Das war’s Darknet – Bitcoin sagt Adieu!

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Neuesten Studien zufolge ist der Gesamtanteil der Krypto-Transaktionen auf Darknet-Dienste seit 2015 um mehr als 90% gesunken.

Die Blockchain-Analysefirma Chainalysis, liefert in ihrem jüngsten Bericht beeindruckende Zahlen. Demnach gingen im Jahr 2019 nur noch 0,08% aller Bitcoin-Transaktionen an Dienste des Darknetzes. Vier Jahre zuvor, waren es hingegen noch über 1% aller Transaktionen, weswegen BTC auch heute noch vielerorts schwer zu kämpfen hat, das Bad Guy-Image endlich loszuwerden.

Doch hier wird nicht geschlafen:

Immer mehr Börsenplattformen erhöhen ihre Anforderungen an KYC-Identifikationen (Know-Your-Customer), sodass es inzwischen kaum noch möglich ist Bitcoins zu kaufen, ohne sich zuvor mit seiner realen Identität zu legitimieren. Sobald eine Börse die reale Identität der Käufer und Händler kennt, sind demzufolge im Zweifelsfalle auch alle Transaktionen nachvollziehbar, denn Bitcoin-Transaktionen sind öffentlich einsehbar.

Eine zurzeit noch sehr beliebte Möglichkeit seine Transaktionsspur zu vertuschen sind sogenannte Mischdienste. Dieser Service vermischt die Bitcoins mehrerer User miteinander und teilt sie dann wieder neu untereinander auf. Aber selbst diese Variante ist nicht unfehlbar, denn die meisten dieser Dienstanbieter haben ein zu geringes Volumen, was es Beobachtern (wie Blockchain-Analyseunternehmen) erleichtert festzustellen, wohin sich das Geld bewegt. Auch die Strafverfolgung verschiedenster Länder geht inzwischen schon gegen solche Mischdienste vor. Große Börsen wie zum Beispiel Binance haben bereits damit begonnen, Auszahlungen an Mischdienste sogar ganz zu blockieren.

Auch Coinbase hat bereits im vergangenen Jahr das sogenannte Compliance-System patentiert. Jedes User-Konto erhält einen eigenen Compliance-Score, der von vielen Faktoren bestimmt wird. Beispielsweise enthält einer der Abschnitte Benutzerdaten wie Alter, Standort, Kontostand, Transaktionsvolumen, Überprüfungsverlauf und die Anzahl der Geräte, die für den Zugriff auf die Plattform verwendet werden. Das System entscheidet dann automatisch, ob das entsprechende Konto „gut“ oder „böse“ ist und leitet entsprechende Schritte ein.

Es sei nun mal dahingestellt, ob diese Maßnahmen das Ende der Fahnenstange darstellen oder nicht, entscheidend ist der Grundtenor aller Anstrengungen: Illegale Geschäfte mit Kryptowährungen einzudämmen und diesbezügliche Avancen unattraktiv zu machen. Dank dieser und ähnlicher Bemühungen fahren inzwischen weltweit Gesetzeshüter und Finanzaufsichtsbehörden große Erfolge ein.

Ende 2019 wurden zum Beispiel drei mutmaßliche Drogendealer verhaftet, weil sie Berichten zufolge mehr als 2,3 Millionen US-Dollar im Darknet gewaschen hatten, auch dank Blockchain-Analysebemühungen. In einem anderen hochkarätigen Fall wurde der Eigentümer und Betreiber des berüchtigten Silkroad-Drogenmarktes, eindeutig mit der Website verknüpft, nachdem die Polizei Bitcoin-Transaktionen auf seine Wallet zurückgeführt hatte. Er verbüßt jetzt eine doppelte lebenslange Haftstrafe.

Bullish für Bitcoin, da eine Massenadaption nur möglich wird, wenn der negative Beigeschmack von Geldwäsche und Darknet-Geschäften verschwindet.

©Bild via depositphotos

 

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