Das Verbot der britischen FCA für Kryptoderivate tritt heute in Kraft!

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Ein Verbot von kryptobasierten Produkten für Privatanleger, welches von der britischen Finanzaufsichtsbehörde im vergangenen Oktober erlassen wurde, hat ab heute Gültigkeit.

Die britische Aufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen kündigte das Verbot im Oktober 2020 an, auch wir berichteten darüber. Die FCA betrachtet kryptobasierte Produkte als „ungeeignet“, vor allem aufgrund fehlender verlässlicher Bewertungen und den hohen Preisschwankungen. Darüber hinaus unterstellt die FCA britischen Privatkunden ein fehlendes Verständnis für den Krypto-Markt und möchte sie mit dieser Maßnahme schützen.

Laut eines Pressesprechers der FCA sind dies alles Schritte zum Schutz von Einzelhandelskunden „Schaden durch plötzliche und unerwartete Verluste“ zu erleiden, wenn sie in diese Produkte investieren würden.

Das Verbot gilt für den Verkauf, die Vermarktung und den Vertrieb für Derivate von Krypto-Anlagen, wie z.B. Optionen und Futures.

“Dieses Verbot spiegelt wider, wie ernst wir den potenziellen Schaden für Einzelhandelskunden bei diesen Produkten nehmen”, sagte Sheldon Mills, der im Oktober als Interim Executive Director für Strategie und Wettbewerb bei der FCA fungierte, und fügte hinzu: “Verbraucherschutz ist hier von größter Bedeutung.”

Darüber hinaus wies die FCA darauf hin, dass – nach dem Verbot – “jedes Unternehmen, das diese Dienstleistungen für Privatkunden anbietet, wahrscheinlich ein Betrüger ist”.

Die Entscheidung der FCA erweist sich als spaltend

Viele im Kryptoraum kritisierten die Entscheidung der FCA: “Als das Verbot im Oktober von der britischen Regierung verabschiedet wurde, gab es keine Koordination mit Beamten in den USA, der EU oder anderen Regionen der Welt”, sagte Jason Brown, Direktor für Geschäftsentwicklung bei Komodo (Smart-Chain Plattform) und fügte hinzu: “Was die Blockchain-Industrie am dringendsten braucht, sind einheitliche Vorschriften in allen Gerichtsbarkeiten.“

Brown wies auch darauf hin, dass die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) „seit über drei Jahren Krypto-Derivatemärkte reguliert, die sowohl Privatanlegern als auch professionellen Anlegern zur Verfügung stehen“.

Dermot O’Riordan, Partner von Eden Block – einem blockchain-basierten Venture Capital Unternehmen – über FCAs Maßnahme: “Durch das Verbot von Kryptoderivaten zeigt die FCA im Grunde genommen an, dass sie nicht wissen, wie sie diese regulieren sollen.” Er fügte hinzu, dass die “FCA sich entschieden hat, abzudanken anstatt zu führen.”

O’Riordan sagte auch, dass dieser Schritt das Risiko birgt, Privatanleger zu unregulierten Plattformen zu drängen, die noch weniger Schutz bieten als regulierte.

Auf der anderen Seite schlug Gunnar Jaerv, COO von First Digital Trust, vor, dass dieses Verbot dem Markt für digitale Vermögenswerte allgemein zugutekommen könnte:

“Mehr Menschen müssen nun das ‘tatsächliche’ Vermögen kaufen, was bedeutet, dass echtes Geld in das Vermögen fließt und auf dem Markt eingepreist wird. Theoretisch würde dies dann bedeuten, dass die Preise stabiler sein könnte; Volumen und Marktkapitalisierung würden steigen.“

Trotz der Kontroverse geht die FCA davon aus, dass Einzelhandelskunden durch das Verbot von Kryptoprodukten über 50 Mio. GBP (68 Mio. USD) einsparen werden.

Bild@Pixabay / Lizenz

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