage ist, welche Rolle Finanzakrobatik und steigende Renditen spielen und warum das Thema für Anleger wichtig bleibt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Gold, das laut Onvista ein Kursziel von Morgan Stanley früher als erwartet erreicht hat. Das Markt-Update ordnet den Goldpreis im Umfeld hoher Schulden, Währungen und Renditen ein.
Darüber hinaus befasst sich die Sendung mit dem Cybersecurity-Sektor. Im Mittelpunkt stehen Cloudflare, Palo Alto Networks, Fortinet und Zscaler, die hinsichtlich Chancen, Risiken und Bewertungen verglichen werden.
Auf der Werteliste des Markt-Updates stehen außerdem Walmart, Deere, Alibaba, LVMH, Siemens Energy, GE Vernova, Vistra, Rocket Lab, Accenture, CTS Eventim und American Tower. Als weitere Themen werden Gold, Bitcoin und Cybersecurity genannt.
Infobox – Onvista: Das Markt-Update behandelt die US-Verschuldung, Gold, Bitcoin sowie Cybersecurity-Aktien. Im Fokus stehen dabei die Auswirkungen steigender Renditen und die Einordnung des Goldpreises.
Rentnerin verliert 50.000 Euro an Bitcoin-Betrüger
OP Online berichtet über eine Frau aus Hanau, die durch einen Krypto-Betrug insgesamt 50.000 Euro verlor. Darin enthalten war ein Kredit über 25.000 Euro; zusätzlich übergab sie einem Unbekannten 15.000 Euro in bar auf einem Parkplatz.
Die Frau war über eine Internetseite auf Kryptowährungen und hohe Gewinnmargen aufmerksam geworden. Zunächst zahlte sie 250 Euro als „Gebühr“, danach überwies sie 3.000 Euro und 5.000 Euro auf Konten in Litauen oder anderswo. Auf einer Webseite wurde ihr ein wachsender Kontostand angezeigt, der schließlich 260.000 Euro betragen haben soll.
Eine angebliche Beraterin schlug weitere Zahlungen vor. Für eine Barzahlung traf sich die Frau auf dem Altstadtparkplatz an der Steinheimer Vorstadt mit einem Mann mit „Kapuze“ und übergab ihm einen Umschlag mit 15.000 Euro.
Auf der Internetseite erhielt sie anschließend eine Quittung. Das Geld sei eingegangen und in wertvolle Bitcoins gewechselt worden; das auf der Webseite angezeigte Zertifikat erwies sich laut OP Online als wertlos.
Die Tochter stoppte ihre Mutter, bevor es zu einer weiteren Geldübergabe kam. Einen Termin am 23. März nahm stattdessen eine junge Frau wahr, die gemeinsam mit Kollegen und einem Paar Handschellen erschien. Der Abholer wurde festgenommen.
Das Amtsgericht Hanau verurteilte den Kurier wegen Beihilfe zum Betrug zu eineinhalb Jahren Gefängnis. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Zusätzlich erhielt er eine amtliche „Grenzüberschrittsbescheinigung“, die einer Ausweisung gleichkommt; er sollte das Formular an der deutsch-polnischen Grenze bei der Bundespolizei abgeben und nicht mehr in die Bundesrepublik einreisen.
Der Mann stammte aus der Ukraine, hatte einen Wohnsitz in Polen und arbeitete als Taxifahrer. Für den Kurierauftrag seien ihm drei Prozent Provision versprochen worden. Vor Gericht wurde er laut OP Online als kleiner Fisch und nicht als Teil einer Bande beschrieben.
Die Geschädigte wollte mit ihrer Aussage andere Menschen warnen. Sie habe das Geld abgeschrieben und bleibe mit einem Berg von Schulden zurück.
Infobox – OP Online: Die Frau verlor 50.000 Euro, darunter einen Kredit über 25.000 Euro. Der Kurier wurde zu eineinhalb Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt und ausgewiesen.
Binance-Gründer warnt vor zunehmender Bitcoin-Knappheit
BTC-ECHO berichtet über eine Warnung des Binance-Gründers Changpeng „CZ“ Zhao zur relativen Knappheit von Bitcoin. Weltweit übersteigt die Zahl der Dollarmillionäre demnach die Gesamtzahl aller jemals existierenden BTC deutlich.
Laut dem UBS Global Wealth Report leben allein in den USA etwa 23,6 Millionen Menschen mit einem siebenstelligen Vermögen. Weltweit beträgt die Zahl laut BTC-ECHO rund 57,5 Millionen.
Die Meldung stellt damit die begrenzte Verfügbarkeit von Bitcoin der Zahl der Dollarmillionäre gegenüber. Zhao weist nach Darstellung von BTC-ECHO darauf hin, dass ein ganzer Bitcoin für Millionäre bald zu teuer werden könnte.
Infobox – BTC-ECHO: In den USA gibt es laut UBS Global Wealth Report etwa 23,6 Millionen Menschen mit siebenstelligem Vermögen; weltweit sind es rund 57,5 Millionen. Changpeng „CZ“ Zhao verweist auf die daraus entstehende relative Bitcoin-Knappheit.
Einschätzung der Redaktion
Die Entwicklungen zeigen eine wachsende Kluft zwischen der strategischen Bedeutung von Bitcoin und den praktischen Risiken seiner Nutzung. Institutionelle Nachfrage, hohe Staatsverschuldung und begrenztes Angebot können die Attraktivität stärken, rechtfertigen aber keine kurzfristigen Kursannahmen. Gleichzeitig verdeutlichen Datenlecks und Betrugsfälle, dass Sicherheitskompetenz, kritische Prüfung und der Schutz persönlicher Zugangsdaten unverzichtbar bleiben. Besonders problematisch ist die Kombination aus stark steigenden Kursen, emotionalem Verkaufsdruck und professionell wirkender Täuschung.
Zusammenfassung: Bitcoin gewinnt an Relevanz, bleibt jedoch hochvolatil und wird von erheblichen Sicherheits- und Betrugsrisiken begleitet.
Quellen:
- Cyberangriff auf Pocket Bitcoin: Supportdaten von Kunden abgegriffen
- Wall Street hebt ab: DAX stark, Gold boomt, Bitcoin vor dem Sprung
- Goldpreis und Bitcoin auf Dreimonatshoch: US-Finanzminister Scott Bessent sorgt für Comeback des Hard Money Trades
- US-Verschuldung auf Rekordniveau: Gold & Bitcoin im Fokus
- Rentnerin verliert 50.000 Euro an Bitcoin-Betrüger – Kurier verurteilt und ausgewiesen
- “Ein ganzer Bitcoin wird bald zu teuer für Millionäre”: Binance-Gründer warnt