Blockchain-Pionier gründet Krypto-Rettungsfonds mit 200 Millionen US-Dollar

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David Johnston will aufstrebende Blockchain-Projekte retten. | © Cash App
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Der Blockchain-Serienunternehmer David Johnston hat einen neuen Fonds namens Yeoman’s Growth Capital (YGC) aufgelegt. Dieser soll Blockchain-Projekten im fortgeschrittenen Stadium beim Wachstum helfen. Dafür stehen 200 Millionen US-Dollar zur Verfügung.

Während im vergangenen Jahr teils äußerst dubiose Krypto-Projekte wie Pilze aus dem Boden schossen, hat sich im aktuellen Bärenmarkt schließlich Ernüchterung breit gemacht. Die große Mehrzahl der ICOs hat sich als Fehlinvestition herausgestellt. Inzwischen fließt kaum noch Geld in Token-Verkäufe.

Wie sollen vielversprechende Krypto-Projekte also in Zukunft an Geld gelangen? David Johnston, ein langjähriger Unternehmer in der Kryptobranche, könnte die Lösung bieten: Heute gab er der Krypto-Nachrichtenseite Coindesk gegenüber die Gründung seines 200 Millionen US-Dollar starken Fonds Yeoman’s Growth Capital (YGC) bekannt.

Weitsichtiger als andere Krypto-Fonds

Auf der YGC-Webseite heißt es, die Akzeptanz der Blockchain befinde sich aktuell an einem Schlüsselpunkt. Die bisherigen Krypto-Fonds seien jedoch nicht fähig, die riesigen Wachstumschancen zu ergreifen, da sie bloß in bestimmte Tokens oder Token-Indizes investierten.

Mehrere Experten sagten kürzlich den Zusammenbruch dieser Anlageform voraus. So erklärte Arthur Hayes, CEO der Exchange BitMEX, dass 2018 für viele Fonds das „Jahr der Abrechnung“ sein werde. Bald könnten sie nicht mehr verbergen, dass viele Tokens in ihren Beständen eigentlich wertlos seien.

YGC will sich klüger anstellen und nur in Unternehmungen investieren, die bereits den Kinderschuhen entwachsen sind: „Unser Fokus liegt auf Projekten, die schon live sind, die schon ein Mainnet haben, die Software haben, die Produkte haben. Was sie brauchen, ist Hilfe bei Wachstum und Akzeptanz“, erklärte Johnston gegenüber Coindesk. Jetzt sei „die perfekte Zeit“ für einen entsprechenden Fonds gekommen.

Langjährige Expertise

Der Gründer investierte bereits 2012 erstmalig in die Blockchain-Branche. Im folgenden Jahr war er an der Schaffung der Krypto-Investorengruppe BitAngels und dem ersten Token-Verkauf überhaupt (Mastercoin) beteiligt. Zudem war er Hauptautor des Aufsatzes „Die allgemeine Theorie von dezentralisierten Applikationen, dApps“. Aktuell ist er zudem Vorsitzender des Projekts Factom (FCT).

Gerade im Bereich dApps könnte Johnston schon bald prominente Konkurrenz bekommen: Justin Sun, Gründer der aktuell zehntgrößten Kryptowährung TRON, hat vergangene Woche ebenfalls die Gründung eines Fonds angekündigt. Damit sollen Entwickler von dezentralen Anwendungen „gerettet“ werden, sofern sie den konkurrierenden Plattformen EOS und Ethereum (ETH) den Rücken kehren und von nun an für TRON arbeiten.

Welches Blockchain-Projekt könnte mit der Unterstützung von YGC ganz groß rauskommen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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